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USA-Reisebericht  |  Reisezeit: September 2014 - September 2015  |  von Arno und Margit Darnhofer

Amerika: Jackson bis Page

Jackson bis Salt Lake City - 07.06.2015

Am Sonntag in der Früh geht es gegen 9.30 Uhr bei Sonnenschein doch sehr zurückhaltenden Temperaturen los. Wir befinden uns nun schon fast eine Woche immer zwischen 2000 und 2500m – ab und an geht es auch mal höher hinauf. Der heutige Sonntag ist einmal mehr ein Tag um Distanzen zu überwinden, damit wir zu unseren nächsten Zielen kommen. Dabei überqueren wir gegen Mittag den Salt River Pass. Diesen Pass mussten all jene überfahren, die aus Europa kommend in einem der großen Häfen an der Ostküste eingelaufen sind, aber in den fruchtbaren Westen (Kalifornien) wollten. Dabei hatten diese Menschen natürlich keine so schön ausgebaute Passstraße wie wir sie vorfinden. Unter Einsatz ihres Lebens – viele haben ihr Ziel nie erreicht – musste die schlechte Straße mit den Kutschenwägen überwunden werden. Doch wie heißt es so schön „Der Weg ist das Ziel“. Die Natur zeigt sich uns auf dieser Strecke in den unterschiedlichsten Farben und Formen. Mal satt grüne Wiesen und Almen, dann wieder der stark zerklüftete rote Sandstein – also, von allem Etwas. Nach einem sehr gemütlichen Tag – es sind nur etwa 400km – erreichen wir unser Tagesziel
Salt Lake City
ist die Hauptstadt des US-Bundesstaates Utah und mit rund 186.000 Einwohnern auch die größte Stadt des Staates. Die Stadt wurde 1847 von Mormonen gegründet und gilt noch heute als deren Zentrum. Am 24. Juli 1847 wurde Salt Lake City von 143 Männern, drei Frauen und zwei Kindern an der Ostküste des Großen Salzsees gegründet. Sie waren die ersten Weißen, die sich in Utah niederließen. Die Stadt liegt in einem großen Tal, dem Salt Lake Valley, das von der Wasatchkette im Osten und dem Oquirrh-Gebirge im Westen eingeschlossen wird. Wie die meisten Städte, die sich nördlich und südlich von der Wasatchkette erstrecken liegt sie eindrucksvolle 2.000 Meter über dem Tal.

Dort werden wir von Beth und Dave – sie fahren ein Goldwing Tryke – für Outsider – dies ist ein Motorrad mit 2 Reifen auf der hinteren Achse – bereits erwartet. Der Rest des Abends läuft wie schon so oft ab – Grillerei und erzählen, erzählen, erzählen - aber so ist das nun mal. Ich versuche wie immer das Positive daran zu finden – ich werde all unsere Erlebnisse mit Sicherheit nie vergessen.

