In 74 Tagen um die Welt

Chile-Reisebericht  |  Reisezeit: März - Mai 2012  |  von Mario Hueber

CHILE: Santiago

18.-19.04.2012 - Millionenmetropole im Smog

Unsere letzten Tage in Südamerika verbrachten wir in der Hauptstadt Chiles. Santiago beherbergt wenig große Sehenswürdigkeiten, da die Stadt erst spät wirklichen Aufschwung erlangte und durch mehrere große Erdbeben kaum historische Bausubstanz vorhanden ist.
Am ersten Tag schlenderten wir durch das Zentrum und ließen die Hektik und Geschäftigkeit auf uns wirken - nicht umsonst trägt Santiago auch den Spitznamen "Sanhatten"...
Am zweiten Tag besuchten wir ein weiteres Haus von Pablo Neruda, das wieder durch seine außergewöhnliche Architektur glänzte: Neruda hatte auch hier wieder seine Sehnsucht nach Segelbooten und dem Meer ausgelebt, obwohl er selbst beides fürchtete und so ein "Segler an Land" war, wie er sich selbst bezeichnete. Das Esszimmer gleicht einem Schiffsinneren, das Arbeitszimmer ist wie ein Leuchtturm angelegt. Die Innenausstattung war ein kurioses und teils sehr erheiterndes Sammelsurium aus der ganzen Welt.
Danach fuhren wir mit der Standseilbahn auf den Cerro San Cristobal, dem Aussichtsberg Santiagos. Eigentlich könnte sich hier einem ein wunderbarer Blick auf die Stadt und die dahinter liegenden, verschneiten Andengipfel bieten, jedoch erblickt man von hier vor allem eine unglaubliche Smogwolke, die die Stadt gefangen hält. Gemütlich spazierten wir vom Berg wieder in die Stadt und verbummelten die restliche Zeit, bis wir wieder ins Hotel zurückgingen, schon in Vorfreude auf den nächsten Tag, der uns auf die Osterinsel bringen wird.

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We spent our last days in South America in the capital of Chile. Santiago doesn't have many big sights on offer as the city had its real boom quite late and as due to several large earthquakes there are only few historical buildings left. At the first day we strolled through the centre and observed its hectic bustling life - it's not without reason that Santiago is also called "Sanhatten"...
On the second day we visited another house of Pablo Neruda which is also particularly interesting due to its architecture. In the design of his houses Neruda expressed his longing for sailing boats and the sea; although he feared both of them and called himself a "sailor inland". The dining room looked like the inside of a boat; the work room is similar to a lighthouse. The interior equipment was a peculiar and also really funny hodgepodge of the whole world.
After that we went up to San Cristobal hill from where you could have a beautiful view of the city and the Andes Mountains. However almost everything you get to see is an incredible blanket of smog covering the city. We walked down and back in the city and enjoyed the time by doing some shopping before going back to the hotel, already in anticipation of the next day which will lead us to the Easter Island.

Präsidentenpalast "La Moneda"

Präsidentenpalast "La Moneda"

Wenig historische Bausubstanz - viel Moderne

Wenig historische Bausubstanz - viel Moderne

Nerudas verwinkeltes Haus

Nerudas verwinkeltes Haus

Santiago hat "leichte" Probleme mit der Luftqualität...

Santiago hat "leichte" Probleme mit der Luftqualität...

Hier entsteht im Smog das höchste Gebäude Südamerikas

Hier entsteht im Smog das höchste Gebäude Südamerikas

© Mario Hueber, 2012
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Südamerika - Südsee - Neuseeland - Australien - Singapur
Details:
Aufbruch: 12.03.2012
Dauer: 11 Wochen
Heimkehr: 24.05.2012
Reiseziele: Peru
Österreich
Bolivien
Chile
Französisch Polynesien
Frankreich
Neuseeland
Australien
Singapur
Der Autor
 
Mario Hueber berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.