Thailand-Reisebericht :Mit dem Fahrrad durch Südostasien

Eine Radtour durch Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam

"Einradeln" in Südthailand

Reisevorbereitung und die ersten Etappen

VORBEREITUNG

Als Zeitraum habe ich grob November bis Ende Februar gewählt. In vielen Regionen in Südostasien herrscht dann Trockenzeit. Dann regnet es wenig und es ist nicht ganz so heiß.

Ich besorge mir Karten von den einzelnen Ländern und plane eine Route. Diese Route teile ich in einzelne Etappen auf, die ich mit dem Rad eigentlich gut schaffen müsste.

Bei einem Tropenarzt lasse ich mich vorsichtshalber gegen Tollwut impfen (wegen der vielen streunenden Hunde).

Außerdem besorge ich mir im thailändischen Konsulat ein Visum für mehrmalige Einreisen.
Für Laos und Kambodscha braucht man auf dem Landweg vorab kein Visum - man bekommt direkt am Grenzübergang ein Visa "on arrival" für etwa 30 Euro.
Nur das Visum für Vietnam muss man sich vorher besorgen. Das werde ich in der vietnamesischen Botschaft in Bangkok beantragen (geht am schnellsten).

Alle Klamotten sind gepackt - kann losgehen!

Ich lande also am 23.10.16. in Bangkok und nehme ein Taxi zu meinem Hotel in der Sukhumvit Road - nicht unbedingt der "vornehmste" Bezirk in Bangkok. Kneipen, "Massagesalons" usw. ohne Ende. Wenn man das Hotel verlässt, wird man sofort von diversen Taxifahrern angelabert, die einen für einen Wucherpreis irgendwo hinfahren wollen, wo man gar nicht hin möchte.
Ich bleibe ein paar Tage in Bangkok checke schon mal, wo die vietnamesische Botschaft ist.

Am 27.10.16 fahre ich mit dem Zug nach Surat Thani und dann weiter mit einem Minibus nach Krabi. Da kaufe ich mir in dem einzigen Fahrradladen ein Mountainbike.
Am 10.11.16 nehme ich die Fähre nach Phuket town und fahre am nächsten Tag zum Patong Beach. Nach drei Tagen in Patong (das reicht dann auch!) verlasse ich Phuket über die Sarasin Bridge nach Bang Niang (Khao Lak), ungefähr 110 km.
Gegen Nachmittag gibt es heftige Regenschauer. So ganz ist die Regenzeit noch nicht vorbei!
Ich habe zwar Regenkleidung dabei, aber die ziehe ich bei einer Temperatur von 30 Grad nicht an. Da der Regen warm ist, lasse ich mich lieber nass regnen.
Am übernächsten Tag fahre ich weiter zum Khao Sok National Park. Weil es mir da ganz gut gefällt, bleibe ich drei Tage in einem schönen Bungalow mit Blick auf den Sok River.

Blick vom Hotelzimmer in Bangkok Sukhumvit

Blick vom Hotelzimmer in Bangkok Sukhumvit

Die Sarasin Bridge, die Phuket mit dem Festland verbindet

Die Sarasin Bridge, die Phuket mit dem Festland verbindet

Bungalow im Sok Park

Bungalow im Sok Park

Blick auf den Fluss

Blick auf den Fluss

Moskitonetz in zart rosa

Moskitonetz in zart rosa

Am 19.11.16 geht es weiter über die Bundesstraße 401 nach Phunphin (ca. 80 km). Die Strecke über die Bundesstraße 401 ist echt schön und angenehm zu fahren. Das Wetter ist super und es macht Spaß der Sonne entgegen zu fahren.
Es herrscht kaum Verkehr, außerdem gibt es auf den meisten thailändischen Straßen einen Seitenstreifen. Angenehm, wenn der Verkehr mal etwas dichter wird. Zwischendurch sehe ich Elefanten .....
Gegen Mittag komme ich in Phunphin an, wo sich der Bahnhof von Suratthani befindet. Ich übernachte im Princess Hotel, dem einzigen Hotel im Ort. Das Zimmer kostet umgerechnet 6 Euro - viel mehr hätte ich aber auch nicht bezahlt!

Straße 401 von Khao Sok Richtung Suratthani, ich bin fast allein!

Straße 401 von Khao Sok Richtung Suratthani, ich bin fast allein!

