37.000 KM KANADA /USA ''REISE GEGEN DIE BESCHLEUNIGUNG DER ZEIT''

Reisezeit: Mai - Oktober 2013  |  von Gregor König

Woodhaven Camping/Halifax 30.05.

Typische Imbissbude: Warten auf die Cheesburger!

Typische Imbissbude: Warten auf die Cheesburger!

Unser 1. Einkauf beim Wal-Mart in Halifax.
Grillkohle und Anzünder kauften wir auch. Entweder die Bratwürste oder die Steaks sollen heute abend dran glauben wenn das Wetter hält!

Unser 1. Einkauf beim Wal-Mart in Halifax.
Grillkohle und Anzünder kauften wir auch. Entweder die Bratwürste oder die Steaks sollen heute abend dran glauben wenn das Wetter hält!

Beim Wein abfüllen! 12 Flaschen reichen für einige Wochen!

Beim Wein abfüllen! 12 Flaschen reichen für einige Wochen!

Wir konnten die Nacht bereits in unserem Reisemobil verbringen und sind zum Woodhaven Campingplatz gefahren, ca. 30 km außerhalb Halifax.
Wir hätten nicht gedacht, das dies noch klappt!
Dem anderen Wohnmobilfahrer sagte man deutlich um 11:30 Uhr das er sein Auto erst morgen holen könne da der Hafen ja um 12 Uhr schließen würde.
Wir dagegen sollten beim Broker nochmal um 14 Uhr anrufen ob und wann usw. usw.
Wir gingen ins Hotel zurück und warteten im TV-Room zusammen mit einem kleinen Mäuschen das hin und her flitzte!
Um 14 Uhr meldete sich beim Spediteur nur das Band.
Gregor ging nochmals persönlich hin; ich blieb im Hotel sitzen da sich beim dem Gelaufe am Morgen die Arthrose in meinem rechten großen Zeh schmerzhaft bemerkbar machte.
Nach 2 Std. wollte ich endlich in die Sonne und trank gegenüber im Imbiss ein Ginger-Beer. Auch kein Bier und schmeckte so scharf als sei aus Versehen Chili statt Ingwer hineingeraten!

Im Hotel sagte man mir dann, daß der Spediteur angerufen habe und Gregor auf dem Weg sei das Auto bei der Reinigungsfirma abzuholen.

Um 18 Uhr kam er dann mit unserem 'Humbi' im Hotel an.

Hier gebe ich Gregors Bericht wieder da ich ja nicht dabei war:

Beim Spediteur wurde wieder hin und her telefoniert. Dann sollte eine Person die Papiere zum Zoll bringen und er solle unbedingt zum Zoll gehen und auf diese Person warten.
Um 20 Min. vor 16 Uhr kam diese Person (um 16 Uhr schließt das Zollbüro).
Dann bekam Gregor gesagt - nein, das Auto könne er erst morgen holen da er es bis 17 Uhr nicht mehr schaffen würde zur Reinigungsfirma.
Doch - beim Spediteur sagte man mir daß jemand solange auf mich warten würde!

Ja dann -zack - Stempel, Stempel und fertig!
Gregor ging zurück zum Spediteur.
Dort wartete ja die Mitarbeiterin auf den Stempel vom Zoll; rief nochmals bei der Reinigungsfirma an daß er jetzt losfahren würde.
Allerdings hatte sie die Ruhe weg; kümmerte sich noch um einen anderen Klienten; bemerkte -da sie mich im Hotel anrufen wollte - daß die Tel.Nr. unseres Hotels nicht mehr stimmte; besorgte sich die Richtige mit einigen Telefonaten währenddessen Gregor immer nervöser wurde.
Der Typ bei der Reinigungsfirma wird ja wohl nicht ewig auf ihn warten!!!
Gregor bekam noch gesagt, daß sie die Reinigungskosten etwas gedrückt hätte und die Firma mit 530 Dollar einverstanden wäre!
Aber die nehmen nur cash!!!!!!
Und wir sollten uns an die Fa. Seabridge wenden um einen Teil der Kosten zurück erstattet zu bekommen da wir ja die Reinigung in Hamburg bezahlt hatten.
Man rief ein Taxi - und schon war Gregor im tiefsten Orient!
Der Taxifahrer hatte Vollbart, Kaftan, Käppi und roch nach tausend Gerüchen.
Gregor dachte - daß ist nicht mein Tag!
Entweder erkälte ich mich wenn er die Fenster weiterhin offen läßt oder mir wird übel da sämtliche orientalischen Gerüche sich im Auto ausbreiteten.
Dann erstarb das Lächeln des Taxifahrers als er die angegebene Adresse hörte. Da mußte er erstmal den Stadtplan bemühen und Gregor zeigte ihm wohin.
Ich hatte schon bei google maps die Route eingesehen.
Wir fahren ja auch ohne Navi; sind aber keine Taxifahrer.

Nördlich von Dartmouth landeten sie dann in einem riesengroßen
Industrieviertel. Der Taxifahrer war selbst unsicher ob es die richtige Adresse war; ließ sich von Gregor die Tel.Nr. der Fa. geben und den Weg beschreiben und dazu noch 41 Dollar für die Fahrt.

