Zwei Gwunderfiz am umä luegä

Reisezeit: August 2013 - April 2015  |  von Zwei Gwunderfiz a.

Ecuador: 42) Pasochoa-Cotopaxi-Quilotoa-Chimborazo

Vom Meer in Richtung Sierra durfte das Bussli ordentlich aufwärts klettern ... mit Bananenstaude auf dem Dach und uns beiden Kurzhosenträgern ging es bis auf 2600m, dann war Zeit zum Schlummern. Zum Akklimatisieren hatten wir uns die Reserva Pasochoa ausgeguckt. Auf Schusters Rappen durchkämmten wir den Bambuswald. Der Himmel wurde immer dunkler je weiter wir nach oben kamen. Aussicht gabs keine, dafür dicke Regentropfen und kalten Wind. Auch ohne Gipfelerlebnis war das eine feine Tour, für die Gwunderfizin mit vielen Erinnerungen an einen Ausflug 2001 bestückt.

Durch diese hohle Gasse muss er gehen ...

Durch diese hohle Gasse muss er gehen ...

Alles Bambus, oder?

Alles Bambus, oder?

Ruhiges Schlafplätzchen beim Besucherzentrum der Reserva Pasochoa

Ruhiges Schlafplätzchen beim Besucherzentrum der Reserva Pasochoa

Nach unserer kleinen Höheneingewöhnung besuchten wir die Marktstadt Saquisili. Laut, lebhaft, bunt und geschäftig. Am liebsten hätten wir Mango und Tomaten kiloweise gekauft ... allerdings sind wir vom Platz her beschränkt. Somit war klar, dass auch kein kleines Ferkel vom morgendlichen Viehmarkt mit an Bord vom Bussli passte.

Auf dem Viehmarkt waren wir nur Beobachter.

Auf dem Viehmarkt waren wir nur Beobachter.

Zwiebel, Knobi, Tomaten, Salat, Sellerie, Radiesli, Avocados ...
wir hatten die Qual der Wahl

Zwiebel, Knobi, Tomaten, Salat, Sellerie, Radiesli, Avocados ...
wir hatten die Qual der Wahl

Vielleicht noch ein paar Kochbananen für Patacones?

Vielleicht noch ein paar Kochbananen für Patacones?

Oder doch lieber ein kleines Meersäuli, lecker mit Kräutern gefüllt im Ofen gebruzelt?

Oder doch lieber ein kleines Meersäuli, lecker mit Kräutern gefüllt im Ofen gebruzelt?

Die Mamita hat zum Mittag Salat mit Schweinefleisch und knuspriger Schwarte im Angebot ...

Die Mamita hat zum Mittag Salat mit Schweinefleisch und knuspriger Schwarte im Angebot ...

Eine zähe Nebeldecke und nur ein paar weniger Umrisse erwarteten uns im Nationalpark Cotopaxi. Wir suchten uns ein Plätzchen zum Campen und tatsächlich, kurz vorm Dunkelwerden kam der Gipfel aus den Wolken! Am nächsten Tag genossen wir herrliches Wetter und wanderten um die Laguna Limpiopungo. Im Anschluss kletterten wir im Bussli bis auf 4500m hoch. Ab da ging es zu Fuss. Der blaue Himmel lunzte immer mal wieder durch die Wolkenschicht. Vorbei am verschlossenen Refugio Jose Ribas marschierten wir bis auf 5000m. Hier beginnt der Gletscher und wir erfuhren, dass man nur mit einem Guide bis zu diesem Punkt gehen kann ...uups. Wir genossen die Aussicht, beobachteten die Feuerwehr Quitos bei Gletscherübungen und gingen dann zügig talwärts. Mit den ersten Regentropfen kamen wir am Bussli an. Binnen Sekunden donnerten Hagelkörner vom Himmel und verwandelten die Gegend in eine fast winterliche Landschaft.

Schlafplatz mit Ausblick

Schlafplatz mit Ausblick

Laguna Limpiopungo

Laguna Limpiopungo

Vorbei am Refugio stapften wir weiter bergauf

Vorbei am Refugio stapften wir weiter bergauf

Der Blick nach oben - eine Mauer aus Eis & Fels.

Der Blick nach oben - eine Mauer aus Eis & Fels.