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Unterwegs sehe ich (gezähmte) Elefanten, das Bild habe ich übrigens mit meiner Helmkamera gemacht, deshalb konnte ich nicht näher "ranzoomen"

Unterwegs sehe ich (gezähmte) Elefanten, das Bild habe ich übrigens mit meiner Helmkamera gemacht, deshalb konnte ich nicht näher "ranzoomen"

Wie gesagt: kaum Verkehr und ein Seitenstreifen

Wie gesagt: kaum Verkehr und ein Seitenstreifen

Das Bad im Princess Hotel

Das Bad im Princess Hotel

Ja.....ein wenig Schimmel

Ja.....ein wenig Schimmel

Nach dem ersten Blick ins Badezimmer weiß ich:

- ich verzichte auf eine Dusche und eine längere "Toilettensitzung"
- ich brauche heute auf jeden Fall Bier

Nach 4 großen Chang Bier sieht das Zimmer dann gar nicht mehr so schlimm aus. Auch der Deckenventilator, der total locker ist und natürlich genau über dem Bett hängt, stört mich nicht mehr so sehr.
Ich bin ganz froh, dass ich am nächsten Tag das Zimmer bzw den Ort verlassen kann.
Weiter geht es jetzt erstmal mit dem Zug nach Chumphon. Das Ticket kostet 34 Baht, das sind ungefähr 90 Cent für eine Strecke von 200 km. Für mein Fahrrad zahle ich 90 Baht (hä?).
Bei dem Zug handelt es sich um einen Ordinary train, einen Nahverkehrszug.
Das Rad hieve ich in den Gepäckwagen. Der Zug ist langsam und hält fast überall. Trotzdem ist die Fahrt irgendwie interessant. In dem Gepäckwagen treffen sich die Thais, die im Zug Essen usw verkaufen. Ich bin der einzige Ausländer in diesem Zug, aber gerade das finde ich angenehm "untouristisch"!

Der Gepäckwagen im Nahverkehrszug Richtung Bangkok

Der Gepäckwagen im Nahverkehrszug Richtung Bangkok

Irgendwann komme ich in Chumphon, einer auch eher nicht touristischen Stadt, an. Da auch die Strecke nach Prachuap Khiri Khan nicht so schön sein soll, fahre ich auch diese Strecke mit dem Zug.
Prachuap ist schön, aus touristischer Sicht ist hier schon etwas mehr los.

Bei einem kurzen Ausflug zu einem Tempelberg sehe ich zum ersten Mal Affen!

Die Promenade in Prachuap

Die Promenade in Prachuap

Blick in die Bucht und auf den Tempelberg von Prachuap

Blick in die Bucht und auf den Tempelberg von Prachuap

Es geht weiter nach Hua Hin (95 km). Obwohl Hua Hin direkt am Golf von Thailand liegt, kann man das Meer nicht sehen, alles ist total verbaut.
Hua Hin ist ein Touristenort und nicht unbedingt schön. Ich bleibe trotzdem ein paar Tage, ich habe es nicht eilig.
Weiter geht es dann mal wieder mit dem Zug nach Bangkok zurück. Dort beantrage ich in der vietnamesischen Botschaft ein Visum, das ich am nächsten Tag abholen kann (75 Euro). Außerdem kaufe ich mir schon mal ein Ticket für den Nachtzug nach Nong Khai an der Grenze zu Laos.
Am 30.11.16 geht es dann los. Im Zug treffe ich einen Schweizer mit Fahrrad, der auch bis Nong Khai fährt. Er möchte nach Laos, wir unterhalten uns kurz.
Die Nacht im Schlafabteil war eher unruhig, ich habe kaum gepennt. Morgens komme ich schließlich in Nong Khai an. Die "richtige" Radtour beginnt eigentlich erst jetzt, am 01.12.16. In den nächsten ca. 6 Wochen ist durchgehend Radfahren angesagt.

Das Schlafabteil im Zug nach Nong Khai

Das Schlafabteil im Zug nach Nong Khai

© Markus L., 2018
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 23.10.2016
Dauer: 4 Monate
Heimkehr: 01.03.2017
Reiseziele: Thailand
Kambodscha
Vietnam
Der Autor
 
Markus L. berichtet seit 15 Monaten auf umdiewelt.