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USA-Reisebericht  |  Reisezeit: September 2014 - September 2015  |  von Arno und Margit Darnhofer

Amerika: Modesto bis Vancouver

Modesto bis Reno - 18.06.2015

Da Chuck am Vormittag einen wichtigen Termin hat den er nicht verschieben kann fahren wir am Donnerstag gegen 14.00 Uhr endlich los. Wir fahren am Highway 4 über den Pacific grade summit Pass und den Ebbetts Pass – beide führen uns auf über 2700m in Richtung
Lake Tahoe
Der etwa 497 km² große See liegt an der Grenze von Nevada und Kalifornien. Der See befindet sich westlich der 3317 m hohen Carson Range, eines östlichen Teils der Sierra Nevada. Er ist mit 501m zweittiefste und mit einer Höhe von 1899,5 m auch einer der höchstgelegenen Seen der USA. Während er von 63 kleinen Bach- und Flussläufen gespeist wird, entwässert ihn der Truckee River. Der Lake Tahoe hat eine Durchschnittstiefe von 301 m. Durch eine langjährig andauernde und intensive Bebauung seiner Ufer hat er viel von seiner früheren Einsamkeit verloren. Dennoch liegt er umrandet von Kiefernwäldern in einer romantischen Gebirgslandschaft. Er ist für seine tiefblau erscheinende Wasseroberfläche bekannt.

Hier ist es touristisch und dem entsprechend zieht sich auch der Verkehr durch die ganze Ortschaft um den See. Nach einer kurzen Kaffepause geht es weiter über den nächsten Pass welcher uns auf über 2300m führt. Nachdem es bereits später Nachmittag ist hat es dort nur mehr 11°. Mir ist soooo kalt, aber zum Glück geht es bald wieder hinunter und die Knochen stellen auf Auftaumodus um. So, nun nur mehr 70km bis wir Reno erreichen. Die Entscheidung fiel für dieses Wochenende auf ein Motelzimmer, da es sehr billig ist, und in der Umgebung von 40km kein Campingplatz zu finden war. Um 21.00 Uhr noch schnell ins Kasino neben an um Abendessen zu gehen. Oje, da gibt es heute Abend Buffet – und wie es wahrscheinlich den Meisten dabei geht essen wir alle zu viel. Also wird ein nächtlicher Spaziergang eingelegt, um noch ein wenig zu verdauen.

Das Reno Rendevouz ist eine Veranstaltung der Amerikanischen Goldwing Vereinigung - GWRRA. Es ist eine Art Treffen und gleichzeitig Messe für diverse Firmen rund ums Motorrad. Weiters gibt es noch Rahmenprogramm wie Stunt Fahrer, Wing Formationsfahren, Grillerei bei Fa. Honda in Reno, eine Motorradparade durch Reno UND, Honda stellt Motorräder für Testfahrten zur Verfügung. Ich teste die 2014er Wing in rot-schwarz – eine wunderschöne Farbkombination und Arno fährt die F6 für 40 Minuten. Die Tour wird von einem Honda Fahrer angeführt, damit auch niemand verloren geht. Als ich mich voll Freude auf die Wing schwinge kommt der Tour Guide noch einmal zu mir um nachzufragen, ob ich auch wirklich wisse, was ich da mache. Mit einem breiten Grinsen sage ich „NEIN“, aber dafür gibt es ja Testfahrten, oder? Ich habe ihn jedoch gleich darauf erlöst und mit einem fröhlichen JA geantwortet. Da ich so viel Spaß habe melde ich mich auch noch für die Walküre an. Oh nein, kein Motorrad für mich – kein Schutz, wenig Sitzkomfort, und und und, na eben keine Wing. Am Samstagabend noch das große Abschlussdinner mit ca. 700 Personen, und ein interessantes – mehr für Arno – Wochenende ist auch schon wieder vorbei.

