USA-Reisebericht :Fernweh!!!!! USA und Costa Rica....wir kommen!

Kopfkino

Kopfkino

Mannomann, war das heute ein stressiger Tag!!!
Diesmal hatte Google Maps recht und wir sind knappe 4 Stunden bis nach Puerto Jiminez gefahren. Als wir zwischendurch eine Pinkelpause einlegen mussten, traf uns fast der Schlag- 2 mal!
Was für eine Hitze und was für Geräusche! Es verschlägt nicht viele Touris hier her, das merkt man an der Tierwelt. Für uns ist es mit einer der schönsten Stellen in Costa Rica. Ein grosser Teil des Zipfels hier unten ist Naturschutzgebiet, es gibt nicht vieke geteerte Strassen, aber 4 verschiedene Affenarten, Unmengen an buntem Vogelvieh und auf der Erde kriecht und hüpft auch so einiges rum!!

Wie auch schon vor 2 Jahren sind wir in Puerto J in den Dschungel Light eingezogen.
Eigentlich gehen wir nicht unbedingt 2 mal in das selbe Hotel. Aber dieses hier ist außergewöhnlich.

Es gibt Kapuzineräffchen, Papageien, andere Vögel, Schmetterlinge, bunte Krebse und ein Krokodil. Und das nicht im Käfig, sondern alles vor unserer Haustür.
Zugegeben, das mit dem Krokodil wissen wie erst seit heute, gesehen haben wir es auch noch nicht, aber cool ist das trotzdem.
Ein Krokodil schläft 10 Meter von unserer Veranda entfernt.

Als wir heuer Mittag in unserem Pool rum gepaddelt sind, kamen ca. 20 Affen vorbei.
Leider waren sie nur auf der Durchreise, aber es ist schon toll anzusehen wenn sie von Ast zu Ast hangeln.
Gestern haben wir eine geführte Kajak Tour gemacht. Wie sind mit einem lustigen Tico in eine Fluss paralell zum Meer gefahren, haben viele Infos über Flora und Fauna erhalten und hatten viel Spass.

Als wir in der Flusseinfahrt waren,  bekamen wir die Info, das das Wasser hier 50/50 Salz und Süßwasser ist und das die Krokodile diese Mischung besonders lieben.

Ein ziemlich unangebrachte Info, wenn wir an die fetten Krokodile im Fluss gestern zurück denken.
Anstatt Krokodilen haben wir zum Glück nur Brüllaffen darum meckern hören, mini Fledermäuse am Baum kleben gesehen und einige Vögel beobachtet.

Keine Ahnung, welche Namen die Vögel und Gewächse alle hatten, geschweige denn, ob uns unser Guide Märchen erzählt hat, Spass hatten wir auf jeden Fall.
Irgendwann während der Flussfahrt durfte wir wählen, ob wir tiefer in den Fluss rein fahren möchten oder ob wir den Sonnenuntergang vom Meer aus sehen mochten.

Wir entschieden uns für mehr Fluss und sind somit durch sehr enge Passagen des Mangrovenwaldes gepaddelt. Eng nicht nur an den Seiten, sondern auch nach oben. In der Einfahrt in den Fluss haben wir Limbo gepaddelt und bei der Ausfahrt noch mehr, da wir Flut hatten.
Thorstens Brustkorb war leider etwas zu weit oben, so dass er einen Ast streifte. Und schwupp die wupp hatte sein  T -Shirt ein Belüftungsloch mehr!!!!
Alles besser, als das einer der bunten Krebse bei der Kajaklimbo-Aktion vom Ast ins Kajak fiel.
Auf dem Rückweg wurde es langsam dunkel und wir hielten an einem Srandabschnitt, der von unserem Dorf abgewandt war. Die Zeit bis es richtig dunkel war versüsste uns unser Guide mit einer Ananas und eiskaltem Wasser. Und dann passierte etwas magisches....im Wassertauchten eine Art Glühwürmchen auf.
Er erklärte uns, da dies fluoreszierendes Plankton sei.
Leider sind die Bilder nix geworden, es sah wie von einer anderen Welt aus.
Wir sind im dunklen noch ein bissi mit Plankton und Co geschwommen, bis es hiess: Heimfahrt im offenen Meer!  Unsere beiden Kajaks wurden  mit blinklichtern ausgestattet, damit wir uns  nicht verlieren

Für heute morgen hatten wir eignetlich geplant in oder besser auf einem Britschenwagen zu einem anderem Strand und einem Wasserfall zu fahren, aber irgednwie war die Uhrzeit nicht unsere. Der Wecker klingelte um 5 Uhr, Abfahrt 6Uhr.
Der Wecker klingelte zwar, das hiess aber nicht,  dass wir aufgestanden sind. Wir lagen noch bis weit nach 8 Uhr in unserem Dschungelhaus und haben im Dämmerschlaf der Wildnis gelauscht. Die 30 Grad heute haben wir dann mit wenig Bewegung im Pool, im Meer und im relativ Bett rum bekommen.

