(M)ein Traum wird wahr .... Weltreise!

Chile-Reisebericht  |  Reisezeit: Juni 2013 - April 2014  |  von Rolf Bilo

Mit Rotel-Tours von Santiago nach Feuerland: Santiago de Chile

Nach der langen Fahrt über die Kordilleren komme ich abends im Hotel an und ruhe mich nur noch aus. Am nächsten Tag, 08. Januar, startet die Rotelreisegruppe und damit meine Tochter und ihr Freund in Frankfurt und fliegt über Sao Paulo nach Santiago, während ich zunächst ausschlafe, gut frühstücke und dann einige organisatorische Dinge zu erledigen habe. Wäsche wegbringen, einige Flugänderungsmitteilungen bearbeiten, Geld wechseln, dann zum Frisör und ab in die Stadt.

Das Hotel liegt zentral und so beginne ich in der Fußgängerzone, schlendere sie hinauf und schaue mir alles in Ruhe an. Unglaublich viel Polizei ist in der Stadt, zu Fuß, auf Fahrrädern, auf Motorrädern beritten, in Streifenwagen oder auch in Mannschaftswagen; das soll wohl immer so sein, sagte man mir. Viele kleinere Geschäfte gibt es in der Stadt, kaum Kaufhäuser, wie wir sie kennen. Und in diesen Geschäften arbeiten relativ viele Menschen, das System des Verkaufens und Kaufens will erst einmal durchschaut werden. Man wird zu den Dingen, die man kaufen möchte, geleitet, dann übernimmt die nächste Verkäuferin die Beratung, eine weitere schreibt einen Zettel mit den Preisen auf, dann läuft man zu einer vergitterten oder verglasten Kasse und bezahlt, während eine fünfte Person die Ware einpackt, nachdem der Kassenbon vorgelegt wird. So dauert der Kauf einer einzelnen Flasche Wasser auch schon mal knapp 10 Minuten - gewöhnungsbedürftig, aber wieder einmal gilt "andere Länder, andere Sitten"!

Die Innenstadt gefällt mir, es gibt viel zu sehen, von einzelnen Brunnen über eine Vielzahl kleinerer und größerer Kirchen bis zu einem interessanten Markt. Bekannt ist eher der "Mercado Central", eine schöne alte Markthalle im Jugendstil, heute aber eher Treffpunkt für hungrige Touristen. Etwas weiter, nachdem man den Fluß überquert, liegt der eigentliche Markt, ein riesiges Gebiet mit Frei- u. Hallenmärkten, die nach Obst, Gemüse, Werkzeug, Haushaltswaren und gebrauchten Artikeln getrennt sind. Alles wirkt ein wenig heruntergekommen, aber es herrscht reger Verkehr.

Hinter dem Markt befindet sich die Altstadt Santiagos mit wenigen restaurierten, dafür original getreu wirkenden maroden Gebäuden. Von hier ist es nicht weit zum ehemaligen Mapuchobahnhof, heute eine Kulturhalle. Durch enge Gassen gehe ich zum Plaza de Armas, an dem sich die Kathedrale, das historische Nationalmuseum, die Municipalidad sowie das Postamt in einem ehemaligen Palast befinden. Alles will besichtigt werden, ich bin beeindruckt von den unterschiedlichen Baustilen, die trotzdem zueinander passen und dem Platz einen eigenen Charakter geben.

Zum Regierungsviertel möchte ich noch, die "Moneda" sehen, das ist der Präsidentenpalast, untergebracht in einem Gebäude, welches ursprünglich als Münze gebaut wurde. Um den mit vielen, großen chilenischen Flaggen geschmückten Platz drapieren sich Ministerien und Denkmäler, nett durch eine Parkanlage abgerundet. Salvador Allende fand hier einen zentralen Platz, die anderen Denkmäler stehen etwas verdeckter.

Mit einem positiven Eindruck von der Stadt gehe ich essen und zurück ins Hotel, wo sich erstaunlicherweise schon viele Rotelianer befinden. Schnell stellt sich heraus, dass zwei Gruppen fast gleichzeitig reisen, während meine Gruppe bis Ushuaia fährt, um dann nach Buenos Aires zu fliegen, fährt die bereits anwesende Gruppe den Landweg vom Ende der Welt zur Hauptstadt Argentiniens.