Auf dem Weg nach Reno

Auf dem Weg nach Reno

Durch die Sierra Nevada

Durch die Sierra Nevada

Es ist traumhaft schön hier

Es ist traumhaft schön hier

Und Kurven ohne Ende

Und Kurven ohne Ende

Oder

Oder

Dieser Gefährt hat Arno fasziniert

Dieser Gefährt hat Arno fasziniert

Der Stuntfahrer

Der Stuntfahrer

Die Fahrt durch Reno

Die Fahrt durch Reno

Jippippiii

Jippippiii

Die Golden Wing Nuggets

Die Golden Wing Nuggets

Der Präsident der GWRRA

Der Präsident der GWRRA

Reno bis Susan Falls - 21.06.2015

Am Sonntag geht es ganz gemütlich gegen 10.00 Uhr los, da wir heute keine Besichtigungen auf dem Programm haben. Es stehen ca. 300km auf dem Programm und diese führen uns durch den
Lassen Volcanic NP
Der Lassen-Volcanic-Nationalpark liegt im Norden Kaliforniens. Der Park liegt rund um den Lassen Peak, dem südlichsten Vulkan des Kaskadengebirges. Das 429 km² große Gebiet um den Lassen Peak wurde 1916 zum Nationalpark erklärt. In der Gegend rund um den Lassen ist die Erde immer noch vulkanisch aktiv, was sich in kochenden Schlammlöchern, heißen Quellen und Fumarolen zeigt. Lassen ist eines der wenigen Gebiete weltweit, in der alle vier Hauptformen von Vulkanen vorkommen. Die Indianer erzählten in ihren Legenden, dass der Berg voller Feuer und Wasser sei und er sich eines Tages selbst zerreißen werde. Zwischen 1850 und 1851 sichteten Beobachter an dem Berg Rauch und Asche. Zwischen 1914 und 1921 ereigneten sich eine Reihe kleinerer Ausbrüche. Diese schufen neue Krater und Lavaflüsse. Lassen ist einer der größten Lavadome der Welt.
Es ist wunderschön hier, die Landschaft rund um den Kratersee besteht zum Großteil aus Nadelbäumen. Wir fahren zum See in der Hoffnung hier einen schönen Campingplatz zu finden. Oh je, finden würden wir schon etwas, doch leider sind die Plätze aufgrund der Ferien sehr gut besucht, und extrem teuer. Somit beschließen wir uns einen Platz außerhalb des NP zu suchen und werden an einem kleinen Bach fündig. Da es erst früher Nachmittag ist muss Arno natürlich das Wasser im Bach testen – er ist recht schnell wieder zurück, da es sogar ihm zu kalt ist. Wir verbringen einen gemütlichen Nachmittag und am Abend gesellt sich ein BMW Fahrer aus San Francisco auf ein Gläschen und Plauscherl zu uns. Gegen 21.30 Uhr ist es mir endgültig zu kalt sitzen zu bleiben, und somit gehen alle schlafen.

