Spanien-Reisebericht :Andalusien, entlang der Küste.....

Jerez de la Frontera

Jerez de la Frontera ist mit über 200.000 Einwohnern die grösste Stadt der Provinz Cadiz. Der Name "de la Frontera" kommt bei vielen Ortschaften dieser Gegend daher, dass diese ehemalige Grenzstädte zwischen dem maurischen und christlichen Teil Spaniens waren. Jerez ist durch ihren Namen "Jerez", nicht nur für Sherry bekannt, sondern auch für die Pferdezucht und die "Königlich andalusische Hofreitschule" die hier ihren Standort hat sowie dem Flamenco, der, wie in ganz Andalusien, auch hier, eine wichtige Rolle spielt. Historische Bauwerke, Kartäuserkloster, Alcazar und einiges mehr, gilt es zu besichtigen.

Heute mussten wir unser Auto mal wieder bewegen, ca. 20 km von uns aus bis ins Zentrum......hat leider etwas länger gedauert, beim Abbiegen nicht ganz genau aufgepasst, und schon hat uns unser Navi durch die Altstadt zu unserem eingegebenem Ziel leiten wollen, das war ein Gekurve, nur enge Einbahnstrassen, auf einmal wurden wir in eine kleine Gasse geschickt, Breite nur bis 1,80m, natürlich zu schmal für unseren Wagen. Hardy konnte gerade noch rückwärts wieder heraus - ab da hatten wir keine Lust mehr auf "Navi", haben uns für unseren Stadtplan aus Papier entschieden und ganz schnell zu einem Parkhaus in der Nähe unseres ursprünglichen Zieles gefunden.

So richtige Lust auf weite Wege hatten wir beide heute nicht, Glaube, wir sind der Stadtbesichtigungen ein wenig überdrüssig.....

Zuerst führte uns der Weg zur Kathedrale. Sie war von aussen (schon wieder Eintritt) beeindruckend gross, wenn auch der Glockenturm eingerüstet war.

Ziemlich in der Nähe ist die Alcazaba von Jerez - für uns war das die schönste von uns besichtigte Festung dieses Urlaubs. Sehr gut erhalten bzw. restauriert, ein monumentales Bauwerk des 12.-18. Jh. Der Eintritt von 5€ bzw. 1,80€ für Pensionistas oder Personen mit Handicap, war mehr als gerechtfertigt. Von Ölmühle, Waffenhof, Hammam, Wachttürmen, Gartenanlage, alles gut erhalten, restauriert und durch die ausgehändigte Info gut erklärt.

Im Jahre 1664 bekam Lorenzo Fernandez de Villavicencio den Alcazar für "immer und vererblich". Diese sehr wohlhabende Familie liess verschiedenste Restaurierungen an der Festung ausführen, u.a. wurde der Palast Villavicencio auf den Grundmauern eines islamischen Palastes errichtet. Innen ist heute eine Ausstellung mit Plakaten von Ereignissen der Stadt aus verschiedenen Jahrzehnten zu sehen, im Obergeschoss sind Teile des Inventars einer Apotheke aus dem 19. Jh. aufgebaut. Hat mir sehr gut gefallen.
Danach ging es quer durch kleine Gassen, man konnte fast die Orientierung verlieren, wieder zu belebten Plätzen mit viel Gastronomie (und da hat sich auch schon wieder unser Magen gemeldet).

Nach dem Lunch wollten wir zurück zum Auto, sind aber durch Flamencoklänge noch in eine Bar gezogen worden - 3 Personen, Männer, Gitarren, Gesang und Tanz - tolle Stimmung, aber brechend voll. Findet dort von Montags-Freitags ab 14 Uhr statt, Eintritt frei. Wären gerne länger geblieben und hätten aus den Fässern hinter der Theke ein oder zwei Sherrys oder Vino abzapfen lassen, der Verzehr wird mit Kreide auf den Thresen geschrieben, echt urig, aber leider waren wir mit dem Auto da, also 0-Alkohol, sicher ist sicher.
Rückblickend war die Entscheidung, unsere Sherryverkostung bei uns im Ort zu machen, die richtige. In Jerez gibt es an jeder Ecke eine andere Bodega, glaube, da hätte man ein paar Tage zu tun, alle abzutrinken ;-D !!!

Wir haben uns dann für die Rückfahrt entschieden.......morgen wird erst einmal ausgeschlafen, mal sehen, ob und was wir morgen noch unternehmen!

Plaza Plateros

Plaza Plateros

Kathedrale

Kathedrale

Alcazaba, Innenhof

Alcazaba, Innenhof

Blick vom Alcazaba aus auf die Iglesia San Miguel

Blick vom Alcazaba aus auf die Iglesia San Miguel

Hammam

Hammam

Villa Villavicencio

Villa Villavicencio

Ausstellung mit Ereignissen aus der Geschichte

Ausstellung mit Ereignissen aus der Geschichte

Altes Apothekeninterieur

Altes Apothekeninterieur

MHD eindeutig überschritten

MHD eindeutig überschritten

In der Tabanco El Pasaje war Stimmung...

In der Tabanco El Pasaje war Stimmung...

© Esther und Hardy, 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Unseren heimischen Winter wollen wir auch in diesem Jahr unterbrechen und ein paar Wochen in Südspanien verbringen. Von unserer Unterkunft aus werden wir ein paar Ziele anfahren.
Details:
Aufbruch: 16.12.2017
Dauer: 5 Wochen
Heimkehr: 16.01.2018
Reiseziele: Spanien
Der Autor
 
Esther und Hardy berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Esther über sich:
Zum Reisen gehört Geduld, Mut, guter Humor, Vergessenheit aller häuslichen Sorgen, und dass man sich durch widrige Zufälle, Schwierigkeiten, böses Wetter, schlechte Kost und dergleichen nicht niederschlagen lässt. Adolf Freiherr v. Knigge
Eines Tages wirst Du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die Du immer wolltest. Tu sie jetzt. Paulo Coelho
Wenn du die Speisen ablehnst, die Brauchtümer ignorierst, die Religion fürchtest und die Menschen meidest, bleibst du besser Zuhause. James Michener

Wir sind ein reiselustiges (*1950/53) Ehepaar, das nach vielen Jahren Pause einige Ziele in nah und fern besuchen möchte. Wir hoffen, dass uns dieses Privileg noch etwas erhalten bleiben wird, denn die Welt ist groß, und das Leben ist kurz!!!

Wer sich ein paar Fotos unserer bisherigen Reisen anschauen möchte:

www.flickr.com/photos/bardtkehartmut/