Angkor Wat 2019 - Das zweite Mal

Reisezeit: Januar 2019  |  von 1000 B.

Einreise nach Kambodscha und weiter nach Siem Reap

Da ich relativ früh los wollte und auch ohne Wecker aufwachte, bin ich auch schon um 6:30 Uhr aufgestanden. Um kurz nach 7 Uhr bin ich nach unten und hab das Hauptgebäude des Hotels nochmals, nun aber bei Tageslicht, fotografiert.
Das Hotel sieht schon ganz schön nett aus.

Zum Frühstück muss man in das Nebengebäude, gerade mal ein paar Meter entfernt. In diesem Gebäude gibt es auch ein Fitness Studio und ein Spa Bereich.

Das Frühstück wird aber im 1. Obergeschoß serviert, hierzu geht man eine Treppe nach oben.

Hier gibt es Heiß- und Kaltgetränke und der junge Mann macht auf Wunsch Eier in allen möglichen Varianten. Ich entscheide mich für ein simples Spiegelei und nehme mir einen Milchkaffee.

Hier ist ein kleines Buffet mit den üblichen warmen und kalten Speisen aufgebaut. Da ich etwas gestärkt sein will, entscheide ich mich für Reis und Hühnchen mit Ingwer.

Nach dem Check-Out verlasse ich das Hotel kurz nach halb Acht und laufe an die Strasse direkt vor dem Hotel, die auch zum Grenzübergang führt. Die Grenze ist ca. 5 Kilometer entfernt, also zu weit zum Laufen. Ich hoffe es taucht auch ein Songthaew auf, denn gestern Abend habe ich nicht ein Einziges gesehen.
Und ich habe Glück, ich stehe nicht einmal 1 Minute und es kommt auch schon Eins, ein Hellgrünes.

Der Fahrer hält nach einer typischen Handbewegung an und ich steige auf eine der beiden Rückbänke. Im Innern sitzen schon 4 Thais und wir fahren ohne weiteren Halt direkt auf das Riesengelände des Rong Kluea Marktes. Das ist ein riesiger Markt mit über 1000 Ständen für alles Mögliche, direkt neben dem Grenzübergang gelegen.
Nach dem Aussteigen in unmittelbarer Nähe der großen Kasikornbank zahle ich 15.- THB, wie sie auch von der Beifahrerin des Songthaew gefordert werden.

Es ist erst 7:45 Uhr und schon eine ganze Menge los, vor allem aus Richtung Grenze kommen mir eine Menge Leute entgegen.

Nach dem Überqueren des Bahnübergangs geht es hinter den Ständen wieder zurück. Ich werde schon mehrfach von Schleppern angesprochen und es wird Hilfe bei Visa oder Grenzübertritt angeboten. Die neueste Ansprache durch die Schlepper scheint wohl "Hey Brother" zu sein. Nachdem ich dem ersten geantwortet habe, das ich nicht sein Bruder bin, antworte ich überhaupt nicht mehr und ignoriere nur noch.

Hier geht es rechts in Richtung Ausreise aus Thailand, es ist jetzt genau 7:50 Uhr und die Prozedur beginnt. Mal schauen wie es wird.

Schnur stracks geradeaus, immer den Menschen folgen. Auch hier habe ich das Gefühl, dass einem die Schlepper folgen. Mit meinen beiden Rucksäcken bin ich wohl als Tourist eindeutig erkennbar.

An diesen Schildern geht es mit Thailändischen Passen geradeaus, Ausländische Pässe müssen sich rechts halten.

Noch eine kurze Rolltreppe hoch und ich stehe im Raum der Thailändischen Immigration. Es ist mittlerweile 7:52 Uhr, nichts los hier und 2 Schalter geöffnet, weshalb ich gleich dran komme.

Nach Abgabe meiner Departure Card und Erhalt des Ausreisestempels geht es durch eine Tür mit der Aufschrift Exit. Eine kurze Rolltreppe wieder runter und schon stehe ich im "Niemandsland", aus Thailand ausgereist, aber noch nicht in Kambodscha.

