Ostern in Portugal

Portugal-Reisebericht  |  Reisezeit: April 1998  |  von Inge Waehlisch Soltau

Ankunft in Faro - Beja und Evora - Festung Marvao und Tomar - Kloster Batalga und Märchenwald Bucao - Coimbra - Abtei Alcoboca und Nazaré - Lissabon - Bélem - Cabo San Vicente - Praia do Roche - Albufeira

Beja und Evora

Wir kamen am späten Nachmittag in Faro an und übernahmen ein Mietauto. Dann fuhren wir nach Silves, wo wir eine Unterkunft gebucht hatten in der "Villa Sodré". Ohne Navi war es gar nicht einfach dorthin zu gelangen, und wir mussten eine Weile suchen.
Silves ist ein kleiner ruhiger Ort, es war nicht allzu weit bis ans Meer. Und wir trauten uns trotz allmählich einsetzender Dunkelheit diesen Weg zu. Denn wir wollten noch etwas essen, und in Silves gab es nicht allzu viel Auswahl.

Unterwegs

Unterwegs

Storchennest

Storchennest

Beja

Am nächsten Morgen starteten wir dann unsere Rundreise und fuhren zunächst nach Beja - vorbei an Getreidefeldern, Weiden und Korkeichenwäldern Und wir sahen unterwegs sogar ein Storchennest etwas wacklig auf einem dünnen Strommast.
Beja ist die zweitgrösste Stadt des Alentejo und war bereits wichtig während der Römerzeit. Von weitem schon sieht man das alte Kastell mit dem mächtigen Turm. Im Zentrum gibt es in den engen Gassen eine Fussgängerzone, am Praca República befinden sich das alte und das neue Rathaus.
Das Kastell wurde auf römischen Fundamenten erbaut mit 40 Toren, wovon nur noch wenige erhalten sind. Der 40 m hohe Turm aus dem 13. Jahrhundert ist der höchste Wehrturm in Portugal.

Das Kastell

Das Kastell

Evora

Evora ist die grösste und schönste Stadt des Alentejo und seit 1956 Unesco Weltkulturerbe. Die Stadt wurde von Römern, Mauren und den portugiesischen Königendes Mittelalters geprägt - es gibt hier 30 Kirchen und Klöster und auch einen maurischen Palast.
Der Praca do Geraldo ist der Mittelpunkt von Evora, Hier fanden bis zum Jahr 1821 öffentliche Hinrichtungen statt. An diesem Platz befindet sich die im 16. Jahrhundert im Renaissancestil erbaute Kirche "Santo Antao".
Im historischen Stadtkern mit den engen verwinkelten Strassen sieht man Paläste, Kirchen und Bürgerhäuser aus dem 16./17. Jahrhundert in verschiedenen Stilrichtungen. Die Altstadt ist von mittelalterlichen Mauern aus dem 14. Jahrhundert umgeben.
Eine Sehenswürdigkeit ist die aus dem 12./13. Jahrhundert stammende
Kathedrale (Sé) mit einem 70 m langen Innenschiff. Die in einem Stilmix von Gotik und Renaissance gebaute Kirche ist eine der schönsten mittelalterlichen Gotteshäuser in Portugal. Angeschlossen ist ein Kloster mit einem mittelalterlichen Kreuzgang und einem Museum in der Sakristei mit Reliquien.

Praca do Giraldo

Praca do Giraldo

Kirche "Santo Antao"

Kirche "Santo Antao"

Alte Kirche

Alte Kirche

Nördlich von der Kathedrale befindet sich auf einem hohen Sockel der gut erhaltene Dianatempel aus der Römerzeit mit 14 korinthischen Granitsäulen.
Ebenfalls sehenswert ist der "Largo das Portas de Moura" - ein Renaissancebrunnen mit Erdkugel.

Römischer Tempel Evora

Römischer Tempel Evora

Portas de Moura

Portas de Moura

Estremoz und Elvas

Wir fuhren weiter nach Estremoz, wo wir einen kurzen Stopp machten, um etwas zu trinken. Diese Stadt mit einer mittelalterlichen Burg ist bekannt für seine schönen Töpferwaren, die an Ständen auf dem Rossio-Platz verkauft werden.
Zum Übernachten fuhren wir nach Elvas, wo wir im Hotel "Dom Luis" gebucht hatten. Auch Elvas hat eine schöne Altstadt mit imponierenden Mauern und einem grossen Aquädukt.

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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 05.04.1998
Dauer: 8 Tage
Heimkehr: 12.04.1998
Reiseziele: Portugal
Der Autor
 
Inge Waehlisch Soltau berichtet seit 20 Monaten auf umdiewelt.