USA-Reisebericht :Fernweh!!!!! USA und Costa Rica....wir kommen!

License to chill

Sonnenaufgang an der Grenze von Zivilisation zur Wüste

Sonnenaufgang an der Grenze von Zivilisation zur Wüste

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Eine Insel  mit 2 Bergen ( Ute, jetzt du...Du bist da doch Textsicher! )...
eines steht fest, da sind wir uns jetzt schon sehr sicher, es gibt nicht viel entspannenderes als diese Zugfahrt!
Wir sind jetzt seit knapp 24 Stunden im Zug, wir pendeln zwischen unserer miniminimini Suit, dem Panoramawagen mit dem Glasdach und dem Speisewagen,  es gibt kein TV ( geschweige denn Internet) und der Blutdruck befindet sich irgendwo im unteren  2 stelligen Bereich.
Gestern am Bahnhof New Orleans angekommen, durften wir in der VIP Lounge aufs Borden warten..wenn wir nicht schon so spät gewesen wären, hätte es dort auch ein kleines Frühstück gegeben, aber wir hatten vorher ein Großes im Hotel....
An Bord wurden wir von unserer Zugadesse ( oder wie ist korrekte Berufsbezeichung?) begrüsst und zu unserem Abteil 007 im ersten Waggon gebracht. Wir sahen unsere miniminimini Suit und mussten erst einmal lachen.....2 sich gegenüberstehende bequeme Sofastühle mit einem Klapptisch in der Mitte. Die Seite zur Außenwelt komplett verglast, die andere Seite mit Gardinen zur Zuginnenwelt sichtgeschützt. 2 Flaschen Wasser, ein bissi Infomaterial, 2 Kleiderbügel und für jeden ein Kissen.  Minimalistisch chillen.
Nach kurzer Zeit kam eine Durchsage von unserer Zugadesse ...Das erste und wichtigste was wir beachten und wissen müssen : NIE BARFUß IM ZUG LAUFEN !!!
Im Zug gibt es viele bewegliche Teile und mit denen kann man sich leicht den einen oder anderen  Zeh abreissen. Das macht sauerei und tut weh, sie will wahrscheinlich nicht die Sauerei und der Fahrgast nicht den Schmerz!
Die Warnung sass und wir überlegten sogar nachts die Schuhe im Bett anzulassen, dass wir im Falle einer Notbremsung nicht auch noch einen Zeh verlieren.

Abfahrt pünktlichst um 8.59h.
Nach einer Stunde kam ein Kellner vorbei und fragte, wann wir im Speisewagen Lunchen und Dinnern möchten. Dann kam keine weitere Störung, nur noch Fenster gucken und die mehr oder weniger belebten Städte und Dörfer auf dem Weg gen Westem anschauen.
Die ersten 363 Meilen kannten wir schon von unserer Fahrt mit dem Auto.  Schriever-New Iberia- Lafayette-Lake Charles-Beaumont- Houston....9 Stunden für etwa 450 km.....nicht gerade ein ICE oder AVE, aber wir haben ja Zeit.
Während wir very läggaaaa dinnierten hat Lisa unsere 2 Sofasessel zu einem Einzelbett um- gebaut und darüber eine Stockbett aus der Wand gezaubert. Da Thorsten durch  Bundeswehr und Sabine Stockbetterprobt ist, hat er sich Gentleman like angeboten oben zu schlafen.
Beide Betten waren erstaunlicherweise richtig bequem

In unserem Abteil ist Platz für etwa 20 Reisende, wir sind nicht voll, aber jemand hat unserer - jetzt etwas zickigen - Lisa wohl nicht zugehört und seinen abgerissenen Zeh ins sehr empfindliche Toilettensystem geschmissen, dieses funktioniert nicht mehr! Ob es nun ein Zeh war oder nur etwas anderes wissen wir letztendlich nicht, aber die Verstopfung des einen Klos führte dazu, das alle 3 Klos in unserem Waggon nicht funktionierten. Bei unserem für 2 Stunden in San Antonio angeplanten Stopp wurden sämtliche Körperteile und andere sperrige Dinge aus der Kloanlage abgesaugt.
Leider ohne Erfolg!!!! So wies uns unsere nicht nur zickige-sonder mittlerweile auch müde- Lisa darauf hin, das bereits ein neuer Waggon bestellt wäre und wir entweder nachts oder am nächsten Morgen umziehen könnten. Es gab 2 Optionen : Entweder eine Nacht ohne Klo in unserem aktuellen Waggon oder eine Nacht im neuen Waggon mit Klo, aber ohne Strom, aber dafür mit viel Andockgeräuschen.