Ohne Verzug geht es weiter zu diesem Schild, es ist 7:55 Uhr. Wer sein Visum (egal ob normales Visa oder eVisa wie ich) schon hat, soll sich direkt (etwa 200 Meter entfernt) zur Passkontrolle begeben. Wer noch ein Visa on Arrival benötigt, soll sich zum entsprechenden Schalter (etwa 50 Meter entfernt) begeben.

Nun geht es im "Niemandsland" auf der rechten Seite weiter, für mich am Schalter für Visa on Arrival vorbei. Das ist übrigens der offizielle Schalter, den man vor der Einreise nutzen sollte, wenn man noch kein Visum hat.

Um 7:59 Uhr komme ich am Gebäude für die Einreise nach Kambodscha mit der Aufschrift "ARRIVAL" an. Im Innern ist das Fotografieren absolut verboten.

Mitten im Gebäude steht rechts ein größerer Tisch, an dem ein offizieller Mitarbeiter steht. Dieser händigt Jedem eine kombinierte Arrival/Departure Card aus, die man an diesem Tisch ausfüllen kann. Stifte habe ich keine gesehen, ich habe in meinem Rucksack immer meine eigenen dabei.

Das Ausfüllen dauert ein bisschen, da man die Pass- bzw. Visanummer und auch die Adresse in Kambodscha eintragen soll.
Bei der Einreise sind 2 Schalter besetzt, wovon einer gerade frei wird und ich ohne große Wartezeit dran komme.
Ich händige meinen Pass, das ausgedruckte eVisa (schwarz/weiß Kopie völlig ausreichend) und die zuvor ausgefüllte Arrival/Departure Card aus.
Nach Abhnahme von Fingerabdrücken (in der Reihenfolge 4 Finger rechte Hand, Daumen rechte Hand, 4 Finger linke Hand, Daumen linke Hand), bekomme ich meinen Einreisestempel in den Pass. Zum Abschluss wird noch die Departure Card, die bei der Ausreise benötigt wird, in den Pass getackert.
Mein Aufenthalt ist für 1 Monat, also bis 22. Februar 2019, erlaubt.

Nach Verlassen des Gebäudes laufe ich um den Kreisel herum und mach ein Foto in Richtung Thailand. Es ist 8:08 Uhr, alles erledigt, ich bin in Kambodscha, ohne Wartezeiten und ohne irgednwelche Schwierigkeiten.
Ich denke aber, dass dies auch der frühen Uhrzeit geschuldet ist. Während dem gesamten Prozedere ist mir nicht ein weiterer Tourist aufgefallen. Ich denke, die meisten kommen später, wenn der frühe Zug bzw. Busse aus Bangkok oder anderen Landesteilen in Aranyaprathet ankommen.
Was nervt sind allerdings die Schlepper und ich habe immer noch einen Schatten, der mir unbedingt eine Fahrmöglichkeit (wo ich hin will, weiß er nicht) für die Weiterreise organisieren will.
Nachdem ich ihn weiterhin nicht beachte und einfach länger am Kreisel stehen bleibe, schwirrt er wieder ab in Richtung Thailand.

Da ich nicht genau weiß wie es weiter geht und ich auf einen Bus irgendwo nach Siem Reap hoffe, laufe ich einfach mal los und zwar weg von der Grenze.
Dort komme ich an der Poipet Railway Station vorbei, welche etwa 400 Meter vom Kreisel nach der Einreise entfernt ist.
Es scheint auch wieder ein Zugverbindung zwischen Poipet und Pnom Penh zu geben. Im Moment (Stand: Januar 2019) fährt der Zug allerdings nur 1 Mal pro Woche (Mittwochs von Pnom Penh nach Poipet und Donnerstag zurück) in jeweils eine Richtung. Allerdings ist die Fahrt eher was für Enthusiasten, die Fahrzeit für die 384 Kilometer beträgt fast 12 Stunden, bei einem Fahrpreis von 7.- US$.

