Mali: 4000 km durchs Land

Reisezeit: Dezember 2002 - Februar 2003  |  von EvaLea Baby

Gao und Wiedersehen mit Timbuktu

Die "Main de Fatouma" (Hombouri Berge) leider in starkem Dunst

Die "Main de Fatouma" (Hombouri Berge) leider in starkem Dunst

2. Kapitel - Gao und Wiedersehen mit Timbuktu

Am frühen Morgen des 3.1.03 fuhren wir weiter und kamen zu einer Fähre nach Gao, ähnlich wie bei Djenné. Bei der Fähre gab es eine Baracke, wo man heissen Kaffee haben konnte und frisches, warmes Fladenbrot. Es war herrlich und unsere Laune hob sich deutlich! Nach Ueberquerung mit der Fähre fuhren wir zu "einem Bekannten von einem Bekannten" nach Hause (ein Lehmgehöft auf Sand), wo ich mich in einer "timbuktischen" Dusche waschen und zur Toilette gehen konnte! Eine timbuktische Dusche? So nenne ich einen Raum im Freien (ummauert, aber ohne Dach), und eiskalt oder auch brütend heiss, je nach Tageszeit! Am frühen Morgen war er eiskalt. Ebenso war das Wasser eiskalt, ich überwand mich aber und wusch mich komplett. Frisch gewaschen und wieder angezogen, fuhren wir in Gao auf den Friedhof, um das Grab der Grossmutter zu besuchen.

Danach ging's weiter in ein Dorf ausserhalb Gaos, namens Akal Souk, das früher eine Tuaregsiedlung gewesen war. Dieses Dorf ist in den Bürgerkriegsjahren in Mali's Norden völlig zerstört und all seine Bewohner von den Regierungssoldaten, d.h. auch alle Frauen und Kinder, massakriert worden. Es gab nur ein paar halbzerfallene Mauern zu sehen. Es war wie bei einer Totenandacht. Die diversen Berichte, die ich gelesen hatte, kamen mir in den Sinn. Seydou sagte, es sei sehr wichtig, dass wir hierherkämen, weil diese Tragödie niemals vergessen gehen dürfe.

Auf dem Nigerfluss in einem Boot zur Ueberquerung zur roten Düne von Gao

Auf dem Nigerfluss in einem Boot zur Ueberquerung zur roten Düne von Gao

Still fuhren wir weiter zu den "Tombes des Askias", den Gräbern der Askiakönige in Gao. Leider fand gerade eine Gebetsstunde statt, sodass wir nicht ins Gebäude hinein durften. Das Gebäude sieht aus wie die Sankoré-Moschee in Timbuktu - Lehmbau mit Holzstäben, die vertikal in den Mauern stecken. Seydou kletterte aufs Autodach, um bessere Fotos über die geschlossene Mauer machen zu können. Zwischendurch traf er dauernd auf Bekannte, da er in Gao geboren und teilweise aufgewachsen war. Nach der Photosession fuhren wir zu seinen Verwandten, die uns sehr herzlich empfingen. Auch ich wurde stürmisch umarmt und willkommen geheissen, eine sehr schöne Geste, da ich diese Menschen ja zum ersten Mal sah. Ich fühlte mich sehr wohl. Gao macht mir optisch den Eindruck von Timbuktu, nur sei es viel grösser. Es ist kühl hier. Die Strassen sind sandig, die Gebäude aus Lehm - alles ist in dieser typischen braunen Farbe. Im Haus der Verwandten habe ich im Wohnzimmer ca. 2 Stunden geschlafen - wie alle Wohnzimmer in Mali's Norden ist es fast leer, d.h. rund um die Mauern (Wände) liegen Matten oder Matratzen, wo man sich draufsetzt oder liegt, in der Mitte ist ein Teppich, und auf einer entfernten Seite so etwas wie ein Buffet und in der Ecke der Fernseher. Der Cousin hat zwei kleine Söhne. Manchmal schaffe ich es fast nicht, mein Tagebuch nachzuführen, weil ich so viel erlebe. Ich muss es aber tun, damit ich nicht die Hälfte vergesse - vermutlich vergesse ich auch so einiges! Während ich dies schreibe, liege ich im Salon des Hauses vom Cousin in Gao Die Nacht in dem Auto war sehr anstrengend gewesen, da man sich nur "zusammengefaltet" hinlegen konnte. Es ist kalt hier in Gao, man merkt, dass wir im Norden sind. Noch etwas: Auch hier bei Gao war der Sternenhimmel wieder sensationell und ich habe zwei Sternschnuppen gesehen!

