Rundreise durch Südosteuropa

Bulgarien-Reisebericht  |  Reisezeit: Juni / Juli 2018  |  von Gerd Dorn

Bulgarien / Vidin

Nach unserem Tagesausflug nach Serbien fuhren wir weiter in Richtung Osten nach Bulgarien. Die Grenze wurde ausnahmsweise mal zügig passiert und wir fuhren in die bulgarische Grenzstadt Vidin an der Donau. Leider verloren wir die am Vortag "gewonnene" Stunde wieder. Die Uhr musste halt wieder vorgestellt werden.
An der Donau gibt es zahlreiche Festungsanlagen, die den strategisch wichtigen Fluss bewachen sollten. Zumindest eine davon wollten wir uns anschauen.
Die Festung Vidin - Baba Vida - ist sehr gut erhalten, unsere Wahl war also nicht die schlechteste. Allerdings ähneln sich alle Festungen irgendwie, so dass es wenig Neues zu sehen gab. Da es sich um eine größere Verteidigungsanlage handelte beschränkte sich das Bauwerk nicht nur auf die Außenmauern mit Innenhof. Statt dessen handelt es sich bei der inneren Festung um ein verschachteltes System verschiedener Zweckgebäude in dem man ziemlich viel Zeit verbringen kann.
Die Burg betritt man über eine Zugbrücke, die über einen tiefen Wassergraben führt. Wasser war nicht enthalten, so dass man die Tiefe sehr gut abschätzen konnte. Dann durch das mächtige Tor zu den inneren Anlagen. An den Außenmauern waren Kanonen - welch Überraschung. In den Zweckgebäuden ein Museum. Darin ein paar Folterinstrumente, Geschirr und Waffen. Das übliche halt.
Zwei der Türme kann man betreten und hat von hier aus einen überaus prächtigen Blick auf die Donau und das Umland.

Schöner Blick auf die Donau von einem der Türme Baba Vidas

Schöner Blick auf die Donau von einem der Türme Baba Vidas

Der bauliche Zustand des Komplexes ist sehr gut. Zahlreiche Treppen, Aufgänge und Gebäude sind sehr ineinander verschachtelt, so dass man zeitweise den Überblick verliert.

Sehr gut erhaltener baulicher Zustand im Inneren der Festung

Sehr gut erhaltener baulicher Zustand im Inneren der Festung

So schön auch alles sein mag, Spektakuläres oder gar Neues hat Baba Vida dem Betrachter nicht zu bieten. Nach zwei Stunden waren wir wieder draußen. Wettermäßig war der Tag auch mal wieder recht mistig. Seit dem Rila Gebirge verfolgte uns eine endlos erscheinende Regenfront. Heute machte der Regen zeitweise Pause manchmal schien sogar die Sonne. Gegeb Mittag verließen wir die Festung und da sie nicht allzu gut besucht war fanden wir davor einen Platz bei einem der Kioske für einen Imbiss.
Dort verprassten wir nahezu alle noch verbliebenden Lewas und machten uns dass auf zur bulgarisch / rumänischen Grenze.

© Gerd Dorn, 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Tour durch Moldawien, Rumänien, Bulgarien, Serbien und die Ukraine
Details:
Aufbruch: 21.06.2018
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 09.07.2018
Reiseziele: Moldau
Rumänien
Bulgarien
Serbien
Ukraine
Der Autor
 
Gerd Dorn berichtet seit 28 Monaten auf umdiewelt.