Quarantäne und mehr in Thailand 2020/2021

Reisezeit: Dezember 2020 - Januar 2021  |  von 1000 B.

Die zweite Urlaubswoche

Samstag, 16.01.2021

Endlich Wochenende (wobei das für mich keinen Unterschied macht) und meine Schwägerin macht mit uns und der Schwiegermutter einen kleinen Ausflug. Um rechtzeitig auf den Markt von Saen Suk (direkt an der Straße von Chon Buri nach Sriratcha) zu kommen, fahren wir schon um 8:30 Uhr los.

Hier bekommst du nach dem Markt in Pattaya-Naklua (zu weit weg und im Moment gibt es in diesem Distrikt Banglamung immer wieder neue Corona Fälle) am Besten Riesengarnelen, die frisch aus dem Meer und bezahlbar sind.
Entweder liegt es daran, dass wir früh da sind oder die Nachfrage ist im Moment nicht so groß ist, denn die Auswahl ist groß und zu einem annehmbaren Preis.
Wir nehmen 1 kg von den großen Blacktiger (750.- Baht) und 1 kg von den großen oben links (350.- Baht).

Der Markt ist zwar gut besucht, aber nicht super voll. Alle tragen ihre Maske, nachdem am Eingang schon die übliche Kontrolle war, auch das wahren der Abstände ist hier unproblematisch.

Nachdem wir schon hier sind, um Seafood zu kaufen, nehmen wir auch noch 1 kg Tintenfisch (die Sorte mittelgroß weiß-rosa) für 270.- Baht. Wie die Garnelen, schmeckt der Tintenfisch gegrillt oder als Seafood Salat üblicherweise sehr sehr lecker.

Für den Transport haben wir große Styroporboxen mitgebracht, die wir mit frischem Eis füllen, damit das Gekaufte die nächsten Stunden gut gekühlt wird.
Auf dem Weg zu unserem Restaurant, in dem wir essen wollen, fahren wir an den Strand von Bang Saen. Es ist Wochenende und es gibt fast keine geparkten Autos hier. Das gab es noch nie, Corona lässt grüßen.

Der Strand, der schätzungsweise 2 km lang ist, ist heute schön leer und ausnahmsweise mal kein Müll verstreut. Die kleinen Häuschen für die Rettungsschwimmer (nach USA-Vorbild) sehe ich Heute auch das erste Mal. Das Aufstellen der Liegestühle nach Thaistyle unter den Sonnenschirmen ist momentan nicht erlaubt, da sonst die Abstände untereinander nicht eingehalten werden können.

Auf der Strecke von Bang Saen Beach in Richtung Chon Buri kommen wir zu unserem Lieblingsrestaurant hier in der Gegend. Der Laden heißt Wang Mook und die Adresse ist 65 Khaosammuk Road, Saen Suk, Chon Buri. Touristen findet man hier normalerweise nicht allzu viele.

Auch hier ist das übliche Prozedere mit Temperatur messen und entweder App oder in die Liste eintragen. Bei mir funktioniert die Messung erst nach mehreren Anläufen und zeigt 36,3 Grad Celsius an.

Das Restaurant liegt direkt am Meer, an einer kleinen Anlegestelle für Fischerboote und normalerweise ist es um diese Zeit schon gut gefüllt. Heute sind wir noch die einzigen Gäste, als wir ankommen und haben natürlich auch freie Platzwahl. Es gibt ein paar Platze draußen, aber wir entscheiden uns für einen Platz im Innern mit direktem Blick auf das Meer.

Dementsprechend schnell wird auch das Essen serviert und es schmeckt wie immer sehr sehr lecker und ist preislich nicht billig, aber durchaus angemessen.
Es sei erwähnt, der gebratene ganze Fisch (Foto unten links), der 400.- Baht kostet.

Insgesamt kommt die Rechnung für 4 Personen mit 6 Gerichten und Wasser bzw. Cola für Jeden auf 1360.- Baht, was im Moment dem Gegenwert von ca. 38.- Euro entspricht.

Gegen 17 Uhr habe ich mich auf den Weg gemacht eine Runde zu Laufen. Heute will ich mal eine etwas längere Strecke ausprobieren und komme an diesem Grab vorbei, wie es üblicherweise Thai-Chinesen haben.

Gräber haben meist eine gute Lage, vorne mit Wasser und hinten ein Berg und sind teuer. Die meisten Thais lassen sich im örtlichen Tempel (Wat) verbrennen.
Apropos verbrennen, momentan sind viele Bauern auf ihren Feldern unterwegs und machen Brandrodung wie hier. Vorne ein abgebranntes Feld und hinten die Sonne, die bald untergeht.

Zum Schluss meiner Route komme ich aber wieder bei meinen beiden Freunden vorbei, die (vor allem das kleine Ungeheuer) mich schon wieder sehnsüchtig bellend erwarten. Der Kleine ist wieder höchst aggressiv, so dass ich mich ihm diesmal ein bisschen entgegen stelle und er sich dann trollt.

Kurz nach 18 Uhr bin ich wieder am Haus und habe etwas mehr als 7,6 Kilometer auf der Uhr. Es war ganz ok Heute und nicht zu heiß.

Meine Frau ist gerade dabei die Blacktiger Shrimps zu Grillen. Es waren übrigens 8 Stück, die insgesamt auf ein Kilogramm kamen. Man kann sich also ein Bild machen, wie groß die Teile sind.

Wie schon erwartet schmeckt Beides gegrillt sehr lecker und müsste ich nicht auf mein Cholesterin achten, würde ich das noch viel öfter essen.

Sonntag, 17.01.2021

Im Januar ist der Todestag meines Schwiegervaters, der vor 11 Jahren gestorben ist. Seitdem gibt es immer am Sonntag (wie auch Heute) vor dem Todestag ein Ritual, im hinteren Teil des Hauses, wo sein Bild und eine Art Andenkenstätte aufgehängt ist. Der Sonntag davor (außer der Todestag fällt auf einen Sonntag) wurde gewählt, weil dann alle Geschwister meiner Frau mit ihren Partnern und Kindern, die Möglichkeit haben zum Elternhaus zu kommen.

Dieses Jahr kommt wegen Corona Niemand von außerhalb und wir machen die Zeremonie mit einem kurzen Gebet und Räucherstäbchen alleine. Im Anschluss müssen wir auch das ganze Essen, welches zu seinen Ehren schon einen Tag vorher und am Morgen gekocht wurde, alleine essen.

Ansonsten war es auch Heute wieder ein ruhiger Tag, Sport werde ich morgen Abend wieder machen.

Montag, 18.01.2021

Heute Morgen gab es mal selbstgemachte Nudelsuppe zum Frühstück. Dazu eine Dose meines beim letzten Einkauf erworbenen Sixpacks Pepsi Max.

Wie schon in der Quarantäne erwähnt, gibt es bei Pepsi Max eine Blackpink Edition in Thailand. Dieses Mal habe ich ein Sixpack mit Lisa (die übrigens Thailänderin ist) von Blackpink, der berühmten Koreanischen Girl Group, erwischt.

Am späten Nachmittag bin ich noch eine Runde gelaufen. Meine Strecke vom letzten Mal habe ich um ein Stück verlängert, so dass ich kurz bevor es dunkel wurde nach einer Strecke von 7,7 Kilometern und 67 Minuten wieder zurück war.

Dienstag, 19.01.2021

Heute Morgen steht der Trip nach Bangkok an. Da der direkte Bus nach Bangkok hier im Ort nur noch sehr beschränkt fährt und wir mit der Abfahrt nicht bis 11 Uhr warten wollen, fahren wir mit meiner Schwägerin nach Ban Bueng. Da sie zur Arbeit fährt, geht es auch schon um 7 Uhr los.

Am Markt von Ban Bueng ist die Bushaltestelle und es sind schon einige Leute da, die auch Richtung Chon Buri wollen. Hier gibt es die Möglichkeit mit einem grünen Bus, der von Nong Chak oder mit einem gelben Bus der von Bo Thong (auch über Nong Chak) kommt, zu fahren.

Wir hatten mit dem Grünen gerechnet, aber nach wenigen Minuten kommt schon der gelbe Bus und wir steigen hinten ein. Wie man sehen kann ist der Bus gut gefüllt mit Menschen. Trotz der niedrigen Coronazahlen hier in der Gegend, habe ich mich dazu entschieden eine meiner FFP2-Masken zum Einsatz zu bringen.

Auf Grund des geringen Sitzabstandes, ist es nicht möglich den Mindesabstand zum Vorder- oder Hintermann einzuhalten und ich fühle mich mit dieser Maske sicherer.
Für die knappen 16 Kilometer wird pro Person der Spottpreis von 12.- Baht oder 0,33 Euro fällig.
Kurz nach Ban Bueng haben sie schon vor Tagen einen Checkpoint in Sache Corona Ristriktionen aufgebaut.

Die vor Ort eingesetzten Leute stehen nur entspannt herum, eine Kontrolle findet als wir durchfahren nicht statt. Ca. 40 Minuten dauert die Fahrt und wir sind kurz vor 8 Uhr an der Busstation in Stadtmitte von Chon Buri, nahe der Sukhumvit Road.
Die Fahrkarte nach Bangkok Ekkamei (Eastern Busterminal) kostet Heute 100.- Baht pro Person und wir freuen uns schon, dass wir mit dem kleinen Bus fahren können.

Leider werden wir zu diesem Minibus geführt und wer schon öfters etwas von mir gelesen hat, der weiß das ich nichts von Minibus fahren in Thailand halte. Für mich kommt das nur in Frage, wenn es gar nicht anders geht. Heute scheint das gerade der Fall zu sein.
Vor dem Einsteigen muss jeder an unserem Fahrer vorbei der "scheinbar" Temperatur misst. Hierzu hält er sein Thermometer demonstrativ ganz nach an die Stirn und eine zweite Person, macht von dem jeweiligen Vorgang ein Foto mit dem Handy. Ich frage meine Frau, was die machen. Die müssen zu Beweiszwecken von Jedem Mitfahrer ein Foto irgendwo hin schicken. Was scheinbar keinen interessiert ist, dass das Thermometer gar nicht in Betrieb (entweder defekt oder ausgeschaltet) ist. Nachdem ich diese beobachtet habe, weise ich meine Frau darauf hin. Sie sagt, ja das ist Thailand, nur Show.
Nachdem ich sie frage, warum Jeder das sinnlose Spiel mitmacht und keiner sich wehrt oder was sagt, schüttelt sie den Kopf und sagt, wir wollen keinen Ärger bekommen. Ich komme schon viele Jahre nach Thailand, aber manches werde ich nie verstehen.

Wir werden dann alle (außer uns noch 4 andere Personen) ins Auto gesetzt. Da ich dachte, der würde gleich losfahren, bin ich mit ins Auto. Steige aber gleich wieder aus und warte vor dem Auto, anstatt unnötig mit Fremden in einem geschlossenen Minibus zu sitzen. Ich denke es geht nochmals ca. 10-15 Minuten bis wir dann losfahren.
Der Fahrer fährt eigentlich ganz anständig für Thailändische Minibusfahrer Verhältnisse. Außer das nachdem wir auf den Expressway (oben) aufgefahren sind er die Maske abzieht, hat er nur wenige Schwachstellen.

Er telefoniert während der Fahrt und fährt einhändig weil er Bargeld zum Bezahlen der Autobahngebühr aus der Tasche fuschelt. Dafür hält er sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit und fährt auch sonst nicht wie ein Wahnsinniger.
Hier fahren wir an dem Krankenhaus vorbei, welches ich von weitem von meinem Balkon im Quarantänehotel sehen konnte.

Nach Bezahlen der 50.- Baht Autobahngebühr fahren wir hier nach unten. Ab hier entwickelt er wieder Minibusfahrer Qualitäten und wechselt auf der 3-spurigen Straße die Fahrstreifen im Sekundentakt, um schneller voran zu kommen.

Da wir uns mit der Cousine meiner Frau treffen wollen, fahren wir nicht bis Ekkamei, sondern steigen schon am Halt Bang Na aus und laufen ein paar Meter weiter bis zur Skytrain (BTS) Haltestelle Udom Suk.

Dort warten wir an der Straße, bis wir mit dem Auto abgeholt werden. Von dort fahren wir zum Centralplaza Bang Na.

Im Parkhaus kann man bis zu 6 Stunden kostenlos parken. Von dort ist natürlich an jedem Eingang eine Kontrolle in Sachen Corona eingerichtet. Wie überall ist hier Temperatur messen und mit der App einchecken.

Dieses Einkaufszentrum ist schon etwas älter, hat aber trotzdem einige Stockwerke mit vielen Geschäften und Restaurants.

Ich habe mir Heute zum Mittagessen das Restaurant Sizzler ausgesucht. Es handelt sich hier um eine Steakhauskette (nicht in Deutschland), die in Thailand (Hauptsitz in den USA, mit vielen Filialen an der Westküste) weit verbreitet ist.

Da wir früh dran sind, sind wir wieder mal die ersten Gäste. Ist aber kein Problem, da wir auf Grund der kurzen Zeiten beim Umsteigen keine Möglichkeit zum Frühstücken hatten und wir mittlerweile Hunger haben.

Wofür Sizzler in Thailand bekannt ist und was mir auch gut gefällt, ist das Salatbuffet. Zu jedem Hauptgericht (auch die Billigen) ist Salatbuffet so oft man will kostenlos dabei. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass das Buffet zur Zeit nicht frei zugänglich ist und statt dessen serviert wird.

Aber dem ist nicht so und man kann selbst ran. Es gibt ein paar Spielregeln, wie Maske und Einweghandschuhtragen, aber es ist Selbstbedienung.
Da wir als Erste im Lokal sind, ist es am Buffet auch leer und ich richte mir meinen Salat (Foto oben links).
Zu jedem Hauptgericht gibt es auch einen speziellen Toast (Foto oben rechts). der mit Butter und Käse verfeinert ist.

Während meine Frau und ihre Cousine nur günstige Gerichte bestellen, ordere ich für mich ein Filetsteak mit Pommes und Pfeffersauce (Foto unten) für den Preis von 599.- Baht, was in etwa 16,50 Euro entspricht. Da es gut schmeckt und auch noch das Salatbuffet inkludiert ist, halte ich das für einen sehr angemessenen Preis.
Insgesamt zahle ich mit Getränken für uns Alle 1115.- Baht (ca. 32.- Euro) und wir laufen ein bisschen im Einkaufscenter herum, bis wir wieder Platz haben für Nachtisch.

After You heisst der Laden und ist, nachdem es erst eine Filiale in Siam gab, mittlerweile über die ganze Stadt Bangkok verteilt. Das ist ein großer Toastbrotwürfel mit Vanilleeis zum Preis von 199.- Baht. Da wir nicht wirklich hungrig sind, teilen wir und das zu Dritt.

Nachdem wir fertig sind mit schlemmen, lassen wir uns mit dem Auto zu Skytrain Haltestelle Bang Na fahren. Hier kauft man sich, wenn man kein Kleingeld hat für den Automat, eine Fahrkarte oder füllt seine Guthabenkarte auf.

Ich habe meine Guthabenkarte mit der Rabbit Line Wallet verbunden, so dass die Beträge bei mir abgebucht werden und ich nicht manuell am Schalter auffüllen kann.

Wir nehmen den nächsten Skytrain (in Thai: Rod-Fai-Fah; übersetzt: Wagen-Feuer-Himmel) der Sukhumvit Linie in Richtung Siam.. Skytrain, weil die Schienen oberhalb der Strasse verlegt sind.
Der Wagen ist nicht sonderlich voll, so dass Abstand halten unproblematisch ist.

Um zu unserem Hotel zu kommen, können wir eine Station davor (Chit Lom) oder Eine danach (Siam) aussteigen, da das Hotel etwa in der Mitte zwischen den beiden Stationen liegt.

Wir nehmen die Station Chit Lom und bei mir werden 59.- Baht für die etwa 20-minütige Fahrt abgebucht. Aus der Station raus nehmen wir den Skywalk in Richtung Siam.

Auf der linken Seite kommt das Grand Hyatt Erawan Hotel und der berühmte Erawan Schrein. Unglaublich leer ist es Heute. Normalerweise scharen sich Menschenmassen zum Beten um den kleinen Schrein. Dazu kann man normalerweise eine Tanzgruppe gegen Bezahlung für sich traditionell tanzen lassen.

Auf der Ratchadamri Road hält es sich mit dem Verkehr auch in Grenzen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass auch sonst hier in der Stadt weniger Leute unterwegs sind als sonst üblich.

Wir laufen noch ein paar Meter weiter und dann kommt auf der rechten Seite das Einkaufscenter Centralworld. Dort befindet sich dann auch das Hotel, für das ich 1 Nacht reserviert habe. Am Eingang wird kontrolliert und dann fahren wird zum 23. Stock.

Das Centara Grand Bangkok ist eines der guten 5-Sterne Hotels. Zur Zeit sind die Hotels in Thailand, auch in Bangkok, deutlich günstiger und ich habe mit etwas über 60.- Euro die Nacht einen echten Schnapper gemacht. Für einen ähnlichen Preis wäre auch andere 5-Sterne Hotels wie ein Hilton oder das Intercontinental buchbar gewesen. Schade, dass wir nicht in den Süden Thailands fahren können, auch da gibt es Spitzenhotels zu sehr guten günstigen Preisen. Ich denke mal, wenn ich Ende Januar nach Deutschland zurück reise, wird in Thailand wieder alles gelockert.

Beim Check-In bekommen wir noch ein Zimmer-Upgrade zu einem Deluxe Zimmer. Die nette Dame erklärt uns, dass das Frühstück (war für den Preis dabei) im Zimmer serviert wird, um Kontakte zu vermeiden.
Wir bekommen 2 Chip Karten für unser Zimmer und nach Bezahlung eines Deposit (Karte oder Bar möglich) gibt es noch eine Quittung.
Unser Zimmer befindet sich im 31. Stock und wir fahren mit dem Fahrstuhl nach oben.

Übrigens kann man vom 23. Stock mit einem anderen Fahrstuhl in den 7. Stock fahren, um dann über einen direkten Zugang zum Supermarkt bzw. Foodcourt des Einkaufszentrums Centralworld zu gelangen. Für uns wurde das Zimmer 3108 reserviert, die Türen sind wie eine Art versiegelt, nachdem alles desinfiziert wurde.

Der Raum ist schön groß mit 2 Queensize Betten, einem großen Fenster und einem großen Flatscreen-TV. Übrigens findet man auf der Startseite, wenn man den Fernseher einschaltet, einen QR-Code, über den man die Speisekarte des Hotels als PDF aufrufen kann.

Auch das Badezimmer ist sehr geräumig und hat neben einer Dusche auch noch extra eine Badewanne. Wie es sich für ein Hotel dieser Kategorie gehört, gibt es feine Pflegeprodukte und es fehlt an nichts.

Langsam hat meine Frau schon wieder Hunger und wir fahren runter und gehen dann in den Foodcourt des Centralworld. Wie bei Foodcourts üblich kaufen wir zunächst eine Guthabenkarte, mit der an den Ständen dann bezahlt.
Wir essen Beide eine Kleinigkeit, nehmen uns im Supermarkt ein paar Getränke/Snacks mit und laufen zurück zum Hotel.

Nachdem wir beim CheckIn auch 2 Getränkengutschein für die Skybar, nutzbar von 17:00 - 23:30 Uhr, bekommen haben, fahren wir kurz nach 18 Uhr und rechtzeitig zum Sonnenuntergang in den 55. Stock.
Da momentan in Restaurants der Ausschank und das Konsumieren von Alkohol Corona bedingt nicht erlaubt ist, bekommen wir nur einen süß-sauren alkoholfreien Cocktail. Aus einem kalten Beer Chang oder Singha, welches jetzt gut tun würde, wird leider nichts.

Während die letzten Tage in Bangkok eine sehr sehr hohe Feinstaubbelastung bestand, ist die Luft und der Smog heute besser. Der Blick geht von hier aus wieder auf die Ratchadamri Road. In der Mitte sieht man die Hauptfiliale von Super Rich (bekanntester Geldwechsler mit guten Tauschkursen) und links die Platinum Mall mit dem Novotel Hotel.

Wie von unserem Zimmer, welches 24 Stock tiefer liegt, sieht man auch von hier den Bayoke Sky Tower 2. Der Turm ist mit 88 Stockwerken und 309 (mit Antenne 328) Metern Höhe das drittgrößte Gebäude Bangkoks.
Als ich fotografiere leuchtet gerade die Thailändische Flagge, welche sich abwechselt mit Werbung und Long live the King/Queen Laufbändern.

Mittwoch, 20.01.2021

Die Speisekarte hat insgesamt 20 Seiten, davon 4 Seiten (die ersten Beiden beispielhaft abgebildet) nur für das Frühstück. Man kann sich von Jedem etwas (auch warme Gerichte) aussuchen.

