Seidenstrassenprojekt

Usbekistan-Reisebericht  |  Reisezeit: September 2015  |  von Herbert S.

Xiva, Khiva oder auch Chiwa: vom Südtor zum Nordtor

Am Teehaus an der West-Ostpassage treffen wir unsere Mitreisende C.. Sie bekundet, dass sie noch auf das Minarett will. Natürlich bin ich Feuer und Flamme. Meine Frau Ulrike ist für solche Unternehmungen nicht zu gewinnen, da sie nur höchst ungern nach unten schaut. Also muß sie warten; mit 4000 Sum dürfen wir die unmöglich hohen Stufen hochklettern, teilweise durch Dunkelheit, meist auf allen Vieren. Aber der Aufstieg lohnt sich, denn oben wird man von einer wunderschönen Aussicht belohnt, auch die Aussichtsplattform in 45 m Höhe reht eng ist..
Neben dem Bau des höchsten Minaretts (56,6 Meter) in Chiwa finanzierte der Grosswesir Khanat Chiwa Islam-Hodscha den Bau eines Krankenhauses, eines Postamtes, eines Telegrafen und einer westlichen Schule für die Öffentlichkeit.

Islom-Xo´ja-Minarett - die Schreibweisen der Namen sind wie schon beim Ort Chiwa selbst höchst unterschiedlich

Islom-Xo´ja-Minarett - die Schreibweisen der Namen sind wie schon beim Ort Chiwa selbst höchst unterschiedlich

Einstieg ins Minarett

Einstieg ins Minarett

Hinab geht es schon etwas besser, da über dem Kopf immer Holzbalken mit Griffmulden der Vorgänger einen Halt geben.

da oben waren wir

da oben waren wir

Langsam und gemütlich schlendern wir zu Dritt zum Nordtor und klettern dort auf den Innengang der Stadtmauer, der bis zur Festung führt aber uns nicht hinabläßt.

Die bewohnten Gebieten sind touristenfrei! - es gibt ja auch keine Souvenirstände - trotzdem finden sich viele schöne architektonische Details und interessante Einblicke in Lebensumstände der Bewohner.

den Sinn dieser Fahnenansammlung muß ich noch eruieren - vielleicht kann mir jemand helfen?!

den Sinn dieser Fahnenansammlung muß ich noch eruieren - vielleicht kann mir jemand helfen?!

Verzierung auf usbekische Art

Verzierung auf usbekische Art

An der nörlichen Mauer angekommen kann man sehen, dass im oberen Teil ein Weg entlang läuft. Aber wie kommen wir dorthin?

Der erste Versuch - rechts am Tor hoch - scheitert nach wenigen Metern. Auf der anderen Seite führt der Weg auch zu einem dead-end, an dem man jedoch mit ein wenig Klettern auf den Steg gelangt. Wir laufen ihn westwärts und man kann sowohl über die Stadt blicken als auch durch zahlreiche Mauerlöcher nach außen schauen.

Panorama über die Stadt

Panorama über die Stadt

und ein Einblick in die Wohnbebauung mit offenen Terrassen und recht speziellen Schattierungen

und ein Einblick in die Wohnbebauung mit offenen Terrassen und recht speziellen Schattierungen

außerhalb befindet sich ein Rummelplatz

außerhalb befindet sich ein Rummelplatz

auch unser Old-Khiva-Hotel kann man sehen

auch unser Old-Khiva-Hotel kann man sehen

dies ist ein Guesthouse - man kann also auch innerhalb des Mauerringes wohnen

dies ist ein Guesthouse - man kann also auch innerhalb des Mauerringes wohnen

meros B&B - traditional family run guesthouse - ich habe mal bei Tripadvisor 'reingeschaut' - wäre sicherlich eine interessante Alternative

meros B&B - traditional family run guesthouse - ich habe mal bei Tripadvisor 'reingeschaut' - wäre sicherlich eine interessante Alternative

Leider kann man an der Festung nicht wieder hinabsteigen - wir müssen also zurück.

früher hat es am Nordtor wohl mal einen Abstieg gegeben, der aber nun ziemlich verfallen und zugemüllt uist

früher hat es am Nordtor wohl mal einen Abstieg gegeben, der aber nun ziemlich verfallen und zugemüllt uist

© Herbert S., 2015
Du bist hier : Startseite Asien Usbekistan Usbekistan-Reisebericht
Die Reise
 
Worum geht's?:
Als der venezianische Kaufmann Marco Polo 1271 nach China aufbrach, lagen mehr als drei mühselige Reisejahre vor ihm, bis er den Hof des Kublai Khan in der Nähe von Peking erreichte. Die uralte, abenteuerliche Verbindung zwischen Orient und Okzident haben wir uns aufgeteilt - hier der zweite Teil.
Details:
Aufbruch: 10.09.2015
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 27.09.2015
Reiseziele: Usbekistan
Der Autor
 
Herbert S. berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Herbert sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
Bild des Autors