Frühjahrstour 2016 von Köln nach Eberbach am Neckar

Deutschland-Reisebericht  |  Reisezeit: April 2016  |  von Andreas Rohbogner

1. Etappe: von Köln nach Daun in der Vulkaneifel

Mit etwas Frühstück gestärkt ging es in der Früh von der Unterkunft los in Richtung Hohenzollernbrücke auf deren Mitte über dem Rhein ja der offizielle Startpunkt der Radferntour mit zu diesem Zeitpunkt noch unbestimmten Endpunkt festgesetzt war. Nur für diesen Tag hatte ich am Vorabend in der Unterkunft mittels Internet am Handy noch vorsichtshalber ein Quartier vorgebucht.

Gegen 8:45 Uhr das "offizielle Startfoto" noch vor der Hohenzollernbrücke. Im Bereich des rechten Baumes nochmals das Reiterstandbild Kaiser Wilhelm I. und schräg davor ein oberbayerischer Radlritter, der sich die nächsten Tage mit seinem Drahtesel begnügen sollte.

Gegen 8:45 Uhr das "offizielle Startfoto" noch vor der Hohenzollernbrücke. Im Bereich des rechten Baumes nochmals das Reiterstandbild Kaiser Wilhelm I. und schräg davor ein oberbayerischer Radlritter, der sich die nächsten Tage mit seinem Drahtesel begnügen sollte.

Vom Startpunkt aus im Hintergrund sichtbar die mächtigen sog. "Kranhäuser", ein neues Wahrzeichen Kölns. Etwas dahinter ging's für mich weg vom kurzen Stück Rheinradweg nach rechts über die Schönhauser Str. zur Brühler Str. und über diese Ausfallstraße heraus aus der Großstadt, die einem Radfahrer, der weit fahren will, nur Zeit und Nerven mit dem übrigen Verkehr abverlangt. Nur gut, daß meine Route raus in die offene Prärie recht einfach gestrickt war und ich bald "Tschüßßß Kölle" von mir geben konnte.

Vom Startpunkt aus im Hintergrund sichtbar die mächtigen sog. "Kranhäuser", ein neues Wahrzeichen Kölns. Etwas dahinter ging's für mich weg vom kurzen Stück Rheinradweg nach rechts über die Schönhauser Str. zur Brühler Str. und über diese Ausfallstraße heraus aus der Großstadt, die einem Radfahrer, der weit fahren will, nur Zeit und Nerven mit dem übrigen Verkehr abverlangt. Nur gut, daß meine Route raus in die offene Prärie recht einfach gestrickt war und ich bald "Tschüßßß Kölle" von mir geben konnte.

Laut Foto-Zeit um 8 Uhr 59 Minuten und 59 Sekunden einen Rheinschiffer am offiziellen Startpunkt über der Rheinmitte untendurch passieren lassen und dann aber rein in die Pedale, denn schließlich war ja vorgebucht und der Weg noch weit. Rechts im Bild nochmals Groß St. Martin.

Laut Foto-Zeit um 8 Uhr 59 Minuten und 59 Sekunden einen Rheinschiffer am offiziellen Startpunkt über der Rheinmitte untendurch passieren lassen und dann aber rein in die Pedale, denn schließlich war ja vorgebucht und der Weg noch weit. Rechts im Bild nochmals Groß St. Martin.

Ein letzter Blick zurück auf die Hohenzollernbrücke...

Ein letzter Blick zurück auf die Hohenzollernbrücke...

und die bauähnliche, aber nur zwei- anstatt sechsgleisige Südbrücke und einen Häuserblock weiter geht's rechts weg vom Rhein...

und die bauähnliche, aber nur zwei- anstatt sechsgleisige Südbrücke und einen Häuserblock weiter geht's rechts weg vom Rhein...

...jaaaaaa in die Prärie. Hier ein Stück vom riesigen Spargelanbaugebiet bei Meschenich gleich nördlich von Brühl, das auch für das dort ansässige "Phantasialand" sehr bekannt ist.

...jaaaaaa in die Prärie. Hier ein Stück vom riesigen Spargelanbaugebiet bei Meschenich gleich nördlich von Brühl, das auch für das dort ansässige "Phantasialand" sehr bekannt ist.

Spargelernte

Spargelernte

Zwischen Brühl und Euskirchen trat dann während einer kurzen Pause eine recht mächtige Sturmböe auf, die zwar für den restlichen Tag die stärkste Ausuferung darstellte, dafür hatte ich noch die ganze Zeit ständig weiterhin teils stürmischen Gegen- und Seitenwind, der mich am Weiterkommen in Richtung gebuchtes Quartier in Daun erheblich einbremste und dies zusätzlich zum bekannten gut hügeligen geographischen Streckenverlauf durch die Eifel. Nur eins blieb dankenswerter Weise aus: REGEN.

Ab Euskirchen verlief die Strecke noch einige km über Arloff am Erft-Radweg gemächlich ansteigend entlang, spätestens ab Bad Münstereifel war dann die Eifel real existent.

Alter Kramer-Bulldog KB 17 zu verkaufen - der hätte mich bei meiner windbedingten niedrigen Durchschnittsgeschwindigkeit sicherlich ziehen können...

Alter Kramer-Bulldog KB 17 zu verkaufen - der hätte mich bei meiner windbedingten niedrigen Durchschnittsgeschwindigkeit sicherlich ziehen können...

