USA-Reisebericht :Fernweh!!!!! USA und Costa Rica....wir kommen!

Nachtrag

Hier noch die Dusche, der Kühlschrank und unser Bad Deluxe von der Villa Kunterbunt

Hier noch die Dusche, der Kühlschrank und unser Bad Deluxe von der Villa Kunterbunt

Am Vulkan Irazu

Am Vulkan Irazu

Am Vulkan war die Luft so dünn, dass man schon mal abhebt.
Auf dem Schild bitte unten rechts den Hinweis bitte stets ernst nehmen.

Am Vulkan war die Luft so dünn, dass man schon mal abhebt.
Auf dem Schild bitte unten rechts den Hinweis bitte stets ernst nehmen.

Stand,Vulkan und 100 Prozent Luftfeuchtigekeit

Jaja, wir waren etwas schreibfaul die letzten Tage.....nicht das ihr denkt, wir haben die Nacht in der Villa Kunterbunt nicht überstanden.
Im Gegenteil, wir haben total gut geschlafen.
Keine Tiere oder nächtlichen Besucher. Wir waren selbst überrascht. Denn der Abend endete ja nicht mit dem letzten Bericht.
Er ging weiter mit einer lustigen Dusche. Das sie kalt war, war nicht das schlimmste.

Wir hatten ja um die 25 Grad. Etwas dümmer war, dass genau 8 Wasserstrahlen aus dem nicht ganz kalkfreien Duschkopf kamen. Dies machte das (langhaar) Haarewaschen absolut unmöglich. Klarer Vorteil für Thorsten!!!!
Nach der schnell erledigten Dusche sind wir noch ein bisschen durch den Ort gezogen und in einer Bar hängen geblieben. Leider waren absolut Null Freaks unterwegs. Die hat es wahrscheinlich alle in ihre Hostels gezogen.

Am darauf folgenden Tag sind wir morgens nach leckeren Reis mit Bohnen ins Landesinnere gefahren. Es wurde kälter und kälter, je mehr wir uns die Berge hoch schraubten. Bei 3400 Meter haben wir erst mal die Fleece Pullis gaaaaanz hinten aus dem Kofferraum raus gefischt.
Über Catargo und Paraiso sind wir in das Orosi Tal gefahren und haben dort 2 Nächte in dem Ferienhaus von 2 Deutschen gewohnt. Deutscher Standart, zu Deutschen Preisen!!!!

Für Samstag hatten wir einiges auf dem Plan. Morgens früh sind wir zum Vulkan Irazu aufgebrochen. Der Vulkan ist noch aktiv, daher wackelt die Erde im Orosi Tal täglich um die 3 auf der Richterskala.
Als wir gegen 9 Uhr am Hauptkrater auf 3300 m ankamen, hatten wir das schönste Wetter und den Vulkan fast für uns alleine.

Die Luft war total klar da oben, es viel uns etwas schwer zu atmen. Aber sehr viel anstrengen wollten wir uns eh nicht.
Als wir wieder so langsam auf dem Weg in wärmere Gefilde waren, fiel uns ein Traveler Pärchen auf, welches wir schon am Krater gesehen hatten.
Die beiden ( etwas jünger als wir) standen mit ihrem ca. 1 Jahr alten Baby am Strassenrand und suchten eine Mitfahrgelegenheit nach Catargo.

Haben die 2 und halb eingeladen und uns nett 27 Km bergab unterhalten. Sie sind aus Sofia und Reisen 4 Monate. Den ersten Monat waren sie an der Karibikseite von Costa Rica. 4 Wochen jeden Tag Regen,  viele Mücken, das Kinde hatte Dengue Fieber! Alles was man halt so braucht, wenn man so lange unterwegs ist

Sie waren vorher in Panama, demnächst geht es nach Mexiko und Anfang April dann wieder heim. Wir haben vorsorglich mal Adressen ausgetauscht, da sie lustig drauf waren.
Nach einer schnellen Verabschiedung in der rushhour vin Catargo haben wir unsere Kultur Tour fortgesetzt und sind zu einer Ruine gefahren. Da der Reiseführer zu weit weg liegt, weiss ich leider nicht mehr, was oder wo die genau waren.