Bei der Fa. stand dann unser Auto und Gregor wurde nochmals erklärt warum alles so teuer wäre: Auto komplett in Folie packen, hierher zu transportieren auf einem LKW und dann müßte ja die kontaminierte Erde (als hätte es sich um Tonnen gehandelt!) als Sondermüll entsorgt werden.
Jedenfalls fand er problemlos auf dem Rückweg unser Hotel; hatte er sich bei der Hinfahrt doch immer umgedreht und sich die Ausfahrten gemerkt. 1 Dollar für die Brückenbenutzung von Dartmouth nach Halifax schon bereitgelegt.

Wir luden unser Gepäck ein und machten die erste Bekanntschaft mit der kanadischen Tierwelt:
Genau in diesem Augenblick schiss ein Vogel auf unsere Reisetasche und Gregors Hose!

Froh unser Auto zu haben fuhren wir noch kurz zum Wal-Mart und Gregor kaufte eine kanadische Gasflasche.
Wir landeten endlich um 20 Uhr im Woodhaven Campingplatz. Checkten für 2 Nächte ein; bezahlten 66+ Dollar.
Kaum standen wir fing es an zu regnen.
Und der Stromwandler hatte einen zu kleinen Anschluss. Ein Adapter mußte also her.
Dazu hatten wir keinen Nerv mehr!
Wir holten die Schlafsäcke und stellten fest, daß wir gar keine Kopfkissen eingeladen hatten. Da es Spezialkissen waren für unsere kaputte Halswirbelsäule wollten wir sie eigentlich mit dem Fluggepäck trransportieren.
Auch egal! Kochen? Auf keinen Fall - es war inzwischen 21 Uhr.

Wir liefen den kurzen Weg zurück an der Strasse zum Campingplatz zu Alexandras Pizza.
Und plötzlich waren wir für eine Stunde in Brasilien!
Da kam der Wirt her und wir bestellten mal kurz auf Brasilianisch:
Die Cheesburger waren überraschenderweise hervorragend!

Nur an die mangelnde Sauberkeit muß man sich erst langsam gewöhnen!
Dann kam wieder die typische Handbewegung an die wir uns längst gewöhnt hatten: Griff zur Kreditkarte und im Nu waren wieder 30 Dollar weg! Die bezahlten wir aber gern!

Das war noch der 29.5.

UND WIR HABEN EINES ERREICHT:
DIE ERSTEN 2 TAGE IN KANADA KOMMEN MIR VOR WIE EINE WOCHE!!!!!

Und unser Englisch wurde aufs Intensivste getestet!

Heute 30.5.!

Früh wach und erstmal das ganze Gepäckchaos im Auto beseitigt!
WiFi funktioniert auf dem ganzen Platz.
Den Adapter für den Stromwandler gabs an der Campingplatz-Rezeption für 10,50 Dollar.

Wir hatten noch nichts zu Essen eingekauft. Also zum Wal-Mart und dann dauerte das schon. Es war unser 1. Supermarkt-Besuch.
Obst, Gemüse und frisches Fleisch gabs hier nicht.
Das besorgen wir ein anderes Mal. Wir waren nach 2 Std. k.O.
Auch von den Preisen!
Es ist wesentlich teurer als bei uns. Die armen Kanadier!
Überraschenderweise gabs viele eingeführte Produkte. Wir entdeckten kaum kanadische Eigenmarken die billiger hätten sein können wie z.B. die Ja-Produkte o.ä.

2 deutsche Wohnmobile nutzten schon die kostenlose Übernachtungsmöglichkeit hier auf dem Parkplatz. Zwar kostenlos aber wenig idyllisch!
Kaum fuhren wir los hielten wir auch schon wieder gegenüber.
Wir wollten mal die Alkoholpreise wissen bei NSLC.

Wein ab 11 Dollar, Bier 0,5l ca. 3,50 Dollar und Hochprozentiges ob Bailey oder Gin oder Campari kosten 30 Dollar für 0,75l.! Und dann entdeckte Gregor eine 'Wein-Abfüllanlage'.
Man kauft leere Flaschen an der Kasse 12 St. 8,14 Dollar und kann dann seinen gewünschten Wein selbst abfüllen. Gab 3 Weiß- und 3 Rotweinsorten.
Ich probierte alle durch (muß man ja!) und wir füllten dann die 12 Flaschen ( gibts nur als 12-er Pack).
Die Preise waren mit 6,99-7,99 pro 0,75 Flasche wirklich o.K.!!!!
Man mußte die Flaschen noch selbst bekorken oder einkorken mit einer Maschine! Toll!
Wieder nix mit einer antialkoholischen Phase!

Zurück auf dem CP bei warmen Temperaturen um 15:30 Uhr gefrühstückt. Wir waren mit unserer gekauften Milch, Erdbeermarmelade, Toast, V8 Gemüsesaft und dem einzigen Schweizer Käsestück im Wal-Mart zufrieden!
Nochmals unser Auto ein- und umgeräumt.
Abends gegrillt.

Morgen wollen wir dann mal endlich was von Kanada sehen und losfahren!

© Gregor König, 2013
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Reisen ist das einzig Taugliche gegen die Beschleunigung der Zeit! (Thomas Mann) Diese Behauptung wollen wir überprüfen und hoffen auf eine eindrucksvolle, schöne und problemlose Reise: 5 Monate durch Kanada, Alaska und den Südwesten der USA!
Details:
Aufbruch: 28.05.2013
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: 24.10.2013
Reiseziele: Kanada
Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Gregor König berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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