Es ist wunderschön grün rund um SLC

Es ist wunderschön grün rund um SLC

Und alles ist so schön grün

Und alles ist so schön grün

Sind wir nicht süß

Sind wir nicht süß

Langsam wird es wieder karstig

Langsam wird es wieder karstig

Salt Lake City bis Lone Mesa Area - 08.06.2015

Um dem Montagmorgen Verkehr in SLC zu entkommen fahren wir erst gegen 10.00 Uhr los. Es dauert etwa eine Stunde bis wir das Stadtgebiet verlassen. Dabei wurden wir von keinen Staus aufgehalten, sondern die Stadt ist so weit läufig, bis die Stadtgrenze erreicht ist. Danach geht es wieder über Berg und Tal durch diese atemberaubende Landschaft. Wir bekamen von Beth und Dave den Tipp durch die Colorado River Schlucht zu fahren. Dabei handelt es sich um ein enges Tal, in dem der Colorado River fließt - der aufgrund der heftigen Regenfälle der letzten Tage sehr viel Wasser führt - und rechts und links des Ufers feuerrote Sandsteinberge das Tal begrenzen. In der Schlucht selbst gibt es einige Campingplätze oder Zimmervermietungen – ohne Vorreservierung leider weder da noch dort eine Möglichkeit zum Übernachten. Viele Menschen nutzen den hohen Wasserstand zum Rafting in Schlauchbooten oder auf Surfbrettern stehend paddeln – keine Ahnung wie man dies nennt. Ich bin jedoch sehr froh auf dem Motorrad zu sitzen und nicht in einem der Schlauchboote - Arno hätte es gerne genau umgekehrt. Am Ende der Schlucht angekommen suchen wir einen Campingplatz in der Nähe, da wir morgen zwei Nationalparks in der Nähe besuchen möchten. Nach 30km Fahrt finden wir ein sehr abgelegenes ruhiges Plätzchen, welches uns beiden sofort zusagt. Die Temperaturen sind heute am Nachmittag wieder einmal auf 35° geklettert und auch der Abend ist bei 25° sehr angenehm. Da ich mit meinen Reiseberichten etwas im Verzug bin wollte ich den schönen Abend zum Schreiben nutzen. Als gegen 18.00 Uhr ein Motorradfahrer stehen bleibt und neben uns sein Zelt aufbaut ist dieser Plan vorbei. Warum? Es ist unmöglich sich neben zwei Dauerrednern auf das Schreiben zu konzentrieren!!! Na auch egal, so lese ich eben in meinem Buch weiter .

Die Strecke ist traumhaft schön

Die Strecke ist traumhaft schön

......und so unterschiedlich

......und so unterschiedlich

.......und dann plötzlich eben so

.......und dann plötzlich eben so

.......oder so

.......oder so

..einfach nur unbeschreiblich

..einfach nur unbeschreiblich

Im Colorado River Canyon

Im Colorado River Canyon

Wieder ganz andere Kulisse

Wieder ganz andere Kulisse

Fast wie das Monument Valley

Fast wie das Monument Valley

Aber doch auch anders

Aber doch auch anders

Lone Mesa Area bis Natural Bridge National Monument - 09.06.2015

Um 8.00 Uhr in der Früh ist am Dienstag alles gepackt und wir sind bereit den ersten NP – ohne Hänger – zu erkunden.
Canyonlands Nationalpark
ist in der Nähe von Moab im US-Bundesstaat Utah und in direkter Nachbarschaft zum Arches-Nationalpark gelegen. Das Gebiet wurde am 12. September 1964 zum Nationalpark erklärt und umfasst eine Fläche von 527.5 mi² (1,366 km²). Der Colorado und der Green River haben tiefe Canyons in das Colorado-Plateau geschnitten, und teilen den Park in drei Teile auf: Island in the Sky im Norden, The Needles im Südosten und The Maze im Westen. Neben diesen drei großen Sektionen gibt es noch eine kleine Sektion im Westen, den so genannten Horseshoe Canyon. Die Island in the Sky ist eine weitläufige Hochebene (Mesa) die von Colorado und Green River eingeschlossen wird. Es gibt viele spektakuläre Aussichten auf den White Rim, eine Sandsteinabbruchkante rund 360 Meter unterhalb des Plateaus, und auf die Flussläufe, weitere 300 Meter unterhalb des White Rims. Die Gegend war früher die Heimat der Pueblo-Indianer, von denen viele Hinterlassenschaften erhalten sind. Viele der Werkzeuge und Kleinutensilien sind von Antiquitätenjägern entwendet worden, aber viele der Steinhäuser und Erdhütten sind gut erhalten. Die Angehörigen der Pueblo-Kultur haben außerdem Spuren in Form von Petroglyphen hinterlassen. Die bekanntesten sind auf dem so genannten Newspaper Rock in der Nähe des Visitor Center am Eingang zu sehen.

Wir verbringen den ganzen Vormittag in NP und besichtigen dabei aber nur den Bereich „Island in the Sky“, da die anderen beiden Teile sehr schwer bis gar nicht zugängig und auch nicht zusammen hängend erreichbar sind. Kaum zu glauben, aber am Ende sind es 100km mit vielen Aussichtspunkten und kleinen Wanderungen. Wir beide sind absolut begeistert von dem, was wir hier sehen. Zur Abwechslung erheben sich keine Berge neben uns, hier schauen wir in atemberaubende Schluchten welche von unglaublichem Ausmaß sind. Breite „Risse“ in der Erde welche nur durch Wasser, Wind, Schnee und Zeit - Millionen von Jahren - entstanden sind. Am Ausgang des Parks holen wir den Hänger ab um etwa 30km zum nächsten Nationalpark zu fahren.