Aber das Schild mit den Verboten am Eingang ist uns in Erinnerung geblieben!
Weiter ging es durch das schöne und kühle Orosi Tal. Überall Obst Plantagen,  Kaffesträucher und die dazu gehörenden und erntende Bauern. 
Wir haben bei einem Künstler schöne Holzmasken aus der Wurzel des Kaffestrauches bestaunt und wollten gerne eine kaufen, aber der Geldautomat im nächsten Dorf war noch nicht ganz fertig gebaut ( eigentlich existierte nur die Metallhülle dafür ), so konnten wir keine Nachschub holen und die Maske bleibt in Costa Rica. Seeeehhhrr schade.

Gegen Nachmittag haben wir unsere Tour mit Freilandhähnchen im Bierteig und Pommes beendet. Bevor wir kurz vor dem Erfrieren waren, hat Thorsten sich noch ganz interessiert in einem völlig unscheinbaren Laden eine Kaffeeröstmaschine angeschaut. Als der Besitzer das sah  hat er uns voll motiviert und mit Leidenschaft den Weg der Bohne vom Feld in die Kaffeetasse erklärt. Er selbst röstet 8 verschiedene Kaffees, alle aus der Gegend.
Nach so viel Theorie musste Thorsten auch den Praxistest machen. Natürlich nicht einfach Kaffe bestellt und gemacht.
Der nette Inhaber rumpelte und wurstelte irgendwo rum, nach einer Weile kam er mit diesem typischen Kaffeefilter-Strumpf im Holzgestell, einem leeren Glas und einer kleinen silbernen Kanne zurück.
In dieser Kanne, so seine Erklärung,  war 92 Grad heisse Wasser mit dem Kaffeepulver vermischt. Als sich das Pulver etwas Absetzte, goss er die Flüssigkeit in den Strumpf und tataaaaaaa, schon kam Thorstens super Kaffee heraus. Während dieser Kaffeezelebrierung durfte Katja 4 verschiedene, natürlich hausgemachten und natürlich mit Kaffeegeschmack versetzte Frucht Marmeladen probieren.
(Am aller besten war Orange mit Kaffee.)

Da nach den ganzen  Marmeladen probiere Katjas Mund ziemlich zusammen klebte, hat sie sich schnell noch einen Eiskaffee zum entkleben bestellt.
Wobei " schnell" nur die Bestellung war, die Zubereitung wurde wieder erklärt und zelebriert.
Das vertraute gerumpel und gepumpel in weiter Ferne und kaum 200 Augenblicke später kam der Maestro mit einem grossen Glas mit Kaffee Eiswürfeln, einem Milchkännchen und eine  Cocktailmixer in der Hand zu unserem Tisch(chen).

Da der Kaffee noch 92 Grad hatte und dies dann ja eher ein heiss Kaffee als ein Eis Kaffe ist, wurde der Kaffee im Tom Cruise Style geshaked. Super!!!
Haben uns eine Visitenkarte mitgeben lassen und eine 5 Sterne Bewertung bei Tripadvisor hinterlegt.  Das war die insgesamt 6 Bewertung für den älteren Herren und seinen kultigen Laden.

Im Hotel angekommen fragten wir mal nach, wie kalt es eigentlich wäre...15 Grad?
Knapp daneben, 24!!! Mannomann,  sind wir Weicheier.

Für den heutigen letzten Tag im Landesinneren hatten wir uns den besuch eines weiteren Nationalparkes ausgesucht.

