Rucksack rauf und los... unsere Reise um die Welt!

Neuseeland-Reisebericht  |  Reisezeit: Dezember 2019 - Juni 2020  |  von Steffi und Stefan R.

Neuseeland Nordinsel Teil II

Kia Ora! Obwohl wir schon auf der Südinsel angekommen sind, wollen wir euch erst noch von unserer zweiten Woche auf der wunderschönen Nordinsel berichten. Unser letzter Bericht endete mit Pizza backen am Lake Okareka in der Nähe von Rotorua... In Rotorua wollten wir unbedingt ein typisches Maoridorf besuchen. Dieser Programmpunkt war zwar sehr touristisch, dennoch konnte man ein bisschen in die Kultur der Maori hineinschnuppern. Das Dorf Whakarewarewa war dafür eine gute Anlaufstelle. Im Dorf spürte man die geothermischen Kräfte enorm. Überall brodelte es und Geysire spritzen aus dem Boden. Außerdem roch es nach Schwefel - und zwar enorm und überall. Die Maori nutzen diese Energie für alles Mögliche. Vor allem aber zum Kochen. Der Hangi, ein Erdofen, ist nur eines von vielen Beispielen. Zum Touristenprogramm gehörte auch eine Aufführung mit typischen Maoritänzen, u.a. dem bekannten Haka, einem Kriegstanz. Es war sehr interessant, doch Stefans Tageshighlight kam erst danach. Und zwar gib es in Rotorua den Redwoods Forest, d.h. ein Wald voller riesiger Redwoodbäume. Hier wurden vor etwa 130 Jahren sehr viele fremdländische Baumarten gepflanzt, um zu sehen, welche am besten wachsen. Und es sind definitv die Redwoods... Wir machten einen Spaziergang in den wunderschönen Wäldern, mit riesigen, bis zu 70 m hohen Bäumen. Es tat richtig gut, denn die Hitze in Whakarewarewa war kaum zu ertragen. Im Wald war es schön kühl... In Rotorua ist jeden Donnerstagabend ein Night Market, mit Straßenmusik und total vielen verschiedenen Essenständen. Da wir genau an einem Donnerstag in der Nähe waren, blieben wir in dieser Nacht auf einem Campingplatz direkt in der Stadt. Am Abend bummelten wir noch ein wenig in Rotorua und genossen die ausgelassene Stimmung auf dem Markt.

Am nächsten Tag ging es weiter in Richtung Süden zum Lake Taupo und zum Tongariro Nationalpark. Der Lake Taupo ist bekannt für seine riesigen Forellen. Und ihr müsst wissen, Forellen fangen ist mit einer Genehmigung erlaubt. Forellen in Geschäften verkaufen oder irgendwo zu kaufen aber illegal... Das heißt, du musst sie entweder selber fangen oder auf Forellen verzichten. Dazu aber später mehr. Nun ja,... Unsere Endstation war an diesem Tag Turangi. Wir steuerten als erstes die Touristeninformation an, um unsere Pläne für die nächsten Tage schmieden zu können. Und zwar informierten wir uns über die "Tongariro Alpine Crossing"-Wanderung - diese Wanderung wird als eine der besten Tageswanderungen in ganz Neuseeland beworben. Eigentlich wollten wir am nächsten Tag losmarschieren, doch die nette Dame empfahl uns, noch einen Tag zu warten, denn die Wetterprognosen waren nicht sehr gut. So kam es uns gelegen, dass Stefan unbedingt zum Forellenangeln im Lake Taupo wollte. Die Frau an der Information schickte uns für nähere Informationen zum Fischergeschäft gleich gegenüber. So steuerten wir dort hinein. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder man leiht sich das Angelzeug oder man geht mit einem Guide fischen. Der Vorteil von Möglichkeit zwei ist, dass man mit dem Boot auf den Lake Taupo fährt und sich die Erfolgschancen damit sehr erhöhen. Nach langem überlegen entschieden wir uns für Variante zwei. Und so buchten wir eine Tour mit "Whiskery Mike", die am nächsten Morgen um 06:30 Uhr startete.

