Unterwegs in deutschen Städten

Deutschland-Reisebericht  |  Reisezeit: Juli - Dezember 2020  |  von Ines Buchholz

Deutschland hat unzählige schöne Städte, die es lohnt für sich zu entdecken. Einige haben wir dieses Jahr schon während unserer Pilgerreise auf der Via Regia kennengelernt. Die Beschreibung findet ihr im Reisebericht "Pilgern auf der Via Regia....". Hier lassen wir euch nun an weiteren Ausflügen in sehenswerte Städte teilhaben.

Eat the world in Lüneburg

Eine nicht ganz gewöhnliche Stadtführung durch Lüneburg

Bereits im April hatte ich die Tickets für die Stadtführung bei eat the world gekauft. Die Ungewissheit ob die Führung wegen Corona überhaupt stattfinden würde inklusive.
Aber glücklicherweise hat sich die Situation insgesamt entspannt und so starten wir am 31. Juli am frühen
Nachmittag Richtung Lüneburg.

Lüneburg eine historische Stadt in der Heide

Lüneburg ist eine Hansestadt und auch als Salzstadt bekannt. Die Gewinnung von Salz hat die Stadt im Mittelalter zu Reichtum verholfen, was man bis heute in der wunderschönen Altstadt sehen kann. Unzählige Backsteingebäude mit einzigartigen Giebeln warten auf Besucher um bestaunt zu werden. Lüneburg zeigte mit den roten Backsteinen gern seinen Reichtum, denn Steine waren damals aufwendig in der Herstellung.
Daher soll auch der Ausdruck " Stein Reich" kommen.
Die Filmserie "Rote Rosen" hat der Stadt zu noch mehr Ruhm verholfen.

Historisches trifft kulinarisches

Mit einem freundlichen Lächeln werden wir vor der Johanniskirche begrüßt. Anne, eine waschechte Lüneburgerin wird uns "Ihre" Stadt zeigen und zwischendurch gibt es verschiedene kulinarische Kostbarkeiten, so verspricht es zumindest der Anbieter "eat the world".
Schon vor der Kirche gibt es die ersten Informationen. Der Kirchturm an sich ist nämlich etwas aus dem Lot geraten, also schief. Was dem Baumeister seinerzeit so peinlich war, das er sich vom Turm in die Tiefe stürzte. Das wiederum hat er überlebt, weil just in dem Moment ein Heuwagen vorüber fuhr und er sanft landete, so die Erzählung.

Ganz schön schief

Ganz schön schief

Turmbläser

Täglich zweimal steigt ein über 70ig jähriger Mann in den Turm der Kirche und gibt Choräle zum besten.

Dann blicken wir auch schon auf die ersten Backsteingebäude am Sande.

Dann blicken wir auch schon auf die ersten Backsteingebäude am Sande.

Am Sande ist ein großer Marktplatz. Früher haben hier die Fuhrwerke der Händler gestanden und natürlich haben die Pferde hier jede Menge Pferdeäpfel hinterlassen. Damit der Gestank nicht zu groß wurde, hat man regelmäßig Sand drüber gegeben. Heute kann man bei einigen Häusern sehen, daß dadurch halbe Raumhöhen quasi im Sand verschwunden sind.

Am Sande ist ein großer Marktplatz. Früher haben hier die Fuhrwerke der Händler gestanden und natürlich haben die Pferde hier jede Menge Pferdeäpfel hinterlassen. Damit der Gestank nicht zu groß wurde, hat man regelmäßig Sand drüber gegeben. Heute kann man bei einigen Häusern sehen, daß dadurch halbe Raumhöhen quasi im Sand verschwunden sind.

Einmal um die Ecke gegangen, stehen wir vor der ältesten familiengeführte Druckerei Europas. Bis vor wenigen Jahren wurde noch hier am Platz gedruckt. Doch u. a aus Platzmangel hat man die Druckerei nun in moderne Gebäude verlagert.