Für 8 Km Fahrt auf der Schotterpiste haben wir über 20 Minuten  gebraucht, aber dann waren wir auch so ziemlich die einzigen dort.
Der Park ist relativ unerschlossen, es gibt viele Vögel und andere Fliegtiere, einen grossen Fluss, ein paar Wasserfälle, je nach Höhe bis zu 100 % Luftfeuchtigkeit und es gibt nur 3 Wanderwege. Also eigentlich nur 3, jetzt gibt es 4!

Der erste Wanderweg war ziemlich unspektakulär, am Ende gab es eine tolle Aussicht auf eine Wasserfall.
Der 2. Wanderweg war schon schöner, durch den Dschungel, über vermooste Brücken, immer neben grossen Fluss. Der Weg endete schliesslich auch am Fluss, mit Blick hoch zum Wasserfall und so entstand dann der neue 4. (Rück) Weg .....nicht durch den Dschungel, durch den Fluss!
Ja also, man wächst mit seinen Aufgaben.
Keine Ahnung wie viel Tieraugen auf uns gerichtet waren, als wir über Stock und Stein gekrabbelt sind, wie wir ratlos vor dem Problem " riesen Stein mit Moos oder Stromschnelle" standen, aber es war lustig.
Irgendwann kamen wir irgendwo wieder raus und der nächste Wanderweg  wartete auf uns.

Ob wir auch auf ihn warteten, wussten wir nicht so genau. In der Beschreibung stand auf deutsch: Schwieriger und steiler  Weg, nehmen sie genug Wasser mit und denken sie an gute SCHUHE!!!
Katjas heutiges Dschungeloutfit bestand aus luftig lockerem Trägertop, lässigen Jeans Minirock und Wanderschschlappen. Thorsten wählte ein T-Shirt, kurze Hosen und ebenfalls die luftig lockeren Wanderschlappen mit ausgeleiertem Klettverschluss.
Nicht das was die anderen, mittlerweile eingetroffenen Vogelbeobachter und  Hard Core Wanderer erwarteten!?!?!

Egal, anstatt Wasser hatten wir genug Eistee und gute Laune dabei. Also, so schlimm kann es schon nicht werden.
DOCH

Laut Zeichnung auf dem Plan ( den wir dann leider im Auto vergessen hatten), steigt der Weg sachte an, wird dann steiler bis irgendwo,  dann geht es oben ein bisschen gerade aus und dann wieder laaaaange Bergab.
Während wir liefen und liefen und liefen und schwitzten und schwitzten und schwitzten  fragten wir uns, ob wir den Rundweg von links nach rechts laufen oder anders rum.
Entweder erst seicht ansteigend und dann steil bergab oder anders herum.

Wir wissen es bis jetzt noch nicht. Wir sind durch verschiedene Vegetationen gelaufen, das Wasser tropfte den Moos bewachsenen Lianen herunter, wir haben uns an Wurzel  den Berg hoch gezogen und ständig auf die bekackte Gearde gehofft, nach der es dann endlich ( egal wie steil) wieder bergab gehen sollte. Sie kam und kam nicht.

Teilweise waren wir von allen Seiten mit Dschungel umgeben, wir haben nur grün gesehen und Matsch auf dem Boden. Erst haben wir noch versucht den Matsch elegant zu umspringen, später ging's nur noch einfach durch, egal!

Irgendwann sass ein riesen Vögel 2 Meter direkt über Katja. Thorsten folgte Katja und blieb kurz hinter ihr stehen, Katja deutet auf den Vogel über ihnen. Während Thorsten  noch nach dem Vogel suchte, sah Katja bereits, wie sich der ca. 1 Euro Stück grosse Anus des Vogels zu einem 5 Mark Stück grossen Anus auftat.

Wie aus einer geöffnete  Flasche ballerten Granatapfel Kerne in unsere Richtung. Wir hatten  Glück, der Streuwinkel war für uns postiv.

Das wäre es gewesen....bei 100 Prozent Luftfeuchtigkeit, schwitzend wie in der Sauna, Beschissen mit Granatapfel Exkrementen bergab laufen.....Urlaubsextremsportler, was willst du mehr?!?