Um Frühstück zu bekommen, muss man dann einfach ca. 30 Minuten vorher anrufen und dann wird es serviert. Es kommt alles auf einem fahrbaren Klapptisch mit einer schönen Tischdecke. Wir schieben alles vor das Fenster und haben einen herrlichen Blick auf den Bayoke Tower.

Als der Hotelangestellte das Frühstück bringt sagt er, dass er gleich wieder kommt, da mein Kaffee Latte noch fehlt. Allerdings stellen wir fest, dass sämtliche bestellten warmen Gerichte (Nudeln, Spiegeleier) noch fehlen. Zumindest meinen wir, dass Sie noch fehlen. Nachdem er dann kommt und den Kaffee bringt, fragt meine Frau nach den warmen Gerichten. Er erklärt ihr dann, dass sich Gerichte im Innern des Tisches befinden. Und kurz nachgeschaut, finde ich alles in einem Art Warmhalteofen. Die Teller sind so warm, dass ich sie nicht mit der bloßen Hand anfassen kann. Fertig angerichtet passt alles gerade so auf unseren Tisch.

Nach dem Frühstück und dem anschließenden CheckOut laufen wir über den relativ neuen Skywalk in Richtung Platinum Mall. Von der dortigen Brücke über den Kanal (Klong), der auch mit Boottaxis befahren wird, sieht man nochmals unser Hotel mit dem Bogen der Bar im 55. Stock.

In der Platinum Mall (hauptsächlich für Bekleidung) ist wenig los und viele Läden sind geschlossen. Nachdem es dann doch wärmer wird und ich anfange zu Schwitzen, fahren wir für 41.- Baht mit dem Taxi, welches wir am Straßenrand anhalten, zu einer Straße im Bereich Soi Chulalongkorn 8. Das ist nicht weit entfernt vom Einkaufszentrum MBK und dem National Stadium. Hier gab es immer eine Menge Läden, bei denen man Trikots kaufen konnte. Tatsächlich gibt es die immer noch und die Auswahl ist größer denn je.
Auch von Bangkok Ekkamei fahren zur Zeit weniger Busse in unsere Richtung Trat bzw. Chantaburi.

Es gibt scheinbar nur Busse um 9:30, 12:30 und 17:30 Uhr. Da uns die Anderen zu früh sind, wollen wir den Bus um 17:30 Uhr nehmen. Meine Frau hat eine Bekannte am Schalter von Cherdchai Tour (Buslinie), mit der Sie das vorher noch telefonisch geklärt hat.

Um in den inneren Bereich des Busbahnhofes, der die Orte im östlichen Bereich Thailands mit Bussen bedient zu kommen, muss man auch einen Temperaturcheck machen. Als wir schon um 15:30 Uhr da sind, sitzt die Freundin sogar am Schalter und verkauft uns die Tickets.

Wenn man von uns in Richtung Bangkok fährt, ist das Busticket ein bisschen billiger. Von Bangkok aus, muss man ein Ticket bis nach Klaeng lösen, was dann ein paar Baht teurer ist. Wir sitzen in der ersten Reihe (Platz 1D und 1E), direkt hinter dem Fahrer und bezahlen jeweils 157.- Baht.

Um noch ein wenig die Zeit zu vertreiben, laufen wir zu der neben dem Busbahnhof gelegenen Mall Getaway. Dort essen und trinken wir noch eine Kleinigkeit und warten.
Unser Bus hat die Bus-Nr. 917-15 (siehe Ticket), fährt von Bangkok nach Trat (seitlich am Bus aufgedruckt) und soll laut Ticket von Bussteig 13 abfahren. Tatsächlich steht er aber auf Bussteig 11, als wir gg. 17:15 Uhr beim Bus eintreffen und dann auch gleich einsteigen. Der Bus ist nicht ganz halb voll und mit unseren FFP2-Masken fühlen wir uns einigermaßen sicher, als wir kurz nach 17:30 Uhr losfahren. Beim Einsteigen wird man schon gefragt, wo man aussteigen will.

Um aus der Stadt raus zu kommen, dauert es wieder einmal ewig. Stau ohne Ende, so dass wir bis zum Halt HomePro (Baumarkt) am Expressway 1 Stunde brauchen.
Auch danach fährt der Fahrer ziemlich langsam und verlässt den Expressway früher (keine Ahnung warum), als sonst üblich. So wird es nach 20 Uhr, bis wir wieder zuhause sind.

