5 Wochen durch Rumänien Juli/August 2019

Rumänien-Reisebericht  |  Reisezeit: Juli / August 2019  |  von Corina Dehne

Das Bärenreservat in Zarnesti

Ein Besuch des Bärenreservates stand ganz oben auf der Wunschliste.
Andrea von der Rezeption besorgte uns die Tickets und organisierte das Taxi.
Sie gab uns auch ihre Handy Nr. falls wir Probleme haben sollten.

Pro Führung dürfen 50 Personen rein, die Tickets kann man auch im Internet selbst bestellen, aber so war es für uns einfacher.
Einfach hinfahren und hoffen das noch Plätze frei sind, ist fast aussichtslos.
Man kommt nur mit dem Auto hin.
Es sei denn, man nimmt in Kauf von der Hauptstrasse ca. 3 km bergauf zu laufen. An der Hauptstrasse bei der Einbiegung zum Reservat ist keine Bushaltestelle und man muß hoffen, dass der Busfahrer so nett ist und dort hält,

Eintrittspreise und Zeiten im Bärenreservat 2019

Eintrittspreise und Zeiten im Bärenreservat 2019

Wir fuhren mit dem Taxi, 35 Lei, zu den Bären.
Unsere englischsprachige Führung war bestellt. Es waren ca. 50 Leute in der Gruppe.
Eintritt kostete 70 Lei, Smartphone frei, Kamera 50 Lei.
An der Ticketkasse ist ein kleiner Souvenirshop und auch eine Toilette.
Zuerst kommt man in einen Raum, in dem ein Film über die Entstehung des Reservats gezeigt wird. Ziemlich kleiner Raum, es passen kaum alle rein.
Dann wird man von einem Betreuer begrüßt. Unser Führer hieß Vali.
Er sprach gut englisch.
Allerdings war ich mehr mit beobachten beschäftigt.
Annett übernahm den Teil des Zuhörens.
Er konnte uns zu fast jedem Bären etwas erzählen.
Wir gingen dann durch das Reservat.
Die Bären sahen gut aus und auch die gesamte Anlage machte einen guten Eindruck.
Es gibt auch ein paar Wölfe und Rehe.

Das Reservat ist 96 ha groß und hier leben 103 Bären, Platz ist für 120.
Die Bären werden meist als Notfälle aufgenommen, wenn sie zum Abschuß freigegeben sind, da sie zu nah an menschlcihe Siedlungen kommen und dort oft gefüttert werden.
Der Auslöser für die Entstehung des Reservats war das Schicksal von Maya, die 20 Jahre in einem Käfig lebte und am Ende keine Lebenslust mehr hatte und sich selbst tötete, indem sie anfing ihre Pfoten aufzufressen.
Es gibt Tanzbären aus Klöstern oder dem Staatszirkus und sogar aus Armenien.
Die Bären bekomen 20 % Fleisch und 80 % Obst und Gemüse, auch durch die Unterstützung lokaler Supermärkte kann dies gewährleistet werden.
Die Tiere brauchen pro Tag 2 t Futter.
In freier Wildbahn leben Bären 20 - 25 Jahre, in Gefangenschaft bis 45 Jahre.
Wölfe, die in Rudeln jagen sind neben Menschen die größten Feinde der Bären.
Zu Abkühlung gibt es einen "Pool" und auch mal ein Eis (es gibt eine eigene Eismaschine).
In Rumänien leben heute ca. 7000 Bären und ca. 5000 Wölfe.
Der Abschuß ist zwar verboten, aber nicht jeder hält sich daran.
Es kommt vor das Tiere, die Unfälle hatten, im Reservat gepflegt und dann wieder in die Freiheit entlassen werden.
Führungen gibt es nur bis 11 Uhr, da die Bäen nur morgens gefüttert werden und sich dann wieder in den Wald zurückziehen.
Das Reservat existiert seit 2005 und seit dem Eintritt in die EU 2007 ist das Halten von Tanzbären verboten.
(Danke Annett)

Ein Bad ist super

Ein Bad ist super

Große Gehege mit viel Rückzugsgebiet

Große Gehege mit viel Rückzugsgebiet

Hoffentlich kein Futter

Hoffentlich kein Futter

Alle waren weg- und er kam zum Fototermin

Alle waren weg- und er kam zum Fototermin

Als wir raus waren, sollte eigentlich ein Taxi auf uns warten um uns zur Bauernburg nach Rasnov zu bringen - aber weit und breit war kein Taxi.
Wir riefen Andrea von der Rezeption an, welche sich sofort darum kümmerte. Nach 20 min. war unser Taxi da und wir konnten nach Rasnov fahren.

© Corina Dehne, 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Man braucht viel Gelassenheit und gute Nerven
Details:
Aufbruch: 10.07.2019
Dauer: 5 Wochen
Heimkehr: 12.08.2019
Reiseziele: Rumänien
Der Autor
 
Corina Dehne berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
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