Sizilien im September 2020

Italien-Reisebericht  |  Reisezeit: September 2020  |  von 1000 Baht

Ätna - Am Fuße des Vulkans

Nachdem ich gestern Abend noch den Restmüll (Ja, es gibt hier Mülltrennung - 4 Tonnen und nochmal Plastik/Metall extra) rausgestellt habe, bin ich gespannt, ob geleert wurde. Und ja, die kleine Tonne ist leer und ich hab sie wieder rein gestellt.
Heute habe ich eine Fahrt zum Ätna auf dem Programm. Die Strecke ist wieder weit, weshalb ich früh losfahre.

Hier kann man ihn schon gut erkennen, es ist 8 Uhr und ich bin noch ca. 50 Kilometer von der Seelbahnstation entfernt.
Insgesamt sind es ca. 100 Kilometer die der Ätna vom Haus entfernt ist.
Es geht wieder über die Autobahn bis Catania und dann muss man links weg.

Jetzt sind es nur noch 13 Kilometer und man kann den Vulkan schon gut rauchen sehen. Es ist schon wieder richtig warm und die Sonne brennt herunter.

Die Staße führt nun in Serpentinen nach oben. Ab und an überhole ich einen Radfahrer. Etwa 7 Kilometer entfernt, mache ich einen kurzen Fotostop. Es ist ziemlich windig und deutlich kühler als unten im Tal. Diese Lavafelder sind überall um einen herum.

Als ich kurz nach 9 Uhr am Parkplatz gegenüber der Bahn ankomme, gibt es noch viele freie Plätze. Das wird sich aber bald ändern. Es sind schon richtige Menschenmassen unterwegs und auch ein paar Reisebusse sind auf Anfahrt.

Die Seilbahn Funivia dell Etna startet bei einer Höhe von ca. 1900 Metern. Sie erreicht die Zwischenbergstation la Montagnola, die auf ca. 2400 Metern liegt, in gut 15 Minuten.

Wenn man dann weiter hoch will, kann man mit der Seilbahn oder mit zur Verfügung stehenden Geländewagen bis zum Torre Filosofo auf ca. 2900 m Höhe weiterfahren. Es soll dann auf etwa 60.- Euro Kosten kommen, gesehen habe ich das nicht.

Auf Grund der vielen Leute die an der Seilbahn anstanden und dann auch fahren, habe ich darauf verzichtet. Ich hatte keine Lust mit sovielen Fremden nah anzustehen und in der Bahn zu fahren.

Als ich zum Parkplatz zurück kam, war dieser schon komplett zugeparkt.

Viele Leute wandern von dort schon durch die Lavafelder ein Stück nach oben. Ich mache mich wieder mit dem Auto an den Abstieg ins Tal.

Auf meinem Weg nach Catania komme ich durch eine kleine Ortschaft und sehe von weitem diese Kirche für die ich einen Umweg mache für ein Foto.

Auf meinem Weg in die Innenstadt Catanias mache ich Station an der Haltestelle des Ferrovia Circumetnea in Catania-Borgo. Es handelt sich hier um eine Bahn mit der man den Ätna fast umrunden kann.

Am Ticketschalter ist reger Betrieb und immer wieder kommen Leute und kaufen sich Tickets.

Auf diesem Plan die kompletten Station für die Umrundung des Ätna mit Rückkehr zu dieser Station mit der Metro aufgezeichnet.

Der Wagen ist ganz schon voll und es ist nicht möglich nicht allzu nah an einer fremden Person zu sitzen.

Ich habe unweit des Bahnhofes einen kostenlosen Parkplatz an der Straße gefunden und laufe vom Bahnhof die ca. 1,6 Kilometer zu einem Markt den ich mir anschauen will. Nicht weit entfernt vom Markt komme ich an einer schönen Parkanlage (Giardino Bellini) mit vielen Bäumen vorbei.

Von der Hauptsraße links ab geht es Richtung Markt. Im Hintergrund sieht man die Basilica Sanctuario di Maria Santissima, davor befindet sich ein Markt, der täglich (außer Sonntag) von 08:00 - 14:00 Uhr geöffnet hat.

Der Mercato di Oiazza Carlo Alberto ist ziemlich groß und neben Obst und Gemüse, gibt es auch hier ein paar Stände mit Fisch und Seafood. Die Preise sind echt günstig, weshalb ich mir 1 Kilo Limonen für 1.- Euro mit nach Hause nehme.

Hier ist es zwar auch voll, aber es ist möglich nicht länger neben Jemand zu bleiben bzw. Anderen von vornherein aus dem Weg zu gehen.

Neben den Lebensmitteln gibt es auch noch allerlei KrimsKrams, Bekleidung, Schuhe, Handtaschen und so weiter. Dabei sind auch viele Markenartikel, die aber sicherlich nicht original sind.

Am Ende des Marktes kommt man auf einen Platz auf dem sich die Überreste eines der größten Amphitheater des Römischen Reiches befinden.

Auf diesem Hinweisschild wird erklärt, dass das Theater mal 15.000 Besucher aufnehmen konnte und einen Umfang von 309 Metern hatte. Mittlerweile ist der größte Teil durch neue Gebäude der Historischen Stadt überdeckt.

Von der Straße kann man schön die Ruinen des alten Amphitheaters sehen.

Direkt gegenüber befindet sich eine Statue des Komponisten Vincenco Bellini.

Von hier aus mache ich mich wieder auf den Rückweg nach Syrakus. Gestern Abend ist bei meiner Brille ein Bügel abgebrochen. Ich gehe mal davon aus, dass man das nicht reparieren kann und ich ein neues Gestell brauche.

In Syrakus angekommen stelle ich fest, dass mittlerweile 2 neue Kreuzfahrtschiffe (das 2. ist im Hintergrund verdeckt) im Hafen liegen. Und bei der Costa Deliziosa habe ich mal bei Google nachgeschaut und gesehen, dass es ich um eine aktuelle Kreuzfahrt (Route: Triest - Bari - Brindisi - Corigliano Calabro - Syrakus - Catania - Triest) handeln dürfte.

Da ich noch etwas Zeit habe bis die Optikergeschäfte wieder öffnen, trinke ich hier einen Kaffee und esse ein sehr leckeres Schokoladeneis.
Immer wieder laufen Menschengruppen vorbei, die zu der Kreuzfahrt gehören und zurück zu ihrem Schiff laufen.

Über Google Maps fahre ich 2 Optikergeschäfte ab, die geschlossen haben, obwohl laut Öffnungszeiten offen sein soll. Ob die Geschäfte dauerhaft zu haben (und hiernach sieht es optisch aus) oder sich die Öffnungszeiten geändert haben, weiß ich nicht.
Der 3. Versuch klappt dann und die Dame im Geschäft nimmt sich meiner an. Wie befürchtet, ist eine Reparatur nicht möglich, ein geeignetes Gestell für meine Gleitsichtgläser zu bekommen, nicht einfach.
Am Ende gibt es ein Plastikgestell von Lacoste, kein billiger Spaß.

© 1000 Baht, 2020
Du bist hier : Startseite Europa Italien Italien-Reisebericht
Die Reise
 
Worum geht's?:
Trotz Corona 1 Woche Sightseeing und Relaxen auf Sizilien
Details:
Aufbruch: 18.09.2020
Dauer: 9 Tage
Heimkehr: 26.09.2020
Reiseziele: Italien
Der Autor
 
1000 Baht berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors