Ägypten-Reisebericht :... und dann geht es wieder los.

InHurghada

Hossam (links) und Mustafa geigeln rum ...

Hossam (links) und Mustafa geigeln rum ...

Der Flug etwa eine Stunde verspätet und der Service an Bord der Boing von Condor minimalistisch.
Vor der Passkontrolle eine elend lange Schlange und ich benötige an die 40 Minuten, obwohl der Beamte dort mechanisch und ohne hinzusehen stempelt.
Die Visamarke, die ich vorher am Schalter gekauft hatte, hatte noch den alten Preisaufdruck von 15 $ aber zusätzlich eine kleine Marke darauf mit + 10 $ ... danke Mister Sissi!
Ein Einheimischer in Uniform bietet mir "Pass ohne Schlange" an für 10 € und ich ignoriere ihn. Halblaut auch andere Verkäufer "Pass ohne Schlange ... 15 EURO" und ich bin stolz auf meine Landsleute, denn ich sehe niemanden, der dieses Angebot annimmt.
Da ich Individualreisender bin, obliegt mir auch die Organisation des Transfers zum Hotel. Ein Taxi ist schnell gefunden und ich feilsche nicht lange. Einhundert Pfund der Fahrpreis. Die 25 $ Visagebühr mit einem 100-EURO-Schein bezahlt und 720 Pfund als Wechselgeld bekommen. Da bin ich schon übler abgezockt worden.

Am Triton Empire Beach Ressort angekommen kurz nach 19 Uhr steigen vor mir gerade Hossam und Mustafa aus einem Taxi.
Auch sie sind somit am falschen Hotel. Letztes Jahr hatten wir im "Triton Empire Inn" gewohnt, das sich dieses Jahr nun"Triton Empire Hotel" nennt. Nur ein Fussweg von 300 Metern.
Wir können das Zimmer 432 nicht finden und irren durch die Gänge, bis wir mehr zufällig auf den Hotelboy stoßen, der mit dem Gepäckwägelchen von der Tür wartet. Komisch ... der ist schneller wieder weg als ich bin, um ihm "Bakshish" zu geben.
Als erstes öffne ich eine Flasche Rotwein und wir stoßen mit den vorhandenen 2 Gläsern an. Auch Handtücher sind nur zwei vorhanden, obwohl ich für drei Leute gebucht hatte.
Durch sowas lassen wir uns aber nicht die Laune verderben.
Als wir eine Stunde später zum Abendessen aufbrechen kichern die beiden rum wie kleine Schulmädchen und meinen, sie wären betrunken ... die Rotweinflasche ist noch zu mehr als die Hälfte voll!
Welcher Betrunkene würde jemals zugeben betrunken zu sein?
Nach dem Nudelauflauf und dem Hähnchen in die Bar, in der wir auch letztes Jahr oft waren und dann im Hotel die Flasche Whisky geöffnet.
Es muß gegen 1 Uhr gewesen sein, als ich zu Bett ging und ich denke, ich war der Einzige, der betrunken war ... aber das ist auch gut so.

Gleich zu Beginn hatte ich ein paar Regeln aufgestellt und eine davon ist, das wir ausschließlich englisch sprechen, eine andere, dass wir spätestend um 8 Uhr aufstehen und gemeinsam frühstücken.

© Manfred L., 2014
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Zurück aus Indien zieht es mich wieder in die große weite Welt. Ein Flug nach Hurghada ist gebucht und auch der Termin für die Ankunft in Bangkok steht fest. Was sonst noch passieren wird, steht in den Sternen.
Details:
Aufbruch: 19.06.2014
Dauer: circa 13 Wochen
Heimkehr: September 2014
Reiseziele: Deutschland
Türkei
Ägypten
Der Autor
 
Manfred L. berichtet seit 4 Jahren auf umdiewelt.
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Manfred über sich:
Ich bin jetzt 60 Jahre alt, ca. 182 gross und 75 kg schwer.
Seit 2007 bin ich geschieden und habe auch zu meinen inzwischen erwachsenen Kindern keinen Kontakt mehr.

Vor drei Jahren wurde bei mir ein Tumor im Dickdarm festgestellt und ich dachte, mein Leben würde sich dem Ende zuneigen.
Ich habe mehrere Operationen über mich ergehen lassen und die Chemo-Therapie gemacht.
Folge davon: Eine magere Rente wegen voller Erwerbsminderung und Verdauungsprobleme sowie erhebliche Beeinträchtigungen, sofern die Temperaturen meiner Umgebung unter 10 Grad Celsius sinken.

"Überwintern" in wärmeren Ländern ist daher eher eine Flucht vor Kälte und Aufenthalt in Ländern mit niedrigen Lebenshaltungskosten ein Gebot des schmalen Geldbeutels