Pilgern auf der Königsstraße Via Regia

Deutschland-Reisebericht  |  Reisezeit: Juni / Juli 2020  |  von Ines Buchholz

Es geht los

Mit der Bahn nach Görlitz

Die Fahrt verlief reibungslos und wir sind pünktlich in Görlitz angekommen.

Kurz vor der Abfahrt in Braunschweig

Kurz vor der Abfahrt in Braunschweig

Ab jetzt mit Maske

Ab jetzt mit Maske

Ankunft im schönen Bahnhof von Görlitz

Ankunft im schönen Bahnhof von Görlitz

Vom Bahnhof machen wir uns auf den Weg zur Herberge und genießen erste Eindrücke von Görlitz

Vom Bahnhof machen wir uns auf den Weg zur Herberge und genießen erste Eindrücke von Görlitz

Görlitz - Grenzstadt zu Polen

Görlitz ist nicht nur die östlichste Stadt in Deutschland sondern auch eine der schönsten und besterhaltenen Städte Deutschlands und Mitteleuropas. Die historische Altstadt besteht aus Denkmälern aus fünf Jahrhunderten. Vor der Wiedervereinigung Deutschlands war die Altstadt dem Verfall überlassen. Inzwischen ist sie aufwendig restauriert worden und präsentiert sich in einer einzigartigen Pracht. Es macht Spaß durch die Gassen und über die Plätze zu schlendern und sich die Schönheit der Stadt zu Fuß zu erobern. Das viele Kopfsteinpflaster ist zwar nicht sonderlich gut zum laufen, aber es verleiht der Stadt noch mehr Charme.
Die Stadt wird auch Görliwood genannt, da sie schon vielfach als Filmkulisse diente.
Die Stadt ist durch die Neiße geteilt. Der Fluss bildet die Grenze zu Polen.

Der Dicke Turm oder auch Frauen Turm genannt war einst Teil der Stadtmauer. Insgesamt sind noch drei Türme erhalten.

Der Dicke Turm oder auch Frauen Turm genannt war einst Teil der Stadtmauer. Insgesamt sind noch drei Türme erhalten.

Er will gerade eine Turmführung starten und lädt uns ein doch gleich mitzukommen. Von oben soll man eine tolle Sicht auf die Stadt haben. Er hat uns charmant überzeugt - für 3,50€ Eintritt/ Person sind wir dabei.

Er will gerade eine Turmführung starten und lädt uns ein doch gleich mitzukommen. Von oben soll man eine tolle Sicht auf die Stadt haben. Er hat uns charmant überzeugt - für 3,50€ Eintritt/ Person sind wir dabei.

Führung durch den Turm

Während der Führung erhalten wir einige Informationen über die einst vermögende Stadt an der Neiße. Aufgrund von Rechten auf Salz und Färberkraut hat es die Stadt zu Reichtum gebracht.
Erst nach dem zweiten Weltkrieg ist die Stadt heruntergekommen und man hat sogar über den kompletten Abriss nachgedacht.
Der Turm selbst wurde bis in die 90er Jahre als Tanzlokal für Studenten genutzt.
Die Mauerstärke beträgt im unteren Teil über 5m.

Im Turm gibt es ein paar "Zimmer" aus alten Zeiten und eine fantastische Sicht auf die schöne Altstadt.
Dieses Zimmer, war das alte Turmwächter Zimmer. Der Wächter hatte u. a die Aufgabe mögliche Brände sofort zu melden. Es gibt sogar noch original Fotografien der Wächter und ihrer Familie.

Im Turm gibt es ein paar "Zimmer" aus alten Zeiten und eine fantastische Sicht auf die schöne Altstadt.
Dieses Zimmer, war das alte Turmwächter Zimmer. Der Wächter hatte u. a die Aufgabe mögliche Brände sofort zu melden. Es gibt sogar noch original Fotografien der Wächter und ihrer Familie.

Super Blick (von links) auf die Nikolaikirche, Pfarrkirche St. Peter und Paul, das Rathaus und die Schule

Super Blick (von links) auf die Nikolaikirche, Pfarrkirche St. Peter und Paul, das Rathaus und die Schule

Der Nikolaiturm

Der Nikolaiturm

Der Platz vor dem dicken Turm. Gegenüber ein großes Kaufhaus. Im Hintergrund die Frauenkiche.

Der Platz vor dem dicken Turm. Gegenüber ein großes Kaufhaus. Im Hintergrund die Frauenkiche.

So, oder ähnlich könnte einst die Küche im Turm ausgesehen haben. Ausserdem gibt es aus dem Fenster weitere schöne Aussichten auf die Stadt.

So, oder ähnlich könnte einst die Küche im Turm ausgesehen haben. Ausserdem gibt es aus dem Fenster weitere schöne Aussichten auf die Stadt.