Radler- und Wanderer-Schilderwald in Kreuzweingarten am Erft-Radweg

Radler- und Wanderer-Schilderwald in Kreuzweingarten am Erft-Radweg

Noch Erft-Radweg

Noch Erft-Radweg

Speichen-Durchblick auf die Erft

Speichen-Durchblick auf die Erft

Wolkenbild am Ortsende von Arloff

Wolkenbild am Ortsende von Arloff

Fachwerk-Häuser in Iversheim kurz vor Bad Münstereifel

Fachwerk-Häuser in Iversheim kurz vor Bad Münstereifel

Nochmal schmuckes Fachwerk

Nochmal schmuckes Fachwerk

Eines der Stadttore von Bad Münstereifel

Eines der Stadttore von Bad Münstereifel

Bad Münstereifel - Stiftskirche St. Chrysanthus und Daria

Bad Münstereifel - Stiftskirche St. Chrysanthus und Daria

"Grenzübergang" von Nordrhein-Westfalen nach Rheinland-Pfalz bei Falkenberg.
Der Gegen- und Seitenwind ließ sich deshalb auch nicht beirren und spielte - noch dazu hier auf der Höhe - weiterhin sein bremsendes Spiel mit mir. In Bezug auf das Schild haben die es mir nicht einfach gemacht. Von wegen "Willkommenskultur" ...

"Grenzübergang" von Nordrhein-Westfalen nach Rheinland-Pfalz bei Falkenberg.
Der Gegen- und Seitenwind ließ sich deshalb auch nicht beirren und spielte - noch dazu hier auf der Höhe - weiterhin sein bremsendes Spiel mit mir. In Bezug auf das Schild haben die es mir nicht einfach gemacht. Von wegen "Willkommenskultur" ...

Zur Zwischenstärkung ein Süßgebäck in Form einer Kirschtasche auf der Gepäcktasche  von einer Brotzeitbude noch vor Euskirchen - also lange Zeit spazierengefahren.

Zur Zwischenstärkung ein Süßgebäck in Form einer Kirschtasche auf der Gepäcktasche von einer Brotzeitbude noch vor Euskirchen - also lange Zeit spazierengefahren.

Eine Runde auf der Nordschleife gefällig?

Eine Runde auf der Nordschleife gefällig?

Auf einer Ahrbrücke zwischen Ahrhütte und Uedelhoven

Auf einer Ahrbrücke zwischen Ahrhütte und Uedelhoven

Mitten drin in der Vulkaneifel...

Mitten drin in der Vulkaneifel...

...und ein "gefährlicher" (Rad-)Wanderweg

...und ein "gefährlicher" (Rad-)Wanderweg

Nach vielen Bildern dieses substanzzehrenden, aber dennoch landschaftlich faszinierenden Tages, noch einige Zeilen zum Routenverlauf ab Bad Münstereifel:
Seit dem Stadtende von Köln (Spargelgebiet bei Meschenich) war ich so gut wie durchgehend auf dem ausgeschilderten Radweg R15 unterwegs, wobei man bedenken muß, nicht immer auf einem separaten Radweg dahinrollen zu können, sondern auch überwiegend verkehrsarme Nebenstraßen einen Radweg darstellen.
Als Lückenschluß für eine lange Routenführung muß dabei auch mal eine stärker befahrene Bundesstraße herhalten können, ohne einen unangebracht weiten Umweg tätigen zu müssen. Dies sind aber wirklich nur kleine Lückenschlüsse, die in der Radkarte auch besonders vermerkt sind.
So gesehen kann eine rel. enge Nebenstraße durch fehlende Ausweichmöglichkeit eine größere Gefahr darstellen, als eine gut ausgebaute Bundesstraße, die fahrradgeeignet ist.
Also diesem R15 folgte ich ab Bad Münstereifel noch über Eicherscheid bis Schönau, um dann einen verkehrsärmeren und kürzeren Stich, wie ein Anwohner gegenüber der aussichtsreicheren und weiteren ausgeschilderten Version vermerkte, über Falkenberg (Landesgrenze NRW - RP) zu nehmen. Trotzdem hatte ich schöne Aussichten !
So ging es also über Hümmel, Ohlenhard, Lommersdorf, Uedelhoven und Üxheim nach Niederehe, wo ich auf einen ausgeschilderten Waldweg wechselte, der mir aber trotz gut windgeschützten Verlaufes durch recht schlecht beschaffene Oberfläche auch nochmals Zeitverlust bereitete. Bei einer letzten kurzen Pause zog ich mir auf einer Rastbank in diesem Waldgebiet zum erstenmal an diesem Tag bei gegen Abend abnehmenden Temperaturen die lange Hose und die Regen-Wind-Jacke über, um dann etwas vor Dreis-Brück wieder auf die schneller rollbare Landstraße zu wechseln, die mich dann über Nerdlen nach Daun gelangen ließ, wo ich gegen 19:45 Uhr, also nach 10,75 Std. Brutto-Fahrzeit (x-Netto) mein gebuchtes Quartier noch gut bei Tageslicht erreichte, zwar ziemlich platt, aber den Weg in den 2. Stock zum Zimmer nahm ich vor und nach dem Abendessen dennoch über die Treppe und nicht mit dem Aufzug.
Soviel Disziplin musste einfach noch vorhanden sein !

Tourstart von Köln in Richtung Vulkaneifel am 15. April 2016

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Durch die Eifel bis kurz vor Trier, Zugtransfer ans Nahetal und weiter mit dem Rad zwischen Pfälzer Bergland und der Rheinhessischen Schweiz, über Ludwigshafen, Mannheim, Heidelberg und schließlich entlang der Burgenstraße nach Eberbach am Neckar.
Details:
Aufbruch: 14.04.2016
Dauer: 6 Tage
Heimkehr: 19.04.2016
Reiseziele: Deutschland
Der Autor
 
Andreas Rohbogner berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
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