Korsika - die immerwährende Berge-und-Meer-Faszination

Frankreich-Reisebericht  |  Reisezeit: August / September 2019  |  von Birgit H.

15.08.: von OST nach WEST im NORDEN

Rogliano, ein kleines Dorf mitten am Berg mit herrlicher Aussicht auf das Meer.

Rogliano, ein kleines Dorf mitten am Berg mit herrlicher Aussicht auf das Meer.

der Ort ist menschenleer, aber aus der Kirche ertönt Orgelmusik

der Ort ist menschenleer, aber aus der Kirche ertönt Orgelmusik

ein perfekter Platz für ein Orgelkonzert

ein perfekter Platz für ein Orgelkonzert

einfach nur genießen

einfach nur genießen

letzter Blick auf diesen hübschen Ort, dann geht es weiter

letzter Blick auf diesen hübschen Ort, dann geht es weiter

Die Ortsdurchfahrten sind teilweise sehr eng.

Die Ortsdurchfahrten sind teilweise sehr eng.

D80, 20247 Rogliano, Frankreich
Point de vue

D80, 20247 Rogliano, Frankreich
Point de vue

alles voller Glasscherben

alles voller Glasscherben

schattiges Parkplätzchen gesehen und schon wieder ein fotografischer Stopppppp

schattiges Parkplätzchen gesehen und schon wieder ein fotografischer Stopppppp

Moulin Mattei

Moulin Mattei

Füße im Wasser am nördlichsten Punkt von Korsika

Füße im Wasser am nördlichsten Punkt von Korsika

eine urige kleine Kneipe mit der Straße zwischen Sitzplätzen und Küche

eine urige kleine Kneipe mit der Straße zwischen Sitzplätzen und Küche

moules farcies.. .hmm lecker

moules farcies.. .hmm lecker

Startzeit: 09:00 h
Ankunftszeit: 16:00 h
Tages-km: 82
Gesamt-km: 963
Übernachtung: Camping A Stella, Marine de Farinole
http://www.campingastella.com/de/willkommen/
Kosten: 21,50 € (inkl. Strom f. 3,50 €)

08:00 h
Ich frühstücke noch für 5,00 €. Dann geht es los in Richtung Westküste. Hier im Gelände habe ich übrigens einige Fahrübungen hinsichtlich "Anfahren am Berg bei Schotter- und Steinpiste" erfolgreich abgewickelt

Von der Küstenstraße aus sehe ich immer wieder Dörfer mitten am Berg. Beim nächsten Abzweig in die Berge, entscheide ich mich für einen Abstecher: Rogliano.

Ein wunderschöner kleiner Ort. Keine Touristen. Ich spaziere zur Kirche und ein wenig durch die kleinen Gassen. Die Aussicht ist phänomenal. Im Schatten eines Baumes vor der Kirche bleibe ich sitzen und genieße die Aussicht und das Orgelspiel, das aus der Kirche zu hören ist - ein toller Moment.

An dieser Stelle habe ich an DICH gedacht, liebe EVELYN - es hätte dir auch sehr gut gefallen

Wenig später halte ich an einer Stelle, die in der Karte als "Aussichtspunkt" markiert ist. Demzufolge bin ich nicht die Einzige hier. Und sehr traurig: obwohl die Feuergefahr hier extrem hoch ist, ist der Boden übersät mit Glasscherben

Ein untrügliches Zeichen, dass du dich auf korsischen Bergstraßen befindest, ist, wenn du von 5 Gängen im Auto nur noch 2 benutzt. Ein weiterer Hinweis ist, wenn du den ganzen Tag mit dem Auto unterwegs bist, dein Tank jedoch kaum leerer wird

Nächster Halt: Moulin Mattei

Die Moulin Mattei (von frz. Moulin = Mühle) ist eine alte Windmühle auf der Mittelmeerinsel Korsika. Sie befindet sich im Gemeindegebiet von Ersa (Korsika) am nordwestlichen Ende des Cap Corse an der Straße zwischen Botticella und Centuri-Port und steht auf einer Anhöhe (der Col de la Serra – 365 m) mit schöner Aussicht. Für Touristen ist die Mühle gut zu erreichen (Parkplatz unterhalb). Moulin Mattei wurde von der Familie Mattei aus Bastia (Nachkommen von Louis Napoléon Mattei aus Ersa) gekauft und dient ihr als Möglichkeit, für ihren Aperitif „Cap Corse“ zu werben. Seit April 2004 ist die Mühle komplett restauriert inklusive des ehemals zerstörten Dachs. Von der Mühle führte außerdem eine Stichstraße zur Pointe de Torricella (562 m), auf der heute einige Windkraftanlagen stehen.

(Quelle: Wikipedia)[/k]

In einem Reiseführer wurde die Bar Les Tamaris - direkt am Wasser in Ersa empfohlen. Es ist 11:30 h - das passt doch für eine Mittagseinkehr.

Der Parkplatz kostet bereits 2,00 €. Die Bar hat hauptsächlich Burger und Pizza (die Preise für Pizzen deutlich über 10,00 €). Das reizt mich jetzt nicht wirklich. Also laufe ich ein Stückchen und finde einen kleinen Hafen mit vielen Mini-Kneipen. Direkt an den Wohnhäusern geht die Straße durch den Ort und auf den wenigen Quadratmetern auf der anderen Seite der Straße, wurden Sitzgelegenheiten aufgestellt. Bei einer Snackbar lese ich "moules" und meine Entscheidung ist gefallen. Moules farcies - sehr lecker.