1. Fischen im Lake Taupo
Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen. Das Zelt wurde im Dunkel abgebaut und ab gings zur Bootsanlegestelle. Whiskery Mike wartete dort schon auf uns. Und los gings... Wir fuhren etwa eine halbe Stunde raus auf den See... Gottseidank habe ich noch eine Reisetablette genommen, da ich mir schon dachte, dass das Auf und Ab der Wellen meinem Magen gegebenenfalls nicht ganz so gut tut. Stefan ist da etwas härter im nehmen... Mike wies Stefan kurz in die Angelkünste am Lake Taupo ein und dann hieß es warten. Es dauerte nicht lange und schon biss die erste Forelle - ein Prachtstück... Nach einer Weile folgte die Zweite und sogar noch eine Dritte. Den vierten Fisch an der Leine haben wir leider verloren. Profimäßig filetierte Mike die Forellen auf die Schnelle. Stefan nahm sich nur eine mit. Wie oben schon erwähnt, ist der Kauf bzw. Verkauf von Forellen illegal - warum auch immer. Dennoch ist es üblich, dass Restaurants auf Wunsch selbstgefangene Forellen zubereiten. So ging es nach dem Angeln zu einem Resaurant, um zu fragen, ob sie uns bzw. Stefan die Forelle zubereiten würden. Genau wusste die Dame am Emfpang es nicht - sie müsse erst ihren Chef fragen. Die Forelle durften wir in der Zeit in deren Kühlschrank zwischenparken. Da uns nach zwei Stunden immer noch niemand angerufen hat, fuhren wir noch einmal hin, um nachzufragen. Zufällig war der Chef gerade anwesend. Er klärte uns noch über die Gesetzeslage auf und Stefan musste sogar seine Angelerlaubnis vorlegen... Verrückt! Nachdem er alles gecheckt hat, musste Stefan nur noch die Art der Zubereitung auswählen. Und so gab es an diesem Abend Fish&Chips - diese schmecken natürlich noch besser, wenn die Forelle selbst gefangen ist. Für mich gab es natürlich eine vegetarische Variante zu essen - nicht dass ihr meint, ich wäre stiefmütterlich behandelt worden... Es war ein aufregender und erlebnisreicher Tag. Am Ende des Tages waren wir aber beide froh, dass die Forelle gefangen, verdrückt und das Thema Fischen erst einmal erledigt war...

2. Tongariro Alpine Crossing
Die geplante Wanderung konnte aufgrund von guter Wetterprognosen am nächsten Tag stattfinden - so die zumindest die Theroie. Die Wanderung ist normalerweise auf ungefähr sechs Stunden ausgelegt. Aufgrund von vielen Fotostopps und Pausen brauchen wir meistens ein bis zwei Stunden mehr als angegeben. Um sieben Uhr starteten wir den Aufstieg. Das Wetter war noch einigermaßen in Ordnung. Wie man aber weiß, schlägt das Wetter im Gebirge oft sehr schnell um - so auch an diesem Tag. Während des Aufstiegs tröpfelte es nur. Oben auf dem Bergkamm war dann aber so ziemlich alles vorhanden: Starkregen, Sturm, dicke Nebelwolken... Unsere Kleidung war auf die Schnelle bis auf die Unterwäsche platschnass. So zogen wir die 19,5 km Wegstrecke ohne viele Fotostopps oder langen Pausen durch und waren heilfroh, endlich am Ziel angekommen zu sein. Grundsätzlich muss man sagen, diese Wanderung war wieder eine dieser Erlebnisse, die erst richtig schön sind, wenn sie hinter einem liegen - und das meinen wir tatsächlich ernst! Im Nachhinein war es zwar natürlich nervig eine der schönsten Tageswanderungen in Neuseeland quasi verpasst zu haben, aber erlebnisreich war es trotzdem... Und grundsätzlich ist es ja so, dass wir den Tongariro ja am nächsten Morgen noch sehr schön im Blickfeld hatten - wolkenloser Himmel. Wie könnte es auch anders sein...

Unser Weg führte weiter nach Taumarunui, dem Startpunkt des Forgotten World Highway. Eigentlich wollten wir die 150 km durchfahren, doch Mitten in dieser gottverlassenen Gegend kam Whangamomona. Nach Streitigkeiten mit der Regierung im Jahre 1989 erklärte sich Whangamomona zur selbständigen Republik. Dass dieses kleine Dorf nur 40 Einwohner hat störte dabei keinen . Wir fanden es dort gemütlich, also blieben wir für eine Nacht. Drei ältere neuseeländische Paare mit ihrem Camper, ein paar Hühner, zwei Hähne, zwei kleine Ponys und eine Ente waren, neben dem Platzwart, die Bewohner auf dem Campingplatz. Total gemütlich wars... Am nächsten Tag ging es weiter nach Stratford, wo wir den Mount Taranaki ansteuerten. Wir machten noch einen kurzen Spaziergang auf einem der vielen Wanderwege rund um den Vulkan und entschieden uns dann unser Lager nicht in Stratford, sondern in Oakura aufzuschlagen. Dort fanden wir einen Platz, an dem wir unser Zelt direkt am Strand aufstellen konnten. Eigentlich planten wir, nur eine Nacht dort zu bleiben. Doch es war einfach zu schön und das Wetter traumhaft - genau passend für einen Strandtag! Und so blieben wir zwei Nächte dort, bevor wir auf auf direktem Weg nach Wellington fuhren. Dort gaben wir unser Auto zurück und erkundeten noch zwei Tage die Stadt. Es war total cool, denn wir hatten ein kleines Appartment direkt im Zentrum. Am 29. Februar ging dann unser Flug auf die Südinsel, nach Christchurch. Von unseren Erlebnissen auf der Südinsel gibt es bald mehr zu lesen...

