Seidenstrassenprojekt

Usbekistan-Reisebericht  |  Reisezeit: September 2015  |  von Herbert S.

Buchara - Rundgang I: Bolo-Hauz-Moschee

Wie wir bereits im 'Wassermuseum' des Mausoleums Chasma Ayub gesehen haben, gab es in Buchara viele Bassins (Hauz) - viele der zu Sowjetzeiten existierenden 80 Bassins wurden von 1920-1930 trockengelegt, da sie im Verdacht standen, die Brutstätten für Krankheiten wie Cholera und Wurmkrankheiten zu sein.

ein guter Grundriß der Moschee ist hier zu sehen.
Aywan und Säulen spiegeln sich im Wasser des Bassins wieder

ein guter Grundriß der Moschee ist hier zu sehen.
Aywan und Säulen spiegeln sich im Wasser des Bassins wieder

Der Bolo-Hauz-Komplex besteht aus einem Wasserbecken, einer Freitagsmoschee und einem Minarett und soll das einzige Baudenkmal mittelalterlicher Baukunst in Buchara sein.

Der überkuppelte Hauptsaal der Moschee wurde bereits im Jahr 1712 errichtet, aber erst im 19.Jahrhundert wurden an die nördliche und südlichen Fassade Medresen angebaut. Die Moschee war im 18.Jahrhundert als Gemeindemoschee gebaut, diente jedoch Emir Schachmurad als Haupt- und Freitagsmoschee.

Im Zeitraum von 1914 -1917 wurde die Moschee umfassend renoviert. Die Vorhalle der Moschee ist 42 m breit und 10 m tief. Uns beeindrucken die pilzförmigen Muqarnatkapitelle der 20 - 12,5 m hohen - Holzsäulen und die fantastischen Kassettendecken

weder eindeutig Außen- noch Innenraum, ist diese Vorhalle ein Hauptmerkmal der zentralasiatischen und persischen Architektur

weder eindeutig Außen- noch Innenraum, ist diese Vorhalle ein Hauptmerkmal der zentralasiatischen und persischen Architektur

Muqarnatkapitelle

Muqarnatkapitelle

Erst Feruza - unsere temperamentvolle, hervorragende Reisebegleiterin des zweiten Teils unserer Reise - macht uns viel später darauf aufmerksam, die Muqarnatkapitelle der Säulen auch einmal von unten zu betrachten, da sie so lauter Sterne offenbaren. Unser Guide M. weiß dies wahrscheinlich selber nicht!

Das zum Komplex gehörende Minarett ist eher unscheinbar - vor allem aber nicht sehr hoch - und steht etwas verloren seitlich des Bolo Hauz

.

Im Inneren beeindrucken die Koranbänder in Blautönen, die goldenen Ausmalungen über dem Mihrab und das Wabengeflecht der Kuppel

Wandnischen wie wir sie schon im Iran gesehen haben

Wandnischen wie wir sie schon im Iran gesehen haben

Vor der Holztüre zum Moscheeinneren muß man natürlich die Schuhe ausziehen, der Schuhbewacher nutzt aber auch die Gelegenheit zum Teeverkauf.

© Herbert S., 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Als der venezianische Kaufmann Marco Polo 1271 nach China aufbrach, lagen mehr als drei mühselige Reisejahre vor ihm, bis er den Hof des Kublai Khan in der Nähe von Peking erreichte. Die uralte, abenteuerliche Verbindung zwischen Orient und Okzident haben wir uns aufgeteilt - hier der zweite Teil.
Details:
Aufbruch: 10.09.2015
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 27.09.2015
Reiseziele: Usbekistan
Der Autor
 
Herbert S. berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Herbert sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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