Donnerstag, 21.01.2021

Wie eigentlich fast immer in Thailand, dreht sich Heute wieder mal fast Alles um Essen. Zum späten Frühstück gibt Pad Kra Paow Seafood, mit den Resten der Tintenfische und Garnelen, die wir auf dem Markt in Bang Saen gekauft und eingefroren hatten.

Heute hatte ich mir fest vorgenommen, nach 17 Uht für mindestens 1 Stunde laufen zu gehen. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkte. Statt dessen fahren wir am Abend mit dem Auto zu viert in mein Lieblingsrestaurant nach Ban Bueng. Der Laden liegt direkt an der innerstädtischen Durchgangsstraße und macht super Essen zu einem guten Preis.

Normalerweise ist hier immer mehr Betrieb, aber heute ist es total leer, als wir ankommen. Die Toilette ist natürlich schon etwas gewöhnungsbedürftig, aber typisch für solche Läden.

Wir bestellen insgesamt 6 Gerichte, das Gemüse ähnlich wie Morning Glory, habe ich nicht fotografiert.

Es gibt:
(1) Gebratener Fisch mit Chile und Frühlingszwiebeln
(2) Tintenfischsalat
(3) Rotes Curry Schweinfleisch mit Thai-Auberginen und Chili
(4) Chinesischen Broccoli mit gebratenem Schweinbach
(5) Tom Yum Pla, Sauer-scharfe Suppe mit Fisch

Der Gesamtpreis von 670.- Baht inklusive einer großen Flasche Wasser und Reis für 4 Personen, die auch alle satt werden, kann sich schon sehen lassen.
So sieht der Tisch nach dem Essen aus und es ist auch fast alles leer geworden.

Freitag, 22.01.2021

Heute ist der letzte Tag meiner 2. Woche in Freiheit unnd ich mache mit dem Auto einen mehrtägigen Ausflug nach Bang Saray im Amphoe Sattahip.
Ich habe im Januar letzten Jahres über ein Thailand Forum Kontakt mit einem Deutschen aufgenommen, der vor einigen Jahren dorthin ausgewandert ist und im Bereich von Bang Saray wohnt.
Kurz vor 10 Uhr hole ich das Auto, welches ich wieder geliehen habe ab und fahre auch gleich los. Weniger als 1 Stunde später bin ich schon an der Sukhumvit Strasse zwischen Pattaya und Sattahip.

Von hier sind es nur noch einige Kilometer zu meinem Hotel, Garden House Bang Saray, welches ich für 500.- Baht bei Agoda gebucht und bezahlt habe.
Es ist noch sehr früh, als ich dort eintreffe. Aber kein Problem, wir sind dort verabredet, um einen Kaffee trinken zu gehen und ein bisschen zu reden und uns Kennen zu lernen.

Einige Meter zu Fuß entfernt, gehen wir zu einem Cafe und als es Mittag wird, fahren wir mit seinem Moped zu einem Lokal mit dem Namen DROP INN und essen eine Kleinigkeit zu Mittag.

Mittlerweile ist es schon 14:30 Uhr vorbei und wir verabschieden uns. Allerdings verabreden wir uns nochmals für heute Abend in einem Lokal, welches für mich zu Fuß nur wenige hundert Meter von meinem Hotel weg ist.

Als ich am Hotel, wo auch das Auto geparkt steht, wieder ankomme, ist alles dunkel und verschlossen. Als ich an der Türklingel klingele rührt sich niemand.
Zum Glück steht eine Telefonnummer an der Glastür und ich rufe an. Es dauert ewig bis Jemand abnimmt und ich erkläre mein Anliegen. Die Dame am anderen Ende sagt one moment und legt auf.
Hat sie mich jetzt verstanden? Wie geht es jetzt weiter?
Ich warte mal ein paar Minuten, werde dann aber wieder ungeduldig. Gerade als ich nochmal anrufen will, kommt ein Mädchen mit dem Moped angefahren.
Da nicht viel los ist, außer mir gibt es nur 1 weiteren Gast im Haus, ist sie nicht ständig da.
Sie fragt mich ob ich eine Quittung brauche, was ich verneine. Im Gegenzug will sie nicht einmal meinen Pass sehen. Sie will mir erst ein besseres Zimmer geben, ich nehme aber lieber ein einfaches Zimmer, welches hinten raus und nicht an der Straße liegt.