Blick auf einen erloschenen Vulkan - die Landeskrone

Blick auf einen erloschenen Vulkan - die Landeskrone

Tipps

Wieder unten angekommen, macht der freundliche Guide nicht nur ein Foto von uns sondern gibt uns auch noch ein paar gute Tipps. Wir sollen uns unbedingt die Ochsenbastei und den Friedhof an der Nikolaikirche ansehen. Ausserdem könnten wir uns unseren ersten Pilgerstempel in der Frauenkirche nebenan abholen. Letzteres erledigen wir dann auch sofort

Der erste Stempel in unserem Pilgerausweis

Der erste Stempel in unserem Pilgerausweis

Zur Herberge

Auf dem Weg zu unserer Unterkunft fangen wir weitere Eindrücke der Stadt ein.

Das Rathaus

Das Rathaus

Häuser in direkter Nähe zum Rathaus

Häuser in direkter Nähe zum Rathaus

Rucksack ab und weiter geht es

Nachdem wir unsere Rucksäcke in der Herberge verstaut haben, gehen wir erstmal lecker auf einen Kaffee und Kuchen. Dann folgen wir den Tipps des freundlichen Guides, die sich als lohnenswert erwiesen haben.

Eingang zur Ochsenbastei

Eingang zur Ochsenbastei

Wir entdecken einen ersten Hinweis auf den Pilger Weg

Wir entdecken einen ersten Hinweis auf den Pilger Weg

Blick von der Brücke auf die Pfarrkirche St Peter und Paul. Es gab einst sieben historische Brücken, keine davon hat den zweiten Weltkrieg überlebt.

Blick von der Brücke auf die Pfarrkirche St Peter und Paul. Es gab einst sieben historische Brücken, keine davon hat den zweiten Weltkrieg überlebt.

Auf polnischer Seite ist der Startpunkt der Via Regia

Auf polnischer Seite ist der Startpunkt der Via Regia

Blick von der Pfarrkirche auf die Neiße und den polnischen Teil der Stadt.

Blick von der Pfarrkirche auf die Neiße und den polnischen Teil der Stadt.

Der Nikolaiturm

Der Nikolaiturm

Vor den dunklen Wolken sehen die Türme der Pfarrkirche besonders imposant aus.

Vor den dunklen Wolken sehen die Türme der Pfarrkirche besonders imposant aus.

Der Friedhof neben der Nikolaikirche. Die Kirche selbst versteckt sich unter mächtigen Linden.

Der Friedhof neben der Nikolaikirche. Die Kirche selbst versteckt sich unter mächtigen Linden.

Unterhalb der Pfarrkirche genießen wir schlesische Küche.

Unterhalb der Pfarrkirche genießen wir schlesische Küche.

So lecker geht der erste Tag unserer Pilger Zeit zuende

So lecker geht der erste Tag unserer Pilger Zeit zuende

© Ines Buchholz, 2020
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Eigentlich wollten wir bereits im Mai auf dem Caminho del Norte in Spanien unterwegs sein. Doch dann kam Corona dazwischen. Da sich die Situation inzwischen etwas entspannt hat, haben wir uns entschlossen in Deutschland zu pilgern. Auch Deutschland ist durchzogen von den verschiedensten Pilgerrouten. Wir haben uns für die 460km lange Via Regia von Görlitz nach Vacha entschieden.
Details:
Aufbruch: 24.06.2020
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 15.07.2020
Reiseziele: Deutschland
Der Autor
 
Ines Buchholz berichtet seit 4 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (3/5):
Rosi 1596014407000
Hallo, ihr Bei­den
­
Mir ging es ähnlich wie euch: Im Herbst 2019 von Zuhause aus aus­ges­tar­tet mit Ziel Metz, wollte ich im Mai 2020 von dort aus weiter weiter Rich­tung Santi­a­go...... Und dann kam Corona und so bin ich am 24.05. in Görlitz auf dem Öku­menischen Pil­ger­weg ges­tar­tet und am 07.06. in Erfurt an­ge­kom­men. Ich kann mich euch nur an­schlie­ßen, es war wun­der­bar und ich freue mich schon jetzt auf meine For­tset­zung des Weges von Erfurt nach Mainz, vo­raus­sich­tlich Mitte Au­gust.... Zu meiner Wan­der­zeit waren bis auf 2 Aus­nah­men (Me­lau­ne und Ne­belschütz) die Her­ber­gen alle gesch­los­sen­..
Lie­be Grüße und Buen Ca­mi­no
­
Ro­si
Angela 1594916366000
Hallo Ihr Beiden,
mal wieder wun­der­schöne Berich­te von einer tollen Reise ...
anonym 1594781815000
Guten Morgen ihr Zwei.­Was für ein toller Rei­se­bericht. Sicher­lich hattet ihr eine super schöne Zeit und habt viele neue Ein­drücke gesam­melt. Nun wünsche ich euch eine gute Heim­rei­se und freue mich auf ein wie­der­se­hen. Ganz liebe Grüße Anke