Immer gesund unterwegs

Immer gesund unterwegs

Dieser Umgebung lässt sich gut genießen

Dieser Umgebung lässt sich gut genießen

Lassen Volcanic NP

Lassen Volcanic NP

Wunderschöne Straßen

Wunderschöne Straßen

Der Vulkansee

Der Vulkansee

Leider immer wieder die Reste von Waldbränden zu sehen

Leider immer wieder die Reste von Waldbränden zu sehen

Und immer wieder blitzt der Schnee von den Berggipfeln

Und immer wieder blitzt der Schnee von den Berggipfeln

Am Montag in der Früh ist es wieder mal etwas frisch bei 9°, aber wie schon so oft ist die Sonne auf unserer Seite und strahlt vom Himmel. Wir versuchen immer so aufzustellen, dass wir die Morgensonne zum Aufwärmen nutzen können- falls möglich. Nach nicht all zu langer Fahrzeit überschreiten wir die Grenze nach Oregon. Arno hat heute eine Teilstrecke ausgesucht welche nur auf der Landkarte eingetragen ist, aber auf dem GPS nicht aufscheint. Na schauen wir mal, was da auf uns wartet. Es erwartet uns eine wunderschöne Waldstraße die an manchen Teilstücken noch im Winterschlaf verharrt. Damit meine ich, dass vereinzelt umgestürzte Bäume bzw. feiner Schotter auf der Straße liegen. Aber alles kein Problem, wir genießen die kurvige Strecke in vollen Zügen. Kurz nach Mittag erreichen wir das Besucherzentrum des
Crater Lake
ist ein Kratersee des Vulkans Mount Mazama im Süden des Bundesstaates Oregon. Der See ist das zentrale Objekt des Crater-Lake-Nationalparks und zeichnet sich durch seine ungewöhnlich tiefblaue Farbe aus. Der See entstand durch die Füllung der Caldera mit Regenwasser. Die Wassermenge tauscht sich etwa alle 250 Jahre aus. Er hat ein Volumen von 17,46 km³ welches mit tiefblauem und klarem Wasser gefüllt ist. Der See besitzt weder Zu- noch Abflüsse. Das Wasser besteht aus Regen- und Schneeschmelzwasser. Die Wasserqualität ist die beste in ganz Nordamerika. 1972 wurde eine Sichttiefe von 43,9 m gemessen. Dies ist einer der größten Werte die je gemessen wurden. Der Erhaltung der Wasserqualität wird von der Parkadministration große Wichtigkeit beigemessen. Auf dem See betriebene Motorboote verfügen über ein abgeschlossenes Treibstoffsystem, sodass keine Ölspuren ins Wasser gelangen. Der See entstand durch eine supermassive Eruption - Wert von 7 auf dem Vulkanexplosivitätsindex und hatte einen Materialausstoß von 150 km³. Die Folge war, dass der Dom des Vulkans einbrach und die heutige Caldera formte. Zwischen 88 und 224 Millionen Tonnen an Aerosolen gelangten in die Atmosphäre und sorgten auf der Nordhalbkugel für einen Temperaturrückgang um etwa 0,6 °C. Auch die Ozonschicht wurde durch den Ausbruch merklich in Mitleidenschaft gezogen.

Dort sehen wir uns erst mal einen sehr interessanten Film über die Entstehung des Krater Sees an, bevor es in den NP geht um an einigen Aussichtspunkten anzuhalten und zu fotografieren. Dabei lernen wir einen Amerikaner Deutscher Abstammung kennen, der mit einem neuen Morgan Dreirad unterwegs ist. Ein sehr eigenwilliges Teil und noch dazu so teuer. Da würde ich mir gleich ein schönes Cabrio kaufen, aber Jedem wie es gefällt. Die einzelnen Aussichtspunkte sind sehr sehenswert und das Blau des Sees ist so unwirklich dunkel, aber wunderschön anzusehen. In einem normalen Winter fallen hier an die 12m!!! Schnee, und um diese Jahreszeit sind es so um die 5m. Da der letzte Winter sehr Schneearm war sehen wir nur mehr das eine oder andere Schneefeld an sehr geschützten Stellen. Dass der Frühling nun Einzug hält erkennt man an den vielen bunten Blumen welche im Moment auf den Wiesen in voller Blüte stehen. Ich kann mich gar nicht satt sehen daran. Als wir den NP verlassen führt uns die Route weiter an der Scenic Route im Umpqua Land. Eine traumhafte Strecke an der viele Wasserfälle liegen. Wir besichtigen zwei davon – Clearwater- und Whitehorse Fall – wo uns die Gelsen sofort in Beschlag nehmen. Na das kann ja heute Abend noch lustig werden. Am Campingplatz der Susan Creek Falls beschließen wir unser Zelt aufzuschlagen, da es nun schon 17.30 Uhr ist, und ich keine Lust mehr auf Fahren habe. Arno nimmt ein Bad im Fluss, während ich ihm vom Ufer aus zusehe – er meint in etwa 18 erfrischenden Graden zu baden – nein danke, dafür genieße ich die warmen Duschen am Campingplatz um so mehr .

