GO EAST - Streifzüge in Osteuropa

Slowakei-Reisebericht  |  Reisezeit: Juli / August 2017  |  von Monika Schulmeiss

Bratislava

Bahnhofsrestaurant  in Bratislava ist ab 6h morgens geöffnet mit folgenden Angeboten: Getränke, Eivariationen und Suppen.

Bahnhofsrestaurant in Bratislava ist ab 6h morgens geöffnet mit folgenden Angeboten: Getränke, Eivariationen und Suppen.

Frühmorgens erreichten wir Bratislava und versuchten im Bahnhofsgebäude so etwas Ähnliches wie ein Frühstück zu bekommen. Nun ja, A. bestellte sich aus dem Angebot ein Gericht aus Eiern. Ich nahm Kaffee und "trocken Brot", letzteres auf Nachfrage. Das Lokal füllte sich allmählich und wie mir schien, hauptsächlich mit Mitarbeitern der Bahn die ihre Schicht beendet hatten. So gesehen machte das Angebot der Suppen auch Sinn.

Orginelle Dekoration im Bahnhofsrestaurant in Bratislava

Orginelle Dekoration im Bahnhofsrestaurant in Bratislava

Wieder schien die Sonne und machte uns Lust auf die uns unbekannte Stadt. Mit dem Taxi errreichten wir unser Hotel in der Paneska 14. Unser Gepäck konnten wir deponieren, doch der Bezug des Zimmers war so früh nicht möglich. Die nahe gelegene Burg, oder auch Preßburger Schloß genannt, erreichten wir nach kurzem Anstieg. In den Parkanlagen trafen wir bereits auf Gruppen von Touristen. Viele von ihnen posierten für Selfis und ein internationales Stimmengewirr war zu vernehmen. Auf dem repräsentativen Platz vor dem Hauptportal ein ähnliches Bild. Die Sicht auf die Donau nahm auch mich in ihren Bann und ich war eine unter vielen Touristen, die diesen Ausblick auf Fotos festhielten. Nach einem ersten Rundgang im Zentrum der Altstadt machten wir uns auf in unsere Straße. Ein Einkauf stand noch an. In einem kleinen Laden und in einer Bäckerei bekamen wir, was wir suchten. Wir waren wieder im Euroland angekommen und ich schätzte das als sehr angenehm. Im Hotel war unser Zimmer bezugsfertig. Dusche, Kaffee, dazu Süßes und alle Zehn gerade sein lassen, so war mein Nachmittag. Erst gegen Abend machten wir uns wieder auf.

Preßburger Schloss, auch Burg genannt liegt auf einen Ausläufer der Karpaten an der Donau. Die Räume werden vom Parlament genutzt, aber auch verschiedene museale Einrichtungen sind untergebracht.

Preßburger Schloss, auch Burg genannt liegt auf einen Ausläufer der Karpaten an der Donau. Die Räume werden vom Parlament genutzt, aber auch verschiedene museale Einrichtungen sind untergebracht.

Von einer Donaubrücke aus zu sehen, das Preßburger Schloss  und im Vordergrund die Anlegestellen für Flusskreuzfahrtschiffe.

Von einer Donaubrücke aus zu sehen, das Preßburger Schloss und im Vordergrund die Anlegestellen für Flusskreuzfahrtschiffe.

Das Zentrum der Altstadt ist Fußgängerzone und das ist auch sinnvoll. Vor den vielen Lokalen stehen Tische. Bei angenehmen Temperaturen nutzen Einheimische und Touristen die Angebote. Als herausragendes kulinarisches Ereignis habe ich in Bratislava, - im Gegensatz zu Krakau, die Köstlichkeit von Pelmeni entdeckt.

Hier gibt's Pelmeni der Spitzenklasse - dieser Bär lockt die Passanten in ein  Innenhof -Restaurant

Hier gibt's Pelmeni der Spitzenklasse - dieser Bär lockt die Passanten in ein Innenhof -Restaurant

Der Holzbär weist den Weg, den Namen des Lokals kann ich leider nicht mehr finden, sorry. Die slowakische Küche hat uns auch an den anderen Tagen nicht enttäuscht. Restaurants, Cafes, Pubs gibt es zuhauf und die Auswahl fiel mir oftmals schwer.

Kaffeehaus am Hlavne namesti - das Angebot und auch die Einrichtung laden zu einem Besuch ein

Kaffeehaus am Hlavne namesti - das Angebot und auch die Einrichtung laden zu einem Besuch ein

Am Hlavne Namesti erinnert die Bronzefigur eines napoleonischen Soldaten an den Sieg Napoleons. Am 2.12. 1805 unterlagen Kaiser Franz  II. und Zar Alexander I. in Austerlitz den französischen Truppen. Kurz darauf wurde am 26. 12. der Friedensvertrag von Preßburg geschlossen, dem heutigen Bratislava.