Ich gehe einfach weiter, bis ich an diesen Laden komme. Etwa 50 Meter vorher hat mich ein junger Mann angesprochen, das es in etwa 1 1/4 Stunden, also um 9:30 Uhr einen Bus nach Siem Reap geben soll. Ich könnte in diesem Office ein Ticket kaufen.
Auf Nachfrage sagt mir der Mann im Laden, der Bus fahre um 9:30 Uhr oder vielleicht auch erst um 10 Uhr, der Preis sei 350.- THB oder 12.- US$.
Ich runzle wegen des Wechselkurses die Stirn und er nimmt seinen Taschenrechner und rechnet. Im Anschluss schaut er mich an und sagt, ok 11.- US$. Ich könne aber auch für wenig mehr mit einem Taxi mitfahren.

Was wenig mehr bedeutet will ich wissen. Er sagt 15.- US$ und verspricht mir das es gleich losgeht und ich könne auf alle Fälle vorne auf dem Beifahrersitz Platz nehmen, die anderen Mitfahrer würden dann hinten sitzen.
Da will ich auch nicht mehr handeln und bezahle die 15.- US$, für die Strecke von 150 Kilometern nach Siem Reap. Zumal wenn du mit dem Bus fährst, dann karren sie dich zu irgend einem Busbahnhof, der in aller Regel außerhalb liegt. Von dort brauchst du dann wieder ein Fahrgelegenheit, die normal auch nicht umsonst ist.

In diesem Toyota SUV darf ich rechts auf der Beifahrerseite einsteigen. Mein kleiner Rucksack steht zwischen meinen Beinen, der Große liegt auf der Rückbank, hinter dem Fahrer.
Als ich einsteige sitzt schon eine junge Kambodschanerin hinter mir im Fahrzeug.

Nach kurzer Fahrt steigt noch ein Kambodschaner ein. Als wir dann gerade wieder losfahren wollen, klingelt das Handy des Fahrers und wir müssen nochmal zurück. Dort wartet noch ein Kambodschanerin, die dann als Fahrtgast Nr. 3 auf der Rückbank Platz nimmt. Gut, dass ich vorne sitze, richtig bequem und ausgiebig Platz.
So wird es dann 8:50 Uhr bis wir loskommen. Bis auf die Überholmanöver (3 Fahrzeuge nebeneinander bei jeweils 1 Fahrstreifen pro Richtung) gibt es nur eine knifflige Situation. Ein Hund passiert bei etwa Tempo 100 km/h die Fahrbahn von links nach rechts. Nur eine starke Bremsung und ein Ausweichen nach rechts kann ihm das Leben retten.
Ein paar Kilometer vor Siem Reap, der Mann und die junge Frau sind bereits auf der Strecke ausgestiegen, fliegt ein Flugzeug im Landeanflug auf den Airport über die Fahrbahn.
Der Fahrer sagt Pnom Penh (Hauptstadt Kambodschas) und ich sage: No, Bangkok also. Dies nimmt der Fahrer zum Anschluss am nächsten Kreisverkehr in Richtung Airport abzubiegen. Nach etwa 2 Kilometern kann ich den Irrtum aufklären. Er kann kein Englisch und war der Meinung ich wolle mit dem Flugzeug nach Bangkok fliegen.
Also wieder zurück und weiter in die Stadt, wo er mich an der Hauptstrasse, etwa 800 Meter von meinem Hotel entfernt, raus lässt.
Ich mache mich zu Fuß auf den Weg und komme dort gg. 11:20 Uhr an.

Das Palm Garden Lodge sieht noch aus wie vor 7 Jahren. Als ich das erste Mal in Siem Reap war, habe ich auch hier geschlafen. Das ist wahrlich kein gutes Hotel, aber ich wollte ein bisschen nostalgisch sein.