14.30 - Fahrt auf dem Niger mit einer Pinasse zu den roten Dünen. Das Mittagessen bei den Cousins war sehr reichlich (Couscous arabe, Fisch, Wassermelone). Ich ass viel, wurde aber ständig ermahnt, mehr zu essen. Wir fahren an Seegras mit vielen Wasservögeln vorbei - eine wunderschöne Aussicht. Danach Aufstieg auf die "Dune rose", welche direkt und ziemlich steil in den Fluss Niger abfällt. Es war sehr anstrengend, denn ich hatte einen sehr vollen Bauch. Auf der Düne oben hatten wir eine schöne Aussicht - teils auf die Sanddüne mit ihren Wellen, die rötlich war, teils auf den Niger, der tief unten floss mit seinen Schiffen und auf das andere Ufer. Wir machten natürlich auch hier unsere Photos, aber ich war sehr müde und froh, als wir zurückgingen.

Kinder in der Wüstenstadt Gao

Kinder in der Wüstenstadt Gao

Wir sitzen in einem Hof eines Wohnhauses in Gao, eine Ziege frisst rund um den Kochtopf, die Frauen sitzen herum, schwatzen und tun nichts. Vorher sind wir noch an ein Tuaregfestival 7 km ausserhalb von Gao gefahren, wo Tuareg-Männer in einem Halbkreis tanzten. Es hatte auch Touristen dort und war ein ziemliches Gedränge, aber wir hatten technische Probleme mit dem Wagen und fuhren deshalb bald wieder zurück. Seydou befürchtete, dass der Wagen nicht mehr anspringen würde und wollte sicher sein, dass wir zurückkonnten. Das WC ist auf dem Dachboden, halsbrecherisch zu erreichen, und ich bin den ganzen Tag nie gegangen ausser morgens und jetzt, 18 Uhr. Dies ist ein grosses Problem für mich.

Gao, Samstag, 4.1.2003
Habe mein Haar gewaschen - allerdings mit viel Ueberwindung da nur eiskaltes Wasser zur Verfügung stand, die Zähne geputzt und "geduscht", und war auf der Toilette - und fühle mich wohler! Die Mutter der beiden Buben heisst Lalla Fatouma und ist eine Tuaregfrau aus Kidal. Sie ist sehr nett und spricht auch Sonrai - neben Tamashek - und sei ebenfalls eine "Cherifa", so werden die Nachkommen des Propheten genannt. Ich habe gut geschlafen bis zum Morgen. Wir fühlen uns erfrischt. Lalla Fatouma spricht etwas französisch und ist oft in meiner Nähe. Wir mögen uns sehr. Ich trank einen Capuccino aus mitgebrachten Sachets und habe etwas Brot gegessen. Nun gibt es ein grosses Frühstück, an dem ich aber nicht teilnehme. Geschlafen haben wir unter einem Moskitonetz auf einer grossen Matratze am Boden. Lalla Fatouma ist sehr schön, sie hat eine ziemlich helle Haut und trägt immer sehr schöne Kleider. Leider habe ich zu wenig Zeit, um ausgiebig mit ihr zu reden. Das "relativ gute Badzimmer" ist ein Verschlag aus Lehmmauern und Sandboden, hat aber zumindest eine funktionierende elektrische Birne, d.h. Licht auch nachts! Man schätzt nun solche Einrichtungen sehr und ist mit wenig schon sehr glücklich. Man duscht aus einem Kübel, aber es gibt auch einen funktionierenden Wasserhahn, allerdings fast am Boden unten! Aber immerhin, für den bisherigen Standard ist es ein Fortschritt. Während ich am Boden schreibe, kommt Lalla Fatouma herein, sie trägt ein wunderschönes, türkisfarbenes Kleid mit einem grossen Halsausschnitt, deshalb liegt eine Schulter frei. Sie hat die Haare hinten zusammengebunden, was ihr schönes, längliches Gesicht und schmale Nase betont.

