Mit dem Wohnmobil nach Marokko 2018

Deutschland-Reisebericht  |  Reisezeit: März - Mai 2018  |  von B. & F. S.

Nach der Reise


Alles sah noch grau aus, als wir von hier starteten, der letzte Schnee war gerade weggeschmolzen. Jetzt ist unser Garten grün, die Wiese muss gemäht werden.
Es wird wohl eine längere Zeit dauern, bevor alle Reiseerlebnisse verarbeitet sind, wir uns wieder in den Trott des Alltäglichen eingefunden haben.

Gerne möchten wir diese Leichtigkeit und Unbeschwertheit behalten. Die natürliche Offenheit und Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Neugier mit der uns die Menschen in Marokko begegnet sind hat so gutgetan. Es wird uns sehr fehlen. Viele Begegnungen dort haben uns gelehrt, die eigenen Weltsichten zu hinterfragen.
Die Landschaften waren atemberaubend und so bunt: Die Atlasberge mit ihren ewigen Schneegipfeln, der Atlantik mit den mächtigen Wellen, die staubigen Weiten der Sahara mit unwirklich grünen Palmoasen.
So spürten wir das Wetter von Winter, Frühling und Sommerhitze, auch Starkregen und Sandsturm.
Wir werden uns an die vielen persönlichen Begegnungen erinnern:
Die Familie aus Saarbrücken mit ihrem silbernen Gelände-Wohnmobil, mit der wir auf der Fähre gereist sind und die wir im Anti-Atlas wiedergetroffen haben.
Den lustigen Platzeigentümer von Bellevue Zerhoun mit seinen dicken Brillengläsern und der allmorgendlichen Teezeremonie.
Das junge Paar aus Südengland, mit dem wir uns so gut unterhalten haben. Die schon ältere aber topfitte Amerikanerin mit Liegerad.
Der junge Angestellte in El Quatia am Atlantik, der mir einen Tag zu früh zum Geburtstag gratulierte und mir dann mit Frank zusammen ein Ständchen dargebracht hat.
Salah mit seiner Familie und seinen Freunden. In seinem kleinen Paradies haben wir einige interessante und tiefere Einsichten in das Leben bekommen. Er hat uns soviel Ruhe und Erholung gegeben.
Das Frankenpaar, aus dem weinroten Kastenwagen, die uns von ihrer Mongoleitour berichteten.
Der Schleusenwärter mit seiner Frau, mit denen wir einen sehr lustigen Abend verbracht haben.
Die zwei Dänen mit der roten Sandschaufel auf dem Dach, wir begegneten ihnen in den Weiten Marokkos drei Mal.
Die Besatzung des Wochner-Mobils, deren Wege wir auch öfter kreuzten.
Die nette französische Dame, die uns Eierkuchen gebacken hat.
Unsere Gastgeber in Marrakesch. In ihrem Garten haben wir drei Tage unter blühenden Orangenbäumen gestanden, sind gut bewirtet worden und haben die Abende in Ihrem Haus bei netten Gesprächen verbracht. Inzwischen waren wir auch auf Einladung von Reinhard und Aicha in ihrem deutschen Domizil zum Marokkofahrertreffen zu Gast.
Und die Unterstützer der Vollgeld-Initiative aus der Schweiz, mit Ihnen haben wir zwei Tage lang tiefschürfende politische Gespräche geführt. Ein ganz großer Zufall führte uns die beiden ein halbes Jahr später vollkommen unverhofft in Berlin über den Weg und wir konnten einen Abend lang unsere Gespräche fortsetzen.
Die Palmblattstängel aus der Oase Tighmert und der Wasserkrug aus Zagora stehen nun vor unserem Haus.


Weitere Reisen von uns auf "umdiewelt.de":
Marokko 2014,
Baltikum 2015,
Georgien 2016,
Albanien 2017,
Moldawien 2018

© B. & F. S., 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Schon einmal in Marokko unterwegs, waren wir fasziniert von Land und Leuten. Wir werden wiederkommen schworen wir damals. Das haben wir nun getan und haben mehr Zeit mitgebracht als auf der Reise von 2014. In zwei Monaten nahmen wir 10.682 Kilometer mit unserer blauen Zitrone unter die Räder.
Details:
Aufbruch: 06.03.2018
Dauer: 8 Wochen
Heimkehr: 01.05.2018
Reiseziele: Marokko
Frankreich
Spanien
Deutschland
Der Autor
 
B. & F. S. berichtet seit 32 Monaten auf umdiewelt.