Angkor Wat 2019 - Das zweite Mal

Reisezeit: Januar 2019  |  von 1000 B.

Angkor Wat bis zum Sonnenuntergang

Gegen 15:30 Uhr mache ich mich wieder auf den Weg. Als Erstes will ich noch schnell ein paar Dollar abheben und suche ein Geldautomaten. Den ersten, den ich finde, der akzeptiert meine VISA Santander 1Plus Karte nicht.

Am zweiten Automaten, in einer Tankstelle, klappt es dann und ich bekomme Dollars. Allerdings werden hier 6.- US$ als Fremdgebühren fällig. Ich denke, es gibt keine Autmaten mehr in Kambodscha, an dem diese Gebühr nicht fällig wird.
Gestern hatte ich mal eine meiner Karten bei der Canadia Bank probiert und da wurden 5.- US$ als Fremdgebühren angezeigt.

Auf dem Tankstellengelände fällt mir dann ein Tuk-Tuk auf, welches wartet. Da ich jetzt eh zeitnah eins brauche, komme ich mit dem Fahrer ins Gespräch. Er ist frei und ich erkläre ihm was ich heute vorhabe. Ich frage, wieviel er will, er sagt 15.- US$. Ich sage zuviel, 8.- US$ und er erwidert 10.- US$., woraufhin ich einwillige.
Mir geht es nicht darum den letzten Dollar zu sparen und er ist mir sympathisch.
Die Fahrt geht dann auch schon los.

Wir fahren direkt zum Angkok Archäologischen Park Ticket Center. Es befindet sich etwa 5 KM außerhalb vom Zentrum, direkt an der Straße Nr. 60.

Hier werden die Tickets verkauft und nicht mehr an der Zufahrtstraße zu Angkor Wat.

Die Schalter sind größtenteils geschlossen, als ich um 16:20 Uhr eintreffe. Auch hier einige Chinesische Reisegruppen, die anstehen.

Es gibt verschiedene Schalter, je nachdem was für einen Pass (1 Tag, 3 Tage oder 7 Tage) man sich kaufen will. Ich gehe an diesen Schalter für 1 Tagespass zum Preis von 37.- US$. Vor mir steht ein englisch sprechendes Pärchen und dann werden plötzlich alle Schalter geschlossen.

In diesem Aushang ist eigentlich alles erklärt. Die Preise haben sich seit meinem letzten Besuch, bei dem die Tageskarte noch 20.- US$ gekostet hat, drastisch erhöht.
3 Tage kosten jetzt 62.- US$ und 7 Tage 72.- US$. Bei allen Pässen werden jetzt vor Ort mit der Webcam Fotos gemacht, man muss also kein Foto mitbringen.

Erst ab 17 Uhr werden die Tageskarten für den nächsten Tag ausgegeben, was eine längere Wartezeit bei geschlossenen Schalter bedeutet.
Während der Wartezeit werden an den an der Wand hängenden Monitoren Hinweise gegeben. So wird unter Anderem gezeigt, dass in den ersten 3 Wochen des Jahres schon mehr als 199.000 Besucher den Park besucht haben.
So gegen 16:40 Uhr beginnen die Schalter zu öffnen. Das Pärchen vor mir kommt etwas später dran, da es Computerprobleme an unserem Schalter gibt. Dann bezahlt der Mann auch noch mit Kreditkarte (was jetzt auch mit den Gängigen möglich ist), was wieder Probleme am Computer macht.
Um 17:52 Uhr habe ich meinen Tagespass für Morgen, 24.01.2019, und bin 37.- US$ ärmer.

Ich eile nach draußen und wir machen uns sofort auf den Weg zu Angkor Wat, das Westgate ist immerhin 7 KM entfernt. Auf der Zufahrtsstraße ist noch einiges los und der Fahrtwind kühlt schön.

Mein Fahrer lässt mich direkt vor dem Westzugang zu Angkor Wat, am Wassergraben, aus dem Tuk-Tuk aussteigen.

Danach parkt er sein Tuk-Tuk an der Seite bei den Parkflächen, wo er auf mich bis zu meiner Rückkehr nach dem Sonnenuntergang warten will.

Um 17:10 Uhr sind wir am äußeren Wassergraben und am Zugang zu dieser schwimmenden Behelfsbrücke aus Plastik werden nochmals die Tickets kontrolliert. Die erste Kontrolle war an der Zufahrtsstraße, an der Stelle, an der früher die Tickets verkauft wurden.
Irgendwie wird hier immer gebaut und ich frage den Ticketkontrolleur nach der Sperrung des Steinweges. Er erklärt mir, dass der Steinweg schon seit 5 Jahren gesperrt ist und deshalb die Behelfsbrücke eingerichtet wurde.
Übrigens kommt man hier nach 17:30 Uhr nicht mehr rein.

Von der Behelfsbrücke ist das mein erster Blick auf das Tor im Westen.