Im Zimmer gibt es einen kleinen Fltscreen, einen Kühlschrank und eine funktionierende Klimaanlage. Das Bad ist typisch Thaistyle mit der Dusche direkt neben der Toilettenschüssel und ziemlich einfach.
Für mich ist das vollkommen ok und ich bin das gewohnt bei diesen Preisen.
Da ich nur 1 Nacht gebucht habe, aber 2 Nächte bleiben will und das Zimmer ok ist, mache ich die 2 Nacht bei ihr klar. Wir vereinbaren eine Buchung direkt bei ihr ebenfalls für 500.- Baht. Ich zahle in bar und bekomme natürlich keine Quittung. Mal schauen, ob das auch morgen funktioniert oder ob sie es nicht blicken.

Kurz vor 18:30 Uhr laufe ich in Richtung unseres vereinbarten Treffpunktes los und lande wenige Minuten später in der Jasmine Bar. Der Name täuscht, es handelt sich hier um ein Restaurant mit Thai und Deutscher Küche.

Ausnahmsweise esse ich zum Abendessen ein Schnitzel mit Pommes und brauner Soße. Überraschender Weise gibt es hier auch Alkohol im Ausschank, was eigentlich verboten ist. Hier hilft man sich damit, dass es in Gläsern mit Hüllen verdeckt ausgeschenkt wird.

© 1000 B., 2021
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Diesmal berichte ich über den derzeitigen Weg nach Thailand zu kommen, um dann voraussichtlich 16 Tage + 15 Nächte im Quarantäne-Hotel meiner Wahl zu verbringen und im Anschluß noch 3 Wochen in Freiheit zu geniessen. Hinweis: Der Schwerpunkt des Berichtes soll auf der Quarantäne und nicht auf dem anschließenden Aufenthalt liegen. Die Infos im Bericht sind immer zum Zeitpunkt des Schreibens bzw. der Veröffentlichung aktuell und können sich täglich ändern, also ohne Gewähr.
Details:
Aufbruch: 23.12.2020
Dauer: 6 Wochen
Heimkehr: 31.01.2021
Reiseziele: Thailand
Der Autor
 
1000 B. berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (3/5):
Oliver 1612175263000
Danke für den beson­de­ren Bericht über die ganzen Prob­le­me und Wid­rig­kei­ten. Kaum zu vers­te­hen das in Thai­land für die Leute solche Ein­schränkun­gen gibt bei den gerin­gen Zahlen. Viel­leicht haben sie aber deshalb so geringe Zahlen von in­fi­zier­ten. Auf jeden Fall mal wieder schön was von Thai­land zu lesen.. Freue mich schon bis ich wieder hin kann.
Esther 1612116277000
War schön, den Bericht zu lesen, kob khun kah, und an den 3 Wochen Al­ltag­sle­ben teil­neh­men zu dürfen. Liebe Grüsse und einen guten Start im lock­ge­dow­nten kalten Germany (ohne Frisör)!!!
Es­ther
Antwort des Autors: Hallo Esther! Vielen Dank für die Grüße! Leider startete mein Alltag Heute wegen des Jetlags schon mitten in der Nacht! Sicherlich bin ich Heute der Erste im Büro ....55555!
Viele Grüße zurück
anonym 1610091288000
Hallo,
muss doch noch­mals kurz schrei­ben.­.....freu­e mich für Sie, dass es fast geschafft is­t.....wünsche Ihnen noch ent­span­nte 3 Wochen im Kreise Ihrer Fa­mi­lie. Hoffe, Sie berich­ten noch über evtl. weitere Ein­schränkun­gen während des wei­teren Au­fent­halts und die Aus­rei­se zurück nach Deuts­chland, würde uns inte­res­sier­en. Für uns ist SOA in sehr weite Ferne gerückt, und das leckere Essen leider auch! Gut, dass wir schon soviel dort sehen und erleben dur­ften, ähnlich Ihrer Rei­se­berich­te.
Viele Grüsse
Es­ther und Hardy
Antwort des Autors: Danke für die Wünsche .....und ich hoffe auch, dass alles soweit rund läuft!

Viele Grüße