Einmal um die Ecke gegangen, stehen wir vor der ältesten familiengeführte Druckerei Europas. Bis vor wenigen Jahren wurde noch hier am Platz gedruckt. Doch u. a aus Platzmangel hat man die Druckerei nun in moderne Gebäude verlagert.

Wir sind inzwischen an unserer ersten Lokalität angekommen. Ein Ägypter. Hier bekommen wir eine Kostbrobe aus Nudeln, Linsen, Erbsen und einer köstlichen Soße serviert.

Wir sind inzwischen an unserer ersten Lokalität angekommen. Ein Ägypter. Hier bekommen wir eine Kostbrobe aus Nudeln, Linsen, Erbsen und einer köstlichen Soße serviert.

Durch schmale Gassen lotst uns Anne weiter durch die Altstadt.

Durch schmale Gassen lotst uns Anne weiter durch die Altstadt.

Schließlich stehen wir vor der alten Apotheke mit dem imposanten Eingangsportal.

Schließlich stehen wir vor der alten Apotheke mit dem imposanten Eingangsportal.

Immer wieder schöne Giebelfronten

Immer wieder schöne Giebelfronten

In den Gassen unzählige Restaurants

In den Gassen unzählige Restaurants

Dann stehen wir vor der zweiten Lokalität auf dieser Tour. Dieses Mal ist es ein persisches Restaurant. Hier bekommen wir Baguette mit drei unterschiedlichen Aufstrichen serviert, wieder sehr lecker.

Dann stehen wir vor der zweiten Lokalität auf dieser Tour. Dieses Mal ist es ein persisches Restaurant. Hier bekommen wir Baguette mit drei unterschiedlichen Aufstrichen serviert, wieder sehr lecker.

Gleich nebenan werden wir mit einer Praline verwöhnt. Wirklich eine Köstlichkeit.

Gleich nebenan werden wir mit einer Praline verwöhnt. Wirklich eine Köstlichkeit.

Weiter geht es durch die historischen Gassen mit aufwendig restaurierten Häusern.

Weiter geht es durch die historischen Gassen mit aufwendig restaurierten Häusern.

Anhand des Gullideckel erklärt uns Anne das Lüneburg einst durch drei Siedlungsgebiete zusammen gewachsen ist - Monz, Ponz und Vonz.
Monz steht für Berg, Ponz für die Brücke die über die Ilmenau führt und Vonz für die Quelle.

Anhand des Gullideckel erklärt uns Anne das Lüneburg einst durch drei Siedlungsgebiete zusammen gewachsen ist - Monz, Ponz und Vonz.
Monz steht für Berg, Ponz für die Brücke die über die Ilmenau führt und Vonz für die Quelle.

Hier wohnt ein Mann, der sich für Lüneburg besonders verdient gemacht hat. In den 70er Jahren hatten die Stadt Väter vor ganze Straßenzüge der historischen Altstadt dem Erdboden gleich zu machen und einen Parkplatz zu bauen. Doch dieser Eigentümer hat mit Erfolg für den Erhalt gekämpft.

Hier wohnt ein Mann, der sich für Lüneburg besonders verdient gemacht hat. In den 70er Jahren hatten die Stadt Väter vor ganze Straßenzüge der historischen Altstadt dem Erdboden gleich zu machen und einen Parkplatz zu bauen. Doch dieser Eigentümer hat mit Erfolg für den Erhalt gekämpft.

Hier stehen wir an der Abbruchkante der einzigsten Salzgewinnung. Einige Straßenzüge sacken bedingt durch den unterirdischen Salzstock ab, wie man auf der linken Straßenseite sehen kann.

Hier stehen wir an der Abbruchkante der einzigsten Salzgewinnung. Einige Straßenzüge sacken bedingt durch den unterirdischen Salzstock ab, wie man auf der linken Straßenseite sehen kann.

Weitere Lokalitäten und kleine Imbisse

Während unserer Tour auf dem Kopfsteinpflaster durch die Stadt bekommen wir weitere Kostproben darunter ein Cocktail, Flammkuchen und Couscus.

Hier bekommen wir gerade ein kleines Getränk.

Hier bekommen wir gerade ein kleines Getränk.