Am nächsten Morgen fahre ich mit dem auch schon anwesenden Reiseleiter zum Flughafen, um die Gruppe abzuholen. Ich freue mich auf meine Tochter Nele und Volker, ihren Freund. Doch es dauert fast drei Stunden, bis die Gruppe zusammen ist und die Stadtrundfahrt beginnen kann. Zunächst geht es zu den Spots, die ich bereits am Vortag erkundete, dann geht es noch in die Neustadt und die Nobelviertel von Las Condas und Providenzia mit ihren modernen Hochhäusern. Doch mitten in dieser Glas- und Betonwelt konnten sich noch einige Parkanlagen und Theatergebäude halten, so dass es immer wieder überraschende Sichten gibt.

So langsam findet sich die Gruppe, werden die ersten Gespräche geführt, lernt man sich kennen. Es sind schon fast Rituale, die ersten Tage werden wieder einmal dazu dienen, sich darüber auszutauschen, wie oft man schon mit Rotel unterwegs war und wer der Top-scorer ist, wer schon wie oft wo war und wer die beste Ausrüstung mithat, obwohl man nur mit Rucksack unterwegs ist. Dabei kann man den Eindruck gewinnen, dass einige Teilnehmer eher umziehen oder auswandern, anstatt eine 26-tägige Reise zu unternehmen. Doch offensichtlich habe ich Glück mit der Gruppe, es scheinen überwiegend nette Leute dabei zu sein.

Viel mehr bekommen wir von Santiago de Chile nicht zu sehen, es geht los nach Süden!

Mein erster Eindruck von Santiago - Blick vom Hotel über die Straße Libertador Bernardo O´Higgins auf die Kirche

Mein erster Eindruck von Santiago - Blick vom Hotel über die Straße Libertador Bernardo O´Higgins auf die Kirche

Der Zentralmarkt von Santiago, heute eher ein Touristentreffpunkt

Der Zentralmarkt von Santiago, heute eher ein Touristentreffpunkt

Gemüsestand auf dem Markt

Gemüsestand auf dem Markt

Mühsam müssen die Waren in der Altstadt zu den einzelnen Marktgebäuden gebracht werden

Mühsam müssen die Waren in der Altstadt zu den einzelnen Marktgebäuden gebracht werden

Hinter den Markthallen befinden sich noch viele alte Häuser

Hinter den Markthallen befinden sich noch viele alte Häuser

Die Kathedrale von Santiago

Die Kathedrale von Santiago

Von innen wirkt die Kathedrale noch wesentlich größer als von außen zu vermuten wäre

Von innen wirkt die Kathedrale noch wesentlich größer als von außen zu vermuten wäre

An der Plaza des Armas: Bürgermeisterei, Historisches Nationalmuseum und das Postamt

An der Plaza des Armas: Bürgermeisterei, Historisches Nationalmuseum und das Postamt

Im historischen Nationalmuseum

Im historischen Nationalmuseum

Nele und Volker am Flughafen von Santiago

Nele und Volker am Flughafen von Santiago

Vor dem Sitz des Regierungschefs

Vor dem Sitz des Regierungschefs

Denkmal Salvador Allendes

Denkmal Salvador Allendes

Wachposten vor dem Eingang zum Präsidentenpalast

Wachposten vor dem Eingang zum Präsidentenpalast

In der Neustadt, die durch Bankenhochhäuser und Botschaften geprägt wird

In der Neustadt, die durch Bankenhochhäuser und Botschaften geprägt wird

Im Santa Lucia Park im Stadtviertel Barrio Lastaria

Im Santa Lucia Park im Stadtviertel Barrio Lastaria

Blumenwiese im Santa Lucia Park

Blumenwiese im Santa Lucia Park

Das Rotel wird am Tage der Abfahrt vor dem Hotel in Santiago mit Koffern beladen, den Hänger holen wir später noch ab.

Das Rotel wird am Tage der Abfahrt vor dem Hotel in Santiago mit Koffern beladen, den Hänger holen wir später noch ab.

© Rolf Bilo, 2013
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nach über 30 Jahren wird mein Traum wahr: meine Weltreise, d i e Weltreise, beginnt in Kürze. Ein Jahr lang um die Welt, möglichst viel sehen, alle Kontinente..... Der Countdown läuft
Details:
Aufbruch: 06.06.2013
Dauer: 11 Monate
Heimkehr: 25.04.2014
Reiseziele: Äthiopien
Burundi
Südsudan
Kenia
Uganda
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Der Autor
 
Rolf Bilo berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.