Rundreise durch Südosteuropa

Moldau-Reisebericht  |  Reisezeit: Juni / Juli 2018  |  von Gerd Dorn

Zurück nach Moldawien: Saharna

Rezina

Wir kamen ziemlich spät in Rezina an und hatten etwas Mühe unsere Unterkunft zu finden. Hier, wie vermutlich auch in weiten Teilen des östlichen Moldawien wird als Verkehrssprache Russisch gesprochen, was die Verständigung ein klein wenig vereinfachte.
Nachdem wir glücklich unser Zimmer bezogen hatten fuhren wir in den Ort, da wir schon mächtig hungrig waren.
Am Kreisverkehr im Stadtzentrum fanden wir auch ein Lokal und kämpften uns durch die russischsprachige Speisekarte. Wenn ich nicht gewusst hätte, dass wir uns im hinterletzten Winkel Moldawiens befinden, hätte ich dies vehement bestritten. Eine nette und freundliche (englischsprachige) Kellnerin, schmackhaftes Essen und gekühlte Getränke wurden in einer charmanten Atmosphäre serviert, die in einer der Weltmetropolen nicht hätte besser sein können.

Vier Männer beim Wein

Vier Männer beim Wein

Am Nachbartisch saßen 4 Männer und unterhielten sich angeregt. Stehen da daheim 4 Gläser Bier auf dem Tisch (vielleicht auch noch kleinere Gläser für Hochprozentiges), trinkt man in Moldawien eher Wein. Dann überraschte mich eine eMail von unserem Mietwagenverleih. Irgendwie hatte man uns am heutigen Tag bereits zurück erwartet. Haben wir bei der Buchung irgendwie Mist gebaut. Höflich entschuldigt, Asche aufs Haupt gestreut und auf den nächsten Tag vertröstet. Hoffentlich wird das Donnerwetter nicht allzu laut... Ob das eine Strafe kostet?

Saharna

Am nächsten Morgen fuhren wir schon um halb acht los. Etwa 7 km südlich von Rezina befindet sich der Ort Saharna, bei dem wir uns ein paar Sachen anschauen wollten.
Zunächst zum Nonnenkloster. Da sind wir aber nur dran vorbei gelaufen. Langsam reicht es wirklich mit Klöstern. Von außen in gelben und weißen Farben gehalten mit grünen Dächern sieht es recht ansprechend aus.
Wir gingen durch die Saharna Gorge. Oder zumindest durch das, was der Moldawier für eine Schlucht hält. Unberührte Natur in einem dichten Laubwald, das hatte allerdings schon etwas, auch wenn der Weg nicht sehr lang war.

Schöne Natur in der Saharna Gorge

Schöne Natur in der Saharna Gorge

Ziel des Ausflugs war das Monumentul Geto-Dacilor (Geto-dakisches Denkmal), welches sich in der Nähe befindet.
Beschilderungen gab es nicht, allerdings auch nur einen Weg, so dass man sich nur an einer Weggabelung verlaufen kann. Das Denkmal steht allerdings auf einem ziemlich steilen Hügel, ist somit nicht so einfach zu erreichen. Damian gab zwischendurch auf und wollte seine Zeit lieber dem Studium eines wirklich riesigen Hirschkäfers widmen.
Ziemlich ausgepumpt schaffte ich es aber bis hoch und bestaunte das Denkmal.

Man sollte sich gut überlegen, ob man sich die Strapazen des Aufstieges DAFÜR antut...

Man sollte sich gut überlegen, ob man sich die Strapazen des Aufstieges DAFÜR antut...

...oder lieber einen hübschen Hirschkäfer studiert

...oder lieber einen hübschen Hirschkäfer studiert

Ich denke Damian hat die bessere Wahl getroffen, kann aber jeder für sich selbst entscheiden.
Zurück wieder durch die Schlucht an dem Bächlein entlang und zurück zum Auto. Ein netter kleiner Morgenspaziergang der Lust auf den weiteren Tag macht.

© Gerd Dorn, 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Tour durch Moldawien, Rumänien, Bulgarien, Serbien und die Ukraine
Details:
Aufbruch: 21.06.2018
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 09.07.2018
Reiseziele: Moldau
Rumänien
Bulgarien
Serbien
Ukraine
Der Autor
 
Gerd Dorn berichtet seit 28 Monaten auf umdiewelt.