Ganz ohne Schotter geht es einfach nicht

Ganz ohne Schotter geht es einfach nicht

Diese Straße habe ich verweigert

Diese Straße habe ich verweigert

Das war mir einfach zu nahe am Abgrund

Das war mir einfach zu nahe am Abgrund

Es ist so unbeschreiblich imposant dies alles zu sehen

Es ist so unbeschreiblich imposant dies alles zu sehen

Hier nochmal aus der Nähe

Hier nochmal aus der Nähe

Und dann wiederum dies

Und dann wiederum dies

Wir sind so beeindruckt von dem was wir sehen dürfen

Wir sind so beeindruckt von dem was wir sehen dürfen

Wir besuchen den
Arch Nationalpark
ist ein Nationalpark der Vereinigten Staaten im Norden des Colorado-Plateaus am Colorado River. Er bewahrt die weltweit größte Konzentration an natürlichen Steinbögen (engl.: arches), die durch Erosion und Verwitterung ständig neu entstehen und wieder vergehen. Im Parkgebiet sind über 2000 Arches mit einer Öffnung von mindestens 90 cm (3 Fuß) nachgewiesen. Der Park liegt auf durchschnittlich 1499m über dem Meer, seine höchste Erhebung ist der „Elephant Butte“ im Osten mit 1696 Metern. Im Sommer können die Temperaturen 40 °C erreichen, während sie im Winter auf bis zu −10 °C sinken können. Schwankungen innerhalb eines Tages von mehr als 25 °C sind keine Seltenheit. Die hohe Konzentration der Steinbögen im Parkgebiet von 310 km² lässt sich durch die Geologie der Region erklären. Vor etwa 300 Millionen Jahren lag an der Stelle des heutigen Parks ein mit Salzwasser gefülltes Becken. Im auch damals heißen und trockenen Klima setzte sich Salz im Becken ab, wenn Wasser verdunstete. Über mehrere hunderttausend Jahre muss das Becken immer wieder mit neuem Salzwasser befüllt worden sein. im Ergebnis bildete sich die bis zu 1500 m dicke Paradox Formation aus einer Salzschicht, die von Mergel, Ton, Anhydrit und einzelnen Vorkommen von Schiefer durchzogen ist. Ein Steinbogen entsteht insbesondere da, wo in einer Rippe Sandstein verschiedener Zusammensetzung übereinander liegt und die untere Schicht weicher ist. Ist der Bogen nicht mehr tragfähig, so stürzt er ein. Da der Prozess der Erosion auch heute noch fortdauert, wird dieses Schicksal schließlich jeden Bogen ereilen. So brach die Landscape Arch, damals zwölftgrößter Bogen des Parks und direkt am viel begangenen Devils Garden Trail gelegen, zwischen dem 4. und 5. August 2008 zusammen.

Erst Hänger abstellen, dann ins Besucherzentrum und los geht es. Es ist unglaublich, dieser rote Sandstein ist teilweise so geformt, dass man auch mit nur wenig Phantasie verschiedene Formen, Figuren oder Bauwerke erkennen kann. Dabei muss man sich immer bewusst sein, kein Mensch hat daran Hand angelegt. Teilweise erscheint mir dies so unglaublich – da muss doch jemand mit Hammer und Meißel nachgeholfen haben – aber es ist eben nicht so. Die schönsten „Naturbauwerke“ sind jedoch nur über Fußwege zu erreichen. Somit wandern wir bei ca. 35° Mittagshitze zum so genannten Devils (Teufels) Garden – wahrscheinlich ist es bei dem Kameraden auch so heiß - um die wohl berühmteste und größte Arch in diesem NP zu bewundern, die Landscape Arch. Ein riesiger Bogen spannt sich über das Tal und ist sehr beeindruckend – die 4km Wanderung waren es auf jeden Fall wert. Endlich wissen wir auch den Unterschied zwischen einer Arch und einer Bridge – die Arch ist eine Brücke welche nur ein Tal überspannt, und unter einer Bridge fließt immer Wasser. Weiter geht es dann noch zu den zwei kleineren aber nicht weniger beeindruckenden Delicat Arch und Turret Arch.