Abends hatten wir ein lustiges Zusammensitzen mit dem Chef von unserem Hotel. Als er hörte, das wir zum 2 mal bei ihm sind, lud er uns auf ein paar Biere und das ein oder andere Gläschen Wein ein.
Er wollte gerne wissen,  warum wir wieder gekommen sind und was uns nicht so gefällt.
Eigentlich hat er uns auch noch die letzte Nacht in das grosse Dschungelhaus eingeladen,  welches früher sein Wohnhaus war, aber da waren wir irgendwie zu faul zu !!!!
 Nach einer verdammt leckeren Pizza fallen wir jetzt in das Reich der Träume und werden  morgen bestimmt traurig sein, wenn wir unseren Dschungellight wieder verlassen müssen.
Wir wissen eigentlich noch üüüüüberhaupt nicht, wohin die Reise morgen geht.
 
In diesem Sinne...gute Nacht

Zeitsprung.....Mittwoch, fast 12h mittags.
Unser morgen begann überraschend früh, da wir um kurz vor 6 Uhr ein herrliches Affentheater am Haus hatten.
Auf dem Weg wieder hoch in den Norden war unsere Strasse 2 mal voll gesperrt. Schon blöd, wenn die einzige Strasse in die Zivilisation durch zuviel Regenwasser abstürzt.

Aber die Wartezeiten haben sich in Grenzen gehalten und so waren wir schon recht früh in Domenical. Da wir morgen ins Landesinnere wollen, ist dies unser nördlichster Punkt für heute.
Und genau an diesem nördlichsten Punkt hätten wir fast kein Zimmer bekommen.
Domenical ist ganz klein, ist nur eine Staubstrasse und ist sehr spitituell ))))

Wir sind jetzt das 3 mal hier und haben 2 mal nicht hier geschlafen. Als wir das alleralleralller erste mal hier waren, sind wir aus dem Bus ausgestiegen, haben uns angeguckt und sind in den nächsten Bus wieder ein gestrigen.
Das letzte mal wollten wir hier schlafen, weil es so ein  cooooler Ort sein soll, da durften wir nicht. Es war kein Zimmer frei, weil ein spirituelles Jogatreffen hier war.
Und genau dieses Treffen ist jetzt am Wochenende wieder und es strömen sehr lustige Menschenmassen hier her.

Der Ort hat ein super Hotel, welches nur 8 Zimmer hat und natürlich ausgebucht ist. Und schätzungsweise 15 andere Unterkünfte, die weder den Namen Hotel noch Hostal verdienen.

Wir nennen das Dach über unserem Kopf -wo wir jetzt für eine Nacht wohnen liebevoll und völligst wertungsfrei Villa Kunterbunt!!!!

Hier etwas Nahrung für euer Kopfkino....Einer von Katjas Bruchbuden Besichtigungen ist dabei besonders erwähnenswert.
Katja fragt: habt ihr für heute Nacht ein Zimmer frei, 2 Personen, privates Bad?
Tico, jung,  unschuldig: ja, kostet pro Person  10Euro
Katja: Neee,  nicht im Schlafsaal, privates Zimmer, privates Bad!!!
Tico,jung, verunsichert: ist Privat
Katja: cooool,  kann ich das mal sehen?
Tico, jung, noch verunsicherter: ja.....ähm, die sehen aber nicht alle SO aus.

Katja, etwas ratlos: HÄÄ...wie SO?     .... guckt in das " Zimmer" rein....Und fragt vorsichtshalber noch mal nach: äääh, was ist das jetzt?
Tico, jung, die personalisierte Verunsicherung: DAS ZIMMER?!!?

Das Zimmer : ein Doppelbett mit durchhängender Matratze, die wahrscheinlich nur noch durch die Bettkäfer etwas in Form bleibt.
An diesem Bett rechts die Wand. Unten am Fussteil der Durchbruch zum Bad, das Katja sich schon wegen der Hepatitis Gefahr nicht angeguckt hat.
Um in dieses Bad rein zu kommen hätte man ganz geschickt am Bettkäferbunker vorbei balancieren müssen, da auch links daneben kaum Platz war.
Zwischenfrage: Wie kommt das Bett DA REIN?
Wurde das erst aufgebaut und dann die Mauern hochgezogen?

 Der DIN 4 grosse Röhren TV hing in einem atemberaubenden Neigungswinkel mit Seilen und Kordeln befestigt über dem Bett. (Wenn diese Konstruktion sich nachts löst, hast du keine Kniescheiben mehr.)
Katja hat versucht eine diplomatische Ausrede zu finden....UNMÖGLICH

Die weiteren Unterkünfte waren ebenfalls unglaublich oder ausgebucht.
Bis unsere Villa Kunderbunt. Diese hat den Check von Katja aber auch nur bestanden, weil der Teufel auch in der Not fliegen fressen würde.
Unsere Alternative wäre gewesen, dass wir heute schon vom Strand wegfahren. Und so, gibt es heute " Fliege" für uns.
Naja, wahrscheinlich eher Mücke...aber wir haben in den letzten 2 Tagen schon eine komplette Dose Mückenspray weggesprüht,  schlimmer kann es nicht werden.

