Seidenstrassenprojekt

Usbekistan-Reisebericht  |  Reisezeit: September 2015  |  von Herbert S.

Kokand: Freitagsmoschee

Nicht weit entfernt liegt die Jome'-Moschee, die heute auch nur noch ein Museum ist. Sie ist unterteilt in eine Sommer- und eine Wintermoschee. Besonders erfreulich ist, dass - nicht wie in den anderen besuchten Städten - hier keine Souvenirstände aufgebaut sind. In der zugehörigen Medrese sollen seit 1991 40 Studenten studieren. Diese scheinen jedoch alle abwesend zu sein, denn die meisten Kemenaten sind verschlossen. In einem hat ein Handwerker sein Zelt aufgeschlagen.

Sie ist die größte Moschee der Stadt und wurde 1809 bis 1812 erbaut. Die beiden Säulenhallen sind über und über mit buntem Deckendekor versehen.
Ebenso die Kapitelle der Holzsäulen.

Die Freitagsmoschee (Jörne Masjidi) war von ihrer Fertigstellung 1812 bis zur Schließung durch die Sowjets das Herz der muslimischen Altstadt und bot Platz für mehrere Tausend Betende. Die Wintermoscheee wird vollständig von der Sommermoschee eingerahmt, für die die Oibla-Mauer nach links und rechts auf insgesamt 100 m verlängert und der Raum davor 20 m breit überdacht wurde.

ein relativ kleiner, weiß gekalkter Raum mit Holzdecke und zwei Oberlichtern bildet die Wintermoschee

ein relativ kleiner, weiß gekalkter Raum mit Holzdecke und zwei Oberlichtern bildet die Wintermoschee

das Holz für die 98 Säulen soll eigens aus Indien importiert worden sein

das Holz für die 98 Säulen soll eigens aus Indien importiert worden sein

die Säulen tragen die im Fergana-Stil schön mit farbigen Malereien verzierte Kassettendecke

die Säulen tragen die im Fergana-Stil schön mit farbigen Malereien verzierte Kassettendecke

Die Zahl 98 verweist zusammen mit dem Block der Wintermoschee als 99. Stütze des Daches auf die 99 bekannten Namen Allahs.

der heute begrünte Hof wird von einem stämmigen Backsteinminarett mit zwei farbigen Schmuckstreifen beherrscht und ist auf zwei Seiten von flachen Gebäuden umgeben

der heute begrünte Hof wird von einem stämmigen Backsteinminarett mit zwei farbigen Schmuckstreifen beherrscht und ist auf zwei Seiten von flachen Gebäuden umgeben

ein weiterer überdachter Umgang auf der Südseite verfügt ebenfalls über zwar neuere, aber sehr schön geschnitzte Holzsäulen.

ein weiterer überdachter Umgang auf der Südseite verfügt ebenfalls über zwar neuere, aber sehr schön geschnitzte Holzsäulen.

Im Inneren ist das Museum, in dem sich auch ethnografische Exponate befinden.

Ausstellungsraum mit Deckenmedaillon

Ausstellungsraum mit Deckenmedaillon

Die ausgestellten Roben entsprechen in Farbe und Muster den bereits im Sommerpalast bei Buchara kenngelernten.

© Herbert S., 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Als der venezianische Kaufmann Marco Polo 1271 nach China aufbrach, lagen mehr als drei mühselige Reisejahre vor ihm, bis er den Hof des Kublai Khan in der Nähe von Peking erreichte. Die uralte, abenteuerliche Verbindung zwischen Orient und Okzident haben wir uns aufgeteilt - hier der zweite Teil.
Details:
Aufbruch: 10.09.2015
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 27.09.2015
Reiseziele: Usbekistan
Der Autor
 
Herbert S. berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Herbert sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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