Warum  man übrigens an *gute Schuhe denken* soll, hat sich mir während des laufens nicht so ganz erschlossen. Ich habe ständig an meine guten Schuhe gedacht, an die guten Flipflops, an die guten wildleder Highheels und und und. Aber wirklich geholfen hat es nicht
Evtl. Sollten die Autoren des Zettel schreiben: ziehen sie bitte wasserfeste Schuhe an die Füsse und einen Kackschutz auf dem Kopf.

Naja, irgendwann sind wir wieder aus der Grünen Hölle raus gekommen, haben uns und unsere dreckigen Klamotten  etwas gesäubert und sind so nach Escazu aufgebrochen.
Ein schicker Vorort von San Jose, der Hauptstadt. Da es mittlerweile schon 16 Uhr war und wir nicht wussten, ob und wo wir ein Hotel, sind wir in eine Mall gefahren, da es dort meistens hotspots gibt.
Das erste mal hatten diesmal die einheimischen Bedenken, dass sie ausgeraubt werden. Nicht die beiden einzigen Touristen!!!!
Aus dem Urwald in die Mall. Wie in dem Film George aus dem Dschungel.
Das Handy Akku nur noch ganzen 8 Prozent, daher musste die Suche schnell gehen. Per booking.com schnell den Ort angegeben, das erste Hotel angeklickt, Preis gecheckt, gebucht, Weg Beschreibung angeguckt und Akku leer!!!!!!
Wir kamen im Dunkeln an und sahen nicht viel. Aber Volltreffer!
Eigentlich möchten wir nicht aus dem Hotel raus, aber wir wollen gleich unser Auto am Flughafen abgeben und dann per Bus zum neuen Hotel hier in San Jose fahren.
Denn morgen geht es für eine Woche nach Samara!!!!!!!

Bis bald
Die Granatapfel Fans

OMG, war das anstrengend.......unsere 4 Wanderwege

OMG, war das anstrengend.......unsere 4 Wanderwege

Aber schön war's auch

Aber schön war's auch

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nachdem wir ein Jahr (freiwillig) ausgesetzt haben, gehen wir 2018 wieder auf Reisen. 9 Wochen weg. Endlich wieder weg. Nach einem harten Jahr mit viel Staub, neuen Aufgaben und Erlebnissen sind wir wieder infiziert, quasi Rückfällig geworden. Das Fieber ist wieder ausgebrochen. Im Januar geht es nach USA, knapp 4 Wochen. Danach nochmal knapp 4 Wochen Costa Rica. Einiges haben wir vorab geplant, hauptsächlich in den USA, vieles wird spontan entschieden...was Costa Rica betrifft!
Details:
Aufbruch: 08.01.2018
Dauer: 9 Wochen
Heimkehr: 13.03.2018
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Katja und Thorsten Jäger und Wald berichtet seit 30 Monaten auf umdiewelt.
Bild des Autors
Katja und Thorsten über sich:
Wir sind Katja ( 42) und Thorsten (45) und Resien gerne um die Welt.
Seit 17 Jahren ist kein Fleckchen auf dieser Welt vor uns sicher....Meistens zieht es uns nach Mittel und Südamerika. Aber auch die Nordamerikaner waren nicht sicher vor uns.
Immer wieder zieht es uns nach Costa Rica und Panama und auch die USA.
Meistens sind wir als backpacker unterwegs....back to the roots.
Unsere schönsten Reisen waren bisher
199 Tage und 32.000km auf unserer Africa Twin durch die USA
10 Wochen durch Argentinen, Paraguay, Uruguay, Costa Rica und Panama
5 Wochen Peru, Galapagos Inseln und Equador
Unsere Schiffsfahrt von Barcelona nach New Orleans und dann per Rucksack hoch nach New York
Aber alle anderen Reisen waren atmenberaubend und unvergesslich!