Wir sind im alten Waggon geblieben, es war nicht unbedingt leise, aber wir haben gut geschlafen.
Pünktlich zum Sonnenaufgang haben wir die Grenze von Zivilisation  zur Wüste erreicht und Katja konnte vor lauter gucken nicht  mehr schlafen. Was für ein tolles Lichterschaupiel!!
Leider hat Thorsten- der alte Krieger und Bruder -  so gut geschlafen, dass er das alles verschlafen hat, aber es gibt tolle Fotos( wie ihr evtl. heute seht)

Beim Frühstückten haben wir wieder interessante Amerikaner kennengelernt. Farmer und Winzer aus Kalifornien.
Je nach dem wo uns der Wind hinträgt, werden wir die beiden evtl. In Paso Roble, zwischen LA und San Francisco besuchen. Auch wenn dies so gar nicht unsere Richtung ist, aber sie haben uns neugierig gemacht. Auf sich und auf deren Leben. Visitenkarten sind ausgetauscht, just in case!
Wir haben schon so einpaar nette Bekanntschaften gemacht. Interessante Menschen!
Eine junge Frau aus Belgien, ihr Mann arbeitet hier, sie hat keine Arbeitserlaubnis, deswegen reist sie. Ein junger Berliner, Schule fertig.....Reisen!
Ein amerikanisches Paar, welches von New Orleans nach LA umzieht, weil es dort ein Altenheim  für 6 Personen eröffnet.....
Interessante Menschen und interessante Fragen dieser Menschen:
--Wie heisst Kroatien jetzt?! Ist das jetzt nicht auch Deutschland?
-- Ihr seit Deutsche und wohnt in Spanien? Dann sprecht ihr ja spanisch, englisch  und Deutschland, awesome!
( ohne zu wissen, wo wir in Spanien wohnen kam die folgende Frage auf)
-- Wohnen bei euch nur Franzosen oder auch Ausländer? Antwort: Nein, bei uns in Spanien  wohnen  Spanier, Franzosen wohnen in Frankreich!
 Reaktion Amerikanerin: Interessant!!!

Stopp in Alpine....ein kurzer Stopp, wir können wir die Raucher beobachten,  wie sie dankbar die 90 Sekunden sinnvoll nutzen.
Wie wir eben erfahren haben, wurde beim letzten Stopp im nirgendwo jemand polizeilich aus dem Zug entfernt, er hatte im Zug GERAUCHT!!!!

Wir waren überrascht wie kalt es hier noch ist, könnte allerdings daran liegen, dass wir ziemlich oben auf einem Berg sind. Aber an der Westküste sollen 26 Grad sein....in 2 Stunden erreichen  wir El Paso, direkt an der Grenze zu Mexiko. Dort müsste es schon warm sein.

Wie Euch wahrscheinlich schon aufgefallen ist, haken wir unsere Berichterstattung  unterwegs ins Tablet, manchmal an den unbequemsten Orten oder während einer holprigen Zugfahrt.  Wenn wir dann mal wieder online gehen können, wird das Dokument schnell bei umdiewelt  eingefügt.
Daher kommt auch die neue Rechtschteibreform und andere lustige Hauer zustande. Wir wollten dies nur mal kurz klar stellen, nicht das es heisst, wir stehen unter Einfluss von mexikanischen Drogen oder kalifornischen Wein!

Bis bald
Die gechillten Chiller aus der Chillout Suit

Unsere neuen  Zug -Kumpels

Unsere neuen Zug -Kumpels

Quasi ein Panorama Bier!

Quasi ein Panorama Bier!

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nachdem wir ein Jahr (freiwillig) ausgesetzt haben, gehen wir 2018 wieder auf Reisen. 9 Wochen weg. Endlich wieder weg. Nach einem harten Jahr mit viel Staub, neuen Aufgaben und Erlebnissen sind wir wieder infiziert, quasi Rückfällig geworden. Das Fieber ist wieder ausgebrochen. Im Januar geht es nach USA, knapp 4 Wochen. Danach nochmal knapp 4 Wochen Costa Rica. Einiges haben wir vorab geplant, hauptsächlich in den USA, vieles wird spontan entschieden...was Costa Rica betrifft!
Details:
Aufbruch: 08.01.2018
Dauer: 9 Wochen
Heimkehr: 13.03.2018
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Katja und Thorsten Jäger und Wald berichtet seit 30 Monaten auf umdiewelt.
Bild des Autors
Katja und Thorsten über sich:
Wir sind Katja ( 42) und Thorsten (45) und Resien gerne um die Welt.
Seit 17 Jahren ist kein Fleckchen auf dieser Welt vor uns sicher....Meistens zieht es uns nach Mittel und Südamerika. Aber auch die Nordamerikaner waren nicht sicher vor uns.
Immer wieder zieht es uns nach Costa Rica und Panama und auch die USA.
Meistens sind wir als backpacker unterwegs....back to the roots.
Unsere schönsten Reisen waren bisher
199 Tage und 32.000km auf unserer Africa Twin durch die USA
10 Wochen durch Argentinen, Paraguay, Uruguay, Costa Rica und Panama
5 Wochen Peru, Galapagos Inseln und Equador
Unsere Schiffsfahrt von Barcelona nach New Orleans und dann per Rucksack hoch nach New York
Aber alle anderen Reisen waren atmenberaubend und unvergesslich!