Nochmals in den Westen der USA

Reisezeit: April / Mai 1997  |  von Inge Waehlisch Soltau

Death Valley und Las Vegas

Da wir im Death Valley wieder unbedingt in der Furnace Crrek Ranch übernachten wollten, hatten wir rechtzeitig ein Zimmer reserviert und erhielten - wunschgemäss das gleiche wie beim letzten Aufenthalt.

Der Eingang zur Furnace Creek Ranch

Der Eingang zur Furnace Creek Ranch

Furnace Creek Ranch

Furnace Creek Ranch

Furnace Crrek Ranch

Furnace Crrek Ranch

Das Death Valley wurde 1994 als Nationalpark ernannt und liegt in der Mojave-Wüste, grösstenteils im Bundesstaat Kalifornien, zu einem kleinen Teil auch in Nevada. Durch seine Lage gilt Death Valley als der trockenste und heisseste Nationalpark in USA. Das Death Valley mit 12.000 qkm Wildnis bietet leuchtende Sanddünen, schneebeckte Berge im Winter, vielfarbige verwitterte Felsformationen, wasserdurchflutete Canyons und Salzseen.
Vor etwa 3 Mio. Jahren brachen Kräfte im Erdinneren die Oberfläche in Blöcke und schufen so ein Berg- und Talmuster. Während der Eiszeit bildeten sich Seen im Bassin, wobei verschiedene Schlammschichten und grosse - heute noch sichtbare - Salzablagerungen entstanden.

Im Death Valley

Im Death Valley

Im Death Valley

Im Death Valley

Regen gibt es hier sehr selten, und dann verwandelt sich die Wüste an einigen Stellen, wo es genügend Vegetation gibt, in einen blühenden Garten, denn es gibt hier mehr als 900 verschiedene Pflanzenarten - angepasst an die Klimaverhältnisse. Hier gedeihen vor allem die typischen Wüstenpflanzen wie Kakteen, Agaven und Yuccas, aber auch Büsche und Gräser. Im Sommer kann es hier bis zu 56° C heiss werden. Jährlich kommen mehr als 12 Mio. Besucher hierher - auch im Sommer.
Es gibt einen ständig blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein und wegen der zwei hohen Gebirgsketten - der höchse Berg ist der 3368 m hohe Telescope Peak der Paramint Range - auch fast Windstille.
Ein Highway führt schnurgerade durch das ganze Tal. Er verläuft über die 1600 m hohen Gebirgskämme der Sierra Nevada bis zum tiefsten Punkt der Welt - dem Badwater mit -86 m unter Meereshöhe..

Mitten im Death Valley

Mitten im Death Valley

Die Strasse durch das Death Valley

Die Strasse durch das Death Valley

Bevor man zum Artist's Drive gelangt, kommt man an einer riesigen Fläche bedeckt mit scharfen Salzkristallen vorbei: Devil's Golf Course. Das Steinsalz wird durch Wind und Regen zu gezackten Türmen geformt.
Der Artist's Drive ist ein Rundkurs, den man mit dem Auto abfahren kann. Es lohnt sich aber auf jeden Fall auszusteigen, um die farbenprächige vulkanische Hügellandschaft von nahem anzuschauen. Dieser Teil wird auch als "Malerpalette" bezeichnet, denn nirgends im Death Valley leuchten die Felsen in so vielen Farben wie hier.
Der Zabrieki Point liegt im westlichen Teil des Death Valley und ist gut erreichbar vom Highway aus.

Artists' Drive

Artists' Drive

Am Zabrieski Point

Am Zabrieski Point

Blauer Himmel und im Hintergrund die Berge

Blauer Himmel und im Hintergrund die Berge

Ebenfalls gut mit dem Auto erreichbar ist Dantes View über eine lange, steile und kurvenreiche Strasse.. Einen schönen Aussichtspunkt über das Death Valley gibt es dort auf einer Anhöhe von 1669 m.
Von hier aus kann kam das Tal in seiner gesamten Länge sehen und gegenüber den 3368 m hohen Telescope Peak. Die Temperaturen hier oben sind um einiges niedriger als im Tal, aber es ist immer noch sehr warm.
Tief unten liegt die Salzpfanne von Badwater.
Wir stellten das Auto auf einem grossen Parkplatz ab und liefen von da noch ca. 300 m weiter bis fast an den Abgrund auf einem nicht befestigten Trampelpfad.
Jetzt kann man auch den südlichen Teil vom Death Valley sehen.

