Mauritius-Reisebericht :(M)ein Traum wird wahr .... Weltreise!

Mauritius - eine Phase des Erholens steht an

Erholungsurlaub mit meiner Tochter

Meine nächste Etappe, Mauritius, steht unter dem Zeichen von Urlaub, Erholung und Entspannung. 15 Tage werde ich zusammen mit meiner Tochter auf dem "Diamanten des indischen Ozeans", wie Mark Twain Mauritius nannte, verbringen. Dabei werden wir natürlich auch die Insel erkunden, aber in erster Linie möchten wir entspannen, Zeit miteinander verbringen und ich möchte auch die Eindrücke der ersten sechs Wochen verarbeiten.

Von den Seychellen aus geht es um 13.50 Uhr mit Air Seychelles HM 55, operated by Etihad, los. Um 10.15 Uhr fahre ich nach einem entspannten Frühstück mit dem Taxi zum Airport. Während ich mein ganzes "Gepüngels" auspacke, schaue ich mich schon um und suche den richtigen Checkinschalter in der offenen Flughafenhalle. Ich gehe los und fühle mich so nackt um den Hals - meine Kamera ist weg. Mist, im Taxi vergessen. Ich drehe mich um und suche es, sehe aber nur noch wie, es vom Parkplatz aus auf den Highway abbiegt. Was tun? Ich versuche, vom Handy aus mein Guesthouse zu erreichen, von dort wurde das Taxi bestellt. Handy funktioniert aber nicht. Also zur Flughafeninfo und dort der Dame alles erklärt. Sie müsse erst um Erlaubnis fragen, antwortete sie und verschwand. Nach 10 Min kam sie wieder, lächelte und sagte, alles wäre ok, die Guesthouse-Wirtin habe den Taxifahrer erreicht, er käme zurück. 40 Minuten dauerte es noch, dann kam er grinsend zurück und übergab mir die Kamera. Gut, dass ich genügend Zeit eingeplant hatte...

Der Flug selber ging genauso unproblematisch wie die Ein- und die Ausreise. Im Flugzeug eine Einreise- und eine Gesundheitskarte ausgefüllt, keine weiteren Fragen oder Unterlagen bei der Immigration und der Gesundheitsbehörde, das war es. 2 Std. 10 Min später war ich auf Mauritius, tauschte Geld und addiere meine inzwischen zurückgelegten Reisekilometer. 20.450 km sind es schon, d.h. mehr als die Hälfte des Erdkreises habe ich rechnerisch schon umrundet. Dann suchte ich mir ein Taxi. 60- 70 Min dauert normalerweise die Fahrt vom Flughafen zur diagonal entgegengesetzten Stadt Grand Baie, aber durch den Berufsverkehr brauchte ich über 2,5 Stunden.

Durch Zuckerrohrfelder und durch urbane Gegenden (Cybercity in Pt. Louis wirkt bei Einbruch der Dunkelheit sehr ansprechend) ging es zum Hotel Merville Beach im Norden Grand Baies, fast schon in Péreybère gelegen. In dieser Zeit erfuhr ich vom Taxifahrer mehr über das Leben auf Mauritius, als ich bisher in den Reiseführern finden konnte. Die unterschiedlichsten Menschen leben hier, unterschiedlich bezogen auf Religion, Herkunft der Vorfahren, Verweildauern und Bildungsstand. Ca. 70% der Einwohner haben asiatische Wurzeln, meist Nachfahren der ersten Arbeitsmigranten, die auf den Zuckerrohrfeldern nach Abschaffung der Sklaverei arbeiteten. Etwa 3 % stammen aus China und obwohl zahlenmäßig deutlich in der Minderheit beherrschen sie den Handel. Der Rest setzt sich aus verschiedenen christlichen Religionen, Hindus und Moslems zusammen. Meist kommt man gut miteinander aus, gibt es gelegentliche Probleme, so erzählte mir der Taxifahrer, löst man diese zügig, da (weil halt relativ wenige Menschen in den einzelnen Orten leben und man sich dadurch kennt und die "Krawallmacher" ebenfalls kennt), indem sich die christlichen, hinduistischen und moslemischen Geistlichen mit dem örtlichen Polizeivertreter zusammensetzen; das ganze natürlich zeitnah und so gibt es keine nachhaltigen Störungen.

Wegen der überwiegend asiatischen Bevölkerung fühlt man sich auch nicht als Afrikaner, sondern sieht sich eher Asien zugehörig, zumindest hier auf der Hauptinsel. Auf Rodrigues, der ebenfalls zu Mauritius zugehörigen, 550 km entfernt liegenden Nachbarinsel, sähe es wohl etwas anders aus.

Als nächstes bekomme ich die Fauna Mauritius´ erklärt: es gibt keine wilden Großtiere, auch keine Schlangen. Dafür große Spinnen, bunte Vögel und einige Schmetterlinge. Krokodile und Schildkröten sowie Hirsche gibt es noch in einigen Tiergehegen und -parks zu sehen.

Natürlich hat der Taxifahrer auch eine politische Meinung, die er mir breit erklärt. Offensichtlich mögen Taxifahrer hier in der Region ihre jeweiligen Landeschefs nicht wirklich, kein gutes Haar lässt er an ihm. Dafür bekomme ich anschließend noch einen Grundkurs in Zuckerrohranbau und Diversifikation der Wirtschaft, speziell im IT-Sektor, dann ist die Fahrt vorbei.

Am nächsten Morgen kam nach einem 11 Std. Flug ab FRA Nele, meine Tochter, an. Nach dem Frühstück erkundeten wir die nähere Umgebung des Hotels, natürlich insbesondere den Strand und die Hotelanlagen. Ich freue mich in erster Linie auf 2 Wochen gute Sanitäranlagen und Zeit mit Nele.

Nach und nach werden wir die Insel erkunden, zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Linienbus und mit organisierten Touren. Aber alles ganz entspannt...

Ankunft auf dem Flughafen mit dem unaussprechlichen Namen, abgekürzt MRU

Ankunft auf dem Flughafen mit dem unaussprechlichen Namen, abgekürzt MRU

Nele bei unserem Erkundungsspaziergang rund um die Hotelanlage.

Nele bei unserem Erkundungsspaziergang rund um die Hotelanlage.

Ein erster Blick auf unsere Bucht vor dem Hotel.

Ein erster Blick auf unsere Bucht vor dem Hotel.

Pool und Restaurant des Merville Beachs.

Pool und Restaurant des Merville Beachs.

Im Hotelgarten.

Im Hotelgarten.

Frühstück im Freien bei ca. 20° C Wintertemperatur

Frühstück im Freien bei ca. 20° C Wintertemperatur

Unser Hotelstrand, hier werden wir relaxen...

Unser Hotelstrand, hier werden wir relaxen...

© Rolf Bilo, 2013
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