Mit unserem Nissan Patrol einmal um die Welt

Argentinien-Reisebericht  |  Reisezeit: Juli 2010 - Juli 2013  |  von Patric Dillier + Urs Liechti

91.+92. Woche (Buenos Aires & Mar del Plata)

Freitag, 30. März 2012 (Mar del Plata)

Montag, 19. März 2012 (Buenos Aires)

Pünktlich mit der Ankunft von Ronny, Christoph und Marc kommt das schlechte Wetter nach Buenos Aires, inklusive Hagel. Gemäss den Wettervorhersagen soll es in den nächsten drei Tagen regnerisch sein. Das darf doch nicht wahr sein! Ich gehe nicht an unseren vereinbarten Ort, dem "mueller", sondern direkt zu ihnen ins Hotel, denn es ist momentan nicht angenehm, draussen in einem Strassencafé zu sitzen. Ich habe immer noch keine Argentinische SIM Karte gekauft, da ich der Meinung bin, kein Telefon zu brauchen. Meine Kommunikationsmöglichkeiten sind Skype und Mail. Ich kann mit dem iPod per Skype kommunizieren, respektive nur schreiben, da der iPod kein Mikrophon hat. Okay, ich könnte zuhören, jedoch nichts dazu sagen - ist nicht so meine Stärke.... Aber so kann ich mit Ronny in Verbindung bleiben. An der Rezeption wissen die Angestellten bereits, dass die "tres suizo" auf einen Besuch warten. Sie haben sich frisch gemacht und wir gehen auf ein Begrüssungsbierchen hier in der Nähe. Bei diesem Wetter und dann erst noch an einem Montag ist nicht viel los hier. Das erste "Pub" verlassen wir bereits nach zwei Minuten wieder. Wir werden hier von zwei leicht bekleideten "Angestellten" empfangen und das ist wirklich nicht die Art von Pub, welches wir suchen. Die Jungs haben viel zu berichten und haben in diesen zehn Tagen ein richtiges Mammutprogramm abgespult --> Respekt. Ja, und wieder einmal sind sie gezeichnet von ihren Reisestrapazen und wenig Schlaf. Mal schauen, wie lange sie heute mögen.... Zum Nachtessen empfehle ich das El Establo, welches nur zwei Strassen von hier entfernt und somit auch nicht weit weg von ihrem Hotel ist. Es ist ja bereits Abend und es regnet immer ein wenig. So müssen wir nicht gross umherfahren und können in der Nähe bleiben. Das El Establo wurde mir von Jakoo empfohlen. Der Abend mit dem reichhaltigen Essen und Wein ist grossartig und nach ein Uhr sind wir die letzten Gäste. Der Chef begleitet uns dann irgendwann warmherzig hinaus. El Establo kann ich sehr empfehlen und befindet sich in der Strasse Paraguay 489 (Ecke San Martin). Die drei sind wieder einmal bereits seit fünf Uhr morgens unterwegs und sie haben sich tapfer gehalten. Aber jetzt ist Zeit, schlafen zu gehen. Ich soll sie noch auf das Hotelzimmer begleiten...warum auch immer?! Im Hotelzimmer zeigt mir Ronny eine Petflasche mit Wasser drin und schenkt drei kleine Gläser ein. Was für ein Abendtrunk; ein Grappa!! Christoph ist bereits in seinem Zimmer und Marc, Ronny und ich nehmen noch ein, zwei Gläschen bis ich zu Fuss nach Hause gehe. Um drei Uhr morgens lege ich mich vollgegessen, zufrieden und müde ins Bett und schlafe sofort ein.