Vor dem Rathaus weiß Anne noch von dem besonderen Glockenspiel zu berichten. Die Glocken sind aus Meißner Porzellan.

Vor dem Rathaus weiß Anne noch von dem besonderen Glockenspiel zu berichten. Die Glocken sind aus Meißner Porzellan.

Blick auf die besonderen Glocken

Blick auf die besonderen Glocken

Am Rathausplatz

Am Rathausplatz

Informativ und kurzweilig

Nach gut 3 Stunden endet diese Führung in einem serbischen Lokal. Die Tour war informativ und kurzweilig, uns hat es sehr gut gefallen.
Der kulinarische Teil reicht nicht als vollwertige Mahlzeit. Wir haben uns daher noch ein Restaurant ausgesucht und gut zu Abend gegessen.

Nettes Gästehaus mit Tücken

Über Booking.com hatten wir uns ein Gästezimmern am Wasserturm gebucht - regulärer Preis 92€/ Nacht.
Kaum hatten wir reserviert, erhalten wir vom Vermieter eine Mail mit dem Hinweis, dass der Preis ohne Bettwäsche, Bettzeug und Handtücher zu verstehen ist. Dafür kämen 15€/ Person hinzu. Wir sind entsetzt und lesen nochmal das Angebot und nach einigem suchen finden wir im Informationsteil einen Hinweis darauf.
Man sollte das Kleingedruckte lesen.
Ich schreibe dem Vermieter und bringe meinen Unmut zum Ausdruck. Er sagt der Preis wäre ein Schnäppchen und wir können das Wäschepaket ja auch gern selbst mitbringen.
Für mich ist das nicht zufrieden stellend, aber nicht zu ändern.
Service am Kunden ist anders und sich mit solchen Methoden als preisgünstig darzustellen ist mehr als fragwürdig.
Das Zimmer war zwar geräumig und nett eingerichtet, aber leider sehr hellhörig. Wir können es daher nicht empfehlen.

Das Gästehaus am Wasserturm

Das Gästehaus am Wasserturm

Das Zimmer

Das Zimmer

Streifzug durch Lüneburg Teil 2

Nach einem super Frühstück in einem Café am Sande machen wir uns noch einmal auf den Weg um diese wunderschöne Stadt zu genießen.
Da man während einer Stadtführung nicht immer die Zeit hat, alles so zu betrachten und zu verweilen wie man es selbst gern hätte, vertiefen wir heute das eine oder andere und entdecken auch noch ein paar andere Ecken.

Als erstes geht es zum alten Kran an der Ilmenau. Eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Als erstes geht es zum alten Kran an der Ilmenau. Eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Entlang der Ilmenau gibt es einige Lokale mit Blick auf den Kran.

Entlang der Ilmenau gibt es einige Lokale mit Blick auf den Kran.

Typisch sind auch die Vorbauten dieser Häuser

Typisch sind auch die Vorbauten dieser Häuser

Überall Kopfsteinpflaster, da ist bequemes Schuhwerk gefragt.

Überall Kopfsteinpflaster, da ist bequemes Schuhwerk gefragt.

Sehenswert sind auch die vielen unterschiedlichen Haustüren

Sehenswert sind auch die vielen unterschiedlichen Haustüren

Dieser Straßenzug sollte in den 70er Jahren dem Bagger zum Opfer fallen. Heute ist es zum Glück erhalten und einfach nur schön anzusehen.

Dieser Straßenzug sollte in den 70er Jahren dem Bagger zum Opfer fallen. Heute ist es zum Glück erhalten und einfach nur schön anzusehen.

Ehe wir uns auf den Heimweg machen, genießen wir noch ein kühles Getränk 
Schön war's!

Ehe wir uns auf den Heimweg machen, genießen wir noch ein kühles Getränk
Schön war's!

© Ines Buchholz, 2020
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 31.07.2020
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: Dezember 2020
Reiseziele: Deutschland
Live-Reisebericht:
Ines schreibt diesen Reisebericht live von unterwegs - reise mit!
Der Autor
 
Ines Buchholz berichtet seit 4 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors