Weiberreise MEXIKO 2019

Mexiko-Reisebericht  |  Reisezeit: Oktober / November 2019  |  von Maritta Wulf-Bauer I.

Mayaland

Unser Guide für diesen Tag, Michael A. Maurus, wohnt in einer Hütte mitten im Urwald, weit von der Zivilisation entfernt. Trotzdem ist auch bei ihm das Internet angekommen, und so hatte Maritta seine Homepage schon in Köln ausfindig gemacht und gesagt: „Ines, das machen wir!“
Gesagt – getan.

Zuhause bei einer Maya Familie. Die Küche. Links Utensilien, rechts kochen.

Zuhause bei einer Maya Familie. Die Küche. Links Utensilien, rechts kochen.

Die Tour, die Michael anbietet führt zu einigen seiner Freunde, einer Maya Familie. Ausgangspunkt dieser Tour war der Besuch bei einer Maya-Imkerin. In einer kleinen Hütte stehen mehr als 50 Bienenstöcke.

Jeder Bienenstock hat nur einen kleinen Eingang durch den genau eine Biene passt.

Jeder Bienenstock hat nur einen kleinen Eingang durch den genau eine Biene passt.

Der Wassergraben schützt die Bienen vor Besuchen der anderen Art: Ameisen zum Beispiel.

Der Wassergraben schützt die Bienen vor Besuchen der anderen Art: Ameisen zum Beispiel.

Selbst wenn die Stöcke geöffnet werden, bleiben die Melipona (die Bienen der Maya) entspannt. Der Honig wird mit Hilfe von Saugkanülen entnommen.

Selbst wenn die Stöcke geöffnet werden, bleiben die Melipona (die Bienen der Maya) entspannt. Der Honig wird mit Hilfe von Saugkanülen entnommen.

Die Meliponabienen leben seit tausenden von Jahren mit den Maya zusammen. Sie sind den Maya heilig, haben keinen Stachel, dafür ist ihr Honig nicht nur Genuss-sondern auch Heilmittel. Die Meliponabienen leben in kleinen Staaten und gelten als genauso sanftmütig wie das Volk der Maya. Natürlich haben wir den Honig probiert! Köstlich!
Ein weiteres Heiligtum der Maya lernten wir beim nächsten Halt unserer Tour kennen. Die unterirdische Cenote hat nur einen kleinen Eingang, genau ein Mensch passt durch. Diese Cenote liegt versteckt im Dschungel und wird nur gelegentlich von einigen Schamanen des nahe gelegenen Ortes für zeremonielle Zwecke aufgesucht.
Eine der schönsten Augenblicke unserer Tour kam nun: Michael bat uns, die mitgebrachten Lampen auszuschalten und einfach einige Augenblicke in Dunkelheit und Stille zu verweilen. Der Ort ist magisch und auch das Flattern der Fledermäuse konnte diesen Zauber nicht brechen.

Grandioses Foto von Michael, das die Atmosphäre der Cenote gut wiedergibt.

Grandioses Foto von Michael, das die Atmosphäre der Cenote gut wiedergibt.

So profan der Eingang aussieht - die Cenote ist heilig.

So profan der Eingang aussieht - die Cenote ist heilig.

Der Belag auf dem Wasser ist feinster Kalksandstein. Sogar als Peeling geeignet.

Der Belag auf dem Wasser ist feinster Kalksandstein. Sogar als Peeling geeignet.

Die Wurzeln der Bäume suchen sich einen Weg ins Innere.

Die Wurzeln der Bäume suchen sich einen Weg ins Innere.

Unten ist es kühl, aber die Luftfeuchtigkeit beträgt fast 100%.

Unten ist es kühl, aber die Luftfeuchtigkeit beträgt fast 100%.

Cenoten sind unterirdische Höhlen und Flußsysteme, die sich durch ganz Yucatan ziehen, Man kann sie am besten mit Tropfsteinhöhlen aus Kalksandstein vergleichen, nur, dass sie mit Süsswasser gefüllt oder geflutet sind.
Und da im heissen Dschungel Mexikos Wasser ja immer verlockend nach Abkühlung klingt, sind wir dann zur nächsten Cenote aufgebrochen, denn in diesem kleinen Heiligtum darf man natürlich nicht schwimmen - in der nächsten schon!
Auch hier waren wir ganz alleine - abseits vom Touristenstrom und haben das kühle Bad sehr genossen.

Auch diese Cenote ist mit kühlem Süsswasser gefüllt.

Auch diese Cenote ist mit kühlem Süsswasser gefüllt.

Das Bild ist vom Wasser aus gemacht. Was aussieht wie fester Grund sind die Ablagerungen der Kalksteinwände. Übrigens umflattern uns auch in dieser Cenote zahlreiche Fledermäuse!

Das Bild ist vom Wasser aus gemacht. Was aussieht wie fester Grund sind die Ablagerungen der Kalksteinwände. Übrigens umflattern uns auch in dieser Cenote zahlreiche Fledermäuse!