Oh ja, hier liegen noch ein paar Bäume auf der Straße

Oh ja, hier liegen noch ein paar Bäume auf der Straße

Willkommen in Oregon

Willkommen in Oregon

Auch nicht schlecht die Wurzeln

Auch nicht schlecht die Wurzeln

Susan Falls bis Green Peter Lake - 23.06.2015

Heute hat es ganze 12° beim Aufstehen – das ist ja schon fast angenehm, aber eben nur fast. Um so richtig warm zu laufen bauen wir nach dem Frühstück das Zelt ab und machen einen 3km Powerwalk zu den Wasserfällen und retour. Dabei kommen wir gut ins Schwitzen, und somit keine Spur mehr von Frösteln. Nun hat es aber auch schon 20° als die Tour los geht, was nicht so übel ist. Heute schlägt Arno die Tour in Richtung Küste vor. Als wir in die Nähe dieser kommen brauche ich bei nur mehr 15° eine zweite Schicht Jacke, da trotz wolkenlosem blauen Himmel ein bitterkalter Wind weht. Die Straße entlang der Küste ist sehr schön, und vor allem die Strände sehen sehr einladend aus, aber leider, die Temperaturen verleiten zum Einheizen und nicht zum Baden. Vereinzelt spazieren warm angezogene Menschen am Strand entlang. Die Küstenstraße unterscheidet sich hier sehr wesentlich zu jenen, welche wir in Australien gefahren sind, da hier an der Landseite der Straße nur Nadelbäume wachsen. Also in unserem Fall links Wasser und rechts Wald. Am Ende der Küstenstrecke möchten wir einen Leuchtturm besuchen, doch leider gibt es keine Parkplätze mehr und so müssen wir nach ein paar Fotos aus der Ferne wieder fahren. Ich bin nicht allzu traurig, da wir ja auf dieser Reise schon so einige gesehen haben. Endlich biegt Arno in Richtung Inland ab und nach nur wenigen Minuten steigt das Thermometer auf 27° - maaaa ist das Angenehm. Nun kann ich mich meiner zwei Schichten entledigen und genieße die wärmenden Sonnenstrahlen in vollen Zügen. Den ganzen Nachmittag fährt Arno eine traumhafte Motorradstrecke – weite Kurven, schöner Straßenzustand, so gut wie kein Verkehr, rechter Hand ein Fluss und links nur Nadelbäume – Herz was willst du mehr. Am frühen Abend finden wir einen Stellplatz direkt an einem Fluss, wo wir den Abend in Zweisamkeit – oder drei mit dem Weinglas - beim Plätschern des Wassers am Lagerfeuer genießen.