Einen Vorteil hat es, wenn man so kurz vor knapp noch rein kommt, es ist nicht so viel los. Zumindest hier.

Mit ein bisschen Glück hat man das erste Tor als Motiv fast ohne Menschen.

Im Innern des Tores kann man diese beiden Statuen sehen, die Erste ist ganz nah ....

.... die Zweite ist etwas weiter entfernt. Groß herum laufen ist zu dieser Zeit nicht mehr möglich, da bald geschlossen wird.

Als ich dann durch das Tor gehe und auf die Haupttürme schaue, sehe ich doch eine ganze Menge Menschen. Die meisten sind aber bereits auf dem Rückweg in Richtung Ausgang.

Je näher ich dann heran komme, um so weniger Leute werden es.

Ganz vorne an der Treppe, die hoch zu den Türmen führt, sehe ich auch warum. Es ist bereits nach 17:30 Uhr und der Zugang ist gesperrt, weshalb ich etwas auf die linke Seite in Richtung Seerosenteich ausweiche.
Und auch dieses Mal ist der Haupttempel nicht frei von Planen zu Renovierungszwecken. Ganz links auf dem Bild ist etwas durch schwarze Planen verdeckt.

Über den Teich zurück blickend in Richtung Westen dämmert es schon und die Sonne geht unter. Es sind noch einige Besucher um den Teich herum. Der Bereich um die Tempeltürme wird bereits um 17:35 Uhr lautstark geleert.
Auch eine diese Neuerungen, Preise fast verdoppelt, Service sowohl bei der Ticketausgabe als auch bei den Besucherzeiten verschlechtert.

Hier sitzt noch ein Pärchen und genießt den Sonnenuntergang. Aber nicht mehr lange, den es kommt schon ein Moped angebraust und schickt uns in Richtung Ausgang.

Man kann sich dann noch bis kurz vor 18 Uhr im Bereich bis zur Behelfsbrücke herum drücken, aber dann ist Schluss. An der Brücke verkaufen die Frauen ihr letztes Obst zu Schleuderpreisen, 1 Mango und 1 Tüte Ananas für 1.- US$.
Ich laufe zu meinem Fahrer, der mich schon erwartet. Erwartungsgemäß fragt er mich nach Morgen und meinen Plänen. Auf Nachfrage teilt er mit, dass er frei sei.
Ich sei heute auch sein einziger Kunde gewesen,
Ich erkläre ihm, dass ich schon mal hier war und dieses Mal ein sehr kurzes Tempelprogramm will.
Ich will morgen früh (so nach 9 Uhr) los und über das Osttor nochmals Angkor Wat anschauen. Dann soll er mich zu Südtor von Angkor Thom bringen, damit ich den Bayon und die Terassen usw. anschauen kann. Im Anschluss soll er mich am Osttor auflesen und zu Ta Phrom bringen. Dann wieder zurück in die Stadt, das wars.
Als Preis schlägt er 20.- US$ vor, was ich natürlich für mein verkürztes Programm nicht annehmen kann. Ich sage ihm, dass ich im Hotel die kleine Runde für 12.- US$ bekomme. Da ich ihn aber mag (und meiner Unterkunft nichts gutes mehr tun will), würde ich ihm 15.- US$ geben. Er willigt natürlich ein und wir verabreden uns für Morgen 9:30 Uhr an der Tankstelle beim Burger King, wo er mich auch, nachdem ich ihm sein Geld für heute gegeben habe, raus lässt.

Ich mache mich auch den Weg in Richtung meiner Unterkunft und habe Lust auf Pizza.

Nicht weit entfernt von meiner Unterkunft ist ein richtig schicker Laden mit dem Namen "Pizza Roma".

Als erstes brauche ich mal ein kaltes frisch gezapftes Cambodia Bier, gibt es hier für 1.- US$, In vielen Läden hier steht Werbung, dass das frisch gezapfte vom Faß 0,5 US$ pro Glas kostet.

Aus der Speisekarte suche ich mir eine große Pizza Peperoni (7,50 US$) raus und lasse mir die noch mit Sardellen (natürlich zum Aufpreis von 1,50 US$) aufpeppen.

Nicht ganz billig, aber im Holzofen gemacht, hat gut geschmeckt und bin total satt, da sind 10.- US$ im Gesamten nicht zu teurer.
Direkt neben meiner Unterkunft ist so eine Art Kino, mit mehreren Monitoren und Plastiksessel.

Schaun wir mal, ob mein Fahrer Morgen kommt oder ob er vielleicht bis dorthin ein besseres Angebot hat. Ich bin da immer ein bisschen skeptisch.

© 1000 B., 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ausflug von Thailand nach Siem Reap in Kambodscha und zurück
Details:
Aufbruch: 20.01.2019
Dauer: 6 Tage
Heimkehr: 25.01.2019
Reiseziele: Kambodscha
Der Autor
 
1000 B. berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.
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