Simson Deutschland Ralley 2011

Deutschland-Reisebericht  |  Reisezeit: August 2011  |  von Flaps !

Simson Mokick Rallye gestartet.: Der Harz läd zum "heizen" ein

Von Osterode ging es dann endlos hoch nach Clausthal-Zellerfeld. Hier zeigte sich erstmals der deutliche Leistungsunterschied zwischen 50 ccm und den zwei 70 ccm Schwalben. Theo und ich warteten oben auf Dani.

Es war ca. 16:30 Uhr und wir düsten mit einigen Motorradfahrern eine wunderschöne kurvige Strecke nach Goslar. Wir überholten im Motorradfahrerpulk einige Autos die in Sonntagsfahrerweise die Landschaft erkundeten. Die "Schnapsglas-Motoren" glühten und liefen absolut klasse.

Eine traumhafte Fachwerkstadt

Eine traumhafte Fachwerkstadt

Strahlend blauer Himmel

Strahlend blauer Himmel

Dunkle Wolken zogen über dem Harz, den wir nun hinter uns gelassen hatten. Sie kamen in unsere Richtung.

Innenstadt mit "mörderischem" Kopfsteinpflaster

Innenstadt mit "mörderischem" Kopfsteinpflaster

Das Etappenziel Goslar war früher als erwartet erreicht. Sofort tauchten wir über das grobe Kopfsteinpflaster in die historische prächtige Altstatt mit den beeindruckenden Gebäuden ein.

Die Jungs hatten schon vorher gesagt "weiterfahren" und ich konnte sie nicht überzeugen Halt zu machen.
Also gut, aber die nächste Juhe kommt erst in Celle!

Es ist 17:00 Uhr und dies sind mehr als 100 Km. Aber sie waren nicht von Ihrem Vorhaben ab zu bekommen.

Ich kann nur von solchen Aktionen abraten, wenn dann etwas passiert hängt man in der Pampa bei Nacht rum.

Aber ich behielt das für mich. Der bisherige Tag lief ja ausgesprochen gut. Außerdem bildeten sich hinter uns im Harz Gewitterwolken. Also auf geht es. Wir heizten in Richtung Bad Salzgitter auf der B6.

Kurz vor Salzgitter wurde die B6 zur Kraftfahrstraße und wir drehten an der nächsten Möglichkeit ab. ... "ins Nirvana".

... "Mein Tank ist leer, Reserve... meiner auch"...

Keine vernünftige Wegbeschreibung und da war sie die Tanke unserer Albträume. Beim Tanken lief alles glatt. Beim Bezahlen merkte Dani das was mit dem Wechselgeld nicht stimmte. Entweder passen 30 Liter in eine S51 oder ein 20€ Schein fehlte. Die blonde Kassiererin hatte mit der Schlange an der Kasse zu kämpfen und als Dani und ich ihr sagten das hier etwas nicht stimmen könne, sagte sie nach kurzem rumgetippe auf der Kasse: "Es stimmt alles!"

Jeder andere hätte sich angesichts der Kassenschlange seinem Schicksal ergeben, aber wir baten anständig aber eindringlich um Aufklärung. Sie rief den Tanke-Pächter an. Die Zeit verstrich, wir fragten nochmals nach und sie antwortete genervt er kommt schon. Nach einer ½ Stunde kam er dann auch und wurstelte zunächst an der Kasse rum. Dann sagte auch er, er könne keinen Fehler feststellen.

Ich fragte ob in Danis Tank 30 Liter passen und zeigte auf seine S51. "Er hat mit 50€ bezahlt und bekam nur knapp 15€ zurück." Nun wurde er Nachdenklich und schaute sich das Moped an das immer noch die Zapfsäule blockierte. Dann ging er mit uns ins Büro und wir konnten die Videoaufzeichnungen der Tanksäule und die der Kasse anschauen.

Wahnsinn! Da sieht man alles mit Zeitcode etc. Und siehe da die Tussi gab Dani tatsächlich einen 20er zu wenig raus. Kann ja mal vorkommen, aber So unfreundlich und Zeitraubend hatte dies nicht sein müssen. Keine Entschuldigung oder ähnliches ... scheiß Shell Tanke!!!

Die unnützigste Panne der ganzen Tour.

Die unnützigste Panne der ganzen Tour.

Danis "Panne" kostete uns eine wertvolle Stunde. Ich hatte bereits in der Juhe in Celle angerufen und abgeklärt bis wann es Essen gibt und wie lange wir einchecken können. Einchecken war kein Problem bis 10:00 Uhr, aber Essen gibt es nur bis 8:00 Uhr. Das war nun nicht mehr zu schaffen.

Wir düsten also über Lebensted nach Lengede, Ilsede und Peine. Gegen 20:00 Uhr führen wir auf der 444 Richtung Edemissen unter der A2 durch. Nun war Celle 60 km angeschrieben.

Abendstimmung auf langweiliger "endloser" Strecke.
Die Wolken holten uns ein, es wurde kalt.

Abendstimmung auf langweiliger "endloser" Strecke.
Die Wolken holten uns ein, es wurde kalt.

Müde düsten wir auf einer langweiligen B214 immer gerade aus nach Celle. Die 60 Km waren schier endlos. Es wurde Dunkel und wir kamen gegen 21:15 in Celle an. An einer Tanke fragten wir nach dem Weg zur Juhe . Dieses mal aber bewusst bei ARAL. Wir erreichen müde aber glücklich gegen 21:30 Uhr die Juhe.

"Alter..., jetzt schon Pause ???"

"Alter..., jetzt schon Pause ???"

Theo frotzelte noch: "Lass uns weiter nach Hamburg fahren!" Ich bin überzeugt, er hätte dies getan, aber ich weigerte mich.

Nach dem Einchecken kümmerten wir uns ums Gepäck und um etwas zu Beißen. Wir strandeten in einem Lokal das zwar offen war, aber bei dem zunächst kein Gast und keine Bedienung zu sehen war. Gute Vorzeichen für leckeres Essen dachte ich ironisch.

Hotel Heidekönig

Allerdings wurde ich von einem schmackhaften mächtigen Cordon Bleu mit Spagetti überrascht. Nach einer ¾ Portion bestellte ich eine Runde Schnaps und streckte die Flügel. Theo und Dani putzten Ihre Gerichte, die ähnlich üppig ausfielen, mit leichtem Magendrücken weg. Beachtlich!

© Flaps !, 2012
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Familienurlaub mal anders… Mokick Tour auf Landstraßen Stuttgart – Hamburg – Stuttgart 1900 Km in 2 * 2,5 Tagen Fahrzeit > Aufsitzen und Durchhalten <
Details:
Aufbruch: 20.08.2011
Dauer: 12 Tage
Heimkehr: 31.08.2011
Reiseziele: Deutschland
Der Autor
 
Flaps ! berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
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