Das Morgan Dreirad

Das Morgan Dreirad

Blick auf den See - der ist wirklich so blau

Blick auf den See - der ist wirklich so blau

Wunderschön

Wunderschön

Normal liegen hier 5m Schnee um diese Jahreszeit

Normal liegen hier 5m Schnee um diese Jahreszeit

Der tiefblaue Kratersee

Der tiefblaue Kratersee

Der Whitehorse Wasserfall

Der Whitehorse Wasserfall

Die Bäume tragen Bart

Die Bäume tragen Bart

Unser Stellplatz bei den Susan Falls

Unser Stellplatz bei den Susan Falls

Green Peter Lake bis Mineral Springs 24.06.2015

Am Mittwoch in der Früh hat es schon angenehme 15° um 7.00 Uhr beim Aufstehen. Wir fahren die nächste Stunde am Fluss entlang, wobei die Straße bald nur mehr die breite einer Fahrspur hat und immer schöner wird. Rechts und links, hinten und vorne nur Bäume – erst Nadelbäume, dann mehr Laubbäume und dann eben mal gemischt. Auf der ganzen Strecke begegnet uns nicht ein einziges Fahrzeug. Entlang des Flusses stehen überall Zelte, da hier freies Campen erlaubt ist. Auch als wir bereits auf einer schönen breiten Hauptdurchzugsstrecke fahren hält sich der Verkehr in Grenzen, und der Wald erstreckt sich über weite Strecken unserer Route. Es ist absolut idyllisch hier zu fahren. Schon von weiten lacht uns der schneebedeckte Mt Wood an, an dessen Fuß wir auf ca. 1100m fahren. Nach der Mittagspause verlassen wir die Waldgegend und fahren einige KM auf der Autobahn, bevor wir die Grenze in den Bundesstaat Washington überqueren. Hier eine total andere Landschaft – Lavastein mit Gras bewachsen, welches im Moment trocken und Gelb ist. Heute schaut es mit Campingplätzen nicht so gut aus, daher müssen wir bis knapp 18.30 Uhr fahren, bis wir endlich einen Stellplatz gefunden haben – wir sind bei schon sehr müde und die Lust am Motorrad zu sitzen ist für heute auch nicht mehr groß. Wir sind die einzigen Gäste auf diesem Platz, und als Geschenk weil ich so brav war darf ich mit Flusswasser duschen, welches gefühlte 10° und echte ca. 17° hat – das habe ich nach so einem Tag doch wirklich nicht verdient. Die meisten Campingplätze hier liegen an einem Fluss und bieten meist nur Toiletten und keine Dusche – schade. Danach wird gegessen und erneut ein Lagerfeuer angezündet, um einer Seits die Gelsen zu vertreiben, und uns anderer Seits um uns zu wärmen.

Die Susan Falls für dich liebe Susanne

Die Susan Falls für dich liebe Susanne

Die Sonne bahnt sich schon ihren Weg durch den Morgennebel

Die Sonne bahnt sich schon ihren Weg durch den Morgennebel

Direkt an der Straße liegt ein Rudel Elk (Rentiere) im Moorgebiet

Direkt an der Straße liegt ein Rudel Elk (Rentiere) im Moorgebiet

So sind hier viele Brücken gebaut

So sind hier viele Brücken gebaut

Aber manchmal auch verschönert

Aber manchmal auch verschönert

Der Blick zum Leuchtturm - auch schön

Der Blick zum Leuchtturm - auch schön

Der Strand und das Meer schauen ja wirklich sehr einladend aus

Der Strand und das Meer schauen ja wirklich sehr einladend aus

Aber im Landesinneren ist es viel wärmer

Aber im Landesinneren ist es viel wärmer

Hier sieht man den Bart an den Bäumen noch besser

Hier sieht man den Bart an den Bäumen noch besser

Mineral Springs bis Vancouver - 25.06.2015

Bereits um 7.30 Uhr sind wir auf der Straße, da heute ca. 550km vor uns liegen. Es ist ein Traum hier entlang zu fahren. Dieser Fluss ist der Lebenssaft der ganzen Gegend. Riesige Kirschen-, Pfirsich-, Marillen-, Äpfel- und Birnenplantagen begleiten uns sehr viele KM lang. Bei einem der Stände versorgen wir uns mit Vitaminen, doch leider müssen wir uns zurück halten, da wir am Nachmittag die Grenze nach Kanada passieren werden, und wir keine Ahnung haben, ob und was an Obst und Gemüse eingeführt werden darf. Somit kaufen wir eben nur ein KG Kirschen und ebenso viele Marillen – herrlich. Am späten Vormittag geht es wieder einmal in die Berge auf der North Cascadas Scenic Road. Eine wunderbar ausgebaute Straße führt uns erst auf 1700m, dann herunter auf 500m und noch einmal auf 1100m, bevor wir noch etwa 100km auf der Autobahn Richtung Grenze zu fahren haben. Hier verläuft alles Bestens – lediglich ein paar Fragen was wir in Kanada machen, wie lange wir bleiben usw.

