11 Wochen Mittelamerika (Panama, Costa Rica, Guatemala, Mexico und Cuba)

Mexiko-Reisebericht  |  Reisezeit: November 2018 - Februar 2019  |  von Eike Jahn

Hola Mexiko: Tulum, Strand und Tempel

Tag 38: Postkartenmotiv

Um 09:00 Uhr fährt der ADO-Bus vor unserem “Hotel Maya“ los Richtung Tulum… nach 1 km stoppe ich ihn panisch wieder und weise meine komplett verdutzte Anja an, bitte mit mir auszusteigen.
Erklärung: Ich verwirrter Professor (das kennen ja meine Leser schon aus anderen Reisen) habe meine Kopfhörer irgendwo im Hotel liegen lassen. Wenn diese BOSE Q35 nicht so einen unglaublich guten Klang und unfassbar teuer gewesen wären, ich kann sie nicht zurücklassen, das geht einfach nicht. Anja ist ziemlich angespannt (die, die Anja kennen wissen was das jetzt bedeutet) wir trampen den Kilometer zurück und als ich wieder zurück ins Hotel komme, wissen die Deppen genau, dass ich wegen der Kopfhörer komme und keine nachträglichen Weihnachtsgeschenke machen wollte.
Der Kellner hätte sie gestern am Pool liegen gesehen und gesichert.
Boah, die hätten auch beim auschecken fragen können, ob das meine sind, schließlich hat der Typ mich auch gestern am Pool bedient und wusste somit, dass sie zu mir gehören. Egal, ich bin ja happy, dass ich sie wiederhabe.

Jetzt nehmen wir uns ein 4fach teureres Taxi und fahren etwas flotter nach Tulum als mit dem Bus. Wie mein Schatz das findet brauche ich nicht auszuführen.

Geplant haben wir hier in Tulum noch nicht mal eine Übernachtung, denn wir wollen am Abend weiter Richtung Süden nach Mahahual zum Tauchen und am Strand abhängen.

Tulum ist ganz schön voll, zu voll und es gibt von der Stadt her nicht wirklich etwas Einladendes.

Für 2,50€ können wir unsere Rucksäcke in einem Hostel hinter dem Busbahnhof einlagern, leihen uns wieder ein paar Fahrräder und fahren die Küstenstraße ab um einen schönen Strandabschnitt zu finden um ein bisschen in der Sonne zu faulenzen, bevor es wieder auf Ruinen Tour geht. Das ist gar nicht so einfach, viele private Beachklubs gewähren keinen Zugang zum Strand, aber nach ein paar hundert Meter finden wir einen öffentlichen Bereich und legen uns in den weißen Sand mit einem kalten SOL Cerveza.

Was seit Mitte des Jahres hier an der Karibikküste ein riesen Problem ist, sind die Algen bzw. Seegras. Meine Schwester war im August schon auf der Dominikanischen Republik und da war es auch schon eine Masse an Grünzeug, was alle Strände überzog. Auf der Isla Mujeres kam das nicht so zur Geltung, da die Hauptstrände zur Karibikinnenseite gekehrt sind und so anscheinend die Strömung nicht so viel anspült. Hier in Tulum scheint alles anzukommen � und keiner fühlt sich verantwortlich und so türmt sich so langsam das Zeug und vom super weißen Strand ist kaum mehr was zu sehen…. Eigentlich schade.

Am Nachmittag ist die Ruine dran. Schon am Eingang eine 50 Meter Warteschlange, die Schlange löst sich aber auch nach dem Eingang gefühlt nicht auf. Also schieben wir uns im Tross einfach die Wege weiter, Horror! Für mich nur in der Regenzeit machbar, aber nie mehr am 30.12. wo alle Urlaub haben und hier Ferien machen. Klar selbst Schuld, wenn man so plant, aber irgendwie muss man ja reisen und haben auch mit solchen Massen gerechnet.

Die Ruine ist ganz nett, lebt aber von dem Hype, dass sie an der Küste liegt und in Verbindung mit dem sensationellen weißen Strand ein MEGA- Fotopoint ist und man das Gefühl hat sowas unbedingt gesehen haben zu müssen. Wir haben es gesehen und wenn die Schlange in der wir gefangen waren uns nicht fest im Würgegriff der Zeitlupenbewegung gehalten hätte, wären wir mit der Maya-Ruine in 30min. durch gewesen.

Am Abend geht es weiter nach Mahahual, unser Bus hat das erste Mal Verspätung und wir müssen 1h auf die Abfahrt warten. Um 23:20 Uhr kommen wir in unserem Hostel an.

Die nicht endende Schlange

Die nicht endende Schlange

Das Postkartenmotiv, leider ohne Sonne und blauen Himmel

Das Postkartenmotiv, leider ohne Sonne und blauen Himmel

goodbye Tulum!

goodbye Tulum!

© Eike Jahn, 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Backpacker-reise von Panama > Costa Rica > Mexiko > Guatemala > Cuba und wieder zurück nach Deutschland.
Details:
Aufbruch: 23.11.2018
Dauer: 12 Wochen
Heimkehr: 16.02.2019
Reiseziele: Panama
Costa Rica
Mexiko
Guatemala
Kuba
Der Autor
 
Eike Jahn berichtet seit 5 Jahren auf umdiewelt.
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