Angkor Wat 2019 - Das zweite Mal

Reisezeit: Januar 2019  |  von 1000 B.

Tagesausflug Archäologischer Park Kleine Runde

Es wird immer verrückter, heute Morgen bin ich schon um 6 Uhr aufgewacht und war topfit. Nachdem ich bis 8 Uhr fern geschaut (Handball-WM) habe, laufe ich in Richtung Treffpunkt. Kurz vor der Tankstelle habe ich auf einer Speisekarte in einem Laden leckere Chickensandwich gesehen und im Laden dann auch bestellt und gegessen. Die Zeit habe ich mir noch ein bisschen mit Blog schreiben vertrieben, denn meine Internetverbindung habe ich immer mobil dabei.

Apropos Computer und Internet unterwegs. Zu diesem Zweck habe ich mir vor einem Jahr für Asien und damals speziell für meinen Japan-Trip extra eine 2. SIM-Karte von AIS 1-2-call gekauft. Die Karte heißt SIM2FLY und hat 399.- THB gekostet.
Mit im Paket war die erste Nutzung 4GB Datennutzung (Roaming) für 8 Tage in folgenden Ländern inklusive:

• Japan
• Südkorea
• Singapur
• Malaysia
• Hong Kong
• Laos
• Indien (nicht überall)
• Taiwan
• Macau
• Philippinen
• Kambodscha
• Myanmar
• Australia
• Nepal
• Indonesien

Hat in Japan super funktioniert, weshalb ich die Karte auch in Kambodscha nutzen wollte.
Die erneute Aktivierung eines Paketes für 8 Tage hätte dann sogar nur noch 299.- THB gekostet.

Allerdings ist mir dann aufgefallen, dass man für die Länder Kambodscha, Laos, Myanmar und Malaysia mit allen AIS Sim-Karten ein billigeres Roaming Datenpaket (2 GB, 7 Tage für 99.- THB) abschließen kann, was ich dann auch getan habe.

Nach dem Bezahlen (2,75.- US$) des leckeren Sandwiches und des Kaffees schlendere ich zur Tankstelle, wo ich gegen 9:20 Uhr eintreffe und...

.... mein Fahrer ist da und hat sich an die Abmachung gehalten.

Auf der Karte sieht man nochmals den Standort des neuen Ticket Centers (grüne 1), sowie die von mir heute geplante Route (grüne 2 - 4).

Wir fahren wieder auf der Strasse in Richtung Angkor Wat. Es ist zwar frisch, aber (obwohl ich verfroren bin) ich brauche meine mitgebrachte Jacke für die Fahrt durch den Wald nicht. Jetzt geht es erst mal rechts und das Ticket vorzeigen zum ersten Mal.

Dann geht es weiter Richtung Norden und dieses Mal fahren wir am Wassergraben rechts herum, da ich zum Osttor (nicht wie gestern Westtor) von Angkor Wat will.

Hier werde ich raus gelassen und wir verabreden uns auf der gegenüberliegenden Seite, da wo wir uns gestern Abend schon getroffen haben.
Ich laufe an der Schranke vorbei und muss schon wieder mein Ticket vorzeigen. Außerdem werde ich gefragt, ob ich einen Guide benötige.
Obwohl die Straße für Fahrzeuge gesperrt scheint, rauscht immer mal wieder eins an mir vorbei.

Ein Tempel im Wald, auf den man links trifft, wenn man den Weg von der Schranke kommt.

Die Kambodschanische Flagge sieht man immer wieder, auch hier im Wald rechts herum.

Am Ende des Waldes steht man dan vor den Haupttürmen Angkor Wats, allerdings von der Rückseite.

Dieses Panaramafoto wäre ohne Menschen etwas gelungener geworden.

Jetzt sind sie durch und ich habe das Motiv fast ganz alleine für mich.

Im Innern lässt sich diese Tanzgruppe mit Touristen fotografieren.

Über diese Treppe geht es hoch in einen der Türme, um von oben die Aussicht zu genießen.

Man muss anstehen und dann geht es nach und nach hoch, wenn zuvor genügend Leute runter gekommen sind.

Die Schlange geht komplett um den Tempel herum, ich schätze mal das die Wartezeit beträgt mindestens 1 Stunde. Etwa 80% der Besucher sind Chinesen.

Da sehe ich auch den Gebäudeteil, den ich gestern Abend schon als mit einer schwarzen Plane abgedeckt angesprochen habe.

Ich laufe wieder zurück zur Treppe, um von dort zum Ausgang zu kommen. Da gelingt es mir dieses schöne Motiv mit den Mönchen zu erhaschen.