"Gwunderfiz on ice"

"Gwunderfiz on ice"

Hagelkörner zaubern im Nu eine Winterlandschaft.

Hagelkörner zaubern im Nu eine Winterlandschaft.

Blick vom Südeingang auf den Cotopaxi-Krater

Blick vom Südeingang auf den Cotopaxi-Krater

Wie schon beim Cotopaxi, so war auch bei der Laguna Quilotoa das Motto: "Der frühe Vogel fängt den Wurm!". Die Berge sind nur morgens klar, ab dem späten Vormittag ziehen Wolken heran. Demzufolge starteten wir 8 Uhr unsere Wanderung um diesen mythischen Kratersee auf über 3000m. Wir hatten geniales Wanderwetter ... die Sonne lachte vom Himmel, das Wasser schimmerte je nach Sonnenstand grün, türkis oder blau und der Weg war wunderschön. 4,5 Stunden waren wir unterwegs, eine wunderbare Tour! Zurück am Bussli war es Zeit für den Adventskaffee mit selbstgebackenen Guetzli, schließlich brannte schon die 4. Kerze. Am späten Nachmittag stoppten wir in der Posada in Tigua, einem Bauernhof. Dort verströmte ein kleiner Kachelofen herrlich wohlige Wärme. Wir saßen einfach da, beide ins Buch vertieft, umgeben von dieser tollen Atmosphäre. Am Abend leisteten wir uns ein tolles Abendessen, unser Weihnachtsmenü.

Laguna Quilotoa

Laguna Quilotoa

Claudio hatte die Tour im Blick

Claudio hatte die Tour im Blick

Abgehoben vor Glück!

Abgehoben vor Glück!

Rauf, runter und manchmal war's auch ganz schön eng.

Rauf, runter und manchmal war's auch ganz schön eng.

Einmal zu Fuss rundherum

Einmal zu Fuss rundherum

Weihnachtsdeko im Bussli

Weihnachtsdeko im Bussli

Selbstgebaute Weihnachtsguetzli (= Plätzchen)

Selbstgebaute Weihnachtsguetzli (= Plätzchen)

Der Bauernhof "Posada de Tigua"

Der Bauernhof "Posada de Tigua"

Unser Wärmespender

Unser Wärmespender

Nach so viel Ausruhen stand nun der mit 6310m höchste Bergriese auf dem Programm. Wir erreichten das Besucherzentrum des Chimborazo auf 4400m pünktlich zum Sonnenuntergang. Nach einer recht frischen Nacht wurden wir auch am Morgen mit einem genialen Blick auf den Bergriesen belohnt. Der Gipfel wirkt mächtig und erhaben.

Cool, gell !?!

Cool, gell !?!

6310m hoch

6310m hoch

Abendstimmung am Berg

Abendstimmung am Berg

Bis zu der Laguna durften wir stapfen. An der dünnen Luft registrierten wir die mehr als 5000m Höhe.

Bis zu der Laguna durften wir stapfen. An der dünnen Luft registrierten wir die mehr als 5000m Höhe.

Die Polizei wollte auch mal den Gipfel aus nächster Nähe bestaunen, allerdings sind die Herren in ihren Lackschühchen  schnaufend nur sehr langsam voran gekommen ...

Die Polizei wollte auch mal den Gipfel aus nächster Nähe bestaunen, allerdings sind die Herren in ihren Lackschühchen schnaufend nur sehr langsam voran gekommen ...

Das Kolibrinest entdeckten wir beim Cimbo-Besucherzentrum.

Das Kolibrinest entdeckten wir beim Cimbo-Besucherzentrum.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Freisein, Land & Leute kennen lernen, die Seele baumeln lassen, Sonnenuntergänge geniessen, Berge besteigen, Sich einlassen auf Neues, eigene Grenzen ausloten & vielleicht überwinden oder einfach gesagt: Zeit haben um die Welt mit eigenen Augen zu entdecken. Nach ca einem halben Jahr Planung starten wir in Buenos Aires ...
Details:
Aufbruch: 10.08.2013
Dauer: 20 Monate
Heimkehr: 16.04.2015
Reiseziele: Argentinien
Uruguay
Chile
Bolivien
Paraguay
Brasilien
Peru
Ecuador
Kolumbien
Der Autor
 
Zwei Gwunderfiz a. berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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