Ägypten-Reisebericht :ÄGYPTEN - Eine Woche Luxor

Luxor

LUXOR

"Jürgen, du rucksackst Leute! Pass doch mal auf!" mahnt eine Frau
ihren Mann zur Vorsicht an.
Es ist Faschings-Dienstag und ein unglaubliches Gedränge herrscht am
Nürnbegrer Flughafen. Viele waren auf die Idee gekommen, dem Winter
zu entfliehen, in Süddeutschland liegt seit Wochen Schnee und viele wollen die Ferien nutzen, ins warme zu fliegen. Aus dem Flieger bekommt man einen guten Überblick über die Ski-Gebiete und Pisten, als wir die Alpen überfliegen, für die jenigen, die die Kälte und den Schnee mögen, aber mein Ziel liegt viel weiter im Süden und dort ist es um einiges wärmer. Die Oberägypter kennen keinen Schnee und keinen Winter hier ist der Sommer schon jetzt, Mitte Februar, in vollem Gange. 37 Grad messen die Tagestemperaturen. Selbst für hier ist das ungewöhnlich, in der Regel sind es um diese Jahreszeit zehn Grad weniger.

Die Zimmer im Pyramisa Isis Hotel sind schön eingerichtet. Eine kleine
Sitzgruppe mit Tisch und Stehlampe und einige Bilder verschönern die
Atmosphäre und machen das ganze wohnlicher.

Ich mache mich Frisch und bin startklar für den Luxortempel. Der Gehweg ist nicht geradebreit und zu allem Überfluss stehen in der Mitte kleine Palmen, die einDurchkommen, ohne daß man sich bücken, oder auf die verkehrsreiche
Straße ausweichen muß, fast unmöglich machen. Die Fahrer sind rücksichtslos und neigen zu riskanten Überholmanövern. Hupend zwängt sich ein Motorradfahrer mit blauem Baustellenhelm zwischen einer Pferdekutsche und einem Auto durch. Ein Taxi kommt mit Lichthupe und würde am liebsten am Grünstreifen überholen. Ein weißer Schimmel ist vor eine Kutsche gespannt und blickt gelangweilt ins Leere.
"Qalesh?" fragt der Fahrer, als ich vorbeigehe.
So heißen die vielen Kutschen, die in Luxor unterwegs sind. Am besten antwortet man mit "Shukran" und geht weiter. Auch mein Onkel war schon in Luxor und gab dem Kutscher zwanzig Pfund Trinkgeld, worauf dieser fast entsetzt geantwortet hatte:
"Nur Zwanzig? So viel frisst mein Pferd!"

Der Luxortempel befindet sich direkt an der Corniche am Nil. Schon von außen hat man einen tollen Einblick auf die Säulen und den Obelisken. Ein großer Platz befindet sich vor dem Eingang. Gelangweilt sitzen Einheimische auf den Bänken und lassen den Tag vergehen.
Hauptsächlich hat Pharao Amenophis lll an dem Tempel gebaut. In den
folgenden Jahrhunderten erweiterten Tutunchamun, Ramses und Alexander der Große das Bauwerk. Ein schlanker Obelisk, bis obenhin mit ägyptischen Hyrogliefen verziert, ragt vor dem Eingang in den blauen Himmel. Die Sphingenalle stellte einst eine Verbindung zwischen Luxor- und Carnactempel dar. Sie soll in den nächsten Jahren wieder hergestellt werden. Dazu müssen einige Bewohner ihre Häuser verlassen und werden umgesiedelt. Große Kollosalstatuen von Ramses II stehen vor dem 24 Meter hohen Pylon, der mit Szenen der Heldentaten des Pharao verziert ist. Mächtige Säulen umgeben den großen Hof des Ramses II und weitere Bilder zeugen von seinem Heldentum. An der Ostseite des Tempels befindet sich die Moschee "Abu el Haggag, die die Araber im 14.Jh. ihrem gleichnamigen Ortsheiligen widmeten. Ein stattlicher Mann mit dichtem, dunklem Bart und langer schwarzer Kutte schländert lässig durch das Tempelgelände. Eine lange Kette mit einem großen Kreuz gibt ihn eindeutig als Christ zu erkennen. Wahrscheinlich handelt es sich um einen koptischen Geistlichen. Eine Gruppe Jugendlicher ist da, die vielen hübschen Mädchen sind alle unverhüllt. Ich denke, daß sie zu einer christlichen Jugendgruppe oder Schulklasse aus dem Norden des Landes gehören und der Pater ihr Aufpasser is

Nil

Nil

Luxor Tempel

Luxor Tempel

LUXOR-TEMPEL - Sphingen-Allee

LUXOR-TEMPEL - Sphingen-Allee

Relief im Luxor Tempel

Relief im Luxor Tempel

Luxor Tempel

Luxor Tempel

LUXOR - Abendstimmung am Nil

LUXOR - Abendstimmung am Nil

© Thomas K., 2015
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 16.02.2010
Dauer: 8 Tage
Heimkehr: 23.02.2010
Reiseziele: Ägypten
Der Autor
 
Thomas K. berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.