GO EAST - Streifzüge in Osteuropa

Polen-Reisebericht  |  Reisezeit: Juli / August 2017  |  von Monika Schulmeiss

...und weiter nach Rzeszow

Das Rathaus von Rzeszow präsentiert die erlebte Blüte der Hauptstadt des Karpatenvorlandes  Podkarpackie im 16. und 17. Jahrhundert als Handelszentrum. Damals legten Kaufleute Kellergewölbe an, die sowohl als Speicher und auch zum Schutz vor Tartarenangriffen dienten.  Info zur Stadt

Das Rathaus von Rzeszow präsentiert die erlebte Blüte der Hauptstadt des Karpatenvorlandes Podkarpackie im 16. und 17. Jahrhundert als Handelszentrum. Damals legten Kaufleute Kellergewölbe an, die sowohl als Speicher und auch zum Schutz vor Tartarenangriffen dienten. Info zur Stadt

Rzeszow liegt auf der Zugstrecke von Krakau nach Lviv, und so war der Aufenthalt von drei Tagen mehr zufällig von uns geplant worden. Mit dem PKP Intercity kamen wir nach ungefähr 2 Stunden Fahrtdauer von Krakau in Rzeszow Glowny an. Unser reserviertes Hotel lag praktischerweise direkt am Vorplatz des Bahnhofes. Nach dem Trubel in Krakau war es in dieser Stadt gefühlt polnischer, kaum Touristen und von der Größe übersichtlich. Um uns mit Lebensmittel und Getränken einzudecken versuchten wir es bei Jablusko in der Nähe des Hotels. Der nächste Tag war ein Sonntag und wir wollten wissen, ob der kleine Supermarkt da offen hat. Mit Händen und Füßen versuchten wir den beiden Verkäuferinnen unser Anliegen zu verdeutlichen, ohne Erfolg. Erst als A. seine Russischkenntnisse, gespeichert in seinem Gehirn, hervorkramte und otkryt'zavtra aussprach, kam spontan da-da. Nun war uns klar, daß am Sonntag geöffnet ist. Alle Beteiligten waren nun zufrieden und wir verließen mit unseren Einkäufen den Laden.

In den nächsten beiden Tagen klapperten wir die Sehenwürdigkeiten laut Stadtplan ab. Die Hitze der letzten Tage hatte uns hierher begleitet. In der Nähe der Jugendstilvillen in der Kastanienallee (Aleja pod Kasztanami) befindet sich der Multimediabrunnen. Die Wasserfontänen tanzten ihr Programm und erfreuten die Kleinen und auch die Großen.

Eine der Jugendstil-Villen in der Aleja pod Kasztanami

Eine der Jugendstil-Villen in der Aleja pod Kasztanami

Lobomirski-Palast. An der Wende des 17./18.Jh. erbaut und diente der Palast als Sommerresidenz. 2013 wurde er von der regionalen Ärztekammer erworben und wird derzeit renoviert. Die Fontänen des Multimediabrunnens werden von Klein und Groß gerne zur Abkühlung genutzt. Nachts ziehen Veranstaltungen, unter anderem Lasershows, Besucher an. Die als Amphitheater angelegte Sitzmöglichkeiten laden zum Verweilen ein.

Lobomirski-Palast. An der Wende des 17./18.Jh. erbaut und diente der Palast als Sommerresidenz. 2013 wurde er von der regionalen Ärztekammer erworben und wird derzeit renoviert. Die Fontänen des Multimediabrunnens werden von Klein und Groß gerne zur Abkühlung genutzt. Nachts ziehen Veranstaltungen, unter anderem Lasershows, Besucher an. Die als Amphitheater angelegte Sitzmöglichkeiten laden zum Verweilen ein.

Am Busbahnhof, der sehr groß aber auch ungepflegt aussah, suchten wir die Abfahrtsstelle unseres Busses nach Lviv. Wir wurden auf den Vorplatz des Bahnhofes verwiesen, konnten dort aber unter den verschiedenen Abfahrtstafeln auch nichts entdecken. Unser tschechischer LEO-Express sollte also hier irgendwo losfahren. Im Bahnhof erhielten wir nochmals die Auskunft, ja, dieser Bus fährt am Vorplatz ab. Nun gut, vor 5 Uhr morgens standen wir dann dort und tatsächlich kam der Bus des Anbieters punktlich, um uns als einzige abfahrenden Passagiere aufzunehmen. Wir starteten Richtung Ukraine. Auf gut ausgebauter Straße erreichten wir die Grenze und ließen die zeitaufwendige Prozedur über uns ergehen. Endlich erhielten wir die mit Stempel versehenen Pässe wieder und es konnte weitergehen.

Eine Besonderheit waren die, von uns gebuchten, VIP-Sitze mit mehr Beinfreiheit und besserer Polsterung sowie Betreuung an Bord. Sehr angenehm! Leider fährt LEO 2018 Rzeszow nicht mehr an, doch andere Anbieter fahren mehrmals täglich in Richtung Lviv.

An der ehemaligen Synagoge erinnert eine Wandtafel an das Leid der jüdischen Bevölkerung. Heute ist dort das Stadtarchiv untergebracht.

An der ehemaligen Synagoge erinnert eine Wandtafel an das Leid der jüdischen Bevölkerung. Heute ist dort das Stadtarchiv untergebracht.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Auf den Spuren von vergangenen Kulturen und Herrschaftsverhältnissen wurden wir in Krakau, Rzeszow, Lviv/Lemberg und Bratislava/Preßburg fündig und erhielten überraschende Einblicke in das heutige Leben. Mit Bus und Zug waren wir unterwegs. Ein Tagesausflug, gemeinsam nur mit ukrainischen Teilnehmern, brachte uns in den Oblast Ivano-Frankivsk.
Details:
Aufbruch: 25.07.2017
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 11.08.2017
Reiseziele: Polen
Ukraine
Slowakei
Der Autor
 
Monika Schulmeiss berichtet seit 11 Wochen auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (1/1):
Monika Schulmeiss [?] 1543931189000
Gerne gebe ich auch Tipps und weitere Info zu dieser Reise in Europas Osten, Monika