Dienstag, 20. März 2012 (Buenos Aires)

Heute steht ein wenig Stadtbesichtigung auf dem Programm. Ich möchte Ronny, Marc und Christoph die bekannteren Stadtteile zeigen, in der Zeit sie hier sind. Heute steht San Telmo am Morgen und Palermo am Nachmittag auf dem Programm. Bei Regen gehen die drei am Morgen alleine nach San Telmo und Ronny schreibt mir, dass sie nicht so begeistert sind. Ich denke, dass es ihnen bei schönem Wetter besser gefallen würde. Wir vereinbaren, dass wir uns um halb zwei bei der Subte Station Plaza Italia treffen. Ich warte fast zwei Stunden, aber die Jungs kommen nicht. Das Problem bei Skype ist, dass beide gleichzeitig online sein müssen um einander zu schreiben. Wenn ich online bin und schreibe, kann das der Ronny nicht sehen, ausser eben, wir sind gleichzeitig online und das klappt momentan irgendwie nicht. Ich hoffe, dass sich die drei nicht verirrt haben und beschliesse nach Palermo auf den Plaza Cortazar - auch Plaza Serrano genannt - zu gehen. Seit dem Nachmittag scheint die Sonne wieder und ich setze mich draussen in der Café Bar "sans" hin. Erstens ist das eine wirklich absolut coole Bar mit sehr guter Musik und zweitens gibt es hier WiFi umsonst. Und siehe da; um fünf Uhr können Ronny und ich wieder einander schreiben und er kommt mit Marc ins sans. Christoph ist zurück ins Hotel gegangen und wir drei geniessen den späten Nachmittag mit Bier, Wein, Reden und natürlich Leute beobachten. Wir haben sehr viel Spass hier im sans und treffen uns später mit Christoph im bekannten Restaurant La cabrera. Es hat sehr viele Leute hier die anstehen und wir müssen auch 45 Minuten warten. Wollen wir nicht und so setzen wir uns ins nächste Restaurant und werden ein wenig enttäuscht. Macht nix; war trotzdem wieder sauglatt und nach dem Essen fahren Ronny, Marc und Christoph mit dem Taxi nach Hause. Ich mache mich zu Fuss auf den Heimweg und komme dabei an einer lustigen Bar vorbei wo viele lustige Leute draussen sitzen. Nach diesem Schlummerbecher geht's dann aber wirklich auch nach Hause für mich.

Heute hat Ana Maria ein längeres Mail an Adem und seinen Chef geschickt, in welchem wir erklären, was bisher alles nicht funktionierte. Auch, dass wir immer noch auf den Bill of Lading warten.

Mittwoch, 21. März 2012 (Buenos Aires)

Heute um 18.00 Uhr fliegt Christoph nach Hause. Wir treffen uns alle zum Mittagessen im El obrero in La Boca. Dieses Restaurant wurde uns gestern im "sans" von zwei Argentinierinnen empfohlen. Marc und Christoph fühlen sich nicht so wohl in La Boca, was ich verstehe. Es ist ein ärmeres Viertel von Buenos Aires und ab und zu sehen wir wenigstens einen Polizisten herumstehen. Sie tragen alle Schuss sichere Westen. Das El obrero ist ein wenig ausserhalb des Touristenzentrums von La Boca und die Wände sind voll mit Fussballwimpeln und Bildern und Fotos von bekannten Persönlichkeiten. Hauptthema ist natürlich der Fussballclub der Boca Juniors und Maradonna. Es ist ein Familienunternehmen, welches dieses Restaurant 1954 gründete. Wir fühlen uns von Anfang an sehr wohl hier in dieser Atmosphäre. Auch dieses Lokal kann ich nur empfehlen http://www.bodegonelobrero.com.ar/