Kanada
(englisch und französisch Canada) ist ein nordamerikanischer Staat, der zwischen dem Atlantik im Osten und dem Pazifik im Westen liegt und nordwärts bis zum Arktischen Ozean reicht. Die einzige Landgrenze ist jene zu den USA im Süden und im Nordwesten. Der Fläche nach ist Kanada nach Russland der zweitgrößte Staat der Erde. Die Besiedlung durch Indianer (First Nations) begann spätestens vor 12.000 Jahren, die Inuit folgten vor rund 5000 Jahren. Ab dem späten 15. Jahrhundert landeten Europäer an der Ostküste und begannen um 1600 mit der Kolonialisierung. Dabei setzten sich zunächst Franzosen und Engländer fest. In dieser Zeit breitete sich die Bezeichnung „Canada“ aus, das ursprünglich ein Name für ein Irokesendorf war. Mit dem Statut von Westminster erhielt das Land 1931 gesetzgeberische Unabhängigkeit. Nominelles Staatsoberhaupt ist Königin Elisabeth II., die durch einen Generalgouverneur vertreten wird. Kanada ist ein parlamentarisch-demokratischer Bundesstaat und eine parlamentarische Monarchie. Amtssprachen sind Englisch und Französisch.

Nach 30 Minuten ist der ganze Zauber vorbei, und nun sind es nur mehr 100km bis zu Arnos Familie. Die Fahrt durch die Stadt verläuft auch relativ gut, und so sind wir gegen 16.30 Uhr bei deren Wohnung, wo sich alle über das Wiedersehen freuen.
Vancouver
ist eine Stadt im Südwesten von British Columbia an der Westküste Kanadas. Sie liegt zwischen der Straße von Georgia und den Coast Mountains, rund 45 Kilometer nordwestlich der Grenze zu den USA. Sie ist die größte Metropolregion Westkanadas und die drittgrößte des Landes. Benannt ist die Stadt nach dem britischen Kapitän George Vancouver, der die Region Ende des 18. Jahrhunderts erforschte und vermaß. Die Stadt entstand in den 1860er Jahren als Folge der Einwanderungswelle während des Fraser-Canyon-Goldrauschs und entwickelte sich nach der Eröffnung der transkontinentalen Eisenbahn im Jahr 1887 innerhalb weniger Jahrzehnte von einer kleinen Sägewerkssiedlung zu einer Metropole. Die Wirtschaft basierte zu Beginn auf der Ausbeutung der natürlichen Ressourcen von British Columbia: Forstwirtschaft, Bergbau, Fischerei und Landwirtschaft. Der Hafen Vancouver erlangte nach der Eröffnung des Panamakanals internationale Bedeutung. Er ist heute der größte in Kanada und exportiert mehr Güter als jeder andere Hafen in Nordamerika.

Der Freitag wird bis auf Bericht nachschreiben und ins Netzt stellen – was auch gesamt 4 Std. erfordert – zum Relaxen erklärt, da mir das von meiner Schwägerin verordnet wurde – gesagt, getan – tut übrigens sehr gut. Arno wechselt in der Zwischenzeit am Hänger die Reifen und der Rest des Tages wird mit reden verbracht. Am Samstagvormittag wandern wir für drei Stunden im Lighthouse Park von Vancouver durch den Wald zum Leuchtturm bzw. immer mal wieder an die Klippen des Ozeans. Dabei sehen wir einen Weißkopfadler über den Wald schweben, und im Meer einen Wal herumspringen. Zum Fotografieren ist er zwar zu weit entfernt, wir freuen uns jedoch sehr, als wir immer wieder die Wasserfontänen sprühen sehen. Am Sonntagvormittag spazieren wir hinunter zum Ozean, wo wir an der Spanish Banks die Ebbe ausnutzen und sehr weit hinaus gehen können, bevor das Wasser tief genug ist damit Arno und Jochen ein Bad nehmen können. Wir Mädels begnügen uns damit bis zu den Knien im Wasser zu laufen. Nach einer kleinen Mittagsrast spazieren wir zum Völkerkundemuseum in Stanley Park, vor welchem originale Totem aufgestellt und zu bewundern sind.