Als würde eine Gruppe von Menschen beisammen stehen

Als würde eine Gruppe von Menschen beisammen stehen

Und hinein geht es in den NP

Und hinein geht es in den NP

Die Phantasie ist frei, aber das Bild ist eindeutig

Die Phantasie ist frei, aber das Bild ist eindeutig

Die Landscape Arch

Die Landscape Arch

Nochmal weil sie so imposant ist

Nochmal weil sie so imposant ist

Noch eine kleinere Arch

Noch eine kleinere Arch

Und ein Loch im Stein

Und ein Loch im Stein

Der Abschluss des NP

Der Abschluss des NP

Gegen 15.30 Uhr wird der Hänger abgeholt, da wir noch 200km zu unserem Tagesziel haben - dem
Natural Bridge National Monument
sind ein National Monument im San Juan County im US-Bundesstaat Utah. Sie liegen am östlichen Rand des Colorado-Plateaus im White und Armstrong Canyon. Drei natürliche Steinbrücken - Sipapu, Kachina und Owachomo - wurden im Laufe von Millionen Jahren von plötzlich auftretenden Springfluten im ansonsten relativ trockenen, rund 150 m tiefen Bachbett herausgearbeitet. Anasazi-Indianer nutzten noch bis vor zirka 700 Jahren obere Felsränge im Canyon zur Besiedlung. Reste dieser Siedlung sind während einer Rundwanderung im Canyon zu sehen

Es läuft alles sehr gut und somit erreichen wir gegen 18.00 Uhr das Besucherzentrum um uns für den Campingplatz einzuschreiben – leider nein, nichts mehr frei. Oh Scheibenkleister, ich bin sehr müde und habe absolut keine Lust noch weiter zu fahren. Der Park Ranger ist aber sehr nett und nennt uns einen freien Platz 10km außerhalb des Parks, den wir auch anfahren. Hier ist es super schön. Es besteht die Möglichkeit ein wenig von der Straße entfernt im uneinsichtigen Gelände zu stehen. Nach dem Aufstellen wird ein Lagerfeuer angezündet, welches uns gut wärmt am kühlen Abend. Leider beginnt es in der Nacht zu regnen und dies hört mit kleinen Unterbrechungen auch nicht mehr auf bis Mittwoch gegen Mittag. Somit Planänderung – wir bleiben eine zweite Nacht und hoffen auf den Nachmittag um und die Natural Bridges anzusehen. Nachdem wir einen relaxten Vormittag hatten und sich das Wetter nun etwas bessert heißt es Abfahrt in den NP. Hier wandern wir den ganzen Nachmittag herum, da eine Brücke auch in der Schlucht zu bewundern ist. Also, steil hinunter, schnaufend hinauf, aber erfüllt voll Freude über das Gesehene. Dieser NP ist einer der kleinen feinen Sorte, aber absolut sehenswert und vor allem nicht so überlaufen wie die großen. Am Abend beim Lagerfeuer und einem Glas Wein bewundern wir das Wetterleuchten welches weit entfernt am Horizont zu bestaunen ist. Als Vorsichtsmaßnahme wird heute eine Plane über das Zelt gelegt, sollte es trotz dem Sternenklaren Himmel doch wieder regnen ist das Zelt morgen Früh trocken beim Abbauen. Um 0.30 Uhr reißt es mich wie vom Donner getroffen in die Höhe – das Unwetter welches wir 2 Stunden „bewundert“ haben ist genau über uns. Es blitzt wie ich es noch nie gesehen habe, und der Donner ist auch nicht von schlechten Eltern. Der Regen prasselt unaufhörlich auf das Zelt, und mit Schlafen ist es erst mal vorbei. Nach etwa einer Stunde ist das ganze Schauspiel vorbei und am Donnerstag in der Früh bauen wir bei Sonnenschein alles zusammen.