Licht aus, Kopfkino wieder an....
Wir haben ein 3er Stockbett. Das heisst, unten haben wir ein Doppelbett und oben ist noch mal ein einzelnes montiert. So was gibt's bestimmt zu kaufen, dieses ist selbst gebaut.

An der Decke hängt ein rostiger Ventilator, in der Ecke steht ein Tubinenventillator- der sieht aus, als wäre er das Triebwerk einer Chesna.
Ein Hängematten-Stuhl baumelt in der anderen freien Ecke.
Das nicht ganz so luxuriöse Bad wird mit einem Vorhang vom Rest des Raumes abgetrennt.
Links im Bad ist die blau-rot bemalte Duschecke, mittig ist ein schiefes Waschbecken mit schiefem Wasserhahn und rechts ist ein Klo. Also, so ein richtiges, kein Plumpsklo.

Die Wand im zimmer ist neu angemalt, in der oberen Hälfte ist eine Art Holz Gartenzaun, damit wahrscheinlich keine Pumas rein-oder Gäste raus springen.
Die komplett lesbische Herbergsfamilie hat sich echt Mühe gegeben, es ist auch alles irgendwie sauber.....aber allesaber alles halt nur so "irgendwie".

Das Zimmer ist ziemich dunkel....das ist wahrscheinlich besser so. Heute Nacht werden wir das erste mal auf unserem eigenen Notfall Betttuch schlafen. Wie wissen nicht, welcher Impfstoff hier genau greifen würde 

Momentan  sitzen wir im Garten, der bestimmt mal ganz toll war, damals.
Der Tisch an dem ich sitze hat eine kleine Bong in der Mitte stehen, ich gucke in den Gemeinschaftsschlafsaal  rein und denke mir, hier wurde bestimmt schon mal eine Szene für einen chinesischen Frauenknast Film gedreht.

Klo und Dusche sind hier ebenfalls mit einem Tuch abgetrennt. Da dieses Tuch wahrscheinlich nicht schalldicht ist, möchte ich hoffen, dass keiner von den "Insassen" dieses Dorms Magen/Darm Probleme hat. OMG
Das lustige ist, die Gäste in dieser Villa Kunterbunt sehen eigentlich alle soweit normal aus.
Anders als die  Freaks (aber harmlose Freaks!) auf der Straße.....Viele Männer haben Lederlappen um die Füsse gebunden, anstatt Schuhe. Tragen ärmellos, aber mit Kaputze.
Die Frau von heute trägt viel Batik oder Netz oder beides gemischt. Wichtig ist die Flöte oder die Gitarre oder für die  nicht so musikalischen :bunte Hullahup-Reifen und/oder Jonglierzeug.
Wir wissen noch gar nicht, was wir nachher mitschleppen, damit wir nicht noch mehr auffallen?!?!
Auf jedenfall Alkohol in ungesunden Mengen,  dann wird die Freakshow doppelt lustig.
Jetzt holen wir erst mal unsere Wäsche aus der Reinigung, die Klamotten haben total nach Affenpippi gerochen. (Oder nach 48 Stunden  immer noch nicht getrocknet.....beides nicht der Verkaufsschlager für Douglas.)

Hiermit endet das Kopfkino vorerst!
Bis morgen...
Die bei der Freakshow mitten drin sind, nicht nur dabei!
FOTOS WERDEN NACHGEREICHT, INTERNET IST VERY LANGSAM

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nachdem wir ein Jahr (freiwillig) ausgesetzt haben, gehen wir 2018 wieder auf Reisen. 9 Wochen weg. Endlich wieder weg. Nach einem harten Jahr mit viel Staub, neuen Aufgaben und Erlebnissen sind wir wieder infiziert, quasi Rückfällig geworden. Das Fieber ist wieder ausgebrochen. Im Januar geht es nach USA, knapp 4 Wochen. Danach nochmal knapp 4 Wochen Costa Rica. Einiges haben wir vorab geplant, hauptsächlich in den USA, vieles wird spontan entschieden...was Costa Rica betrifft!
Details:
Aufbruch: 08.01.2018
Dauer: 9 Wochen
Heimkehr: 13.03.2018
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Katja und Thorsten Jäger und Wald berichtet seit 30 Monaten auf umdiewelt.
Bild des Autors
Katja und Thorsten über sich:
Wir sind Katja ( 42) und Thorsten (45) und Resien gerne um die Welt.
Seit 17 Jahren ist kein Fleckchen auf dieser Welt vor uns sicher....Meistens zieht es uns nach Mittel und Südamerika. Aber auch die Nordamerikaner waren nicht sicher vor uns.
Immer wieder zieht es uns nach Costa Rica und Panama und auch die USA.
Meistens sind wir als backpacker unterwegs....back to the roots.
Unsere schönsten Reisen waren bisher
199 Tage und 32.000km auf unserer Africa Twin durch die USA
10 Wochen durch Argentinen, Paraguay, Uruguay, Costa Rica und Panama
5 Wochen Peru, Galapagos Inseln und Equador
Unsere Schiffsfahrt von Barcelona nach New Orleans und dann per Rucksack hoch nach New York
Aber alle anderen Reisen waren atmenberaubend und unvergesslich!