Die rote Düne von Koyma (Gao) direkt in der Stadt und auf einer Seite in den Nigerfluss abfallend

Die rote Düne von Koyma (Gao) direkt in der Stadt und auf einer Seite in den Nigerfluss abfallend

Habe diverse Photos von den Kindern gemacht. Es gab wie üblich viel Besuch, darunter auch zwei Mädchen, welche Ghya und Samira heissen. Plötzlich kam Najim, ein Onkel, und brachte mir einen Sack voller Geschenke - eine grosse, runde Tuaregbox mit farbigem Leder bezogen, ein Paar Tuaregsandalen (neu, wunderschön und zu kostbar zum Tragen!), eine Lederchomeissa mit Metallbeschlag (Chomeissa = Tuareganhänger in Form von 5 Rauten, geometrisch angeordnet, symbolisierend die 5 Finger (Hand) der Fatouma), ein Tuaregportemonnaie. Ich war sehr überrascht! Darauf kam die "grande soeur" Nana und brachte mir einen Ballen hellblauen Stoffes, welches sich als Sonrai-Wickelkleid entpuppte. Man wickelt es um den Körper, über der linken Schulter werden die Stoffteile zuammengeknüpft, ebenso unter dem linken Arm, durch die entstandenen zwei "Löcher" schlüpft man mit dem Kopf und dem linken Arm. Den Rest des Stoffes wickelt man um den Kopf und drapiert ihn über die Schulter. Wir machten auch hier zahlreiche Photos von mir in diesen Sachen, da alle in Begeisterung ausbrachen (ich konnte mich selber ja nicht sehen, da es nirgends Spiegel gab). Zusätzlich bekam ich noch einen dunkelblauen Kopfschleier, der nicht zu diesem Kleid gehört. Najim fand, ich müsse das hellblaue Kleid ans Tuaregfestival tragen, danach würde man mich "nie wieder" finden! Ich fühlte mich sehr geschmeichelt.

Tuareg-Holzlöffel aus der Tuaregstadt Gao

Tuareg-Holzlöffel aus der Tuaregstadt Gao

Ich geniesse die Ruhe in Seydou's Familie und schaue eine TV-Kassette an (auch das gibt es hier!). Sie zeigt einen Film eines preisgekrönten Filmemachers aus Gao. Eine alte Frau mit seltsamen Augen (ist sie blind ?) namens Niamousoda (sie sei die Grossmutter vom Onkel) wird mir mit viel Gelächter als meine "Co-Epouse" vorgestellt - ein beliebter Witz. Der traditionelle Tanz der Sonrais heisst "Takamba" und die traditionelle Frauenfrisur besteht aus vielen kleinen Zöpfchen, die zuerst dem Kopf nach geflochten sind und erst hinten "ins Freie fallen". Der Takamba wird mir vordemonstriert - ich kann ihn weder vergleichen noch erklären. Die einfachste Erklärung - man bewegt sich im Rhythmus zur Musik - was alles und nichts heisst. Wir erhalten Dourno (la Crème des Nordens) zum Trinken, ich nehme ein wenig, es ist SEHR süss und scharf zugleich, und unglaublich mastig. Ich kann es nicht trinken, es ist zu mastig und kommt mir vor wie Erbrochenes (man möge mir verzeihen! Es ist anders als jenes, das ich vor zwei Jahren in Timbuktu getrunken hatte), d.h. der Geschmack ist anders. Ich kriege es nicht durch meine Kehle!

Um 15.00 Uhr sind wir in Gao abgefahren, über den holprigen Damm zur Fähre. Nach der Abfahrt gab es noch einen Umweg zu einer Cousine in Gao, die beim Markt wohnt. Um 15.30 Uhr sind wir auf der Fähre gelandet und warten. Ich frage mich, ob wir mit diesem Auto bis Timbuktu fahren. Bis die Fähre gefüllt ist (erst dann fährt sie ab - das kann sehr lange dauern und ist an keinen Zeitplan gebunden!), ist es 16 Uhr. Ein Bauer hat gerade dicht neben unser Auto drei Esel getrieben, und die armen Tiere dermassen geschlagen, dass es mir weh tat. Ich bin froh, als wir die Fähre hinter uns haben, und mit ihr das Chaos mit den Tieren und Karren. Nach der Fähre fahren wir durch flaches Land auf geteerter Strasse. Links und rechts sind Sträucher und kleine Bäumchen. Die Strasse ist sehr gut, es ist 16.30 Uhr. Ich habe starken Husten .Ich habe mich erkältet, als ich mich auf dem Gehöft im Freien wusch mit kaltem Wasser bei sehr kalter Luft.

Auf der roten Düne von Gao, genannt auch Koyma - Grössenvergleich

Auf der roten Düne von Gao, genannt auch Koyma - Grössenvergleich

Les tombes des Askias (die Gräber der Askia-Könige, eine heilige Stätte,sieht auch aus wie eine Moschee). Leider schlechte Bildqualität.