Dante's View

Dante's View

Dante's View

Dante's View

Dante's View

Dante's View

Der tiefste Punkt in Nordamerika ist mit 86 m unter Meeresspiegel das Badwater Basin - eine surreale Landschaft mit einem kleinen Salzsee umgeben von weissem Salz, der auch während der heissen Jahreszeit nicht austrocknet. Es können nur kleine insekten und verschiedene Algen in dieser Umgebung überleben.
Hier sind die Temperaturen im Tal am höchsten, es ist sogar der heisseste Punkt der USA.
Das wenige Wasser liegt unter einer zentimeterdicken Salzkruste und ist doppelt so salzig wie Meerwasser. Es speist sich aus einer sehr alten unterirdischen Wasserschicht, das Schmelzwasser der Eiszeit aus den mehreren hundert Meilen entfernten Bergen von Zentralnevada über den porösen Kalkstein hierher leitet.
Dieses Wasser ist ungeniessbar, daher der Name "bad water".

Badwater

Badwater

Dane's View

Dane's View

Las Vegas

Wir fuhren weiter nach Las Vegas. Da wir kein Hotel vorgebucht hatten, gestaltete sich die Suche etwas mühsam. Am Strip kann man quasi nicht parken, und bei den meisten Hotels gab es Valet-Parking. Man konnte nicht mal schnell reingehen, um nach einem Zimmer zu fragen, ohne dass das Auto sofort weggebracht wurde.
Beim "Circus Circus" erlaubte man uns dann doch, das Auto für kurze Zeit vor dem Eingang zu parken. Und wir hatten sogar das Glück, ein Superior Zimmer mit einem eigenen Whirlpool für den Preis eines Standardzimmers zu bekommen.
Wir parkten das Auto selbst in der Tiefgarage und richteten uns erstmal ein.
Wir liefen dann erstmal den Strip hinunter bis zum Mirage mit dem bekannten Wasserfall.
Ein bisschen Spielen muss sein - aber ich hatte leider nicht soviel Glück wie beim letzten Mal, als ich 50 $ beim Roulette gewonnen hatte....

Am Strip

Am Strip

Der Wasserfall beim Mirage - am Tage

Der Wasserfall beim Mirage - am Tage

Las Vegas ist eine der am schnellst wachsenden Städte der USA Die recht liberale Gesetzgebung von Nevada in bezug auf Glücksspiele war die Basis für die Gründung der Stadt, und das erste Hotel wurde 1941 eröffnet. Seit der Fertigstellung des Hoover-Staudamms im Jahr 1935 konnte Las Vegas auch über günstigen Strom verfügen In den 1950er Jahren begann sich die Stadt rasant auszudehnen. Es wurden neue Casinos eröffnet, wie z.B. das "Sahara" oder das "Sands".
Anfang der 1960er Jahre wurde Las Vegas auch zu einem Schauplatz für das Show Business - Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis Jr. traten hier regelmässig auf. Im Laufe der Jahre sind eigentlich mehr oder weniger alle Weltstars der Unterhaltungsbranche hier aufgetreten.
Inzwischen sind die "alten" Hotels neuen sog. "Themenhotels" mit grossen Shopping-Malls, Restaurants und Casinos gewichen. Diese riesigen Bauten haben Las Vegas total verändert und zur "Vergnügungshauptstadt der Welt" gemacht.

Der Wasserfall beim Mirage - am späten Abend

Der Wasserfall beim Mirage - am späten Abend

Ein Hotel neben dem anderen

Ein Hotel neben dem anderen

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ankunft in LA und Pasadena, Santa Monica und Laguna Beach - Joshua Tree NP - Death Valley und Las Vegas - Grand Canyon NP - Meteor Crater (Arizona) - Painted Dessert - Petriefied Forest NP - Tucson - San Diego und La Jolla - Palm Springs
Details:
Aufbruch: 30.04.1997
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 23.05.1997
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Inge Waehlisch Soltau berichtet seit 6 Jahren auf umdiewelt.