Dominikanische Republik vor vielen Jahren...

Dominikanische Republik-Reisebericht  |  Reisezeit: Juli / August 1990  |  von Inge Waehlisch Soltau

Hotel in Puerto Plata - Ausflüge nach Cabarete und Sousa und mit dem Mietauto in den Norden, nach Santo Domingo und Samana

Puerto Plata

Die Dominikanische Republik ist der zweitgrösste Staat in der Karibik, sie nimmt zwei Drittel der Insel Hispaniola ein und gehört zu den Grossen Antillen.
Hier gibt es feinsandige Badestrände, Regenwälder, feuchte Tieflandgebiete, Mangrovensümpfe, kakteenbedeckte Steppen und die höchsten Berge der Karibik.
Puerto Plata ist die grösste Stadt im Norden der Dominikanischen Republik und ist nicht nur ein wichtiger Hafen sondern auch ein beliebtes Ferienziel.
Die Stadt wurde 1496 von Bartolomeo Kolumbus - Bruder von Christoph - gegründet.
In der Stadt gibt es noch viele viktorianische Häuser verziert mit traditionellen Holzschnitzereien.
Zwischen dem Flughafen und dem eigentlichen Ort Puerto Plata entstand eine touristische Zone mit schönen Sandstränden, an denen es Unterkünfte in allen Preislagen gibt.

Strand bei Puerto Plata

Strand bei Puerto Plata

Wir flogen über Amsterdam direkt nach Puerto Plata. Der Flughafen war damals einfach nur chaotisch. Es gab keine Gepäckbänder, die Koffer wurden in einer grossen Halle hingestellt bzw. lagen dort. Bevor man überhaupt dazu kam, sein Gepäck zu suchen bzw. zu finden, sah man dasselbe schon in den Händen von irregulären "Gepäckträgern". Und natürlich ging es nicht ohne ein "erzwungenes Trinkgeld" (proprina forzada), aber immerhin wurden dann die Koffer sogar bis zum wartenden Hotelbus gebracht.
Glücklicherweise hatten wir das mit dem Gepäck recht schnell erledigt und sassen bereits im Bus, als ein mächtiger Wolkenbruch niederprasselte. Es hat dann einige Leute ganz schön erwischt, sie kamen klitschnass in den Bus.

Strand beim Hotel

Strand beim Hotel

Strand beim Hotel

Strand beim Hotel

Wir hatten das Hotel "Playa Dorada" direkt am gleichnamigen breiten Sandstrand gebucht. Wir erhielten ein schönes Zimmer in der oberen Etage mit Blick aufs Meer, die Hotelanlage mit dem Pool und den Strand.
Damals gab es in dieser Gegend nur ein einziges AI Hotel. In unserem Hotel hatten wir aber Halbpension gebucht, damit wir nicht jeden Abend in das 3 km entfernte Zentrum von Puerto Plata fahren mussten.
Das Hotel hatte zwar einen Shuttlebus, der aber nur am Tage zu eher unregelmässigen Zeiten fuhr. Und einmal blieb der alte amerikanische Schulbus sogar liegen, und wir mussten mit einem öffentlichen Bus weiterfahren.
Die Gäste waren international - Europäer und einige Kanadier z.B. - und man bekam schnell Kontakt mit ihnen. Und wir hatten viel Spass miteinander an der Poolbar, denn der Rum Sour oder die Pina Colada flossen reichlich.
Am Strand gab es natürlich die Händler mit den hier typischen Souvenirs. Und man konnte sich Zöpfe flechten lassen von mehr oder weniger begabten "Coiffeusen".
Natürlich liess ich mir auch Zöpfe flechten von einer Frau aus Haiti, die kreolisch sprach, aber die Verständigung klappte einigermassen, denn sie verstand ein paar Brocken französisch und spanisch. Kurz vor der Heimreise liess ich mir noch ein zweites Mal die Zöpfe flechten, und es war echt lustig, damit zuhause anzukommen...

Poolbar

Poolbar

Strand beim Hotel

Strand beim Hotel

Das Hotel machte den Gästen den Vorschlag, für erste Mal nach Puerto Plata mit einem Guide zu fahren. Wir fanden das eine gute Idee, und dann schlossen sich uns noch zwei Amerikanerinnen an und ein Paar von den Bahamas, die auf Hochzeitsreise waren an..
Der Guide lief mit uns durchs Zentrum und wehrte auch allzu aufdringliche Händler ab. Im Parque Central mitten in der Altstadt machte er uns auf den Pavillon "La Glorieta" aufmerksam, wo sonntags manchmal Konzerte stattfinden.
Direkt südlich vom Park sieht man die mächtige weisse Kirche "San Felipe" mit schönen Buntglasfenstern..
Bevor wir wieder mit dem "Schulbus" ins Hotel fuhren, gingen wir noch in eine Bar um etwas zu trinken. Es war ein gelungener Ausflug, und wir hatten viel Spass miteinander. Unser Guide traf sich aber in dieser Zeit lieber mit seinen Kumpels.

Strand beim Hotel

Strand beim Hotel

Die nächsten Male fuhren wir dann ohne Guide mit dem alten Schulbus ins Zentrum von Puerto Plata. Wir besichtigten die Festung Fortaleza San Felipe, die einst zum Schutz der Stadt vor Piraten erbaut wurde. Während der Trujillo Diktatur war hier ein Gefängnis.
Auf den ca. 800 m hohen Monte Isabel de Tres fuhr schon damals eine Seilbahn - genannt Téleferico - die einzige Seilbahn in der Karibik.
Der Baubeginn für die Seilbahn war im Jahr 1972, und eröffnet wurde sie dann im Juli 1975..
Wir liefen zu Fuss zur Talstation und überlegten lange, ob wir die Fahrt wagen sollten, denn das Ganze sah nicht gerade "vertrauenerweckend" aus...
Dann entschlossen wir uns doch für das Wagnis und hatten schon während der Fahrt schöne Ausblicke auf die Stadt und die Küste.
Dort oben gibt es einen botanischen Garten und eine Nachbildung der Christusstatue von Rio de Janeiro. Von hier aus kann man Wanderungen in das Naturschutzgebiet machen, wo es noch Regenwald und eine grosse Vielzahl von Tieren und Pflanzen gibt.
Der botanische Garten wurde in den 1950er Jahren gegründet, und auf angelegten Pfaden kann man verschiedene Pflanzen bewundern - wie Baumfarne, Tulpenbäume, Nadelbaume usw.

Seilbahn Puerto Plata

Seilbahn Puerto Plata

Im botanischen Garten

Im botanischen Garten

Die Christusstatue kann man schon von weitem erkennen, sie wurde bereits 1970 errichtet, um den Tourismus in dieser Region zu fördern.
Die Statue steht mit Blick zum Atlantik, ist 16 m hoch und wurde in Italien gegossen.

Christusstatue

Christusstatue

Christusstatue

Christusstatue

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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 16.07.1990
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 06.08.1990
Reiseziele: Dominikanische Republik
Der Autor
 
Inge Waehlisch Soltau berichtet seit 20 Monaten auf umdiewelt.