Les tombes des Askias (die Gräber der Askia-Könige, eine heilige Stätte,sieht auch aus wie eine Moschee). Leider schlechte Bildqualität.

Hombouri, 5.1.2003 (Sonntag)
Wir haben keinen Platz in der einzigen Herberge gefunden. Der schwarze Chef dort, den Seydou kennt, nimmt nur Weisse! (Seydou sagt, er mache das jedes Mal, wenn er hierherkäme, "il n'aime pas les noirs" - ich kann es nicht glauben, denn er ist ja selber schwarz!! Gibt es so etwas?? Ich verstehe das nicht!). Wir überlegten, was wir tun sollten (weiterfahren, im Auto schlafen, oder was?), als Seydou einen Bekannten traf, der in dieser Herberge arbeitet. Er schlug ihm vor, ein Haus zu benützen, welches momentan leer stehe und einem Freund von ihm gehöre. Wir waren natürlich sehr glücklich über diese Lösung und fuhren ein Stück in die Nacht hinaus nach den Angaben dieses Bekannten. Wir kamen zu einem leeren Gehöft, direkt unter den Bergen von Hombouri. Diese erhoben sich gleich doppelt vor mir, und sind nicht die "Main de Fatouma", sondern andere Gipfel der Monts de Hombouri mit ähnlichem Aussehen. Ich mache eine Skizze der beiden Erhebungen, und nehme mein Mephaquine gegen Malaria.

Ich schreibe im Auto, wir fahren auf einer geteerten, aber holprigen Strasse. Die berühmte "Main de Fatouma" besteht also nicht nur aus diesen 5 Zacken (d.h. eigentlich doch), es gibt aber eine ganze Bergkette (die Monts de Hombouri), die sich in fast gleicher Form dahinziehen, mal zur rechten, mal zur linken Seite der Strasse und zwar von Douentza bis Gao.. Zuerst ist man total verwirrt, weil man glaubt, die Main de Fatouma doppelt zu sehen. Wir hoffen, in Douentza einen Transport nach Timbuktu zu finden und den kleinen Toyota dort einstellen zu können. Immer wieder begegnen wir Viehherden mit Hirten, manchmal wie Tuareg aussehend. Es sind dies Rinder, Ziegen, Schafe, und Esel, seltener Kamele. Manchmal treffen wir auch Velofahrer und "afrikanische Lastwagen" mit "Hunderten" von Menschen oben auf der Ladefläche und an den Seiten hängend. Dann sehen wir viele Menschen, die der Strasse entlang gehen, sie tragen grosse Körbe und Kalebassen auf dem Kopf, oft sitzen auch ganze Familien auf Eselskarren. Sie gehen zu einem Markt, wird mir erklärt. Um 09.40 Uhr kommen wir in Douentza an.

Hombouri-Berge (auf diesem leeren Gehöft schliefen wir). Das Foto entstand am frühen Morgen - auch hier war alles dunstig, deshalb unklar

Hombouri-Berge (auf diesem leeren Gehöft schliefen wir). Das Foto entstand am frühen Morgen - auch hier war alles dunstig, deshalb unklar

Wir machen einen Halt und trinken heissen Kaffee. Wir versuchen, einen 4x4 Wagen zu mieten, aber alle seien bereits weg, da ausserhalb von Timbuktu jenes Tuaregfestival stattfindet, wie wir mehrmals gehört haben. Wir beschliessen deshalb, mit unserem rotem Starlet bis Bambara Maoundé zu fahren und dort wieder nach einem 4x4 Wagen zu suchen. Bambara Maoundé liegt wesenlich näher zu Timbuktu und die eigentliche Piste beginnt dort. Malerische Frauen mit Kindern auf dem Rücken kreuzen uns. Dazu Peuls, aber auch Tuaregmänner. Wir haben Glück und finden in Douentza nun doch noch einen 4x4 Wagen, allerdings müssen wir den Chauffeur dazu mieten und der Wagen ist sehr klein. Wir haben keine Wahl und lassen den roten Starlet im Garten des Hotels.

Bambara-Maoundé, 13.30 Uhr
Wir sind in Bambara-Maoundé angekommen, nach Fahrt über holprige Piste. Es ist Markttag, ein höchst malerischer, farbenfroher. Ich habe zwei Photos gemacht. Der Chauffeur heisst Salif und ist relativ jung und unerfahren, hat es aber recht gut geschafft.. Peul- und Tuaregnomaden in herrlichen violetten Boubous stehen herum.