Bis bald und wir hoffen, es geht euch allen so gut wie uns!!!

Sonnige Grüße,
Steffi und Stefan

Wellington - Eine weltoffene und moderne Stadt, was man auch an den Fußgängerübergängen sieht!

Wellington - Eine weltoffene und moderne Stadt, was man auch an den Fußgängerübergängen sieht!

Der Baumfarn - das Wahrzeichen Neuseelands

Der Baumfarn - das Wahrzeichen Neuseelands

Zeltplatz direkt am Strand - ein Traum!

Zeltplatz direkt am Strand - ein Traum!

Typische Schilder in der Republik Whangamomona

Typische Schilder in der Republik Whangamomona

Stefan denkt, er kann mit der Isomatte zum surfen gehen!

Stefan denkt, er kann mit der Isomatte zum surfen gehen!

Hier wohnt der Platzwart im Camp in Whangomomona

Hier wohnt der Platzwart im Camp in Whangomomona

Whangamomona

Whangamomona

Hobbit Hole am Forgotten World Highway

Hobbit Hole am Forgotten World Highway

Der Tongariro in einen strahlend blauen Himmel getaucht.

Der Tongariro in einen strahlend blauen Himmel getaucht.

Tongario Alpine Crossing - die Wolken stehen schon über uns!

Tongario Alpine Crossing - die Wolken stehen schon über uns!

Fisherman!

Fisherman!

Hangi - Der typische Erdofen der Maori!

Hangi - Der typische Erdofen der Maori!

Geysir in Whakarewarewa

Geysir in Whakarewarewa

Stefan beim Kochen... zumindest schaut es so aus, als ob er der Chefkoch wäre!

Stefan beim Kochen... zumindest schaut es so aus, als ob er der Chefkoch wäre!

Wir lieben solche Plätze!

Wir lieben solche Plätze!

Die Pizza ist bald fertig...

Die Pizza ist bald fertig...

Ich vor dem berühmten Blue Lake!  An diesem Tag wohl eher "Grey" Lake!

Ich vor dem berühmten Blue Lake! An diesem Tag wohl eher "Grey" Lake!

Platschnass und trotzdem gut drauf!  Zumindest ich... Stefan war nämlich ne kleine Memme!

Platschnass und trotzdem gut drauf! Zumindest ich... Stefan war nämlich ne kleine Memme!

Tongariro Alpine Crossing - Da ahnten wir noch nicht, was uns erwarten würde!

Tongariro Alpine Crossing - Da ahnten wir noch nicht, was uns erwarten würde!

Nass bis auf die Unterwäsche! Dafür aber eine schlechte Aussicht ...

Nass bis auf die Unterwäsche! Dafür aber eine schlechte Aussicht ...

Tongariro Alpine Crossing

Tongariro Alpine Crossing

Mount Taranaki - das Model unter den Vulkanen!

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Redwood in Rotorua

Redwood in Rotorua

Abends auf dem Teller! ;-D

Abends auf dem Teller! ;-D

Morgens an der Angel...

Morgens an der Angel...

Maori beim Hakatanz

Maori beim Hakatanz

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Sechs Monate, sieben Länder, einmal um die Südhalbkugel! Wir freuen uns auf hoffentlich viele schöne und abenteuerliche Erlebnisse, tolle Landschaften, interessante Menschen und unvergessliche Erinnerungen, die wir gerne mit euch teilen!
Details:
Aufbruch: 29.12.2019
Dauer: 6 Monate
Heimkehr: 29.06.2020
Reiseziele: Chile
Argentinien
Neuseeland
Der Autor
 
Steffi und Stefan R. berichtet seit 12 Monaten auf umdiewelt.