In 74 Tagen um die Welt

Chile-Reisebericht  |  Reisezeit: März - Mai 2012  |  von Mario Hueber

OSTERINSEL: Hanga Roa

20.04.2012 - Am Ende der Welt

Nach fünf Stunden Flug landeten wir auf der Osterinsel, dem entlegensten bewohnten Ort der Welt. Die nächste Siedlung ist auf der Insel Pitcairn mehr als 2000 km entfernt zu finden, zum chilenischen Festland sind es fast 3800 km! Nachdem wir unsere Unterkunft direkt am Meer bezogen hatten, machten wir uns auf den Weg, die einzige Ortschaft der Insel, Hanga Roa, zu erkunden und die ersten Moai zu entdecken. Gemütlich schlenderten wir die schroffe Küste entlang und fanden nicht nur den ersten kleineren Moai, sondern auch fünf Meeresschildkröten, die hier im kleinen Fischerhafen leben. Das Wasser um die Osterinsel ist unvorstellbar klar, da es fast keine Verschmutzung gibt und auch natürliche Schwebeteilchen wie Plankton praktisch fehlen - so sind hier Sichtweiten von 40 m und mehr keine Seltenheit und die Schildkröten waren gut zu beobachten.
Kurze Zeit später erreichten wir die erste große Moai-Anlage und waren sprachlos von der Dimension der Steinfiguren, die mit Blick ins Landesinnere an den Klippen thronen - ein wahrlich mystischer Anblick! Das in der Nähe gelegene Museum erklärte dann das spärliche Wissen über die auch heute noch rätselhaften Figuren, von denen fast 900 in verschiedensten Produktionsstadien entdeckt wurden, und deren Erzeugung scheinbar abrupt beendet wurde. Für den Transport der Statuen wurde fast der gesamte Waldbestand der Insel abgeholzt, was wohl eine der ersten durch den Menschen verursachten ökologischen Katastrophen darstellte.
Später buchten wir dann noch eine Inseltour für den nächsten Tag und verbrachten den Abend auf der Terrasse mit Blick aufs Meer.

***
At the end of the world! After a five-hour flight we landed on the Easter Island, the remotest inhabited place in the world. The next population lives on the Pitcairn Island (2,000 km) and the Chilean mainland is almost 3,800 km away. After checking in at our hostel, located at the sea-side, we went off to discover the only village and the first Moai statues. Close to the little port we found one of the smaller Moais and also saw five marine turtles. The water is crystal clear as there is almost no pollution or plankton. After that we came to the first big site of Moai statues and were really impressed by their size. It's a really mystic place with the statues watching inland and standing enthroned at the cliffs! The museum next to it provides explanations of the scarce knowledge about these figures which are up till now a mystery. Almost 900 statues in all different stages of production have been discovered and their production seems to have stopped abruptly at some point in time. For the transport of the statues almost all the forest had been logged off - probably one of the first ecological catastrophes caused by mankind.... Later we booked a tour on the island for the next day and spent the evening on our terrace with a lovely view on the sea.

Eine von fünf Meeresschildkröten im Hafen

Eine von fünf Meeresschildkröten im Hafen

Unsere ersten Moai

Unsere ersten Moai

Im Hintergrund der einzige Ort auf der Insel: Hanga Roa

Im Hintergrund der einzige Ort auf der Insel: Hanga Roa

Die Brandung vor unserer Unterkunft

Die Brandung vor unserer Unterkunft

© Mario Hueber, 2012
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Südamerika - Südsee - Neuseeland - Australien - Singapur
Details:
Aufbruch: 12.03.2012
Dauer: 11 Wochen
Heimkehr: 24.05.2012
Reiseziele: Peru
Österreich
Bolivien
Chile
Französisch Polynesien
Frankreich
Neuseeland
Australien
Singapur
Der Autor
 
Mario Hueber berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.