An diesen Statuen, die zum Teil bekleidet sind, kommt man vorbei, bevor es auf die Vorderseite der Haupttürme geht.

Heute ist deutlich mehr los, als gestern Abend und die Massen strömen weiter in Richtung der Haupttürme. Ich laufe Richtung Westen zum Treffpunkt hinter der Behelfsbrücke.

Diese Statuen, ebenfalls zum Teil bekleidet, findet man in den Gebäudeteilen am Westeingang.

Durch eines der Fenster sieht man den ursprünglichen Weg zum Westeingang über den Wassergraben, welcher momentan (scheinbar schon seit 5 Jahren) renoviert wird.

Im Wassergraben wachsen schöne Seerosen mit Blüten und ich mache mich über die Behelfsbrücke auf den Weg zurück zu meinem Fahrer.

Die Fahrt führt uns nach Angkor Thom und ich lasse mich vor der Brücke des Südtors absetzen. Nach dem Tor wartet mein Fahrer auf mich.
Auf der rechten Seite ....

.... und auf der linken Seite sind die Figuren entlang der Brücke aufgestellt und bewachen die Brücke.

Auf der Brücke und vor dem Südtor ist einiges los, die Fahrzeuge passen immer nur in einer Richtung durch das Tor.

Ganz oben vom Tor herunter schaut dieses Gesicht.

Nachdem wir uns wieder getroffen haben, fahren wir weiter durch den Wald zum Bayon. Der Verkehr hat mittlerweile deutlich abgenommen, je weiter wir von Angkor Wat wegkommen.

Auf diesem Parkplatz gegenüber des Einganges zum Bayon lässt mich mein Fahrer heraus. Ich sage ihm, nach kurzem Kartenstudium, dass er mich am Victory Tor abholen soll. Er sagt, dass das aber weit sei. Ich sage kein Problem, ich kann das laufen.

Die beiden Damen in Rosa kontrollieren am Eingang zum Bayon erneut mein Ticket. Mit dem Herrn von der Touristenpolizei, der daneben steht, komme ich kurz ins Gespräch.

Links vor dem Eingang ist wieder eine der vielzähligen Chinesischen Touristengruppen.

Sie bekommen etwas um diese liegende Steinstatue herum erklärt.

Ich mache mich auf den Weg ins Innere des Bayon und ein Stück nach oben.

Die vielen Reliefs an den Wänden mit den unterschiedlichsten Motiven sind einfach schön anzusehen.

Total faszinierend sind dann oben die ganzen Gesichter, von denen man das Gefühl hat, das sie einem immer anschauen.

Am Ausgang auf der Nordseite wird dieser sitzende Buddha von mehreren Leuten angebetet.

Diese kleine Affe unweit des Nordeinganges zum Bayon macht sich an einem Becher Orangensaft zu schaffen. Im Hintergrund ist der kleine Tempel Preah Ngok zu sehen.

An diesem vorbei laufe ich ein paar Meter durch den Wald und komme an diesen kleinen Teich, mit dem Tempel Baphuon dahinter.

Jetzt sieht man auch die ganze Pracht des Tempels. Über die Treppen kann man bis ganz nach oben steigen. Habe ich letztes Mal schon gemacht und ist mühsellig in der heißen Sonne, mache ich heute nicht.
Statt dessen laufe ich rechts um die Tempel herum und laufe durch dieses kleine Steintor in der Mauer weiter Richtung Norden in den Wald.

Direkt auf den Tempel Phimeanakas zu. Im westlichen Bereich des Tempels steht gearde ein Tourguide und erzählt den englisch sprechenden Zuhörern etwas übder die Geschichte Angkors.

Da die Gruppe auch wieder aufbricht, schließe ich mich an und wir laufen gemeinsam los zu den beiden Teichen nördlich des Tempels. Der Guide stellt gerade die Frage, warum es 2 Teiche gegeben habe. Die Antwort gibt er natürlich gleich selbst. Der große Teich sei für die Frauen, der Kleine für die Männer gewesen.
Keine Ahnung, ob die Geschichte stimmt. In der Gruppe bricht auf alle Fälle Gelächter aus.

Durch dieses Tor gelangt man zu den Terassen der Elefanten und des Lepra Königs.

Nun befinde ich mich schon auf der einen Terasse und sehe das Tor von der anderen Seite.

Im Gegensatz zu Japan, wo man fast nirgends Mülleimer finden konnte, sind hier jede Menge aufgestellt. Auch sonst macht das Gelände einen sehr sauberen Eindruck und es liegt nirgends Müll herum.

Gegenüber der beiden Terassen bedinden sich im Schatten ein paar Essenstände auch mit Sitzgelegenheiten. Daran vorbei kommt man zu dieser Tempelgruppe.