Dann geht die Fahrt weiter - immer Richtung Süden, an der Küste entlang. Es fällt schwer, gleichzeitig auf die Straße zu schauen und die Aussicht zu genießen. Hin und wieder wird es eng bei Gegenverkehr - vor allem in den Orten. Was es früher noch nicht gab: E-Bike-Fahrer. Es ist mir ein Rätsel, wie es Freude machen kann, auf diesen Straßen sich von Motorrädern und Autos überholen zu lassen bzw. bergauf ein Hindernis zu sein, dass nur schwierig oder sehr riskant überholt werden kann.
Nun ja...

Auch wenn ich nur wenige km zurück lege, das Fahren strengt an, weil jederzeit 100%ige Aufmerksamkeit gefordert ist.

15:00 h
Ich bin langsam platt und beschließe, den nächstmöglichen Campingplatz anzufahren:

16:00 h
Camping A Stella, Marine de Farinole
Da ich gerne Schatten haben möchte, suche ich mir einen Platz zwischen Bäumen aus und habe nun noch eine Rangierübung: nach ca. 20 x vorwärts und rückwärts auf cm-Entfernungen fahren, steht der Kombi wunderbar zwischen den Bäumen - ohne dass ich einen Stamm oder Ast kontaktiert habe.

Zum Reisebericht schreiben findet sich ein schöner Platz vor der Rezeption und es gibt Pizza.

Der Platz hier ist "nur" 2 Sterne, aber hat "was". Schon lange habe ich nicht mehr so viele unterschiedliche Camping-Varianten gesehen - viele sehr einfach, aber auch sehr einfallsreich. Das Einzige, was ich nicht sehe: ALLEIN-Reisende
... irgendwie komme ich mir schon ein wenig "seltsam" (oder einfach nur selten) vor.

unterwegs

unterwegs

Abenteuer: über diese Brücke darf immer nur ein Fahrzeug. Und fragt nicht, was für Geräusche die machte ....

Abenteuer: über diese Brücke darf immer nur ein Fahrzeug. Und fragt nicht, was für Geräusche die machte ....

eingeparkt ohne Stämme oder Äste zu berühren

eingeparkt ohne Stämme oder Äste zu berühren

Abendstimmung am Platz

Abendstimmung am Platz

Nachtleben im Auto, auf dem Auto und um das Auto herum

Nachtleben im Auto, auf dem Auto und um das Auto herum

© Birgit H., 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Korsika fasziniert durch die Vielfalt der Natur: Sandstrände, Steilküsten, Gebirge, Flüsschen mit Gumpen, kleine Fischerorte, kleine Bergdörfer. Mit Kombi und Dachzelt möchte ich schöne Orte der Insel genießen und werde auf einer Rundtour immer dort halten, wo es sich gerade wohltuend anfühlt.
Details:
Aufbruch: 12.08.2019
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 08.09.2019
Reiseziele: Frankreich
Deutschland
Österreich
Italien
Der Autor
 
Birgit H. berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (3/10):
Bernhard 1567916847000
Danke Birgit, dass du mich in die Liste deiner vir­tuel­len Beg­lei­ter auf­ge­nom­men hast. Es hat Spaß ge­macht, immer mal wieder Ein­blick zu haben in den Verlauf deiner Reise und die wun­der­schönen Fotos zu bet­rach­ten. Ich freue mich, dass du woh­lbe­hal­ten wieder an­ge­kom­men bist und dich viel­leicht bald mal wieder am Dolmar zu tref­fen.
Mariam 1566816079000
Liebe Bir­git­,

ich freue mich sehr, diese Reise von dir ver­fol­gen zu dürfen. Du hast dir da wir­klich ein schönes Fleck­chen Erde für deine Reise aus­ge­sucht, wie deine wun­der­schönen Auf­nah­men be­le­gen. Alle Achtung für deine fah­re­rischen Leis­tun­gen und auch dafür, dass du dich allein auf diesen Weg gemacht hast. Dein Rei­se­bericht ist sehr inte­res­sant und kur­zwei­lig und eine sehr schöne Mischung aus Bild und Text. Ich wünsche dir wei­ter­hin schöne Er­leb­nis­se, dass du die Her­aus­for­de­run­gen meis­terst und dass Gott, sofern er nicht mit Jakob Jakobi quatscht, ein Auge auf dich wirft
Antwort des Autors: Liebe Mariam, das Buch ist wirklich "göttlich", gleichermaßen lustig wie tiefsinnig - ich werde es dir mitbringen. Ansonsten sammel ich wirklich sehr viele schöne Eindrücke und wachse auch mit meinen kleinen Abenteuern, die ich bewältigen muss. Alles Liebe und bis bald.
Sabine R. 1566666037000
Seit deinem 1. Beitrag ver­fol­ge ich mit Be­geis­te­rung deinen Rei­se­ver­lauf. Die be­ein­drucken­den Fotos von vert­räum­ten Orten und der Natur mit den inten­si­ven Farben. Damit best­ätigst du was Na­pol­éon einst sagte: er erkennt die Ile de Beaute (Kor­si­ka) mit ver­bun­de­nen Augen am Duft der Mac­chia. Danke dir dafür.
Antwort des Autors: vielen Dank für die lieben Worte. Leider kann ich selber - seit einem Unfall - Gerüche nicht mehr so gut wahr nehmen. Aber wer die Macchia riechen will, sollte im Frühjahr hierher kommen. Leider ging es bei mir dieses Jahr nicht, aber ich habe vor, eine Korsika-Reise im Mai/Juni zu machen. Mit weniger Temperaturen, weniger Menschen und noch mehr blühender Natur. vlG