El sendero del sueño

Kolumbien-Reisebericht  |  Reisezeit: Januar 2009 - Januar 2010  |  von Alessandra Hunziker

Villa de Leyva

nach langem hin und her habe ich mich entschieden kolumbien nicht aus zu lassen und habe uebers internet einen flug von panama city nach pereira fuer 150$ gebucht. ich starte meine reise durch kolumbien in der mitte des landes weil ich nur 2 wochen zeit habe und nicht durchs ganze land hetzen will.

nach 1.5 stunden flug inkl. etwas zu essen bin ich in pereira angekommen und wollte eigendlich einmal uebernachten bevor ich mich nach bogota aufmachen wollte. bei der touristeninformation am flughafen habe ich jedoch gehoert, dass die busfahrt neun stunden dauert und es 8x pro tag einen flug nach bogota gibt der nur 30min geht. hmm nochmals 100$ ausgeben oder busfahren... eine stunde spaeter sass ich dann im naechsten flugzeug und 30min spaeter war ich auch schon in der hauptstadt. brr beim aussteigen hat mich fast der schlag getroffen! ich habe panama city bei ueber 35 grad verlassen und in bogota war es gerade mal 13 grad... somit habe ich mir im hotel seit mehr als 3 monaten wieder mal eine sehr heisse dusche gegoennt.
nach einer nacht in bogota habe ich mich entschieden gleich weiter nach villa de leyva zu fahren und beim rueckweg dann die stadt ansehen.

die fahrt nach villa de leyva hat knapp 4 stunden gedauert und die landschaft durch die die fahrt ging war wunderschoen. hat mich irgendwie an die schweiz erinnert. berge, waelder und gruene wiesen.

villa de leyva ist eine kleine kolonialstadt und liegt in ein tal gebettet. die stadt ist wunderschoen, romantisch und hat ueberhaupt keine modernen gebaeude was dem ganzen einen unglaublichen charme verleiht. die strassen sind gepflastert mit sehr grossen kopfsteinpflaster (unmoeglich mit absaetzen )) und in der stadt liegt die groesste plaza in ganz latinamerika.
man kann stundenlang durch die gassen schlendern auch wenn man 10x die gleiche entlanglaeuft da die stadt wirklich klein ist. ich geniesse es auch einfach auf der plaza zu sitzen, fuechte zu kosten die ich noch nie gesehen habe und den einheimischen und touristen zuzuschauen.

ich bin uebrigens im colombian highlands hostal abgestiegen. das hostal liegt 1km ausserhalb der stadt und ist total ruhig und friedlich gelegen. ich bezahle fuer ein dorm bett 15000 pesos was ca. 8$ sind. es gibt eine kueche, einen aufenthaltsraum mit cheminee und fernseher und wenn man moechte ein fruehstueck fuer 3$ (eier, brot mir butter und marmelade, kaffee, tee oder heisse schokolade).

am tag darauf habe ich den wasserfall von periquera besichtigt. die fahrt mit dem bus dauerte 30min. danach laeuft man ca. 10min einen weg entlang mit einer traumhaften aussicht bis zum eingang des nationalparks. dort kam mir auch schon eine junge frau mit einem suessen baby auf dem arm entgegen mit einem ticket in der hand. nach einer viertelstuendigen unterhaltung ueber das reisen und ueber kolumbien ging es einen engen pfad hinunter bis zum wasserfall. es war ein schoener, gemuetlicher ort inmitten von baeumen und es gab nur 2 touristen die die selbe idee hatten wie ich. nach einem fruechte picknick und fotos ging ich auch schon wieder zurueck. ich habe mich nocheinmal eine viertelstunde mit carolina unterhalten bevor ich mich auf den weg zur strasse aufmachte wo der bus faehrt. unterwegs haben zwei kolumbianer (mutter und sohn) mit einem total suessen 3 monatigen labrador namens jack angehalten und mich mitgenommen zurueck nach villa de leyva. die zwei waren total freundlich und sehr an meiner reise interessiert. war fuer mich wie 30min spanisch unterricht ).
nachdem ich mir in der stadt das abendessen eingekauft habe, habe ich es mir nach einer heissen dusche mit einem buch den rest des tages gemuetlich gemacht.

Auf dem Weg zum Nationalpark

Auf dem Weg zum Nationalpark

heute habe ich eine 5 stuendige fahrradtour durch die umgebung von villa de leyva gemacht und mir dabei einiges angeschaut.
zuerst ging der weg relativ steil nach oben durch eine wunderschoene landschaft, mit toller aussicht auf die stadt, in richtung pozos azules. die pozos azules sind tuerkisblaue natuerliche kleine seen. dieser ort war so friedlich und beruhigend. man hoerte nichts ausser der natur und es war schoen dies ohne andere touristen geniessen zu koennen.

Aussicht auf Villa de Leyva

Aussicht auf Villa de Leyva

Blick auf die Pozos Azules

Blick auf die Pozos Azules

nachdem ich mich von dieser ruhe trennen konnte ging die fahrt weiter zum museum el fosil. die hauptattraktion dieses museums ist der kronosaurus, ein ueberdimensionales krokodilaenliches wesen. das skelett des kronosaurus haben sie 6km von villa de leyva entfernt gefunden. dieser saurier lebte im wasser und die stadt liegt jedoch in den bergen... es gibt nur 2 skelette dieser art in der welt. das zweite ist in australien.

nach fosilien wollte ich auch noch alte steine begutachten und machte mich auf den weg zum parque arqueologico muisca. die guides waren leider alle in der mittagspause so musste ich mir die steine ohne fuehrung anschauen. was sich mit diesen steinen genau auf sich hat weiss ich desshalb leider nicht so genau. die kolumbianer sagen das sei stoneheadge von kolumbien. die steine waren dafuer da um die zeit zu messen anhand der sonne...fuer mich sah es eher aus wie riesen penise die auf einer wiese stehen ;o) seht selbst...

die letzte etappe fuehrte mich zum casa de barro. dies ist ein haus welches ein einheimischer ausschliesslich aus lehm gebaut hat. ausser das klo ist auch wirklich alles aus lehm. das haus sieht fuer mich auf den ersten blick aus wie ein braunes hundertwasser haus. es hat wirklich spass gemacht dieses haus zu begutachten obwohl es noch nicht fertig ist und auch irgendwie nicht in die landschaft passt mit den anderen wunderschoenen kolonialhaeusern.

Kueche

Kueche

Sehr bequemes Bett ;o)

Sehr bequemes Bett ;o)

Eine von 5 Terrassen

Eine von 5 Terrassen

morgen gehe ich wieder zurueck in die kaelte und werde mir die hauptstadt von kolumbien bogota einbisschen genauer anschauen...

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Jede Reise beginnt mit einem Traum... 12 Monate von Kalifornien bis nach Argentinien. Die schönsten Momente im Leben sind die, in denen Gedanken Wirklichkeit werden...
Details:
Aufbruch: 05.01.2009
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: Januar 2010
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Mexiko
Belize
Guatemala
Honduras
Nicaragua
Isla de Ometepe
Costa Rica
Panama
Kolumbien
Ecuador
Peru
Bolivien
Argentinien
Chile
Der Autor
 
Alessandra Hunziker berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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