Die naural Bridge

Die naural Bridge

Heute ist noch klettern angesagt

Heute ist noch klettern angesagt

Da geht´s hinunter

Da geht´s hinunter

Die natürliche Brücke

Die natürliche Brücke

Uppps, das ist aber ganz schön tief

Uppps, das ist aber ganz schön tief

Da sind wir schon fast unten

Da sind wir schon fast unten

Blick von unten auf die Brück

Blick von unten auf die Brück

Noch eine andere Ansicht von Unten

Noch eine andere Ansicht von Unten

Blick durch die Brücke

Blick durch die Brücke

Und rauf geht´s

Und rauf geht´s

Ich bin schon soooo groß und sooo stark

Ich bin schon soooo groß und sooo stark

Na der Pool ist aber zu klein für dich

Na der Pool ist aber zu klein für dich

Natural Bridge NM bis Page - 11.06.2015

Wir bekamen von einem Motorradfahrer den Tipp am traumhaften Highway 12 mit seiner atemberaubenden Landschaft und den vielen Kurven zu fahren – gesagt, getan. Doch leider braut sich nach ca. 1 Std. Fahrzeit erneut ein Unwetter am Himmel zusammen, und ich kann nicht sagen, dass wir die Fahrt genossen hätten – abgesehen von den tollen Bergen die wir sehen. Erst mal rein ins Regengewand und weiter geht es bis zu teilweise 2900m hinauf – ja, das ist schon recht erfrischend samt doppelter Schicht bei diesem Wetter. Doch so ist es eben, und Jammern hilft auch nicht. Aber wie es so ist wenn Engel reisen, am frühen Nachmittag lässt der Regen nach, und als wir gegen 17.00 Uhr den Bryce Canyon NP erreichen ist die Straße bereits wieder trocken. Am Campingplatz im NP bauen wir das Zelt auf. Heute verziehen wir uns sehr bald in die warmen Schlafsäcke, da es extrem abkühlt und es nicht sehr angenehm ist vor dem Zelt zu sitzen. Da wir so zeitig schlafen, ist es eben erst 7.00 Uhr als wir aufstehen bei 7°!!!! Mir ist sooooo kalt, dass es schon weh tut. Alles was ich in der Eile zu fassen bekomme wir angezogen, und dann versuche ich die ersten Sonnenstrahlen zum Aufwärmen zu erhaschen. Nach dem Frühstück bauen wir ab und um 8.00 Uhr geht es schon los in den NP.

Und los geht es wieder

Und los geht es wieder

Wunderschön aufgrund er Morgenwolken

Wunderschön aufgrund er Morgenwolken

So unterschiedlich zu dem was wir schon gesehen haben und auch nicht

So unterschiedlich zu dem was wir schon gesehen haben und auch nicht

Wir überqueren den Colorado River

Wir überqueren den Colorado River

Einfach genießen, wir tun es auch

Einfach genießen, wir tun es auch

Durch diese Landschaft zu fahren ist ein Traum

Durch diese Landschaft zu fahren ist ein Traum

Die Landschaft ändert sich ständig

Die Landschaft ändert sich ständig

Traumhaft schön

Traumhaft schön

Bryce Canyon Nationalpark
liegt im Südwesten Utahs in den Vereinigten Staaten. Grund für die Ausweisung als Nationalparks ist der Schutz der farbigen Felspyramiden, der sogenannten Hoodoos, an der Abbruchkante des Paunsaugunt-Plateaus. Dieser Abbruch verläuft überwiegend nicht linear. Stattdessen haben sich nach Osten hin offene, halbkreisförmige Felskessel in das Plateau erodiert, die von der Nationalparkverwaltung als „natürliche Amphitheater“ umschrieben werden. Das größte dieser Amphitheater ist der fälschlicherweise als Canyon bezeichnete Bryce Canyon. Der NP befindet sich in einer Höhe von 2400 bis 2700 Metern und liegt damit wesentlich höher als der nahegelegene Zion-Nationalpark und der Grand-Canyon-Nationalpark. Der Bryce Canyon wurde nicht durch einen Fluss gebildet. Er ist damit kein Canyon im eigentlichen Sinne wie zum Beispiel der Grand Canyon. Wind, Wasser und Eis erodierten die Kante des Plateaus zu großen Amphitheatern mit bizarren Felsnadeln - Hoodoos. Diese Felsnadeln erreichen eine Höhe bis zu 60 Meter. Die so entstandenen Amphitheater erstrecken sich über eine Länge von über 30 km. Das größte Amphitheater trägt den Namen Bryce Canyon. Es ist nahezu 5 km breit, 19 km lang und fällt über 240 Meter gegenüber dem Plateau ab