Gebucht bei Agoda für 28.- Euro für 3 Nächte, da kannst du wenig falsch machen, dachte ich. An der Rezeption gebe ich meinen Voucher ab und trage meine Daten in eine Art Meldeschein ein.
In diesem Moment kommen 2 junge Männer zum Tresen gelaufen. Der Eine erzählt in gebrochenem Englisch, dem Akzent nach Spanier oder so, dass er letzte Nacht hier gewohnt habe. Bei Auschecken hätten 75.- US$ aus seinen Gepäck, welches im Zimmer war, gefehlt. Er würde mir unbedingt raten, hier nicht zu übernachten.
Die junge Dame an der Rezeption hört fast unbeteiligt zu und meint nur, sie wisse nicht, was der junge Mann meine, das Geld könne auch wo anders weg gekommen sein.
Falls die Sache stimmt, was ich auf keinen Fall ausschließen will, keine gute Sache. Ich für meinen Teil, lasse in solchen billigen Häusern niemals Geld oder Wertsachen im Zimmer.

Ich kann dann auch schon in das Zimmer und muss feststellen, dass die Zimmer noch so aussehen wie vor 7 Jahren. In Ausstattung usw. wurde meinen Erachtens nicht 1 Cent investiert. Das ist wirklich das Einfachste vom Einfachen und nicht mal den billigen Preis wert, den ich bezahlt habe.

Diese Art von Bädern bin ich ja schon von Thailand gewohnt, aber auch dieses ist schon sehr stark herunter gekommen.

Als ich bemerke das entgegen der Zimmer Beschreibung bei Agoda kein Kühlschrank im Zimmer ist, gehe ich zur Rezeption, um das zu klären. Die junge Dame weiß auch nicht warum das noch so auf der Webseite steht. Es gibt in keinem Zimmer mehr einen Kühlschrank, sind alle kaputt. Sie bietet mir an, das Zimmer zu stornieren, worauf ich aber keine Lust habe.

Zum draußen herum laufen ist es echt zu heiß, weshalb ich erst mal im klimatisierten Zimmer bleibe und dann einen Eiskaffee trinken gehe.

Im Supermarkt beim Kauf von Wasser komme ich dann wieder in Berührung mit der Kambodschanischen Währung, dem Riel, der so neben dem US-Dollar (Beträge die kleiner als 1.- US$ sind) benutzt wird. 1 US$ entspricht in etwa 4.000.- Riel, hier ist ein Hunderter Schein.

Nachdem es dunkel und auch etwas kühler geworden ist, gehe ich nochmals raus und komme in unmittelbarer Nähe meines Zimmers an der "The Moon Sky Bar", mit der Lichtershow vorbei.

Auf dem Gelände des Nachtmarktes ist richtig voll, ins Besondere Chinesische Reisegruppen sind zuhauf unterwegs.

Richtig voll wird es dann auf der sog. "Pubstreet". Hier ist wieder Spießrutten laufen und die Ansprache "Hey Brother" ist wieder oben auf.

Es nervt echt, ständig gefragt zu werden, ob man ein Tuk-Tuk oder ein Moped braucht. Mehrfach werden mir Frauen (Want bumbum?) und Drogen (Do you want Marihuana?) angeboten.

Das Motto ist wirklich viel sagend, für meinen Geschmack ist hier viel zu viel los, ich fühle mich wie auf der Reeperbahn oder der Khao San Road.

Ich laufe wieder in Richtung meines Zimmers und esse noch etwas zu Abend. Eine Portion Nudeln mit Gemüse und Fleisch, dazu eine kleine Flasche Angkor Bier und alles zusammen für 2,25 US$. Da kann man nicht meckern.

© 1000 B., 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ausflug von Thailand nach Siem Reap in Kambodscha und zurück
Details:
Aufbruch: 20.01.2019
Dauer: 6 Tage
Heimkehr: 25.01.2019
Reiseziele: Kambodscha
Der Autor
 
1000 B. berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.
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