Die riesengrossen Steaks spülen wir mit Brahma runter und nach dem Essen müssen wir zurück ins Hotel. Christoph verlässt uns in Richtung Flughafen und wir nehmen ein Taxi nach Recoleta und besuchen das Cementario. Am späten Nachmittag zieht es uns wieder nach Palermo ins "sans", wo wir ein Apéro nehmen. Eigentlich wollen wir heute ins La cabrera essen gehen und vorher reservieren, aber es geht einfach nicht mehr. Wir haben in den letzten Tagen so viel gegessen, dass einfach nichts mehr reingeht. Obwohl, wir haben gehört, dass dies ein sehr gutes Restaurant ist. Heben wir uns für den nächsten Besuch in Buenos Aires auf. Wir schlendern ein wenig in Palermo herum und ich zeige Ronny und Marc diese lustige Bar, in welcher ich auf dem gestrigen nach Hause Weg hängengeblieben bin. Na, auch wir bleiben sehr lange hier hängen und die Stimmung ist grandios. Der Name des Restaurants oder Bar ist La Fabrica del Taco (http://lafabricadeltaco.com/). Hier lerne ich Evan und seine Frau von Aspen kennen. Sie geben mir ihre Kontaktdaten und wer weiss, vielleicht kreuze ich dann mit meinem Nissan Patrol mal bei ihnen auf. Aspen würde mir sicher noch gefallen.... Zu grossartigen Mojito's gibt es ein par Tacos und nach Mitternacht setzen wir uns mitten auf dem Plaza Cortazar in ein Restaurant und verzehren noch eine Fleisch- Käseplatte mit Pizza. Obwohl; der ununterbrochen lachende Marc ist der Meinung, dass man solche Wurst- und Käseplatten NUR in der Schweiz bestellen und essen soll. Danach fahren wir mit dem Taxi nach Hause und wir drei lachen ununterbrochen auf der Fahrt und obwohl der Taxifahrer kein Wort versteht, lacht er die ganze Fahrt mit uns. Ja, wieder ein toller Abend ist vorbei und morgen fliegen die beiden auch schon wieder nach Hause.

Adem hat sehr schnell geantwortet und geschrieben, dass er das Mail erhalten und an die Direktion weitergeleitet hat.

Donnerstag, 22. März 2012 (Buenos Aires)

Heute Morgen bringe ich meine ganze Wäsche inklusive aller Badetücher und Bettwäsche von meiner Wohnung in die Wäscherei. Morgen um zehn Uhr ist Wohnungsabgabe und es muss alles frisch gewaschen sein. Ich muss ein wenig mit dem Inhaber der Wäscherei verhandeln, da er mir die frische Wäsche erst morgen Nachmittag geben will. Ist ein wenig schwierig, ihm mein Anliegen und Problem in Spanisch zu erklären - aber es funktioniert schlussendlich. Wir feilschen um jede Stunde und bei zehn Uhr morgens ist finito und er sieht mich nicht sehr glücklich an. Hoffentlich klappt's. Im Mietvertrag steht, dass ich 150 US Dollar bezahlen muss, wenn die Wohnung nicht sauber und die Wäsche nicht gewaschen ist. Ich gehe um halb zwei ins Hotel und Ronny gibt mir ein paar Dinge, welche er nicht mit nach Hause nehmen will. Seinen Lonely Planet von Argentinien, leihweise versteht sich, den Rest Grappa in der Petflasche, ein angefangenes Päckli Trockenguetzli und zwei Shampoos vom Hotel. Wir verabschieden uns im Restaurant Petralito bei einem Milchkaffee mit Empanadas. Ich sehe ihnen noch nach, wie sie draussen auf der Strasse um ein Taxi "kämpfen", einsteigen und dann gibt's noch den letzten winke-winke.... Ja, was soll ich zum Abschluss euch Dreien denn hier schreiben? Dass ihr mir drei wunderschöne Tage und Nächte beschert habt? Dass ich vermutlich in diesen drei Tagen zehn Kilo zugenommen habe? Dass ich in diesen drei Tagen kein Geld gebraucht habe? Oder einfach, dass die beiden Freunde von Ronny jetzt auch meine Freunde sind? Einfach nochmals ein Riesendanggescheeen und ich wünsche euch zu Hause Privat wie auch im Geschäft Alles Gute, viel Erfolg und natürlich beste Gesundheit.

