Reise nach Indien - Ein Traum wird wahr 9.11.11-24.11.11

Indien-Reisebericht  |  Reisezeit: November 2011  |  von Beate Ziegler

14.11.11 Reise nach Jodhpur, der blauen Stadt

Tuk Tuk`s waren um diese Zeit nicht zu haben, also machten wir uns zu Fuß auf den etwa 1,5km langen Weg. Niemand außer ein paar schlafende Bettler die unter ihren Lumpen am Straßenrand lagen, war zu sehen.
Heute war der Zug pünktlich. Wir reisen erste Klasse in einem 4 Personen Abteil. Außer uns noch 2 Männer, aber die schliefen fest, als wir kamen.
Marika bezog das Bett oben ich unten. Ich habe 5 Stunden gut geschlafen Marika nicht. Sie ist fast erfroren, wegen der eisigen Klimaanlage.
Bahnhofserlebnisse
Um 9.00 Uhr kamen wir am Bahnhof an. Dort suchten wir eine Gepäckaufbewahrung. Es gab einen Raum mit Regalen. An der Tür stand ein Schreibtisch, an dem ein autoritärer Mann saß. Alles ist wieder sehr indisch: 1 Gepäckstück kostet 10 Rp., aber es muss ein Schloss dran sein!!!!!!!
Unser Gepäck hat so viele Fächer, aber es führt kein Weg rein. Schloß muss sein. Natürlich sitzt in der Bahnhofshalle direkt vor der Gepäckaufbewahrung ein Schloßverkäufer. 3Stück kosten 100Rp. Also gekauft, Formular ausgefüllt und auf in die Stadt.

Zuerst einmal einen Kaffee irgendwo trinken. Anschließend zu Mc Donalds zu einem Frühstück und der Morgentoilette.Nun geht es zum Meherangarh Fort. Dieses soll das schönste Indiens sein. Immer Marikas Orientierungssinn folgend durch schmale Gassen, stetig bergauf. Unser Weg führte über einen Bazar, wo auch leckeres Nan Brot gebacken wurde. Das verzehrten wir und dann ging es weiter.

Von weitem sahen wir, dass der Weg sich lohnen wird. Auf einem riesigen Fels war ein noch riesigeres Bauwerk zu sehen.Der Eintritt ist üppig und dazu braucht man noch extra eine Fotoerlaubnis. Also knippst nur Marika was das Zeug hält und ich entspanne. Von oben haben wir enen wunderbaren Blick auf die blauen Häuser der Stadt. Entgegen allen Sagenie Farbe soll die Mücken fernhalten. Nach fast 2 Stunden, die sich wirklich gelohnt haben, machen wir uns auf den Weg zurück in die Stadt.

Es ist heute sehr heiß und wir brauchen Unmengen von Wasser.
Die Stadt ist sehr schmutzig und es herrscht viel Verkehr und Stau.
Unser nächstes Ziel ist der Palast. Dieser ist heute Museum, ein Teil Hotel und in einem Teil lebt ein Nachfahre des Maharadjas.
Wir wollen weiter zu Fuß finden auch einen Weg, doch der endet vor einem verschlossenen Tor. Auch ei n Touristenbus nimmt diesen Weg. Wir scheinen nicht die einzig irregeleiteten zu sein.
Wir erkennen eine 2. Strasse, um diese zu erreichen, müssen wir aber Quer-Feld ein. Machen wirs den Ziegen nach. Tatsächlich kommen wir auch an.
Alles ist schwer bewacht. Für einen Euro Eintritt können wir den Prunk vergangener Zeiten anschauen. Geschirr, Kleidung..........Für den Rückweg wählten wir die offizielle Variante. Das stellte sich als viel weiter raus. Aber wenigstens sahen wir noch einen Stadtteil im Aufbau, dessen Häuser an viele kleine Paläste erinnert. Hier werden einmal die Reichen von Jodhpur leben.
Mittags essen wir bei Mc Donalds. Auf unserer Wanderung haben wir wenig Möglichkeiten zum Essen gefunden.

Mutprobe am Bahnhof
Abends ging es nach einem eindrucksvollen Tag zurück zum Bahnhof.
Beglückt konnten wir feststellen, dass unser Gepäck noch da war, aber von der Tür aus war zu erkennen, dass auf diesem jede Menge Ratten fröhlich Samba tanzten.
Marika wurde hysterisch und suchte schon jemanden, der ihr für Geld das Gepäck rettete. Ich fasste all meinen Mut zusammen und rettete unser Gepäck selbst. Größere Schäden waren nicht zu verzeichnen, aber mein Rucksack war angefressen, Ich hatte eine Plastetüte mit Tee darin, das erweckte das Interesse der Tiere.
So, nun wieder meine Lieblingsbeschäftigung: Desinfektionstücher und Spray her und ran an die Arbeit. Die Inder rundherum grinsten. Ratten und Mäuse sind in Indien alltäglich, auch in besseren Hotels(aus eigener Erfahrung!)
Unser Zug stand schon bereit, Namen waren auf der Liste, also können wir entspannt sein.
Wartezeit
Wir suchten uns eine Bank und ich lagerte meine gestressten Beine auf meinem Koffer. Meine Schuhsohle löste sich ein wenig, aber den Urlaub werden sie schon überstehen. Ein Schloßverkäufer kam vorbei, wollte uns Schlösser verkaufen.(Viele Touristen schließen auch ihre Koffer im Zug an) Marika zeigte, dass wir schon welche haben, da sah er meine Schuhe und wollte diese sogleich reparieren. Ich versicherte ihm, dass das nicht nötig sei. Eventuell hätte ich sie nie wieder gesehen.
Der Zug öffnete, wir fanden unsere Plätze und ich startete eine erneute und letzte Desinfektionswelle. Ich weiß nicht, ob es etwas bewirkte, aber wir fühlten uns besser.
Unsere Reise nach Delhi begann pünktlich. Wir bauten unsere Betten und legten uns bald schlafen.

der Palast des Maharadjas

der Palast des Maharadjas

einfach schön

einfach schön

Blick auf die blaue Stadt vom Meherengar Fort

Blick auf die blaue Stadt vom Meherengar Fort

ein steiler Weg führte zum gigantischen Fort

ein steiler Weg führte zum gigantischen Fort

Die Brotbäcker

Die Brotbäcker

© Beate Ziegler, 2013
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Indien, das war schon immer mein Traum. Mit einer Reise durch Rajasthan und dann zum Baden nach Goa sollte sich dieser erfüllen.
Details:
Aufbruch: 11.11.2011
Dauer: 15 Tage
Heimkehr: 25.11.2011
Reiseziele: Indien
Der Autor
 
Beate Ziegler berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
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