Seidenstrassenprojekt

Usbekistan-Reisebericht  |  Reisezeit: September 2015  |  von Herbert S.

Buchara - Rundgang II: Moschee Kalon mit Minarett

Südlich der Ark befand sich immer die Hauptmoschee der Stadt. Oftmals zerstört, nach Bränden oder Kriegen immer wieder aufgebaut, stammt das letzte Gebäude der Kalan Moschee (Madjad-i Kalan) aus dem Jahre 1514.
Die Größe ist mit der der Bibi-Khanim Moschee in Samarkand vergleichbar.
Rund 12.000 Menschen konnten sich darin einfinden.
Wer einen Grundriß sehen möchte sollte wieder hier unter Bukhara schauen.

Auch die verschiedensten architektonischen Kunstarten vereinigten sich in der Moschee. Der rechteckig angelegte Hof wird von Galerien, die aus 288 Kuppeln bestehen und auf 208 Säulen ruhen, eingerahmt. Unter anderem wurden hier viele interessante architektonische Entdeckungen hinterlassen.

hier kann man die Ausmaße erahnen

hier kann man die Ausmaße erahnen

interessant, dass der Eingangsaywan 'nur' aus einer Wand besteht

interessant, dass der Eingangsaywan 'nur' aus einer Wand besteht

Mihrab und die Galerien sind recht schlicht gehalten

Mihrab und die Galerien sind recht schlicht gehalten

Im Jahre 1121 baute Arslan-Khan das letzte Gebäude der Moschee, es wurde jedoch bei der Eroberung Bucharas durch Chingis-Khan angezündet, so dass sich nur ein Teil des Ensembles - das imposante Minarett - erhielt. Das Minarett wurde im Jahre 1127 vor die Arslan-Khan Moschee, die mittlerweile zerstört ist, gebaut.

mehr als 10 m Sockeldurchmesser - sich nach oben bis zur Laterne verjüngender Turm

mehr als 10 m Sockeldurchmesser - sich nach oben bis zur Laterne verjüngender Turm

Dieses Minarett aus vormongolischer Zeit ist im Prinzip das Wahrzeichen Bucharas. Es ist 46.5 m hoch - sein Name „Kalyan“ bedeutet einfach nur „groß“. Es ist durch eine kleine Verbindungs-Brücke in Höhe der Mauerkrone mit der heutigen Moschee verbunden, die aus timuridischer und shaibanidischer Zeit stammt. Es soll noch einen hölzernen Vorgänger-Bau aus dem 11. Jh. gegeben haben.

umlaufende Bänder geometrisch gesetzter Ziegel - 14 an der Zahl mit den verschiedensten Mustern - ganz oben ein Band glasierter Ziegel in Blautönen

umlaufende Bänder geometrisch gesetzter Ziegel - 14 an der Zahl mit den verschiedensten Mustern - ganz oben ein Band glasierter Ziegel in Blautönen

ein Schriftband ist zu finden

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© Herbert S., 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Als der venezianische Kaufmann Marco Polo 1271 nach China aufbrach, lagen mehr als drei mühselige Reisejahre vor ihm, bis er den Hof des Kublai Khan in der Nähe von Peking erreichte. Die uralte, abenteuerliche Verbindung zwischen Orient und Okzident haben wir uns aufgeteilt - hier der zweite Teil.
Details:
Aufbruch: 10.09.2015
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 27.09.2015
Reiseziele: Usbekistan
Der Autor
 
Herbert S. berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Herbert sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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