Zu Hause putze ich die Wohnung und schaue noch ein wenig fern. Ana Maria ruft mich an und teilt mir mit, dass die Vermieter morgen erst um zwölf Uhr kommen können. Passt mir natürlich ausgezeichnet und es gibt somit auch kein Problem mit der Wäsche.
Wir erhalten ein längeres Mail von Adem mit viel blablabla-Erklärungen, welche sich jedoch nicht auf unsere Vorwürfe beziehen. Okay, Schwamm drüber und wir fragen ihn nochmals, wo denn das Original Bill of Lading ist. Er antwortet wieder rasch und schreibt, dass wir definitiv nicht das Original B/L benötigen. Er hat das mit der Schifffahrtsgesellschaft, Maritima Heinlein, geklärt. Unser Ansprechpartner dort ist ein Marcelo.

Freitag, 23. März 2012 (Buenos Aires)
+ Samstag, 24. März 2012 (Mar del Plata)

Pünktlich um zehn Uhr bin ich in der Wäscherei und der Inhaber schaut mich ein wenig genervt an. Die Wäsche ist noch nicht fertig und ich soll draussen auf der Holzbank warten. Nach einer halben Stunde erhalte ich alles und gebe ihm als Dank ein Trinkgeld. Das ist das erste Mal, dass ich ihn lachen sehe. Die Wohnungsabgabe verläuft einwandfrei, natürlich auch, da mir Ana Maria mit ihrem Spanisch sehr behilflich ist. Danach gehen wir in ihre Wohnung, wo ich diejenigen Sachen, welche ich nicht nach Mar del Plata mitnehmen will, deponieren kann. Ana Maria hat bereits diverse Büros angerufen betreffend Auslösung unserer Fahrzeuge, respektive des Containers. Natürlich hat sie auch der Schifffahrtsgesellschaft Maritima Heinlein angerufen. Leider gibt es dort drei Marcelo's und keiner kennt diesen Adem - Bravo! Mein Zug fährt erst heute Nacht um elf Uhr. So haben wir den ganzen Tag Zeit, die diversen Büros "abzuklappern" und uns neu zu informieren. Wir fahren mit der Subte zum ersten Büro und eine freundliche Frau erklärt uns, dass wir hier falsch sind. Sie gibt uns die nächste Adresse wo wir hingehen müssen. Ana Maria sagt mir, dass sie weiss wo das ist. Sie war bereits vor ein paar Wochen hier um ein paar Vorinformationen zu holen. Sie sagt, dass es dort das letzte Mal sehr viele Leute gab, welche ein paar Stunden anstehen mussten. Wir haben ja genügend Zeit und fahren mit der Subte in Richtung Hafen. Es ist Nachmittag drei Uhr und es hat keine Leute, welche anstehen - Glück gehabt. Im Büro erklären sie uns, was wir alles benötigen, um unsere Fahrzeuge auszulösen. Wir benötigen pro Fahrzeug ein B/L mit der Angabe des Fahrzeughalters und Daten des jeweiligen Fahrzeuges. Wir müssen den B/L "splitten" und es funktioniert nur mit den Originalen. Wenn der Container mit unseren Fahrzeuge hier ist, können wir mit diesen B/L die Dokumente hier abholen. Wir gehen jetzt zur Schifffahrtsgesellschaft, welches mitten in der Stadt liegt. Hoffentlich haben sie noch geöffnet. Im Büro von Maritima Heinlein geht es nicht lange und es stehen drei oder vier Angestellte um uns herum und es wird sehr viel - und schnell - gesprochen. Nach knapp einer Stunde ist Ana Maria über alles informiert und wir setzen uns, damit mir Ana Maria alles erklären kann. Maritima Heinlein kann von sich aus die B/L nicht splitten. Sie sind nicht dazu berechtigt. Wir müssen Adem schreiben und ihm mitteilen, dass er die B/L splitten muss mit all den Angaben. Danach