Ostern in Kreta

Griechenland-Reisebericht  |  Reisezeit: April 1999  |  von Inge Waehlisch Soltau

Gortys, Matala, Festós und Preveli Strand

Gortys

Gortys war in der Antike die grösste Stadt auf Kreta, die höchste Einwohnerzahl gab es in der Zeit der Römer. Diese Ausgrabungsstätte hatte ihren Höhepunkt unter den Dorenr und Römern.
Eine ummauerte Akropolis stammt aus der Zeit der Dorer im 8. Jahrhundert v.Chr., und die Stadt wurde eine wichtige Wirtschaftsmetropole. Die Dorer waren die herrschende Klasse über die vorwiegend minoischen Leibeigenen.
Die Christianisierung begann, als der Apostel Paulus 59. n.Ch. hier predigte. Im 2. Jahrhundert war Gortys bereits Bischofssitz mit mehreren frühbyzantinischen Kirchen.
Gortys war eine bedeutende Stadt bis zu ihrer vollständigen Zerstörung durch die Sarazenen in den Jahren 823-27. Die Stadt wurde nie mehr aufgebaut.
Seit 1884 fanden hier Ausgrabungen statt, z.B. die Ruine der Titus-Basilika aus dem 6. Jahrhundert und das Odeon mit den Gesetzes-Inschriften.
Die Überreste der antiken Stadt sind über eine grosse Fläche verteilt. Inmitten der Ruinen wächst ein 1600 Jahre alter Olivenbaum.
Wenn man auf den Parkplatz kommt, sieht man einige in der Stadt ausgegrabene Säulen. Etwas verstreut in einem Olivenhain findet man noch Überreste der Agora und des Theaters aus der römischen Zeit.

Eingang von Gortys

Eingang von Gortys

Ruinen

Ruinen

Der Olivenbaum ist 1600 Jahre alt

Der Olivenbaum ist 1600 Jahre alt

Matala

Von Gortys fuhren wir weiter in südlicher Richtung und kamen nach Matala. Dieser Ort war in den 1960er Jahren ein beliebtes Ziel für Hippies, die kostenfrei in den zahlreichen Höhlen einer Felswand wohnten - dort hatten auch schon Menschen aus der Steinzeit gehaust....In Matala gibt es einen breiten Sand-Kies-Strand, der im Sommer sehr beliebt ist.

Matala

Matala

Höhlen in den Felsen

Höhlen in den Felsen

Die Bucht von Matala

Die Bucht von Matala

Festós

Nördlich von Matala schauten wir uns noch die Ruinen von Festós an, ebenfalls eine antike Sehenswürdigkeit wie Knossos, diese wurden aber nicht restauriert wie in Knossos. Der minoische Palast liegt auf einem 70 m hohen Hügel in der grössten Binnenebene von Kreta - Messará. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf die Ebene mit Olivenbäumen und Plantagen und die Berge bis hin zum Ida-Gebirge im Norden..
Die Minoer gelten als die erste Hochkultur in Europa in der Bronzezeit. Sie kannten also bereits Metalle, aber noch kein Eisen. Sie bauten mehrere grosse Paläste für ihre Könige. Der Palast von Festos wurde ab etwa 1900 vor Christus gebaut.. Nach der Zerstörung durch Erdbeben 1700 v.Chr. wurde sofort mit dem Bau eines neuen Palastkomplexes auf den Ruinen begonnen.
Festós war eine der ältesten und bedeutendsten Städte auf Kreta und bestand schon seit dem Ende der Jungsteinzeit. Am Ende des 3. Jahrhunderts v.Chr. wurde die Stadt von den Rivalen in Gortys zerstört.
Die Ausgrabungen begannen etwa im Jahr 1900 und sind heute, nach mehr als 100 Jahren noch nicht beendet. Das berühmteste Fundstück ist der berühmte Ring von Festós. Er ist heute mit vielen anderen Fundstücken im Archäologischen Museum in Heraklion zu sehen.
Da das Gelände nur durch einen einfachen Zaun geschützt ist, wurden die wertvollen Gegenstände, wie Gefässe, Schmuck und der berühmte Diskos, aus Sicherheitsgründen in Museen gebracht.

Die Ruinen von Festós

Die Ruinen von Festós

Blick von den Ruinen Festós

Blick von den Ruinen Festós

Preveli Strand

Der Preveli-Strand ist eine der reizvollsten Strände von Kreta und der bekannteste im Süden der Insel. Der Strand liegt am Ausgang der Kourtaliotiko-Schlucht, die vom ganzjährig Wasser führenden Fluss Megálo Pótamo durchflossen wird. Am Ende der Schlucht bildet der Fluss einen See und fliesst dann ins Meer.
Dort befindet sich ein sandiger Strand mit hellem Sand und ziemlich kühlem Wasser. Da die Region unter Naturschutz steht, gibt es nur einige wenige Restaurants und Snackbars in der Nähe.
Der Strand ist per Boot erreichbar oder zu Fuss von einem grossen Parkplatz aus.. von dem ein Pfad in ca. 20 Minuten zum Strand hinunterführt. Man hat immer wieder eine spektakuläre Aussicht aufs Meer und den Strand. Auf dem Rückweg benötigt man mehr Zeit, da der Anstieg ziemlich steil ist.

Preveli Strand

Preveli Strand

Auf dem Fussmarsch vzum Preveli Strand

Auf dem Fussmarsch vzum Preveli Strand

Blick auf den Preveli Strand

Blick auf den Preveli Strand

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Heraklion und Knossos - Lasithi Hochebene - Agios Nikolaos, Elunda und Vai Strand - Gortis, Matala und Preveli Strand - Rethymnion und Irina Schlucht - Chania - Chora Skafion, Frangokastello und Plakias
Details:
Aufbruch: 02.04.1999
Dauer: 8 Tage
Heimkehr: 09.04.1999
Reiseziele: Griechenland
Der Autor
 
Inge Waehlisch Soltau berichtet seit 14 Monaten auf umdiewelt.