Kuba - aniversario 50 de la revoluciòn victoriosa

Kuba-Reisebericht  |  Reisezeit: Dezember 2008 - Januar 2009  |  von Herbert S.

Havanna - Centro I

Karte zur Besichtigung von Centro Habana

Durch das etwas verwahrloste Viertel, das wir schon bei unserem Rundgang durch die südliche Altstadt kennengelernt haben, laufen wir zum Hauptbahnhof, da auch dieses Gebäude dem Jugendstil/ Art Deco zuzuordnen ist.

Estacion Central de Habana

Estacion Central de Habana

Auf dem daneben liegenden Platz ist ein Areal abgezäunt, auf dem für Eisenbahnliebhaber zahlreiche Loks und Waggons abgestellt sind und still vor sich hin rosten.

Eisenbahn-Oldtimer

Eisenbahn-Oldtimer

Die umliegenden Straßen sind ebenfalls ein Paradies für Oldtimer-Liebhaber.

alte Gefährte für die Straße

alte Gefährte für die Straße

Wir folgend der Calle Egido in Richtung Stadtzentrum und müssen nach wenigen 100 m in den dortigen Bauernmarkt.

obwohl ein äußerst schmuddeliges Gebiet - die Auslagen beim Fleisch und Gemüse werden appetitlich präsentiert

obwohl ein äußerst schmuddeliges Gebiet - die Auslagen beim Fleisch und Gemüse werden appetitlich präsentiert

Schlangestehen am Eisschalter und am Tortenverkaufsstand - transportiert werden die Torten übrigens auf Wellpappe

Schlangestehen am Eisschalter und am Tortenverkaufsstand - transportiert werden die Torten übrigens auf Wellpappe

Je näher wir dem eigentlichen Zentrum kommen, um so großstädtischer wird es wieder, allerdings lassen die Elektroinstallationen einem doch einen kalten Schauer über den Rücken laufen.

Wir folgen der Avenida de las Misiones und gelangen zu einem für uns ganz wichtigen Bauwerk: der Edificio Bacardi, dem ehemaligen Stammsitz der gleichnamigen Rumdynastie. Das Gebäude stammt aus dem Jahre 1929 Die Baumaterialien bestehen aus schwedischem Granit, kubanischem Kalkstein und deutschen Kacheln und Terrakotta.

Edificio Bacardi

Edificio Bacardi

ein wenig erinnert die Bauweise an die frühen New Yorker Hochhäuser

ein wenig erinnert die Bauweise an die frühen New Yorker Hochhäuser

edle Materialien - frisch restauriert

edle Materialien - frisch restauriert

vornehm auch das Innere - aber der Wachmann sagte uns, dass der Aufzug für die Aussichtsplattform kaputt ist.

vornehm auch das Innere - aber der Wachmann sagte uns, dass der Aufzug für die Aussichtsplattform kaputt ist.

Schräg gegenüber ist ein Warenhaus in einem riesigen Komplex, dessen Auslagen für westeuropäische Verhältnisse ausgesprochen ärmlich anmuten.

Vor allem die Passage im Inneren ist schrecklich dunkel und mit den dicken Rohren ausgesprochen ungemütlich.

Vor allem die Passage im Inneren ist schrecklich dunkel und mit den dicken Rohren ausgesprochen ungemütlich.

Etwas weiter nördlich entlang der Calle Monserratal sehen wir einen interessanten Kirchenbau, der praktisch auf dem Weg zum Museum der Revolution liegt. Sie wurde 1672 von Jesuiten auf einer kleinen Anhöhe erbaut.

Iglesia del Santo Angel Custodio

Iglesia del Santo Angel Custodio

Eigentlich ist das Gebäude des Museo de la Revolución so imposant, dass es einem anderen Zweck gedient haben muß. Es war nämlich der Präsidentenpalast in Vor-Castro-Zeiten.

Museo de la Revolución - davor links reste der Stadtmauer - und rechts ein Panzer der Revolutionäre

Museo de la Revolución - davor links reste der Stadtmauer - und rechts ein Panzer der Revolutionäre

Unmittelbar vor dem hafenseitige Eingang befinden sich noch (kümmerliche) Reste der Stadtmauer von 1674, im 19. Jh. wegen der Erweiterung der Innenstadt nach Westen abgerissen wurde.

Reste der Stadtmauer vor dem ehemaligen Präsidentenpalast.

Reste der Stadtmauer vor dem ehemaligen Präsidentenpalast.

Inzwischen sind wir am Parque de los Martires angekommen, von wo ein Tunnel unter der Hafeneinfahrt in die östlichen Stadtteile führt. Der Palacio Velazco liegt direkt an diesem Kreisel und man hat einen schönen Blick auf das Castillo de San Salvador de la Punta (westl. hafeneinfahrtsseite)

Palacio Velazco - 
Castillo de San Salvador de la Punta

Palacio Velazco -
Castillo de San Salvador de la Punta

In die andere Richtung wird der Blick auf das Capitol frei.
Wegen der zahlreichen interessanten Gebäude wechseln wir zwischen der Agramonte und dem Prado (Paseo de Marti) häufig hin und her.

Agramonte - Blickrichtung Süden

Agramonte - Blickrichtung Süden

spanische Botschaft (mit Bauzaun)

spanische Botschaft (mit Bauzaun)

auf freien Wandflächen sind immer wieder die Helden der Revolution abgebildet (meist mit markanten Sprüchen)

auf freien Wandflächen sind immer wieder die Helden der Revolution abgebildet (meist mit markanten Sprüchen)

Uns fällt ein markantes Gebäude auf, in dessen Eingangshalle wir zwar hineinschauen aber nicht seine Verwendung eruieren können.

Direkt gegenüber liegt das Hotel Sevilla, ein markanter Bau mit verscheidenen maurischen Stilelementen in der Fassade der unterscheidlichen Gebäudeteile.

maurische Stilelemente am Hotel Sevilla

maurische Stilelemente am Hotel Sevilla

Wir nutzen die Gelegenheit zu einem Blick in den Innenhof und fahren mit dem Aufzug in den obersten Stock, von wo wir die in der Edificio Bacardi vermißten Bilder von oben genießen können

Blick auf den Prado

Blick auf den Prado

Von hier oben entdecken wir auch unser ausgewähltes Paladar für später: Doña Blanquita (mit Leuchtreklame)

Paladar Doña Blanquita

Paladar Doña Blanquita

Am Parque Central angekommen machen wir im Hotel Inglaterra einen kurzen Erfrischungsstop, um für den 2. Teil des Rundganges in Centro Habana gerüstet zu sein.

Hotel Inglaterra

Hotel Inglaterra

© Herbert S., 2009
Du bist hier : Startseite Karibik Kuba Kuba-Reisebericht
Die Reise
 
Worum geht's?:
Dass wir genau zum Jahreswechsel die Rede Raoul Castros in Santiago de Cuba zum Jubiläum der siegreichen Revolution mitbekommen würden, war eigentlich Zufall. Die Rundreise im Mietwagen bot jedoch viel mehr: tolle Architektur aller Stilrichtungen, fantastische Landschaften, freundliche Menschen und Oldtimer so viel man will.
Details:
Aufbruch: 19.12.2008
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 07.01.2009
Reiseziele: Kuba
Trinidad/Kuba
Collantes
Der Autor
 
Herbert S. berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Herbert sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
Bild des Autors