muss er das an die Schifffahrtsgesellschaft übermitteln. Wenn wir beide dann je drei Originale dieser B/L haben, können wir in das Büro, wo wir vorher waren, und die nächsten Dokumente abholen. Mit all diesen Dokumenten müssen wir dann an das Terminal (BACTSSA) gehen und können unsere Fahrzeuge auslösen. Wir müssen dort speziell sagen, dass wir die Fahrzeuge selbst - "rollend" - aus den Containern hinausfahren. Somit erübrigt sich der kostenaufwendige Containertransport in ein Depot. Okay, alles klar? Wieder einmal benötigen wir Adem und bei Mike und Ana Maria zu Hause schreiben wir gemeinsam ein Mail an Adem mit all den benötigten Details. Ana Maria wird ihm am Sonntag, dann ist es Montagmorgen in Melbourne, anrufen und ihm unser Mail nochmals am Telefon erklären. Wir benötigen die B/L in den nächsten Tagen, da hier in Argentinien ein paar Feiertage anstehen. Ana Maria und Mike begleiten mich am Abend mit der Subte zum Bahnhof Constitucion wo wir zusammen noch etwas zu Abend essen. Ich kann bereits um zehn Uhr in den Zug steigen und bin positiv überrascht, dass es keine Holzbänke, sondern gepolsterte Sitze sind. Wir fahren pünktlich ab und es herrscht eine aufgebrachte, etwas nervöse Stimmung in meinem Wagen. Ein paar Familien mit Kindern, Jungs, Mädels, einfach alles bunt gemischt. Der Zustand der Sitze und des Wagens ist nicht gerade berauschend und es ist auch sonst sehr laut. Es klappert überall ein wenig und mein Unterteil meines Sitzes ist unstabil und ich muss aufpassen, dass ich nicht mit dem Sitz auf den Boden falle. Aber sonst; alles okay. Es kommen auch einmal pro Stunde Sicherheitsbeamte durch den Wagen, was einem auch Sicherheit gibt. Ich habe gehört, dass es gefährlich ist, durch die Nacht nach Mar del Plata zu fahren. Finde ich überhaupt nicht - ich fühle mich sicher. Nach ungefähr drei Stunden wird es richtig kalt und es wird Zeit, Jacken und Kappen anzuziehen. Langsam aber sicher schlafen fast alle oder besser gesagt, wir versuchen es. Manchmal macht der Zug laute, komische Geräusche und "hüpft" ein wenig. Dann wachen immer alle auf und wir schauen uns fragend an, bis es dann wieder "normal" weitergeht. Ich komme pünktlich und ein wenig durchgekühlt in Mar del Plata um 05.30 Uhr an. In der Bahnhofhalle ist es ein wenig wärmer und ich gönne mir ein café con leche zum Aufwärmen. Danach nehme ich ein Taxi in mein Hotel. Eigentlich wollte ich zu Fuss ins Hotel gehen, aber es ist mir zu kalt und ich habe keine Ahnung wo es lang geht. Das Taxi ist eine gute Investition - billig und warm. Die Fahrt kostet zwanzig Pesos (4 Dollar) und ich hoffe, dass ich jetzt schon einchecken kann, da man eigentlich erst um zwei Uhr nachmittags das Zimmer beziehen kann. Im Hotel finden sie keine Buchung von mir obwohl ich ihnen meine E-Mail Reservierungsbestätigung zeige. Ich erhalte trotzdem ein Zimmer und kann es auch gleich benutzen. Zu Fuss in den achten Stock - diesen Lift werde ich bestimmt NIE benutzen! - und dann ab ins Bett und der Patric schläft....

Am Nachmittag mache ich einen dreistündigen Spaziergang den Strand entlang und es gefällt mir hier. Mar del Plata ist zwar eine recht grosse Stadt, aber ich finde mich hier zurecht - ganz sicher.