Totem
Ein Totempfahl, seltener auch Wappenpfahl genannt, ist eine monumentale Skulptur, die aus einem großen Baumstamm geschnitzt und anschließend bemalt wird. Totempfähle waren vor allem bei den Indianern der amerikanischen Nordwestküste verbreitet. Die Errichtung eines Totempfahles war mit der Ausrichtung eines Potlatches verbunden, bei dem die Stellung der Familie in der sozialen Hierarchie ihres jeweiligen Stammes bestätigt wurde. Anders als von den ersten Missionaren in British Columbia vermutet, haben Totempfähle keine religiöse Bedeutung im Sinne eines spirituellen Totemismus. Sie waren weder heilig noch wurden sie angebetet, sondern hatten eine soziale und politische Funktion. Sie sind nicht mit dem Marterpfahl zu verwechseln, der von indigenen Völkern anderer Regionen Nordamerikas zur Folterung von Gefangenen verwendet wurde.
Totempfähle gelten heute als Identitätssymbole der indigenen Völker Nordamerikas und sind als Kunstwerke wieder begehrt. Sie wurden aber bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts von Siedlern europäischer Abstammung als Symbol des Nordwestens Nordamerikas angesehen wie das Beispiel des Seattle-Totempfahls belegt. Öffentliche Einrichtungen im Nordwesten Nordamerikas sind häufig mit zeitgenössischen Beispielen von Totempfählen geschmückt. Totempfähle, die im Freien stehen, werden selten älter als 100 Jahre, sondern vermodern im Verlauf der Zeit. Die große Mehrzahl der Totempfähle, die entlang der Küste der Inside Passage zu sehen sind, wurde nach 1930 errichtet. Die ältesten in Museen gezeigten Totempfähle stammen vom Ende des 18. Jahrhunderts. Einer der höchsten Totempfähle der Welt befindet sich in Alert Bay, British Columbia. Der mit Pflanzenfarben grellbunt bemalte Pfahl besteht aus drei Teilen und ist 56,4 m hoch.
Danach führt die Runde weiter durch den wunderschönen Rosengarten und einen Teil des UBC (Universität British Columbia) Geländes, wo wir unter anderem das Originalskelett eines Blauwales bewundern, der 1987 von der Küste hierher gebracht wurde. Nach gesamt 5 Stunden spazieren gehen sind wir alle ein wenig müde und genießen den gemeinsamen Abend.

Immer so schön grün

Immer so schön grün

Mt Hood

Mt Hood

Wir sind bereits im Bundesstaat Washington

Wir sind bereits im Bundesstaat Washington

Über die müssen wir

Über die müssen wir

Immer schön sportlich

Immer schön sportlich

Da ist der Leuchtturm

Da ist der Leuchtturm

Uhh, da spritzts aber

Uhh, da spritzts aber

die Skyline von Vancouver

die Skyline von Vancouver

Ebbe am Spanish Banks Strand

Ebbe am Spanish Banks Strand

Mir steht das Wasser zum Glück nur bis zu den Knien

Mir steht das Wasser zum Glück nur bis zu den Knien

Wer kann es besser

Wer kann es besser

Die Totem beim Völkerkundemuseum

Die Totem beim Völkerkundemuseum

Sehr beeindruckend

Sehr beeindruckend

Und das alles aus Holz geschnitzt

Und das alles aus Holz geschnitzt

Im Rosengarten der UBC

Im Rosengarten der UBC

Die Farbe der beiden Rosen passt perfekt zusammen

Die Farbe der beiden Rosen passt perfekt zusammen

Nicht so steif, sie stechen schon nicht

Nicht so steif, sie stechen schon nicht

Das Skelett des Blauwales wurde 1987 vom Strand hierher gebracht

Das Skelett des Blauwales wurde 1987 vom Strand hierher gebracht

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Dieses mal soll uns unserer Reise ca. 7 Monate durch und um Australien führen. Danach verschiffen wir das Gespann nach San Franzisco wo es dann über Kalifornien nach Canada u Alaska weiter geht.
Details:
Aufbruch: 29.09.2014
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: 29.09.2015
Reiseziele: Australien
Fidschi
Vereinigte Staaten
Kanada
Der Autor
 
Arno und Margit Darnhofer berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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