Michael Maurus ist ein ausgesprochener Kenner und Bewunderer der Mayakultur. Sein Wissen ist umfassend und er hat nicht nur Ahnung von den historischen Hintergründen, sondern auch von der aktuellen Politik die Mayas betreffend.
Außerdem ist er ein hervorragender Fotograf und unterstützt mit seinen Touren, die er für kleine Gruppen anbietet die Mayadörfer des Hinterlandes. Das Mittagessen haben wir bei so auch bei einer Mayafamilie zu uns genommen.

Wer von Euch hat denn schon einmal versucht Tacos zu formen? Ist schwieriger als man denkt .. die von Maritta und Ines waren nicht wirklich gelungen ...

Wer von Euch hat denn schon einmal versucht Tacos zu formen? Ist schwieriger als man denkt .. die von Maritta und Ines waren nicht wirklich gelungen ...

Den Abschluß unserer Tour bildete ein Besuch der zweitältesten Kirche Mexikos. Die Kirche muss früher einmal imposant gewesen sein, jetzt stehen nur noch die Aussenmauern für die ein nahe gelegener Mayatempel abgetragen worden ist.
Die Kirche entstand genau 5 Jahre, nachdem der erste Spanier seinen Fuß auf mexikanischen Boden gesetzt hat.

Mitten auf dem Weg ein Nest von Blattschneiderameisen.

Mitten auf dem Weg ein Nest von Blattschneiderameisen.

Unterwegs ein Friedhof bei dem wir natürlich kurz anhalten. Bei den Maya wird der "Dia de muertos" nicht gefeiert. Jeder muss mit dem Abschied nehmen alleine fertig werden, einen Totenkult gibt es nicht, wohl aber ein respektvolles Andenken an die Verstorbenen.

Unterwegs ein Friedhof bei dem wir natürlich kurz anhalten. Bei den Maya wird der "Dia de muertos" nicht gefeiert. Jeder muss mit dem Abschied nehmen alleine fertig werden, einen Totenkult gibt es nicht, wohl aber ein respektvolles Andenken an die Verstorbenen.

Die meisten der Bilder dieses Reisekapitels sind von Michael. Natürlich alle, auf denen wir drauf sind!

Die meisten der Bilder dieses Reisekapitels sind von Michael. Natürlich alle, auf denen wir drauf sind!

Das alte Taufbecken ist noch erhalten.

Das alte Taufbecken ist noch erhalten.

Es gibt jetzt eine Kirche in der Kirche in der regelmässig Gottesdienste gefeiert werden. Besonders schön fanden wir die Heiligen drei Könige a la mexicana!

Es gibt jetzt eine Kirche in der Kirche in der regelmässig Gottesdienste gefeiert werden. Besonders schön fanden wir die Heiligen drei Könige a la mexicana!

Lieber Michael, wir danken Dir für diese aussergewöhnliche und fantastische Tour ins Hinterland, zu Deinen Freunden und Deiner Familie. Für uns war es eine große Ehre, ganz abseits der Touristenpfade Mexiko noch einmal ganz neu kennenzulernen.
Wer einmal in diese Gegend (Puerto Morelos) kommt: www.mmaurus.com

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Totentanz, Seelenflatter, Geisterwasser. Wir sind wieder unterwegs: 4 Wochen Mexiko stehen ins Haus. Vom "Dia de los muertos" in Zentralmexiko über einen Nationalpark, wo die Monarchfalter überwintern bis zum nassen Vergnügen in den Cenoten.
Details:
Aufbruch: 25.10.2019
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 23.11.2019
Reiseziele: Mexiko
Der Autor
 
Maritta Wulf-Bauer I. berichtet seit 6 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (3/5):
Chris 1574342593000
Hallo Ihr Lieben,
das ist ja ein Far­brausch, herr­lich. Ihr kriegt einen Schock, weil es hier nachts schon gef­riert Viel Spaß noch und kommt woh­lbe­hal­ten zur­ück.
Lie­be Grüße Chris.
Anke von Heyl 1574153663000
Liebe Beide,
es macht un­glaub­lich viel Freude, euch bei eurer Reise zu beg­lei­ten. Ich war 2004 das letzte Mal in Mexiko und vorher so oft. Jetzt bekomme ich fast wieder Lust! Sen­sa­tio­nel­le Fotos! Euch noch eine tolle Zeit­!
Sa­lu­dos­
An­ke
Christine 1573727284000
Hallo ihr 2!
Das ist ja mal eine Me­xi­ko-­Rei­se der ganz anderen Ar­t!
Ich reise auch sehr viel und auch Mexiko soll es mal sein­--ha­be aber etwas Respekt vor diesem Land. Viel­leicht kontak­tier­e ich euch dazu noch mal­.
Wei­ter viel Spaß und ich bin bei euch!