Sonntag, 25. Bis Freitag, 30. März 2013 (Mar del Plata)

Das Hotel gefällt mir auch. Ich habe ein grosses Doppelbett, ein normales Bett und ich kann sogar europäischen Fussball gucken. Das Frühstücksbuffet kann man von acht bis elf Uhr morgens geniessen und gratis Wi-Fi habe ich in der Hotel Lobby auch. Beim Frühstück schlage ich natürlich zu und manchmal genügt das Essen den ganzen Tag. Den Tag verbringe ich mit langen Spaziergängen. Es ist sehr interessant hier trotz der Nebensaison. Das heisst, ich verbringe hier eine recht ruhige Zeit mit pensionierten argentinischen Touristen. Es ist ein wenig komisch, diese Partystadt im Ruhestand zu erleben. Ich sehe so viele Pubs, Restaurants, Bars und Strände mit tausenden von Liegestühlen - aber alles leer. Nicht ganz leer, aber fast.

Montag, 26. März 2013 (Mar del Plata)

Das Wetter hat umgeschlagen und es regnet. Ich bleibe den ganzen Tag in der Hotel Lobby und surfe im Internet oder schaue fern.

Dienstag, 27. März 2013 (Mar del Plata)

Immer noch Regen und recht kühl. Im Hotel haben sie sogar die Heizung eingeschaltet. Am Nachmittag gehe ich in das grosse Casino. Es hat hier sehr viele Leute und ich bin mit Abstand der jüngste Besucher. Ich schaue ein wenig zu und Black Jack gefällt mir besonders. Aber ich spiele nicht, sondern schaue nur zu, wie die Bank gewinnt. Zum Abendessen gehe ich ins Café Barracuda. Hier kann ich gratis Wi-Fi benutzen, Fussball schauen, gut und billig Essen und Trinken und....ja, die Bedienung ist recht nett.

Mittwoch, 28. März 2013 (Mar del Plata)

Nach dem Frühstück verlasse ich das Hotel und mache mich auf den Weg zum Hafen. Das Wetter soll ab heute jeden Tag schöner werden und somit kann ich wieder ein wenig herumwatscheln. Unterwegs treffe ich Cruz an. Cruz kommt von Buenos Aires und ist geschäftlich für einen Tag hier. Er ist auch auf dem Weg zum Hafen und so gehen wir plaudernd diese fünf Kilometer zu Fuss. Er sagt mir, dass es den besten Fisch im Restaurant Chichilo gibt und er sich dort auf Calamares freut. Schade, dass er heute bereits zurück nach Buenos Aires muss. Ist sehr interessant mit ihm zu reden und diskutieren. Er ist Grafiker und arbeitete sechs Monate für die Regierung. Er erstellte verschiedenste Grafiken, welche man in fast ganz Argentinien auf und neben den Strassen sehen kann. Ich werde meine Augen offen halten, wenn ich denn endlich mit meinem Nissan Patrol Argentinien befahre. Leider werde ich ihn auch in Buenos Aires nicht mehr sehen, da er für die nächsten drei Wochen nach Rio in die Ferien geht. Nehme an, dass da ein guter Teil seines Lohnes "draufgehen" wird. Nach Bier und Calamares steigt Cruz in ein Taxi und ich mache mich zu Fuss weiter. Zurück gehe ich einen anderen Weg. Ich gehe zur Alem Strasse, wo es sehr viele Pubs und Restaurants gibt. Aber eben, es ist nicht Saison und es sieht wie eine Geisterstadt auch. Ich gehe weiter bis nach Güemes, ein anderes belebtes Viertel. Hier hat es doch einige Leute und ich setze mich in ein Café mit Wi-Fi und kann die beiden Champion League Spiele live sehen. Das ist der Vorteil der Zeitverschiebung wenn man in den Ferien ist.... Um acht Uhr bin ich bereits in meinem Hotelzimmer und schlafe schnell ein.

Adem und Ana Maria scheinen sich gefunden zu haben. Die Mails laufen heiss und Adem sendet uns jetzt die beiden Original B/L mit fedex.