Fähre vor Timbuktu, 19.00 Uhr (5.1.2003)
Wir warten vor Timbuktu auf die Fähre - das übliche Chaos bei den Fähren. Eigentlich wären wir schon längst an der Reihe gewesen, aber der Gouverneur und seine Gefolgschaft kamen und hatten Vorrang, d.h. sie fuhren an uns vorbei, und wir, die wir schon 2 Stunden gewartet hatten, müssen auf die Rückkehr der Fähre warten und hoffen, dass wir es heute noch auf die andere Seite schaffen!!! Die Fahrt ab Bambara-Maoundé war ein einziger Schüttelbecher auf sandiger Piste gewesen. Ich sass vorne neben dem Chauffeur Salif und hatte keinen Sicherheitsgurten. So flog ich manchmal bis zum Dach des Autos und erinnerte mich an Iduna's Rat, den Rücken möglichst krumm gebogen zu halten und alle Muskeln locker und die Bewegungen einfach geschehen zu lassen. Während des Wartens auf die Fähre haben wir spanische Nüssli (bereits aus der Schale genommen in einem Plastiksäckchen) und "letzte Qualität"-Datteln gegessen, welche Kinder verkauften. Das tat gut, und ich fühle mich wieder besser, obwohl ich noch immer diesen Schleim aushusten muss. Doch die schlechten Datteln enthalten auch viel Fruchtzucker und haben mir offenbar Energie zurückgegeben.

Ein Mädchen namens Aisha vor einer typischen Türe in Timbuktu

Ein Mädchen namens Aisha vor einer typischen Türe in Timbuktu

17.30 Uhr - Die Fähre ist da und wir samt dem Auto drauf, endlich, fast unglaublich. Aber man wartet ab, ob noch andere Autos kommen, da die Fähre nur halbvoll ist. Falls wir das einzige Auto bleiben (die anderen Passagiere sind mit Velo, zu Fuss und mit Tieren), erhöht sich der Fahrpreis drastisch - was ich unverschämt finde, da wir ja nichts dafür können, dass man uns "ausgeladen" hat wegen dem Gouverneurswagen! Seydou macht sich grosse Sorgen wegen des eventuell hohen Fährpreises. Ein leichter Nebel liegt über dem Niger und zu meiner Linken sinkt die Sonne in den Fluss - eine unglaublich romantische Stimmung. Seydou hat sich am Nigerufer Gesicht, Hände und Füsse gewaschen - und die Haare, und betet. Als wir endlich am anderen Niger-Ufer ankommen, ist es dunkel - und wir können die geplanten Photos nicht mehr machen, dh. wir versuchen es, aber sie kommen schlecht heraus.

Salzplatten aus Taoudeni, transportiert mit der Azalaï-Karawane von Taoudeni nach Timbuktu. Sie werden seitlich an die Kamele angebunden und wahnsinnig schwer!

Salzplatten aus Taoudeni, transportiert mit der Azalaï-Karawane von Taoudeni nach Timbuktu. Sie werden seitlich an die Kamele angebunden und wahnsinnig schwer!

die malische Kora, ein einheimisches Musikinstrument, der Klangkörper ist aus einer Kalebasse gebaut, mit Ziegenleder überzogen, der Rest Holz und alles ist ganz leicht

die malische Kora, ein einheimisches Musikinstrument, der Klangkörper ist aus einer Kalebasse gebaut, mit Ziegenleder überzogen, der Rest Holz und alles ist ganz leicht

Unterwegs angetroffen
(Foto aus dem Auto, zwischen Mopti und Douentza)

Unterwegs angetroffen
(Foto aus dem Auto, zwischen Mopti und Douentza)

Ein Kleid aus Gao und in Gao (Eva mit zwei Onkeln, leider einer angeschnitten)

Ein Kleid aus Gao und in Gao (Eva mit zwei Onkeln, leider einer angeschnitten)

© EvaLea Baby, 2005
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Dies war meine 3. Malireise, dieses Mal ohne Kameltrekking, sondern nur mit Auto. Dafür hab ich sehr viel gesehen - die Wüstenstadt Timbuktu, die andere Wüstenstadt Gao, die berühme Moschee in Djenné mit dem Montagsmarkt und vieles mehr.
Details:
Aufbruch: 28.12.2002
Dauer: 5 Wochen
Heimkehr: 02.02.2003
Reiseziele: Mali
Der Autor
 
EvaLea Baby berichtet seit 16 Jahren auf umdiewelt.
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