1 Woche in Nord-Portugal (Porto, Pinhao, Aveiro)

Portugal-Reisebericht  |  Reisezeit: Juli 2017  |  von Tina Hellmuth

Porto

Ich bin gar nicht die größte Romantikerin, doch „romantisch“ ist das erste Wort, das mir zu zu Porto einfällt. Die Stadt - übrigens eine der ältesten Europas - verzaubert uns mit lebhaften Gassen, bunten Häusern, wundervollen historischen Bauten, leckerem Essen, uralten Portweinkellern und schönen Stränden. Wobei die Aussage gar nicht ganz richtig ist. Denn nicht Porto, sondern die Stadt Vila Nova de Gaia, die Porto am Rio Douro gegenüber liegt, beherbergt ebenfalls einen Teil meiner Aufzählung, nämlich die traditionsreichen Portweinkeller und die tollen Strände.

Um Porto und Vila Nova de Gaia ausreichend genießen zu können, sollte man ungefähr 2 komplette Tage einplanen.

Unser Hotel (Cliphotel Gaia Porto, 3 Sterne) liegt in Gaia, direkt an der Straße, die über die Brücke Ponte de Luis I in die historische Altstadt von Porto führt. Und an diesem Hotel startet unser 1. Tag in Porto. Zu Fuß geht’s Richtung Brücke. Bevor wir diese betreten, laufen wir jedoch erst einmal hoch zur Igreja da Serra do Pilar, von wo aus wir eine wundervolle Aussicht über Porto und Gaia haben.

Ponte de Luis I
Die Brücke besteht im oberen Bereich aus einer Ebene für Fußgänger sowie Straßenbahnen und lädt mit einer entzückenden Aussicht zum innehalten und Genießen ein.

Ponte de Luis I
Die Brücke besteht im oberen Bereich aus einer Ebene für Fußgänger sowie Straßenbahnen und lädt mit einer entzückenden Aussicht zum innehalten und Genießen ein.

Von dort aus geht’s dann hinein in die Straßen Portos, vorbei an einer Sehenswürdigkeit nach der anderen.

Den Stadtplan bekommt man übrigens direkt nach der Landung am Flughafen von Porto ausgehändigt. Hier findet ihr alle beschriebenen Sehenswürdigkeiten:

Sé Catedral
Auch von dieser festungsartigen Kathedrale aus hat man einen tollen Blick über die Stadt.

Sé Catedral
Auch von dieser festungsartigen Kathedrale aus hat man einen tollen Blick über die Stadt.

Für noch mehr Aussicht könnte man die 240 Stufen des 75 m hohen Turms Torre dos Clérigos aus dem 18. Jahrhundert erklimmen.

Torre dos Clérigos

Torre dos Clérigos

Brunnen vor der Igreja das Carmelitas

Brunnen vor der Igreja das Carmelitas

Harry-Potter-Fans haben in Porto die Möglichkeit, einen Blick in die Buchhandlung Livraria Lello zu werfen, wo J. K. Rowling viele Kapitel der Harry Potter Bänder geschrieben hat. Das wollten auch wir uns nicht entgehen lassen und nachdem wir den Türsteher gefragt haben, wie wir reinkommen (an der Straßenecke ein 4 €-Ticket kaufen - kann man auf die Buchpreise, die die übliche Preisempfehlung sicherlich um ca. 4 € übersteigen, anrechnen lassen), haben wir die nötigen Tickets gekauft. Als wir allerdings wieder herauskommen, das: eine Riesen-Menschen-Schlange.
...blöd gelaufen, da hat wohl gerade ein Bus eine ganze Touri-Gruppe ausgespuckt. Wir gehen also noch eine großzügige Runde spazieren und als wir wieder an
der Buchhandlung ankommen, ist die Reihe nicht kürzer, nein, sie ist doppelt so lang. Also Zähne zusammenbeißen und Beine in den Bauch stehen

Livraria Lello

Livraria Lello

Das Essen in Porto

Zum Mittagessen könnt ihr ja mal das portugiesische Nationalgericht Francesinha ausprobieren (oben im nachfolgenden Foto). Eine lustige und sehr sättigende Schicht aus überbackenen Toastbroten, zwischen denen man allerhand findet (Kochschinken, Knackerwürstchen, Steak usw.). Dann noch ein Ei oben drauf, die ganze Kombination mit viel würziger Soße übergießen - fertig ist das Nationalgericht. Ganz mein Geschmack Das Essen in Porto ist übrigens nicht nur sehr lecker, sondern auch recht günstig. So bekommt man beispielsweise frische Fischgerichte für ca. 7 €.

Am Flussufer befinden sich der Palácio da Bolsa, die Igreja S. Nicolau sowie einige Bars und Restaurants.

Am Flussufer befinden sich der Palácio da Bolsa, die Igreja S. Nicolau sowie einige Bars und Restaurants.

Pfauen im Garten des Palácio de Cristal.

Pfauen im Garten des Palácio de Cristal.

Auch wenn man nicht mit dem Zug unterwegs ist, lohnt ein Blick in Portos Hauptbahnhof, dessen Innenwände mit wunderschön bemalten Kacheln bedeckt 
sind.

Auch wenn man nicht mit dem Zug unterwegs ist, lohnt ein Blick in Portos Hauptbahnhof, dessen Innenwände mit wunderschön bemalten Kacheln bedeckt
sind.

Portwein

Für unseren 2. Tag in Porto haben wir uns die Besichtigung eines Portweinkellers sowie rumlümmeln am Strand vorgenommen. Wir sind schon vor 9 Uhr am Flussufer, diesmal auf der Gaia-Seite, unterwegs und stellen fest, dass es nicht üblich ist, so früh die Portweinhöhlen zu besichtigen. Könnte daran liegen, dass bei den Besichtigungen (ca. 10 € p. P.) auch Kostproben inkludiert sind
...also schlendern wir ein wenig am Ufer entlang, trinken noch einen frisch gepressten Saft und bekommen schließlich eine VIP-Tour (weil wir immer noch die ersten sind) bei Ramos Pinto.

Am Ende der Führung gibt’s 2 Gläschen 7-jährigen Portwein für nicht-Schwangere und ein Glas Traubensaft für Kinder und Schwangere.

Praia de Salgueiros

...und ab an den Strand!

Besonders schön: die rundgelutschten Felsen, die ein ganz klitzeklein wenig an die Felsen auf den Seychellen erinnern.

Besonders schön: die rundgelutschten Felsen, die ein ganz klitzeklein wenig an die Felsen auf den Seychellen erinnern.

Im „Aqua“ lassen wir den Tag ausklingen.

Im „Aqua“ lassen wir den Tag ausklingen.

© Tina Hellmuth, 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Durch die kunterbunten Gassen der bildhübschen Stadt Porto schlendern, entlang des Douro die ältesten Weinberge der Welt bestaunen, in den Wellen des Atlantiks toben und mit einem bunten Kahn durch das Venedig Portugals schippern - Klingt gut? Oh ja, das ist es. Und das Beste daran: man braucht nur ca. 5 - 7 Tage Zeit und muss gar nicht allzu weit fliegen ;-) Kommt mit, wir reisen nach Nordost-Portugal...
Details:
Aufbruch: 05.07.2017
Dauer: 7 Tage
Heimkehr: 11.07.2017
Reiseziele: Portugal
Der Autor
 
Tina Hellmuth berichtet seit 3 Wochen auf umdiewelt.
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