Rundreise durch Südosteuropa

Moldau-Reisebericht  |  Reisezeit: Juni / Juli 2018  |  von Gerd Dorn

Moldawien: Bender

Bender, auch Tighina genannt, ist mit über 90.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Transnistriens. Bereits am Vortag fuhren wir hier durch und hatten einen ziemlich heftigen Vorfall mit der Polizei. Ich dachte eigentlich, dass es auf die Zahlung eines Schmiergeldes hinausläuft. Aber nach einer ziemlich lang anhaltenden Schimpfkanonade (von der ich nichts verstand) entließ man uns ohne Zahlung eines Obulusses. Welches (angebliche) Fehlverhalten man mir vorgeworfen hat, weiß ich bis heute nicht.
Auch in Bender fand sich ein Panzer aus dem zweiten Weltkrieg mit ewiger Flamme. Zusätzlich wurde an diesem Mahnmal auch der etwa Opfer aus dem sogenannten Transnistrienkonflikt gedacht. Dem russischen General Lebed, dem Transnistrien zum Teil seine Unabhängigkeit verdankt, wurde hier ein Denkmal gesetzt.

General Lebed, Kommandeur der 14. russischen Armee, vor dem Denkmal für die Opfer des Transnistrien Konfliktes

General Lebed, Kommandeur der 14. russischen Armee, vor dem Denkmal für die Opfer des Transnistrien Konfliktes

Festung Bender

Dann brauchten wir viel Zeit um eine schöne blaue Kirche, die heilige Kirche des Joachim und der Anna, zu finden. Ganz nett, aber die Bilder im Internet täuschen auch hier. Schade um die Zeit für das Suchen, zumal wir im weiteren Verlauf der Reise auf noch mehrere ähnliche Kirchen stießen.
Dann zur Hauptattraktion Benders - der alten Festung.

Aufwändig Restauriert - Festung Bender
Von hier aus soll Münchhausen seinen Ritt auf der Kanonenkugel ausgeführt haben

Aufwändig Restauriert - Festung Bender
Von hier aus soll Münchhausen seinen Ritt auf der Kanonenkugel ausgeführt haben

Die Einfahrt zur Festung war etwas schwierig zu finden. Man kann auch die Eingeborenen fragen, sollte dabei allerdings das russische Wort крепость für Festung parat haben. Nach dem bezahlen eines geringen Eintrittspreises durchquerten wir ein ehemaliges, inzwischen verfallenes Industriegelände, passierten eine russische Garnison (was machen die hier?) und kamen zur Festung.
Liebevoll und aufwändig restauriert - aber irgendwie langweilig. Man kann auf die Mauern, in die Türme rein und es gibt ein kleines Museeum (alles nur in russisch). Im Hof stehen ein paar Heldenbüsten, eine weiß gestaltete mittelatlterliche Kutsche, ein Skorpion und ein Trebuchet. Das wars.
In einer guten Stunde ist man hier locker durch.

© Gerd Dorn, 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Tour durch Moldawien, Rumänien, Bulgarien, Serbien und die Ukraine
Details:
Aufbruch: 21.06.2018
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 09.07.2018
Reiseziele: Moldau
Rumänien
Bulgarien
Serbien
Ukraine
Der Autor
 
Gerd Dorn berichtet seit 31 Monaten auf umdiewelt.