Der letzte der Tempel, welcher unmittelbar an der Strasse liegt, die zum Victory Tor führt, wo ich meinen Fahrer treffen will.

Blick zurück zu den Terassen ...

.... und Blick nach vorne in Richtung Victory Tor.

Jetzt weiß, warum mein Fahrer so erstaunt war, dass wir uns hier treffen sollten. Es zieht sich nämlich ganz schön und wenn ich das gewusst hätte, hätte ich einen anderen Treffpunkt, näher an den Terassen vereinbart.
Jetzt bin ich aber da und bevor es weiter geht, schieße ich noch schnell ein Foto des Tores.

Da ich verschwitzt bin, tut die Fahrt durch den Wald mit dem kühlen Fahrtwind richtig gut. Auf der Fahrt zu meinem letzten Tempel für heute passieren wir noch den Tempel Ta Keo.

Am Tempel Ta Prohm treffen wir am Westtor ein und vereinbaren als Treffpunkt das Osttor auf der gegenüber liegenden Seite.

Als letztes Mal durch das Westtor gekommen bin, war es eine Baustelle und mit Planen verhüllt.

Um zur Anlage selbst zu kommen, muss man erst ein längeres Stück auf Sandboden durch den Wald laufen.

Nachdem man eine Brücke überquert hat, kommt man in den eigentlichen Bereich der Anlage.

Obwohl hier scheinbar dauerrenoviert (und das auch schon viele Jahre) wird, liegen überall die Steine kreuz und quer herum.

Der Tempel liegt schon sehr idyllisch mitten im Wald, kein Wunder, dass er erst so spät wieder entdeckt wurde.

Der Haupttempel, in der Nähe des Osttores kann nicht betreten werden. Hier ist eine riesen Baustellen mit Kran und so weiter.

Es ist auf dem Gelände eine Art Einbahnstrassenführung weshalb man erst einmal ausserum laufen muss. Dann sieht man, wofür Ta Prohm bekannt ist.

Dazwischen immer wieder die verfallen Gebäude mit den herum liegenden Steinen.

Dieser Bereich wurde etwas umgestaltet im Vergleich zum letzten Mal. Die Touristen (und es sind wirklich sehr viele da, mehr als man aus meinen Bildern zu vermuten mag) müssen sich in einer Schlange anstellen, um sich hier fotografieren zu lassen

Als ich dann dran bin, ist niemand mehr vor mir. Allerdings ist die jetzt angebrachte Absperrung schon sehr hässlich auf den Bildern. Ob Lara Croft in Tomb Raider wusste, welchen Hype sie hier auslöst?

Die Kraft der Würgefeigen ist schon beeindruckend, gegen die ist kein Kraut gewachsen und ich mache mich auf den Weg in Richtung Ausgang.

Hier wartet auch schon mein Fahrer wie vereinbart am Osteingang zu Ta Prohm. Bei ihm steht ein kleiner Junge, der mir eine Holzflöte verkaufen will. Ich lehne dankend ab, ohne ihm zu sagen, dass ich total unmusikalisch bin, zumindest beim Spielen von Instrumenten.

Mein Fahrer bringt mich dann wieder zurück zur Tankstelle, wo wir uns heute Morgen verabredet hatten. Es ist dann auch schon 14 Uhr, als wir dort eintreffen.
Ich gebe ihm wie ausgemacht die 15.- US$ und wir verabschieden uns.

Ich brauche jetzt unbedingt einen Eiskaffee Latte und probiere diesen Laden, unmittelbar neben meiner Unterkunft aus.

Der Laden ist ordentlich aufgemacht, der Kaffee schmeckt aber kein bisschen besser, als die Vortage und da war er jeweils 1.- US$ billiger. Außerdem haben die momentan Baustelle und es lärmt ganz schön.

Nachdem ich mir auf dem Zimmer noch eine Weile die Zeit vertrieben habe, gehe ich nach Eintritt der Dunkelheit noch ein bisschen raus. Ich suche mir dieses Lokal direkt an meiner Strasse zum Abendessen aus.

Es gibt gebratene Nudeln mit Gemüse und Schweinefleisch, sowie einen Teller Gemüse (kale) ebenfalls mit Schweinfleich und Reis. Dazu ein frisch gezapftes für insgesamt 4,50 US$.

© 1000 B., 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ausflug von Thailand nach Siem Reap in Kambodscha und zurück
Details:
Aufbruch: 20.01.2019
Dauer: 6 Tage
Heimkehr: 25.01.2019
Reiseziele: Kambodscha
Der Autor
 
1000 B. berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.
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