Am Hlavne Namesti erinnert die Bronzefigur eines napoleonischen Soldaten an den Sieg Napoleons. Am 2.12. 1805 unterlagen Kaiser Franz II. und Zar Alexander I. in Austerlitz den französischen Truppen. Kurz darauf wurde am 26. 12. der Friedensvertrag von Preßburg geschlossen, dem heutigen Bratislava.

Der Hviezdaslova nam. der als schattige Flaniermeile mit vielen Lokalen zu einem Aufenthalt einlädt.

Der Hviezdaslova nam. der als schattige Flaniermeile mit vielen Lokalen zu einem Aufenthalt einlädt.

Bratislava -  Hviezdaslova nam.

Bratislava - Hviezdaslova nam.

In den nächsten beiden Tagen bis zu unserer Abreise suchten wir nicht nur die Sehenswürdigkeiten auf, sondern machten uns auch in unbekanntere Bereiche auf. Ein Einkaufsbummel in einem Shoppingcenter lag ebenfalls auf unserer Erkundungstour. A. erstand ein neues Portemonaie, seines war ihm ja in Lviv am Bahnhof geklaut worden. Angesichts der vielen Lokale im Center und meinem Hungergefühl haben wir eines davon getestet. Bei der Bestellung am Tresen zog die Bedienung ihre Augenbrauen einseitig etwas hoch. Das Gericht, von uns als Salat vermutet, entpuppte sich als warme Mahlzeit, dazu gab es dann noch zwei von uns bestellte Gerichte. Alles zusammen wäre auch mit fünf Hunger nicht zu vertilgen gewesen, - hat aber gut geschmeckt. Danach machten wir erst einmal Pause auf der

Ein schönes Unikum - mit Geldern der EU wurde diese Brücke nur für Fußgänger, Radfahrer und den öffentlichen Verkehr errichtet. Auf ausgebauten Plattformen läßt sich gut auf Bänken sitzen und den Blick über die Donau genießen.

Ein schönes Unikum - mit Geldern der EU wurde diese Brücke nur für Fußgänger, Radfahrer und den öffentlichen Verkehr errichtet. Auf ausgebauten Plattformen läßt sich gut auf Bänken sitzen und den Blick über die Donau genießen.

Fußgängerbrücke über die Donau.

Bratislava - an der Donau

Bratislava - an der Donau

Bratislava - Hodzovo nam. Im Grassalkovich Palast residiert der slowakische Präsident

Bratislava - Hodzovo nam. Im Grassalkovich Palast residiert der slowakische Präsident

In Bratislava - abseits der Touristenrouten

In Bratislava - abseits der Touristenrouten

Bratislava - Altstadtgasse mit Blick auf die Burg

Bratislava - Altstadtgasse mit Blick auf die Burg

Bratislava - Hof des alten Rathauses

Bratislava - Hof des alten Rathauses

Holzplastik von Michal Fratric mit Inhalt, gesehen im Hof des alten Rathaues und für alle die mehr über den Künstler wissen möchten.

Holzplastik von Michal Fratric mit Inhalt, gesehen im Hof des alten Rathaues und für alle die mehr über den Künstler wissen möchten.

Bratislava zeigt noch das Erbe der K.und K. Monarchie und wuchert damit bei seinen Besuchern. Trotzdem ist es dem Heute zugewandt und eine junge Stadt. Die Jugend ist cool, die Mode ist trendy und ein Aufschwung ist zu spüren.


In der Nacht vor unserer Abreise wüteten Gewitter und Stürme. Im Wiener Raum waren Bahnlinien beeinträchtigt. Wir kamen trotzdem fast pünktlich nach kurzer Fahrt in Wien an und auch die weitere Heimreise verlief trotz Regen ohne Probleme.

Go East

Die großen Touristenkarawanen sind in Krakau und Bratislava bereits eingetroffen, aber in Lemberg/Lviv ist davon noch wenig zu spüren. Im Osten gibt es noch viel zu entdecken, wir haben uns aufgemacht.

Bratislava - eines von vielen Wandgemälden

Bratislava - eines von vielen Wandgemälden

Du bist hier : Startseite Europa Slowakei Slowakei-Reisebericht
Die Reise
 
Worum geht's?:
Auf den Spuren von vergangenen Kulturen und Herrschaftsverhältnissen wurden wir in Krakau, Rzeszow, Lviv/Lemberg und Bratislava/Preßburg fündig und erhielten überraschende Einblicke in das heutige Leben. Mit Bus und Zug waren wir unterwegs. Ein Tagesausflug, gemeinsam nur mit ukrainischen Teilnehmern, brachte uns in den Oblast Ivano-Frankivsk.
Details:
Aufbruch: 25.07.2017
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 11.08.2017
Reiseziele: Polen
Ukraine
Slowakei
Der Autor
 
Monika Schulmeiss berichtet seit 11 Wochen auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (1/1):
Monika Schulmeiss [?] 1543931189000
Gerne gebe ich auch Tipps und weitere Info zu dieser Reise in Europas Osten, Monika