Die Formen hier sind ganz unterschiedlich zu dem was wir bisher gesehen haben. Die Farbe Rot geht hier in ein zartes Lachs über, und die Formen der Sandsteine sind viel mehr zerklüftet – sehr beeindruckend. Es gibt im Park 4 große Aussichtsplattformen welch wir uns alle ansehen. Bei einem dieser Stopps stellt Arno fest, dass unser Hinterreifen am Ende ist. Zwar hat er immer wieder die Reifen kontrolliert, aber dies ist ihm wohl entgangen. Somit versuchen wir in der Ortschaft vor dem NP ein paar Reifenhändler auf unserer Route anzurufen um eventuell einen Reifen zu bekommen. Dabei unterstützt uns ein sehr netter Amerikaner welcher uns dafür sein Telefon überlässt. Beim dritten Händler haben wir Glück – ein Reifen ist auf Lager. Noch dazu liegt die Ortschaft Page genau auf unserer Strecke. Als wir so gemütlich durch die Gegend fahren springt uns ein Schild in die Augen – Deutsche Bäckerei. Leider können wir diese in der nächsten Ortschaft nicht finden und sind natürlich enttäuscht. Ahhh, da ist sie ja, 25km weiter nach der Anzeigetafel – mir soll´s recht sein. Wauuu, was es da alles gibt – Mohnschnecken, Cremeschnitten, Topfengolatschen usw. Der Höhepunkt ist aber ein Laib dunkles Roggenbrot – gesehen, gekauft. Es ist unglaublich, wie sehr wir uns nach 9 Monaten weißem Gummibrot darauf freuen. Natürlich darf Kaffee mit was Süßem auch nicht fehlen. Gegen 14.00 Uhr in Page angekommen baut Arno am Parkplatz des Honda Händlers den Reifen aus und den neuen ein. Zwei Stunden später ist alles erledigt und wir können zu unserem heutigen Tagesziel den Lone Rock Campingplatz am Lake Powell fahren. Den ganzen Tag über haben wir schon sehr angenehme Temperaturen um die 30°. Hier wird nun das gekaufte Brot ausgepackt und heute Abend gibt es bei einem traumhaften Sonnenuntergang frisches Roggenbrot mit Butter – herrrlich. Wir zelebrieren das so richtig und essen so lange, bis wir nicht mehr können. Wir haben unser Zelt etwa 20m von der Masse entfernt aufgestellt um nicht mitten im Geschehen zu sein. Somit besucht uns am Abend der Platzwart um uns ein paar „Regeln“ zu erklären. In den niedrigen Stauden schlafen die Klapperschlangen, dann gibt es noch eine kleine dünne schwarze Schlange die so einen kleinen Kopf hat, dass sie gar nicht beißen kann – daher spuckt sie ihr Gift, dass sehr schnell zum Tod führt, aber die Skorpione sind harmlos, es fühlt sich an wie ein Bienenstich – na dann gute Nacht!!

Einfahrt zum Bryce Canyon NP

Einfahrt zum Bryce Canyon NP

Wauw

Wauw

So ganz anders als die letzten NP

So ganz anders als die letzten NP

Die Sonne steht gut um alles richtig schön zu "beleuchten"

Die Sonne steht gut um alles richtig schön zu "beleuchten"

Auch nach dem NP begleiten uns noch einige natürliche "Bauten"

Auch nach dem NP begleiten uns noch einige natürliche "Bauten"

Sonnenuntergang am Lake Powell

Sonnenuntergang am Lake Powell

Und dann folgt der Sonnenaufgang

Und dann folgt der Sonnenaufgang

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Dieses mal soll uns unserer Reise ca. 7 Monate durch und um Australien führen. Danach verschiffen wir das Gespann nach San Franzisco wo es dann über Kalifornien nach Canada u Alaska weiter geht.
Details:
Aufbruch: 29.09.2014
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: 29.09.2015
Reiseziele: Australien
Fidschi
Vereinigte Staaten
Kanada
Der Autor
 
Arno und Margit Darnhofer berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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