Zwei Schwarzwälder auf Bootstour

Frankreich-Reisebericht  |  Reisezeit: Mai - Juli 2019  |  von Agnes Jenne

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Unser Fotograf

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Wir schleusen die Schleusentreppe bei Castelnaudary runter. Harte Arbeit bei der Affenhitze

Wir schleusen die Schleusentreppe bei Castelnaudary runter. Harte Arbeit bei der Affenhitze

Altstadt Castelnaudary

Altstadt Castelnaudary

Unsere Rückreise beginnt

Endlich mal wieder Internet. Gerne erzähle ich Euch von unserer Rückreise und beschreibe die Orte, die wir auf der Hinfahrt nicht besichtigt haben.

Rückreise durch den Canal de Garonne zurück nach Toulouse. Und weiter bis Carcassonne.
Nach einer anstrengenden Reise von Montech durch den Canal de Garonne, aufwärts schleusend, hohe Temperaturen und dieser verflixte Wind, kommen wir total erledigt im Hafen Port Saint Sauveur an. Das Manöver, um das Schiff festzumachen, geht gründlich daneben. Der Wind lässt es nicht zu, dass wir an die Schwimmstege, die noch innen frei sind, heranfahren und festmachen können. Also müssen wir aussen festmachen, am Empfangssteg. Die Hafenmeisterin ist sehr nett und meint, wir sollen einfach da liegen bleiben. Sehr vernünftig.
Wir erwarten einen Freund, der uns einige Tage begleiten wird. Da wir recht erledigt sind, von der Rückreise durch den Canal de Garonne, beschließen wir, noch einen Tag in Toulouse dran zu hängen und nochmal die Stadt zu besichtigen.
Nachmittags stelle ich fest, dass der Kühlschrank heiß läuft. Wir machen die Hitze dafür verantwortlich. Aber so heiß? Aus dem Kühlschrank ist das reinste Multigerät geworden, man könnte locker drauf kochen. Abends dann, nachdem die Kühlschranktemperatur die Außentemperatur von 37 Grad übersteigt, stellen wir das Gerät wegen Brandgefahr ab. Die Getränke sind jetzt eher lau.

Die Dame auf der Capitainerie hilft uns dabei, einen Elektriker ausfindig zu machen. Es lohnt sich nicht, das Gerät zu reparieren, also müssen wir ein neues kaufen. Wir glauben nicht, dass in der Mittagspause angeliefert wird. Aber weit gefehlt, um 12.30 Uhr fährt das Auto mit dem neuen Kühlschrank vor. Und wir haben uns grade ein Bier in der Hafenkneipe bestellt. Unser bisherigen Vorstellungen, dass die Mittagspause den Franzosen heilig ist, kommt gehörig ins Wanken. Da unser Elektriker sehr gut deutsch spricht,stellt sich heraus, dass er deutsche Wurzeln hat. Aha.

Wir verlassen den sehr empfehlenswerten Hafen Saint Sauveur Richtung Negra. Die letzte Schleuse vor Negra erreichen wir kurz vor 19 Uhr. Da ist schon Feierabend und wir legen uns vor die Schleuse.
Nächste Station ist Lauragais und danach Castelnaudary, wo wir dieses Mal im Hafen festmachen, um die Stadt zu besichtigen. Die Dame auf der Capitainerie ist sehr zuvorkommend und hilfsbereit und sagt uns, dass am kommenden Morgen (Montag) ein großer Markt statt findet.
Unterwegs haben wir die Bekanntschaft mit vier Neuseeländern gemacht. Die treffen wir in der Stadt und wir schließen uns ihnen an, denn sie haben ein gutes Lokal ausfindig gemacht. Tatsächlich ist das Lokal gemütlich und, was ich noch nie in Frankreich erlebt habe, der Koch, ein junger Mann, kommt an den Tisch und erkundigt sich, ob das Essen geschmeckt hat. Ein kleiner Familienbetrieb in Castelnaudary, Au Petit Gazouillis, was soviel heißt wie beim kleinen Triller (Vögelchen). Sehr empfehlenswert.

Wir reisen weiter, der Heimat entgegen und machen Halt im Hafen von Bram, eine Station von der Charterfirma Locaboat. Auch dort werden wir freundlich aufgenommen, bekommen Strom und Wasser und liegen direkt vor dem Hafenrestaurant.

Endlich mal 7,5 km ohne Schleuse, das tut gut. Alle wollen nach Carcassonne.
In Carcassonne kommen wir nachmittags an, bekommen noch gut einen Platz im Hafen und zeigen unserem Freund die Stadt und das Castel. Genau gegenüber vom Hafen befindet sich der Bahnhof. Von da aus fährt unser Freund nach Hause.

© Agnes Jenne, 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Der große Traum meines Mannes hat sich erfüllt. Er hat sich ein Boot gekauft, um sein Rentnerdasein mit Bootstouren aufzupeppen. Das Boot steht nun noch im Burgund, genauer in St. Jean de Losne und wartet darauf, fertig geputzt und poliert ins Wasser gelassen zu werden. Losgehen soll unsere Reise am 18. Mai 2019 auf der Saone Richtung Rhone und dann ab ans Mittelmeer.
Details:
Aufbruch: 18.05.2019
Dauer: circa 8 Wochen
Heimkehr: Juli 2019
Reiseziele: Frankreich
Der Autor
 
Agnes Jenne berichtet seit 4 Monaten auf umdiewelt.
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