Donnerstag, 29. März 2012 (Mar del Plata)

Was für ein Tag! Ausgeschlafen stehe ich um acht Uhr (!) auf und jogge über eine Stunde. Es hat viele Sportler - oder besser gesagt Sportlerinnen - um diese Zeit hier, welche walken oder joggen. Mich nimmt es wunder wo denn all diese Leute abends sind? Den restlichen Tag verbringe ich am Strand und danach kehre ich im Café Neuchâtel ein. Es ist nur ein bisschen "Suiza", da hier alle nur Spanisch sprechen. Am Nachmittag mache ich eine Siesta und habe zum Nachtessen einmal das schlechteste Lomo de Bife - so eine Schuhsohle, Mann!!. Dafür war die Chorizo als Vorspeise grandios. Na ja, darf auch mal sein. Mit den Dokumenten für unsere Autos ist eigentlich alles klar und wir sind guter Hoffnung. Das Einzige was uns ein wenig bedenken bereitet, ist, dass es unglaublich teuer wird. Momentan sieht es so aus, dass wir für die B/L 90.-- US Dollar, für die Schifffahrtsgesellschaft 450.-US Dollar und beim Terminal nochmals 1'500.-US Dollar bezahlen müssen. Weiter benötigen wir noch eine Autoversicherung, welche Ana Maria und Mike, während ich im sonnigen Mar del Plata meine Füsse strecke, für mich besorgen. Die kostet für drei Monate 612 Pesos und ist für Argentinien, Chile, Uruguay, Brasilien, Paraguay, Bolivien und Peru gültig. Ja, diese Kosten schlagen schwer aufs Portemonnaie und ich muss da mal über die Bücher gehen. Ich habe es mir noch nicht ausgerechnet, aber so über den Daumen gerechnet sieht es nicht so aus, dass Nordamerika noch drin liegt. Wo ist denn diese hübsche, gutaussehende südamerikanische Millionärstochter, welche ich hier treffen sollte???

Freitag, 30. März 2012 (Mar del Plata)

Das verlängerte Wochenende naht und die Stadt füllt sich ein wenig mit Leuten. Nach einem Spaziergang entlang des Meeres setze ich mich ins Café Curzio und schreibe meinen Reise-, respektive Wartebericht und bearbeite die Fotos. Ich bin jetzt noch eine Woche hier in Mar del Plata und geniesse das Strandleben. In einer Woche heisst es dann hoffentlich: Ab in den kalten Süden in die Antarktis mit Sturm, Regen, Kälte und Schnee. Ich bin heiss darauf und claro; den Gürtel so richtig eng schnallen!!
Hasta luego amigos
Patricio

Dr Ronny het mr no es paar Föteli gschiggt. Nachtrag vom 9. März in Puerto Madero (vor dem Nachtessen). Nachher waren die Bäuche ein wenig "ausgefüllter"

Dr Ronny het mr no es paar Föteli gschiggt. Nachtrag vom 9. März in Puerto Madero (vor dem Nachtessen). Nachher waren die Bäuche ein wenig "ausgefüllter"

Ankunftsbierchen mit Christoph, Marc und Ronny

Ankunftsbierchen mit Christoph, Marc und Ronny

Letzte Gäste im El Establo. Gut wars!!

Letzte Gäste im El Establo. Gut wars!!

Innert drei Tagen entwickelte sich diese Bar zu unserem Lieblingsort. Das 'sans'.

Innert drei Tagen entwickelte sich diese Bar zu unserem Lieblingsort. Das 'sans'.

Es folgen drei Ausblicke vom sans

Es folgen drei Ausblicke vom sans

Immer noch im sans

Immer noch im sans

Der Ronny ist immer so gut drauf auf den Fotos. Da darf er doch auch mal so drauf sein wie er wirklich ist, oder??

Der Ronny ist immer so gut drauf auf den Fotos. Da darf er doch auch mal so drauf sein wie er wirklich ist, oder??

Zur Vorspeise eine Chorizo im el orbre in La Boca, mmmhhhhmm
Und? Wer erkennt den Fussballer im Bild im Hintergrund? Kleine Hilfe:
Es ist NICHT Maradonna

Zur Vorspeise eine Chorizo im el orbre in La Boca, mmmhhhhmm
Und? Wer erkennt den Fussballer im Bild im Hintergrund? Kleine Hilfe:
Es ist NICHT Maradonna

Und dann zur Hauptspeise das grosse, böse Steak

Und dann zur Hauptspeise das grosse, böse Steak

Im Cementario in Recoleta

Im Cementario in Recoleta

Unser letzter Abend in Palermo. Mitternachtsplättli,,,yammi

Unser letzter Abend in Palermo. Mitternachtsplättli,,,yammi

Goodbye Empanadas. Bye, bye Ronny y Marc

Goodbye Empanadas. Bye, bye Ronny y Marc

Mar del Plata im Rundumblick. Nicht ganz Mar del Plata, nur vom Casino aus,,,immerhin

Mar del Plata im Rundumblick. Nicht ganz Mar del Plata, nur vom Casino aus,,,immerhin

Platz beim Casino

Platz beim Casino

Das steht auch bei diesem Platz und die Leute fotografieren das. Machte ich auch, weiss jedoch nicht, was es ist oder was es bedeuten soll

Das steht auch bei diesem Platz und die Leute fotografieren das. Machte ich auch, weiss jedoch nicht, was es ist oder was es bedeuten soll

Nebensaison

Nebensaison

Schön ist es trotzdem hier und ganz ausgestorben ist's ja auch nicht. Hier sitzen ja zwei

Schön ist es trotzdem hier und ganz ausgestorben ist's ja auch nicht. Hier sitzen ja zwei

Auf dem Weg zum Hafen traf ich Cruz. Im Hintergrund sieht man das Restaurant Chichilo wo wir...

Auf dem Weg zum Hafen traf ich Cruz. Im Hintergrund sieht man das Restaurant Chichilo wo wir...

...Calamares (die Besten) assen, mit einem Bierchen natürlich

...Calamares (die Besten) assen, mit einem Bierchen natürlich

Auf dem Rückweg gabs noch einen kleinen Schweizerbesuch im Café Neuchâtel

Auf dem Rückweg gabs noch einen kleinen Schweizerbesuch im Café Neuchâtel

Noch zum Abschluss ein paar wunderschöne Freitag Nachmittag Fotos

Noch zum Abschluss ein paar wunderschöne Freitag Nachmittag Fotos

I weiss, isch nit dr Brüller das Foto - aber trotzdäm ,es tschühüss-Föteli und bis zum nögschte Moll.
Patricio

I weiss, isch nit dr Brüller das Foto - aber trotzdäm ,es tschühüss-Föteli und bis zum nögschte Moll.
Patricio

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wir brechen unsere Zelte am 1.Juli 2010 in der Schweiz ab und fahren mit unserem Nissan Patrol von Basel über Griechenland, Türkei, Tibet bis Australien.Dann nach Argentinien bis Nordamerika.Von New York lassen wir uns wieder mit unserem Nissan Patrol nach Westeuropa verschiffen.Nach circa 2-3 Jahren werden wir voraussichtlich wieder in Basel ankommen.Dies wäre der Plan,welcher sicher anders rauskommen wird. Wir freuen uns auf euren Besuch (und nicht nur auf der Homepage!).
Details:
Aufbruch: 01.07.2010
Dauer: 3 Jahre
Heimkehr: 02.07.2013
Reiseziele: Griechenland
Schweiz
Kroatien
Türkei
Iran
Turkmenistan
Usbekistan
Kasachstan
China
Tibet
Nepal
Laos
Kambodscha
Thailand
Malaysia
Indonesien
Australien
Argentinien
Chile
Peru
Ecuador
Kolumbien
Costa Rica
Mexiko
Vereinigte Staaten
Der Autor